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Die EU plant, das Urheberrecht zu verändern. Wer ein Selfie von sich und einem Kunstwerk in sozialen Netzwerken oder auch in kommerziellen Foren hochlädt, könnte in Zukunft vom Architekten oder Künstler verklagt werden. Auch unser hiesiges Forum kann als kommerzielles eingestuft werden. Der derzeit diskutierte Änderungsvorschlag in Sachen Urheberrecht sieht vor, dass Fotos von Gebäuden oder Kunstwerken im öffentlichen Raum durch den Rechteinhaber genehmigt werden müssen. Das scheint mir eine wirklich realitätsfremde Gesetzesvorlage zu werden, von der wir alle betroffen sein würden. Ich unterstütze daher die folgende Petition an das Europäische Parlament: --> Link Bis jetzt wurden 190 000 Unterschriften gesammelt. Es ist noch Zeit bis zum 8.Juli, das Ding zu drehen. Bin so frei und hole meinen Aufruf noch mal hoch. Es bleiben Euch noch zwei Tage, um zu unterschreiben. Bitte macht es, es geht uns alle an. Hab mich schon bei Wikipedia beteiligt.... Hier noch der Link zur Diskussion über das Thema im Fotoforum: --> Link Ich dachte, die Wikipedia-Aktion ist nur für die "hauseigenen" Autorinnen und Autoren. Nuvamic, was soll ich jetzt daraus schließen? :wink:
Danke Ottomar, ich habe unterschrieben. Was könnte man tun, wenn dieses unsinnige Gesetz trotzdem kommen sollte? Das Internet mit solchen Fotos überschwemmen, um das Gesetz ad absurdum zu führen? Als notorischer Optimist hoffe ich, dass der öffentliche Druck zu höherer Einsicht führt. Ansonsten wird sich jeder Betreiber eines Forums fragen müssen, wie er mit einer eventuellen neuen Lage umgehen will. Ich kann mir vorstellen, dass Dirk sich auch schon seine Gedanken macht. Und ob er mitmachen würde, wenn wir, Deinem Vorschlag folgend, z.B. hier anfingen, kann ich nicht beurteilen. Deinen Vorschlag der guerillamäßigen Flutung finde ich gut, man könnte ja eigens Threads eröffnen ... Wunderwerke der Architekturkunst ... mein Lieblingsbauwerk aus 300 Perspektiven ... Ich dachte weniger an das Forum, mehr daran, abertausende von Architekturwebseiten zu eröffnen und mit Fotos zu überfluten. :D Hier der Auszug eines Kommentars auf change.org ....weil die öffentlichen Gebäude in Europa doch eigentlich den Bürgern gehören, die sie mit ihren Steuern bezahlt haben! Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Es müsste halt schon ein kommerzielles Forum sein, sonst gibt es ja diese blöden Probleme nicht. Aber im Grunde müsste man ja gar keine neuen Architekturforen eröffnen, sondern die bekannten Foren mit den entsprechenden Bildchen zupflastern. 8) Abgesehen davon überlege ich mir gerade, wie z.B. die Betreiber von Facebook reagieren werden. Nach meinem letzten Kenntnisstand sitzen die nicht in Europa, ergo wird es ihnen vermutlich erst mal egal sein. Wie weit die Abmahner dann wirklich bei Facebook selber kommen, wird man sehen. Die Benutzer abmahnen läge da wohl näher....
Erst mal, dass es sich meines Wissens nach nicht ausschließt, im Wohnmobilforum UND in Wikipedia aktiv zu sein... Hast recht, es geht um kommerzielle Foren. Vielleicht liest Dirk ja mit und kann was dazu sagen.
Denen wird das sicherlich am Ar... vorbeigehen!
Viele große Foren fallen in die Rubrik kommerziell, weil sie auf die Werbeeinnahmen nicht verzichten können. Hallo ottomar, vielen Dank für deinen Link...habs schon gemscht, Aktuell sind wir bei 285.011 Unterschriften Es fehlen noch 14.989. als potentiell betroffener Hobby-Fotograf habe ich ebenfalls unterschrieben , und dem Iniator dieser Vorlage ( ein gewisser Herr Jean-Marie Cavade ) habe ich meine Ablehnung und mein Unverständnis in einer persönlichen Nachricht mitgeteilt. Jan Ich habe es auch unterschrieben. Obwohl nicht Fotograf habe auch ich Unterschrieben. Natürlich nicht uneigennützig. Ich erhoffe mir in diesem Forum auch weiterhin mit schönen bebilderten Reiseberichten verwöhnt und mit kunstvollen Bildern der Profis versorgt zu werden.
