ah-drie-ja hat geschrieben:Meine Antenne ( gummi +- 30 cm hoch steht auf der rechte Kotflügel).. Empfang ist nicht gut und ich bekomme weniger FM Frequenzen als bei mein PKW. Noch schlimmer ist es auf LW wo ich überhaupt keine Frequenzen bekomme. Ich kann errinern dass bei LW gibt es eine bestimmte Länge.
In andere Wörte : wie bekommt man ein bessere Empfang; in FM und LW
Die ideale Länge für den UKW-Rundfunkempfang ist ungefähr 70-80cm, was man früher von den Teleskopantennen kannte.
Das häßliche Stäbchen hat man irgendwann gekürzt und in Gummi gepackt:
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Allerdings funktioniert eine Antenne schlechter, je kürzer man sie aufwickelt, weswegen dieses Gummiding ein empfangstechnischer Schrott ist.
Ganz schlimm sind solchen "Mini-Designerantennen", deren Metallkappe an der Spitze ein prima Dämpfer für Radiowellen ist:
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Aber fehlende Länge kann man in einem gewissen Rahmen mit einem Empfangsverstärker ausgleichen, weswegen so gut wie alle heutigen (verkürzten) Antenne über einen Verstärker im Antennenfuß verfügen, der über das Antennenkabel mit Strom versorgt wird (Phantomspeisung), oder über eine zusätzliche 12V-Versorgung.
Nebenbei kann man schwache Signale auf MW besser verstärken als solche auf UKW.
Um mit einer kurzen Antenne gleichzeitig einen brauchbaren Empfang auf UKW und MW zu bekommen, hat man zwei Antennendrähte "übereinander gewickelt".
Innen ist eine sehr stark verkürzte MW-Antenne, aussen wickelt man spiralförmig einen kürzeren Draht für den UKW-Empfang auf.
Da diese Antennenform früher mal ein Erkennungszeichen für die 16Ventil-Variante eines VW-Modells war, kennt man diese Antenne auch als "16V-Antenne"
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die immer noch weit verbreitet ist.
Damit diese Antenne ordnungsgemäß funktionieren kann, muß das angeschlossene Autoradio die Phantomspeisung über das Antennenkabel untersützen, oder es muß ein separates Schaltsignal am Radio mit der zusätzlichen Stromversorgung zur Antennen verbunden werden.
Da der Antennenverstärker direkt zwischen Antennen und Kabel ist, behindert ein nicht funktionierender Verstärker den Empfang noch mehr als bei einer passiven Antenne ohne Verstärker.
Langewelle hat den Vorteil, das man einen Rundfunksender in weiten Teilen Europas ohne Aussetzer empfangen kann.
Selbst mit der Teleskopantenne im Auto konnte man auf der Fahrt in den Süden stundenlang das Programm ohne Unterbrechnung genießen.
Leider hat das auch den Nachteil, das ein Sender die Frequenz für ganz Europa belegte und so waren die 15 Kanäle schnell besetzt.
Wegen dieser Knappheit und anderen Nachteilen wie Qualität und Störungen steht die Langwelle schon lange nicht mehr auf dem Plan von Programmachern und (Auto-)Radioherstellern.
Was Technisat mit seinem hartnäckigen forcieren der LW in seinen Autoradios bezwecken will, verstehen die meisten eigentlich nicht so recht....