Hier geht meine Reise weiter - die Reise die hier
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begann - zumindest dem Sinne nach.
Am Sonntag dem 26.06ten habe ich am Nachmittag los gemacht. Diesmal via München nach
Bad Tölz. Das vererreiche ich um 22Uhr nochwas und steuere den mir bekannten Parkplatz
am Bahnhof an. Spaziergang Stadt - nix mehr los - Licherchen an der noch jungen Isar, ne
ruhige Nacht im Womo und schon ist Montag.
Am Sylvenstein vorbei geht es Richtung Rofan - die Kleine Straße da nach Steinberg
am Rofan rein - der erste Parkplatz von wo es in die Blauberge geht ist mir. Der noch
frühe Vormittag gibt einen Vorgeschmack auf die Hitze die der Tag noch bringen wird.
Und ich will zur Halserspitze hoch. Na denne...
Mitm Rad meistere ich die ersten Kilometer bis zur Gufferthütte und spare so bestimmt
3h Hin- und Rückgelattsche. Dort Rad deponiert und über die Bayerische Wildalm (sehr schön
und hier als Tipp betont) hinauf zur Halserspitz. Wüstenemperaturen machen aus dieser
1800Metertour nen gefühlten 5tausender. Aber die Sicht lohnt!
Unterwegs treffe ich sichtlich glückliche Kühe, die mir nicht erklären konnten, wie sie es
machen, dass bei derer Hitze die Milli net sauer wird. Oder sie geben gleich H-Milch...
Ab Gufferthütte wieder mit Rad bergab - der Fahrtwind der Abfahrt kühlt nur bedingt. Und
am Mobil hat sich der Inhalt meiner Solardusche zu etwas Abwaschtauglichem entwickelt.
Tut aber trotzdem gut. Und nötig ist es sowieso.
Frisch gestriegelt geht es ins Zillertal und ab Fügen das Tal nach Hochfügen hoch.
Die Nach verbringe ich in einer nur von Bachrauschen untermalten Stille an einer der dort
vorhandenen Liftstationen.
Der Dienstag begint mit einer Kraft die der des Montags in nichts nachsteht. Morgentliche
Wärme begleitet mich die ersten zwei Stunden zum Loassattel hinauf. Schöner Blick
gen Zillertal - auf dem Weg bin ich alleins.
Vom Loassattel - hier kann man auch per kleiner Straße vom Inntal aus rauf - über
kleinen und großen Gamsstein zum Gilfert hoch.
Die Mühen lohnen - auch wenn bei dem Hochsommerwetter die Fernsicht etwas leidet -
man erkennt sogar im fernen Innsbruck noch die Piste des Flughafens:
Das Mobil erreiche ich nach einem kalten Bad im Bach beim Abstieg so um 6
Uhr am Nachmittag. Da schon erfrischt - im wahrsten Sinne - mache ich gleich weiter
Richtung Gerlospass.
Während ich mich zum Gerlos hochschraube und oben gen Gerlos fahre, suchen meine
Augen einen Platz für die Nacht. Vor Gerlos - da wäre was gewesen - doch da steht
schon wer. Und kuscheln mag ich net.
Nicht viel hätte gefehlt und ich wäre schon wieder den Gerlos gen Mittersil runter,
da find ich doch den Zugang zu dem Idyll hier:
In der Scheibe meines DUC - das Gelbliche - ein in Austria bekanntes 16er Blech. Wer
weiß was es ist darf es austrinken. Meines war in der Umgebung mehr als lecker.
Am nächsten Tag - Mittwoch haben wir derweil - der Wetterbericht meldet für den Nachmittag
sich einstellenden Wetterwechsel - beschließe ich - auch als erholsamer Ausgleich
für die Thermoorgien der Tage davor - einen kleinen Gang zu gehen. Der Plattenkogel
wird es - mit schöner Sicht in alle Richtungen - hier nach Osten wo dann irgendwann mal
Zell am See käme:
Später fahre ich da unten - heftig aufböender Wind unterstreicht die Prognose - und
durchbohre den Alpenhauptkamm per Felbertauern. In Osttirol bin ich nun. Hier ists wieder heiß
und windstill. Soso.