Doch , ein paar weitere Zitate und Gründe die Pedition zu unterstützen - weil : :arrow: Ich als Privatperson diese Einschränkung bzw. Bevormundung nicht hinnehmen kann. :arrow: diese EU Verordnung wie viele andere auch völlig absurd ist. :arrow: die EU endlich anfangen muss, gesunden Menschenverstand einzusetzen! :arrow: die Welt ärmer ist ohne die kreative Fotografie. :arrow: das Fotografieren öffentlichen Raums Teil der Pressefreiheit ist :arrow: dieses Gesetzt nur eine Einnahmequelle für Abmahnanwälte wäre :arrow: weil diese Gebäude ja auch frei sichtbar sind! Soll der Achitekt oder Besitzer sie doch zudecken, damit ich nicht von diesen Gebäuden ...bedroht werde. 58 Stimmen fehlen wozu genau? Wenn ich es aurufe, steht da: "Es fehlen noch 199.139 Unterstützer/innen bis zum 500.000-Meilenstein." Vermutlich geht es schlicht um "je mehr, desto besser". Das sehe ich auch so, denn ein Quorum, das einer Behandlung vorausgesetzt ist, gibt es nicht. Jeder darf, auch einzelne Bürgerinnen. --> Link --> Link Der Aufruf, dass möglichst viele unterschreiben sollen, ist so gemeint, dass möglichst viele Unterschriften die Mitglieder des Petitionsausschusses dazu bewegen sollen, sich mit der vorgetragenen Sache auseinanderzusetzen. Dies ist deswegen wichtig, weil eine Petition auch als "nicht zulässig" von den Abgeordneten des Ausschusses eingestuft werden kann. Also nichts weiter als angewandte Vulgärpsychologie. Hallo, habe auch gerade unterschrieben. 311 922 Das ist das, was wir alle hören wollten! Entgegen landläufiger Meinung waltet also doch höhere Einsicht in Straßburg und Brüssel. Bei entsprechend deutlichem Aufmucken jedenfalls. Ich glaube auch daran, dass Petitionen, Meinungsäußerungen etc. geholfen haben. Selbst der Spiegel erwähnt ja Wikipedia. Hoffen wir, dass es nicht bis zur Gesetzesvorlage im Herbst wieder andersrum geht. Übrigens hab ich dieser Tage im TV auch nen Kommentar eines Architekten gesehen. Der fände die Einschränkung der Panoramafreiheit auch nicht gut. Architekten seien ja im Grunde sehr interessiert, dass ihre Werke bemerkt und "geteilt" (Netzjargon) werden. Und er wolle sich in Zukunft lieber mit neuen Aufträgen aufgrund der Werbung als mit Stapeln von Verwertungsanfragen für Bilder befassen... Diese zweifellos vernünftige Entscheidung täuscht darüber hinweg, dass sich irgendwelche EU-Ausschüsse, natürlich auf Kosten des Steuerzahlers, vermutlich lobbygesteuert mit so einem weltfremden Unsinn beschäftigen und das auch noch im Parlament zur Vorlage bringen. Das sollte zu denken geben. Man könnte es auch anders sehen. Der ursprünglich sehr vernünftige Vorschlag der Piraten-Abgeordneten Julia Reda, das deutsche liberale Recht europaweit zu verankern, wurde durch ihre Kolleginnen und Kollegen des Rechtsausschusses auf den Kopf gestellt. Somit: Wer sitzt eigentlich in einem Rechts(!)ausschuss? Eine stichprobenartige Überprüfung ergibt eine bunte Mischung an fachlicher Kompetenz: --> Link Wahrlich interessante Lebensläufe! Zum Abschluss der erfolgreichen Sammelaktion noch ein Nachtrag. So gänzlich egal oder überflüssig scheint eine solche Bürgeraktion doch nicht zu sein. Und jetzt wissen wir auch, wer der Lotterbube war, der den Entwurf im Rechtsausschuss einbrachte - der Vorsitzende Cavada selbst! Nachdem die Unterschriftenlisten im Europäischen Parlament durch die Abgeordnete Julia Reda eingebracht worden waren, veränderte sich die Diskussion. Manche der Abgeordneten drehten sich um 180 Grad. Sogar Jean-Marie Cavada, MdEP, der den Vorschlag zur Einschränkung der Panoramafreiheit erst einbracht hatte, forderte nun alle anderen Parlamentarier dazu auf, gegen seinen eigenen Vorschlag zu stimmen! Das macht einerseits Mut, andererseits ist es betrüblich für diejenigen, die an die Kompetenz und den guten Willen der Abgeordneten glauben. |
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