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Was wenn der Hund im Ausland verstirbt?


Gast am 12 Dez 2014 10:05:43

Hallo Tierfreunde,

unser Hund geht jetzt langsam auf die 14 zu.
Noch ist er relativ fit. Aber was, wenn er im Ausland verstirbt? Die Panik treibt mich schon die letzten 2 Urlaube - jetzt kommt der nächste.
In D wüsste ich was ich machen will. Einäschern (Telefonnummer ist im Handy) und am Lieblingsplatz verstreuen.

Aber was mache ich, wenn er z.B. in Südfrankreich verstirbt.

Ich will mich eigentlich gar nicht mit dem Thema auseinander setzen, weil mich das unfassbar traurig stimmt und mir jetzt schon wieder die Tränen in die Augen schießen. :cry:
Mir ist aber klar, dass ich das MUSS.

Was mache ich, wenn mir das in Spanien oder Frankreich passiert? Denn genau dahin gehts es nächste Woche.

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Tipsel am 12 Dez 2014 10:10:09

Ja, es ist ein schwieriges Thema.
Du musst in dem Fall ja sowieso dort zum Tierarzt, denn für die Abmeldung (bei der Stadtverwaltung und Versicherung) brauchst du die Bescheinigung.
Dort kannst du ihn lassen und einäschern lassen.
Außerdem wirst du deinem Tier sicherlich den langsamen Tod ersparen, und einen Tierarzt aufsuchen.

Wir hoffen alle, dass diese Situation niemals eintritt.
Wir standen letztes Jahr am Heiligabend vor dieser Entscheidung. Und weils Heiligabend war, die Situation ganz plötzlich kam, und außerdem Urlaub, konnten wir die Entscheidung so schnell nicht treffen. Bruno (15) wurde nochmal hochgepäppelt und konnte so doch noch mit nach Hause fahren. Wenn ein Hund an Altersschwäche stirbt, geht's nicht von jetzt auf gleich, hat uns der Tierarzt gesagt. Von daher wars ok, denn er hatte auch keine Schmerzen.

Klausimaus am 12 Dez 2014 12:41:42

Moin!
Unser Pedro hatte sich ja im letzten Jahr in Griechenland die Ehrlichiose eingefangen und wäre fast draufgegangen. Wir hätten ihn hoch oben in den Bergen begraben, Gott sei Dank hat er es geschafft.
Klausimaus

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sini2000 am 12 Dez 2014 13:39:42

Hallo,

ich kenne Leute, die haben ihren toten Hund mit nach Deutschland genommen und dann im Garten beerdigt oder was sie sonst für ihn vorhatten. Sie haben den Urlaub natürlich sofort abgebrochen.

Wir sind vor 2 Jahren mit unserer damals 13jährigen Hündin gefahren, die auch gesundheitliche Probleme hatte. Wir mussten damit rechnen, dass was passiert, wir waren in der Schweiz. Wir hätten den Urlaub sofort abgebrochen und wären nach Hause gefahren.

Sina hat den Urlaub dann gut durchgehalten, war sogar noch mit mir schwimmen, spielte Sonntags - da waren wir schon wieder in Deutschland noch Ball mit mir und klappte dann Montags in Köln zusammen. Sie wollte durchhalten.

Du solltest es so machen, wie es sich für Dich richtig anfühlt. Wenn Du sie im Urlaubsland verbrennen lassen möchtest, dann tue da, wobei ich nicht weiss ob das geht, ich würde mich da schlau machen. Und wenn Du sie lieber mit nach Hause nehmen möchtest, dann mache das, auch wenn die Rückfahrt dann sehr schwer sein wird.

Wichtig ist, dass sie mit Euch zusammen bleiben darf bis ihre zeit gekommen ist.

Gast am 12 Dez 2014 15:02:42

Unsere Hündin ist 16 Jahre alt und selbstverständlich fährt sie mit uns jetzt in Urlaub, auch wenn sie schon ein bisschen Altersschwach ist.
Wir bleiben zusammen, egal wo und wie. Das hat sie sich uns gegenüber mehr als nur verdient!
Sollte sie im Urlaub von uns gehen müssen, brechen wir sofort ab und fahren zurück!

haballes am 12 Dez 2014 15:10:22

So würden wir das auch machen.
Wenn Muffin mal fehlt, wird es eh lange dauern, bis meine Welt wieder in Ordnung ist.

monana am 12 Dez 2014 15:57:40

Wir reisen auch seit 10 Jahren mit Hund an Bord. Das Risiko fährt immer mit, bei Mensch und Tier. Je nachdem wo wir uns in diesem Fall gerade befinden würden, würde ich versuchen, das Richtige zu tun. In Frankreich z.B. werden schon lange Tierbestattungen gemacht. Ich könnte mir vorstellen, dass mir ein Tierarzt Auskünfte bezüglich eines Haustierkrematoriums geben könnte. Dort würde ich mein Tier dann einäschern lassen und in einer Urne mit nach Hause nehmen. Die Reise abbrechen, würde ich glaube nicht, weiß es nicht wirklich. Was würde es an der Situation ändern?

Klausimaus am 12 Dez 2014 15:59:50

Moin!
Möchte noch etwas zu meinem obigen Post ergänzen: Natürlich würden wir, wenn es eine annehmbare Entfernung von zu Hause wäre, unseren toten Freund mit nach Hause nehmen. Aber von Griechenland z.B. ist man nicht mal eben wieder in Deutschland. Deshalb hätten wir schweren Herzens das Grab in den Bergen gewählt. Unsere Ayka liegt übrigens, nachdem sie in unseren Armen einschlief, unter dem Kirschbaum, ihrem Lieblingsplatz.
Klausimaus

Gast am 12 Dez 2014 17:00:14

monana hat geschrieben:..... In Frankreich z.B. werden schon lange Tierbestattungen gemacht. .....


Danke Monana, das sind Infos die ich mir erhofft hatte. Einäscherung wäre mein Wunsch.
Weiss jemand, wie das in Spanien ist?

NIEMALS würde ich meinen Hund, der 24/7 an meiner Seite ist, alleine lassen.
Das hab ich die letzten 13,5 Jahre nicht gemacht, das wird auch nicht die nächsten 13,5 Monaten passieren.


Ich frage, weil, wenn es soweit ist, werde ich vollkommen handlungsunfähig sein. Da mach ich mich lieber vorher schlau.
Ob ein Abbruch des Urlaubs was ändert weiss ich nicht - das schwarze Loch in das ich fallen werde ist größer als Europa,
da spielt es wahrscheinlich keine Rolle wo ich gerade bin.

Ich möchte halt nur an meinem Plan festhalten und die Asche am Happy-Place des Hundes verstreuen.

Jonah am 14 Dez 2014 12:12:37

Hallo, also ich würde dann auch an meinem Plan festhalten wollen. Wobei ich meinen Herzenshund eigentlich in seiner Urne im Garten vergraben wollte, aber ich habe ihn dann doch lieber behalten und seine Urne, und die seiner Nachfolgerin, stehen in meiner Wohnung.
Wenn ich herausfinden möchte, ob es in Spanien Krematorien für Tiere gibt, dann würde ich mir ein Spanienforum suchen. Ich lese eigentlich vor jeder Auslandsreise im jeweiligen Länderforum nach, was es so zu beachten gibt. Da gibt es ja zB das Irlandforum, Dänemarkforum...etc. In Spanien war ich noch nicht, aber ich denke, auch da wird es irgendwo ein Forum geben, wo Mitglieder der Sprache mächtig sind und dir helfen können.