Irgndwie verspüre ich Lust auf See und Baden und stelle meinen Drang nach Berg und Tour in
Reihe zwei. Und als ich so an Matrei vorbei dullere ist er da der Entschluss - Weißensee!
Den erreiche ich nach 19 Uhr und meine Befürchtung dort am Camping Müller
(Link: --> Link)
nur noch Plätze 2ter Wahl zu erhalten, erweist sich als vollkommen unbegründet. Der Platz
ist - da erst Ende Juni und noch nix Saison - fast leer. So finde ich ein schönes Plätzchen
nach vorne zum See - ausreichend waagerecht, mit Nachmittagschatten und trotzdem Sonne
für das gelegentliche Bad in Selbiger.
Insgesamt 4 Nächte und somit drei ganze Tage verbringe ich in diesem Kärntner Prachtstübchen.
Neben einem Dösetag - es hat ^bis Mittag geregnet und ich hab das Gepäckabteil des Womos
umorganisiert - gabs eine schöne Radtour um den See - wirklich lohnend, wenn auch - da im
Ostteil keine befahrbare Uferwege - ein MTB absolut Pflicht ist. Zwei E-Radler traf ich
unterwegs - auf rauester Waldpiste ihre vom Strome befreiten Bikes schiebend. Die haben mehr
geschwitzt als ich die ganzen Tage davor.
Der Weißensee im Osten gibt sich sehr idyllisch - den Camping dort finde ich aber nur
sekundär.
An einem Sonntag dann verlasse ich doch wieder den Weißensee. Richtung Drautal. Ziel noch offen.
In Spittal entscheide ich mich zu einem Ausflug zum Goldeck hoch - und dort wandere ich
ein paar Stunden. Ohne große Mühen, dafür mit umsomehr Sicht:
Jener Ureinwohnerin geht die Aussicht doch tatsächlich am Ar*** vorbei:
An diesem Tag mache ich nur noch bis Villach und dort quartiere ich mich in einer kleinen
Straße vor einer Schule ein. Ungestört und mitm Radl nur ein paar Minuten in die Stadt.
Montagmorgen - Kärnten hat noch Schule und die von ihren Erzeugern zur Bildung
gebrachten Kinder zeugen davon, dass es auch Menschen gibt, die (noch) keinen Urlaub haben.
Nachdem sich der Kleinwagen nebst der ihr Töchterlein der Education überlassenden Mutter
sich vor und von mir verabschiedet und mir so ein rangierfreies Weiterkommen ermöglicht, nutze
ich die Gunst der Minute und entschwinde. Vielmehr als Richtung Wurzenpass oder so habe
ich planungstechnisch noch nicht auf dem Horizont. Und so geht es mitm Gongschlag zur ersten
Stunde für mich auf den Weg - raus aus Villach - Ziel noch unbekannt.
Ich fahre dem Radio und meinen Gedanken lauschend Richtung Plöckenpass - jedenfalls so
als wollte ich dorthin. Dort gibt es einen Klettersteig - könnt ich machen. Wollte ich eh
auf meiner Tour unternehmen. Aber das Vorhaben vermag nicht meine Leidenschaft zu
entfachen, um so zur Realität zu werden. Und schon bin ich bei Arnoldstein auf der
Landstraße Richtung Italien, die Schilder künden Tarvisio an. Ganz kurz streift mich
ein Gedanke in den Triglav. Mangart - Mangart schießt es mir durchn Kopf. Das ist es,
das muss es sein, das wird es werden!
Da ich hier Felix Austria verlasse, werde ich auch den Bericht hier unterbrechen.
Fortsetzung wird aber folgen! Garantiert!! :wink:

