Eddy am 30 Jul 2008 23:06:08 Hallo,
will mein Fahrzeug (Ford Transit) mal mit Seilbahnfett "behandeln", nachdem ich schon einiges hier gelesen habe, sind doch noch Fragen aufgetaucht.
Gerade die Längsträger -innen- wollte ich mit dem Seilbahnfett gründlich einsprühen, welche Vorarbeiten sind denn dabei zu beachten.
Ist das Seilbahnfett auch verstreichbar ?
Wie sieht das aus, wenn evtl. mal in späterer Zeit Schweißarbeiten am Fahrzeug durchgeführt werden müssen, "brennt" das Fahrzeug ab?
Da ich nur die normalen Sprühdosen nehmen will, habe keinen Kompressor und das dazu nötige Gerät, kommt das Fett denn auch in jede Ecke?
Wie lange ist die Lieferzeit für dieses Seilbahnfett denn?
Vielen Dank im Voraus für die Antworten und über Extratipps würde ich mich freuen.
Eddy
fuzzy am 31 Jul 2008 15:19:11 Eddy hat geschrieben: und über Extratipps würde ich mich freuen.
Hi Eddy, gib das mal bei Google ein, die Meinungen sind da zwiespältig :
--> Link
--> Link
wobei mir der erste schlüssiger erscheint
Baubernd am 31 Jul 2008 18:59:41 Hallo Eddy,
habe meinen Dethleffs nach langer Suche nach dem richtigen Mittel mit Seilfett behandelt. Ob es das richtige Mittel ist weiß ich noch nicht, aber es funktioniert wunderbar. Da es flüssig wie Wasser ist, kriecht es überall hin.
Später wird es dann leicht klebrig und bleibt auch so. Die Hohlräume kann man mit einer Sonde machen. Habe auch den Holzboden damit behandelt. Streichen geht vielleicht, habe es aber nicht probiert. Mit Sprühdosen habe ich auch keine Erfahrung. Habe aber eine Grube und einen Kompressor.
Das Seilfett habe ich in der "Oldiegarage" gekauft. Kannst unter dem Begriff mal Googln. Die Firma ist in Ainring.
Hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen.
Sollten noch Fragen sein, dann rühren.
Bernhard
bert am 31 Jul 2008 19:15:32 Ich habe meinen Transit auch mit Seilbahnfett eingesprüht.
Die Rahmen mit der Sonde und aussen mit der Sprühpistole.
Nur die Aussenrahmen im Motorraum hab ich nicht angesprüht,
will mich nicht beim Service selbst unnötig einsauen.
Das Zeug klebt wirklich extrem.
Hab danach die Lampen in der Grube und den Luftschlauch mit Benzin gewaschen.
Habe aber auch einen Kompressor und Montagegrube, nur mit dem Spray wird mühsam. Ich habe 5 Liter reingeblasen, auch in die Türen und Kotflügel.
Nach den ersten staubigen Pisten bindet sich das Fett etwas, klebt aber trotzdem extrem.
Bei einer Rep. muß es vorher ordentlich entfernt werden,
achte auf die Freigabe für KFZ Bereich- hat nicht jedes Produkt.
Bert
Eddy am 31 Jul 2008 22:50:11 Hallo,
vielen Dank für die Antworten.
@ Fuzzy Habe vorher schon gegoogelt und habe die widersprüchlichen Meinungen gelesen. Aber ist eben wie im richtigen Leben, der eine schwört drauf und der andere schüttelt nur den Kopf.
@all welches Seilbahnfett ist denn KFZ-zulassungsfähig ?
@all soll man die Rahmenteile vorher mit Wasser ausspülen um evtl. lose Rostpartikel zu entfernen und soll man mit flüssigem Rostschutzmittel vorarbeiten, bevor das Fett eingebracht wird?
@, wie bekommt man das Fett bei einer evtl. Schweißarbeit wieder raus und was sagt der TÜV???
Habe außerdem noch den Link gefunden
--> Link
Eddy
Eileen am 31 Jul 2008 23:28:34 google mal nach Eurol Seilfett ...das habe ich verwendet.
Ich habe keinen Kompressor. Das Seilfett kan man spruehen aus der Dose, streichen mit dem Pinsel, spruehen aus der Blumenspritze (die ist aber hinterher Schrott) und fur unerreichbare Hohlraeume habe ich mir meine eigene "Sonde" gebastelt:
So eine kleine Spruehkanne fuer Unkrautvertilgungsmittel mit Handpumpe aus dem Baumarkt (da geht ganz schoen Druck drauf) und dann vorne einen Schlauch hingefriemelt der am Ende eine "Duese" hat (ein Nagel geht auch) und dann rein mit Schlauch, Fett marsch und langsam wieder rausziehen ...geht auch.
Mit dem Kompressor und einer richtigen Sonde geht das aber bestimmt besser ...nur mit meiner Methode kann ich immer wenn ich irgendwo am Auto was mache "schnell mal" konservieren wenn ich gerade guenstig wo drankomme, ohne grossen Aufwand zu betreiben ..so mache ich das halt Stueck fuer Stueck ...work in progress.
Um eventuelles spaeteres Schweissen mache ich mir dann Sorgen, wenn's soweit ist ...schliesslich konserviere ich ja um schweissen zu vermeiden.
Gast am 01 Aug 2008 11:30:07 und wenn du auf der sicheren Seite wohnen möchtest nimmst du kein Seibahnfett, sondern Mike Sander
--> Link
ich habe meine Oldies alle damit behandelt, ist aber ebenfalls ekelig zu verarbeiten, weil es klebt wie sau. Wird auch in allen Oldtimer Zeitschriften als Empfehlung gehandelt.
Matthias
Ostwestfale am 01 Aug 2008 11:53:30 Ähmm, jetzt hätte ich mal eine Frage.....
Ich denke mir, dass das Seilbahnfett sicherlich sehr gut ist.
Persönlich wäre ich aber nie auf die Idee gekommen....
Warum wird nicht der Schutzwachs, den z.B. die berühmte Automobile Kleinstorganisation aus Wolfsburg verwendet, eingesetzt?
Den bekomme ich an jeder Ecke, ist fürs KFZ geeignet und hat ebenfalls schon Langzeit-Tauglichkeit bewiesen.
Danke für die Nachhilfe.
Eddy am 09 Aug 2008 23:23:02 Hallo,
danke für die zahlreichen Meinungen.
Habe hier nochmals gegoogelt und dann noch das gefunden:
--> Link
Kennt das jemand und auch die Arten der Verarbeitung?
Wird ja auch über Korrosionschutzdepot vertrieben.
Eddy
Paule2 am 09 Aug 2008 23:43:06 Hallo Eddy,
--> Link
In Oldtimerkreisen schwört man auf "Mike Sander". Ich glaube fast, das dieses Zeug arg mit dem Seilbahnfett verwandt ist.
MfG Paule2
turbokurtla am 10 Aug 2008 07:40:00 Hallo Eddy
Vielleicht noch ein Tipp von mir.
Ich hab früher, vor der Zeit der Vollverzinkten, meinen PKW Unterboden regelmäßig mit Kettenöl behandelt. Dieses spezielle Haftöl klebt auch sehr fest an allen Teilen, da es für die umlaufende Sägekette gedacht ist.
Der Vorteil, es ist relativ billig und überall zu bekommen.
Kurt
Paule2 am 10 Aug 2008 19:47:53 Hallo Rostschützer, :D
weil turbokurtla von "früher" schrieb, fällt mir ein sehr wirksames "Rezept" ein:
Bitumenvergussmasse erhitzt und zusätzlich noch mit Öl verdünnt ist ein unschlagbarer Rostschutz. Dieses Gemisch wird nicht fest und klebt "wie Gift". Durch die Hitze des Materials wird eine mögliche Restfeuchtigkeit verdrängt.
Gummiähnliche Bauteile sollten unbehandelt bleiben.
MfG Paule2
spiti01 am 10 Aug 2008 20:14:34 ....tja ja, es gibt beinahe so viele "Geheimtips" wie Anwender. Jeder schwört auf "sein" Mittel.
Ich vertraue da lieber auf die Profis und habe damit seit über 40 Jahren sowohl bei "angefressenen Oldtimern" als auch bei Neuwagen beste Erfahrungen gemacht.
@ Ostwestfale
Bitte diese Wachs nur bei absolut sauberen Neuwagen verwenden.
@ Eddy
Fluidfilm ist nicht die schlechteste Lösung. Ist gut zu verarbeiten, sehr kriechfähig und extrem beständig gegen Salzeinflüsse (Zertifikat für Schiffbau!)
Riecht anfangs etwas "streng", das gibt sich aber recht schnell.
Grüßli.....spiti
Eddy am 10 Aug 2008 20:23:53 Hallo Spiti 01,
danke für die positive Rückmeldung zum Fluid-Film.
Brauche etwas, was leicht zu verarbeiten ist und natürlich auch die entsprechende Kriechfähigkeit hat. Der Geruch ist eher Nebensache.
Eine gewisse Salzresitenz ist auch prima, da wir Ganzjahresfahrer sind.
Wobei es mir nur um das Fahrzeug geht, denn dann das Womo ist von unten mit einer Kunststoffplatte geschützt.
Eddy
drivetheglobe am 13 Aug 2008 22:57:35 Hi,
Bezweifle das irgend was hilft was nicht auf den Neuwagen gesprüht wird.
Meine Transitträger gehen auseinander wie Blätterteig.
Hab auf einer Stelle schon rausgeschnitten: Das Problem ist, dass hier die Träger in Sandwitchbauweise gebaut sind. Und in das Sandwitch kriecht
das Salzwasser rein.
Reinsprühen kann man da kaum was, die Ritzen sind z.B bei durchgehenden Löchern etc.
Das ist einfach eine Fehlkonstruktion wenn man böse ist - gutmütig ists Leichtbauweise...
lg
PS: Habe aussen Rost entfernt, grundiert,lackiert mit Bob-System. Innen mit Fertan gesprüht. Aber ehe ich zum Hohlraumschutz kam wars schon
wieder sanierungsbedürftig.
spiti01 am 14 Aug 2008 01:01:13 @drivetheglobe
Es gibt ohne jeden Zweifel Produkte, die nachweislich auch bei älteren Fahrzeugen mit deutlichen Korrosionsansätzen helfen, den "Zerfall" erheblich zu verlangsamen. Gänzlich aufzuhalten ist selbiger jedoch definiiv nicht mehr.
Einer von vielen Beweisen ist mein 41 jähriger Engländer, den ich vor ziemlich genau 20 Jahren in definitiv angeknabbertem Zustand gekauft habe.
Nach sorgfältigster Behandlung mit Fertan, ausgiebiger Wasserspülung und anschließender "Flutung" mit Teroson HV 200 befindet sich das Fahrzeug trotz über 120.000 Kilometern, teilweise im harten Renneinsatz, bei zahlreichen Orientierungsfahrten oft auch bei Dauerregen (z.B. 1 Woche durch Wales mit 25 Stunden Regen am Tag incl. einer Stunde Mittagspause...) bezüglich Rost immer noch in nahezu dem gleichen Zustand wie beim Kauf.
Ohne meine damalige "intensiv-medizinische" Behandlung wäre das Auto heute sicherlich nur noch ein Haufen bräunlicher Krümel.......
Ähnliches gilt übrigens für unser zweites englisches Schätzchen nach inzwischen 24 Jahren.
Fazit: Na also, geht doch!
Gegen solche - wie von Dir geschildetern - Fehlkonstruktionen ist allerdings nun wirklich kein Kraut mehr gewachsen. Wenn nämlich die Mittelchen nicht an das Rostgeschwür gelangen, kann sich auch keine Wirkung einstellen. Da hift einfach nix mehr.......
Frage: Hast Du Fertan auch wieder - wie vorgeschrieben - sorgfältig mit Wasser ausgespült?
Wenn nicht, zerfrist die dort enthaltene Gerbsäure natürlich das Blech rapide.
Grüßli...spiti
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