Re_tep am 14 Dez 2014 13:36:34

... und ich dachte bislang, wäre der Einzige, der sich über so etwas Gedanken macht. Der Leichenbestatter (für Menschen) guckte nicht schlecht, als ich ihn um einen (flüssigkeitsfesten, UV resistenten) Leichensack auf Leihbasis bat, ehe wir damals nach Griechenland fuhren. Es war für mich kein Thema, dass ich unser Familienmitglied "irgendwo" lasse oder beerdigen werde, womöglich noch mit den Ängsten, dass sie irgend ein Wildtier wieder ausbuddelt. Der glücklicherweise unbenutze Sack ging nach dem Urlaub wieder zurück. Meine 16 Jahre alte Hündin hat den letzten Urlaub sichtlich genossen, alleine mit dabei zu sein hat sie sehr glücklich gemacht und ich hatte dennoch das Gefühl, sie hätte meine Sorgen durchaus gespürt. Exakt 2 Monate nach Rückkehr aus dem Urlaub haben sich meine Befürchtungen leider dennoch bewahrheitet. Heute liegt sie friedlich in unserem Garten unter ihrem Lieblingsbaum, da, wo ich sie immer ganz dicht bei mir habe. Und ich merke, obwohl es mittlerweile schon Jahre her ist, dass mir gerade die Tränen aus den Augen schiessen...

Bergbewohner1 am 14 Dez 2014 17:35:57

Sollten dies doch mal bei uns eintreten, dann "einpacken" und ab damit nach Hause. Er käme dann zu unseren anderen Verstorbenen mit Kreuz.

wolfherm am 14 Dez 2014 18:18:39

Wir haben immer vor der Reise im Internet geschaut, wo Tierärzte und Krematorien in erreichbarer Nähe sind. Haben wir dann GsD nie gebraucht. Unsere Bella hat, als ihre Zeit kam, zwei Tage vor dem nächsten längeren Urlaub zu erkennen gegeben, dass es nicht mehr lange dauert. Wir sind dann nicht gefahren und haben die letzten zwei Wochen im Haus und der näheren Umgebung gemeinsam mit ihr und der jungen Hündin genossen. Danach ist sie in unseren Armen von uns gegangen und wir konnten sie kremieren lassen. Sie ist über 14 Jahre alt geworden.

PS: Wäre uns das unterwegs passiert, und wir hätten dort keine Möglichkeit gehabt, wären wir auf direktem Weg nach Hause gefahren.

Gast am 14 Dez 2014 22:52:24

Da unser Hund mittelschwere HD hat, sagte uns der Arzt vorm halben Jahr, dass wir mittelfristig darüber nachdenken sollten, ob wir nicht dem Hund bis zum Ableben ein Schmerzmittel geben wollen. Der Doc geniesst unser vollstes Vertrauen weil er immer für das Tier und nicht für die Geldbörse arbeitet. Er meinet, das könnte dem Hund eine völlig neue Lebensqualität geben. Wir waren gestern beim ihm und was soll ich sagen - unser Hund dürfte ab sofort höchstens um die 8/9 sein, obwohl man vorher nicht das Gefühl hatte, das es dem Tier schlecht geht. So brauche ich mir für den bevorstehenden Urlaub keine Sorgen machen.

So nen Sack werde ich mir besorgen, ist gar nicht schlecht die Idee.
Bis jetzt habe ich es immer mit Verdrängung versucht wenn es das Thema geht.
Danke für eure Gedanken und Anregungen

Gast am 14 Dez 2014 23:02:48

Wir haben diese jahr auf unsere Reise verzichtet und sind auf dem Home CP geblieben. Es zeichnete sich ab Fastnacht ab, dass unsere Abeja die letzten Tage vor sich hat.
Lt. Tierärztin Ostern schon nicht mehr erleben sollen.
Sie war schwer krank und mit Diat kochen, Medikamenten haben wir sie noch gepäppelt.
So lebte sie bis zum 3. August, eine Woche vor unserem Urlaubsbeginn. An dem Sonntag war es dann von einer Minute auf die andere soweit und wir mussten die letzte Fahrt zur Tierklink antreten. Vor Mittag noch Gassi, dann gut zu Mittag gegessen und dann hingelegt ....um 14.50 Uhr etwa haben wir sie dann zum Auto getragen....................

Wir haben sie in der Klinik gelassen. Dort wurde sie dann auf unseren Wunsch von einem Tiercrematorium abgeholt.
So standen wir dannda, ohne Hund, eigendlich frei und flexibel.......aber ohne Hund wollten wir auch nicht los. Ohne Hundehaare auf den Klamottengeht ja garnicht und so zog am ersten Urlaubstag dann eine neue Fellnase bei uns ein.
Den Platz, die Lücke die Abeja hinterließ war zu groß um sie unausgefüllt zu lassen... aber das muss jeder für sich entscheiden.

