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Seltsames Pulver an Batteriekontakten - was ist das?


womo815 am 22 Jun 2010 12:49:49

Liebe WoMo Freunde,

wie ich ja in den letzten Tagen schon geschrieben habe, habe ich mir ganz frisch ein gebrauchtes WoMo auf Basis eines MB Vario 815 gekauft und arbeite nun an ziemlich vielen Baustellen gleichzeitig.

Bei der Durchsicht der 7!! eingebauten Aufbaubatterien ist mir aufgefallen, das drei davon an den Minus-Polen ein weisses Pulver haben. Weiß jemand von euch was das ist und woher das kommt? Sind die Batterien nun hin oder kann ich die weiterverwenden? Kann es sich um Bleioxid handeln? :?:

Ach ja und was sind das für Batterien - die Aufschrift gibt das nicht her - da es keine Öffnungen zum Nachfüllen von Aqua Dest. gibt, denke ich es handelt sich um Gel-Batterien - oder?

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Gast am 22 Jun 2010 13:07:48

Hallo,

Bleioxid ists mal mit Sicherheit nicht, dann das ist meist rot (Mennige) oder gelb

diese Ausblühungen treten oft bei ungepflegten Batterien auf, was es chemisch ist weiß ich nicht.

Ob Gel oder nicht: kannst Du die ovalen Deckel (gehen jeweils über 3 Zellen) aufhebeln? könnte eine evtl wartungsfreie nasse Batterie sein.
Um sicher zu sein, mal eine ausbauen, schütteln, gluckert es, sieht man im Schein einer Taschenlampe einen Säurespiegel, auf den Kopf stellen und schauen ob Säure rausläuft....

Ferndiagnose ist schwer möglich. Aber nimm mal die vergammelste raus und lade/entlade sie einzeln, das erlaubt Dir einen Überblick über die vorhandene Restkapazität

grüße klaus

Gast am 22 Jun 2010 13:10:14

Das ist ganz normales Oxidat welches man häufig an schlecht gewarteten Batteriepolen findet.

Die Pole gründlich reinigen, das Oxidat welches sich löst aber überall sorgfältig entfernen und dann die Pole und Anschlüsse mit Polfett einschmieren und alles wieder zusammenbauen.
So hat man einfach und schnell wieder die volle Leistung und vermeidet eventuell entstehende Probleme, die bis zum Ausfall der Anlage führen können.

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wocaraft am 22 Jun 2010 13:38:05

Das weiße Pulver an den Akkupolen hast Du dann, wenn die Pole zu der Vergussmasse hin nicht mehr dicht sind und Säuredämpfe austreten.
Am besten alle Kabelverbindungen entfernen, die Akkus ausbauen und mit viel Spülwasser reinigen. Alleine das Pulver frisst Dir überall Löcher rein oder greift den Lack an.
Nach dem reinigen die Pole dick mit Akkufett einschmieren. Das löst aber nicht das Problem, Pol im Akku nicht mehr abgedichtet. :wink:

Gast am 22 Jun 2010 15:34:33

@ wocaraft
Genau so ist es. :top:
Wie kann man Batterien nur so vergammeln lassen?! Dann fragen sich manche auch noch wo der Strom verloren geht. :wink:

kintzi am 22 Jun 2010 16:35:44

Hallo, das Pulver ist Blei(II)sulfat, PbSO4 u. entsteht meist am Minuspol, wenn, wie schon beschrieben, SO4-Ionen austreten. Da früher die Vergussmasse am Pol kritisch war, gehörte Polfett zur Verhinderung der Sulfatbildung zum Service. Häufig Ursache waren Vibrationen oder Frost sowie "Überkochen"(starke Hydrolyse) bei Reglerversagen.Mit dem Eisen der Halterung bildete sich dann Eisensulfat u. Schwefelwasserstoff, welches nach Jauche stinkt. Heute sind durch bessere Mat. solche Anblicke eher selten, Batt. sind dann auch meist hinüber. Kriechströme zw. den Polen führen dann zusätzl. zu verstärkter Selbstentladung . Richi

FTW am 22 Jun 2010 19:45:13

Hallo zusammen,

bei der Gelegenheit könnte man auch die Kabelquerschnitte etwas vergrößern.

Bin mir nicht sicher ob die ca. 2,5 mm² nicht etwas zu gering bemessen sind.




Toni

Gast am 22 Jun 2010 20:11:44

Hallo,

hier mal was interessantes dazu:

--> Link

womo815 am 22 Jun 2010 22:01:26

Hallo,
vielen Dank für die interessanten Hinweise und tollen Tipps. Habe heute schon Polfett und 16qmm Kabel besorgt und werde die Batterien am Wochenende ausbauen, Pole säubern in der Reihenfolge vertauschen und komplett neu verkabeln. Vielleicht tun Sie es dann noch ein Weilchen.

Gibt es eigentlich eine Methode um die Restkapazität der Batterien - also den Erhaltungszustand - zu bestimmen oder zu messen?

Ah - die Antwort zu meiner letzten Frage habe ich bereits gefunden:
--> Link

andwein am 23 Jun 2010 09:34:06

Hallo @womo815,
das ganze sind sogenannte "dry Accus" wie sie in Notstromversorgungen benutzt werden.
Die gammelige Verdrahtung, die mangelnde Plege und der dünne Querschnitt lässt aber auf fehlende Instandhaltung und Sachkenntnis schließen. Die technischen Daten der Zelle stehen meist an der Seite.
Ich wage zu behaupten, dass das Ladegerät nicht den Anforderungen der Zellen entspricht und die Kapazität schon lange nicht mehr der ursprünglichen Nennkapazität entspricht.
Sorry für diese ungeschminkte Meinung.
Was hast du für ein Ladegerät eingebaut????
Andreas

riobode am 23 Jun 2010 09:53:59

Guten Morgen,

schließe mich der Meinung von Andreas an. Dem Foto nach sind es "Dryfit"-Akkus, die haben (auch im Neuzustand) keine große Kapazität, deshalb wohl die große Anzahl davon im WoMo.
Dryfit-Akkus sind mit Konstantspannungsladegeräten zu laden (einfach einmal googeln ...). Eventuell wurden die Dryfit-Akkus in dem WoMo nicht mit einem speziellen Ladegerät geladen und deshalb überladen (weiße Ausblühungen).

Eigentlich untypisch für ein Wohnmobil, aber vielleicht ist ja in dem Fahrzeug noch irgendwo eine "richtige" Aufbaubatterie vorhanden?

kintzi am 23 Jun 2010 14:45:48

Hallo, dryfit-Akkus sind Gel-Batt., Ladung IUoU , auf Kompatibilität zw. Kapazität(Ah) u. LG achten. D.h.,Batt.-Kap. sollte über f.d.LG vorgeschr. Mindestkap. liegen u. 14,4V nicht überschreiten, besser ist etwas tiefer. Richi PS: was auch noch sein könnte: das Sulfatbildung d. Überdruck bei nicht fkt. Ventilen(VRLA) verursacht wurde.

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