Mein Rat an Euch, macht Euch weniger Gedanken...lebt als sei alles in Ordnung und wenn es dem Hund gut geht, dann fahrt. Es ist ein alter Hund und wenn er bei Euch sein kann...was braucht er mehr ?
Wenn das unvermeidbare dann trotzdem eintritt, dann haben die Forumskameraden und Kameradinen ja schon einiges geraten.

Wickinger am 18 Dez 2014 14:19:44

Unser Schäferhund wurde 14 Jahre(davon 13Jahre bei uns) u. hat sich während des Urlaubes mit dem WoMo bei Gassigehen auf einer schönen Wiese am Wald hingelegt u. ist dann verstorben. Hatten da schon mehr den Urlaub im Deutschland geplant. Sind dann am Freitagnachmittag zum dortigen Tierarzt, von dort ging es dann zur Einäscherung(über ein Institut). Die Urne wurde uns zugeschickt u. steht jetzt im Wohnzimmer. So sollte es doch im europäischen Ausland auch funktionieren, dort gibt es ja auch Tierliebhaber die diesen Weg gehen müßen. P.S. Haben 1 Monat später auch wegen der Kinder wieder einen Hund (natürlich wieder aus dem Tierheim).

Gast am 18 Dez 2014 16:30:13

Nun habe ich zwar schon lange keinen Hund mehr, aber folgende Erfahrung:
Als unser Hund tot war erhielt er am Waldrand sein Grab.

Leider komme ich nicht oft dort vorbei, aber damals war es ein guter Ort um an den Wirbelwind zu denken.

Also vielleicht einfach einen Klappspaten mit in den Urlaub nehmen?

Liebe , Alf

wolfherm am 18 Dez 2014 16:58:49

Alf,

diese Idee liegt nahe. Ist aber nicht so praktisch. Ich habe schon oft bei uns im Wald von Wildtieren ausgebuddelte Tierkadaver gefunden....

Bergbewohner1 am 18 Dez 2014 18:06:40

wolfherm hat geschrieben:Alf,

diese Idee liegt nahe. Ist aber nicht so praktisch. Ich habe schon oft bei uns im Wald von Wildtieren ausgebuddelte Tierkadaver gefunden....

Wo lebst du denn, Wolfgang :?: Wir sind das fast das ganze Jahr über im Wald, ausgebudelte Kadaver gefunden-nein, noch nie. Nur an und ab- angeschossene verendete Tiere, ob von "Jägern" oder Wildtieren war dann nicht zu erkennen.

wolfherm am 18 Dez 2014 18:24:32

Na ja, dann waren die schon verwertet. Hier bei uns wird häufiger Mal ein Hund verbuddelt und am nächsten Tag findest du einen angenagten Kadaver. Ist so, auch wenn du das noch nicht erlebt hast.....

Gast am 18 Dez 2014 18:54:55

Ich wollte nicht weiter ins Detail gehen, aber:

Es war ein ungarischer Puli




und nur mittelgroß. Das Grab war 80 cm tief. Das gräbt keine Fuchs/Marder/ ... aus.

Liebe , Alf

eaglesandhorses am 18 Dez 2014 20:40:42

Ob, ein Mopp,, hab ich momentan auch... Nicht ganz so lang....

Zurück zum Thema: alle Hunde bislang unter die Erde gebracht.... mitunter auch nicht zu Hause.... Vielleicht bin ich pietätlos, aber dem Hund ist es wohl Wurscht,, aber die Buddelei bei 55kg Hund ist nicht zu unterschätzen...

Bergbewohner1 am 22 Dez 2014 19:04:43

eaglesandhorses hat geschrieben:
, aber die Buddelei bei 55kg Hund ist nicht zu unterschätzen...

Da hast du wohl recht, da benötigt Frauchen schon eine etwas größere Hacke und etwas schmackes. Unseren letzten großen-Leonberger- haben wir das Grab mit dem Bagger ausgegraben und natürlich gleich wieder verfüllt.

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