Hallo
Wie viele wissen waren wir mal wieder auf Stippviste in Albanien.
Reisezeitraum vom 12.09. bis zum Abbruch am 26.09.2015.
Runtergefahren sind wir von Venedig mit Anek bis nach Igoumenitza.
Nach einer Übernachtung am Standstrand, der besichtigung des neuen Vodafoneladens direkt vor der Polizei in Igoumenitza
am nächsten Tag noch kurz essen im Hafen von Saridiga und dann nach Konispol.
Von da nach Sarande (die kleine alte Fähre hab ich mir nicht angetan ) und ab nach Ksamil auf den CP.
Versorgt mit vielen guten Eindrücken von Land und Leuten, nebst excellenten Essen, konnten wir uns
mal wieder nicht bremsen und sind nach einer Unwetterwarnung für Sarande und Buttrit von Albanien nach 1 Woche
doch in Ri. Thessaloniki aufgebrochen.
Eigentlich wollten wir diesmal in Albanien bleiben. Durch die Absage eines Freundes wegen Todesfall in der Familie
waren wir nur zu zweit mit unserem Womo unterwegs und somit in unseren Entscheidungen frei.
Ich konnte der Versuchung Griechenland mal wieder nicht widerstehen..... :wink:
Ich wollte nach Thassos in den letzten Jahren auch mal wieder nach Chaldikidi.
Mal sehen, wie es da heutzutage aussieht war die Frage.
Von Ksamil also los über Sarande, dann über den Pass auf die SH 4, Grenzübergang nach Ionnina.
Auf die Bahn Ri. Thessaloniki in der Nacht von Sonntag auf Montag mitten auf der Autobahn stehend, im Starkregen nebst Hagelschlag, verbracht.
Tolle Begrüssung.
An Thessaloniki vorbei Ri Kavala, fleißig Maut bezahlt, mal nur 3 € , dann auch mal wieder 6 € (urplötzlich andere Kategorie),
dann rechts runter Ri. Stavros und dem heiligem Berg.
In Stavros bemerkten wir die vielen Bulgaren.
Fast niemand aus Deutschland oder Österreich, auch die Herren aus der Schweiz waren absolut rar gesäht.
Wo man hinguckt, der ganze Küstenstreifen voll mit bulgarischen Zelturlaubern, nebst alten Womo.
Ehemals absolute Traumstrände, inzwischen komplett vermüllt.
Ich fragte einen Bulgaren, wie es weiter unten aussieht. Er aß sein Bounty, ließ danach direkt sein Papier an Ort und Stelle fallen,
ich dreht mich um, da saß neben den übervollen Mülltonnen ein Mensch und verrichtete in aller Öffentlichkeit seine Notdurft!
Das reichte uns und wir fuhren weiter.
Am Sphinx - Strand :[ N 40° 25.061 E 23° 51.628 ] kurvten wir dann ein. Viele Hunde begrüssten uns und, man traute seinen Augen kaum,
2 Womos aus Österreich und 2 aus Deutschland. Da das Wetter immer noch schlecht war, Regen und Sturm, blieben wir hier erst einmal
und richteten uns häuslich ein.
Leider war das Meer sehr stürmisch, an baden war nicht zu denken.
17 Grad, gefühlte 11 Grad direkt am Wasser, auch das Angeln machte keinen Spaß.
Also fuhren wir weiter in Ri. Nikiti um Shitonia zu erkunden.
Wir schauten uns alle Strände an bis in die Südspitze. Überall das gleiche Bild.
Zumeist geschlossene, total vermüllte CP, wo das Auge hinreicht alles fest in bulgarischer Hand.
Kaum noch was zu frei stehen bis runter nach Toroni.
Wir blieben dann eine Nacht in Kalamitzi und halfen einer österreichischen Womo Besatzung bei der Beseitigung seiner Schäden am Hymer.
Bei der Fahrt durchs Bachbett hat der Hymer hinten aufgesessen, die Heckverlängerung fand das gar nicht lustig!
Von da aus sind wir die Insel weiter umgefahren, an der Ostküste kommt man kaum noch ans Meer.
Entweder gesperrt wegen dem Weinanbau, oder aber die Wege komplett kaputt.
Mit dem Womo, immerhin höher und mit Allrad kaum zu schaffen.
Ein CP haben wir an der Ostküste versucht zu erreichen, ging aber nicht, der Weg wurde immer schlechter.
Wir drehten um. Durch den ständigen Regen und dem aufgeweichten Lehmboden schafften wir es gerade ebenso so wieder hoch,
aber die Kupplung qualmte. Für ein normales Womo - no Go.
Ich hatte immer noch den Strand unterhalb von Nikiti im Kopf. Da war es schön, das Meer ruhig und die Womos standen schön aus einander.
Also fuhren wir zurück, um uns im den geschlossenen, aber offenen stehenden ehemaligen CP unterhalb von Nikiti einzuquartieren.
Hier hatten wir genau drei schöne Tage, bis es wieder zu regnen anfing.
Die dt. Womosbesatzungen sind schon ein Tag eher geflüchtet, hinter uns ein Grieche und vor uns 4 Bulgarische Womos.
Auf Grund meiner Erfahrungen in diesem Jahr mit dem Wetter, dachte ich mir, jetzt aber los, zumal der Wetterbericht für die nächsten 7 Tage
Sturm, Regen und 17 Grad in Griechenland versprach.
Bei Dauerregen kann ich auch in Deutschland sein und liegengebliebene Arbeit erledigen.
Also Abbruch - wir fahren nach Hause, es fing stark an zu regnen, (ich hasse es). In Nea Moudania konnte man nur noch Schritt fahren.
Wasser auf den Strassen ohne Ende.
Das Gleiche in Thessaloniki, Schrittgeschwindigkeit auf der Stadtautobahn, Starkregen, den ganzen Tag bis hoch nach Montenegro.
Da wurde das Wetter etwas besser und ich fuhr noch bis 30 km vor Belgrad.
Hier hielten wir auf einem hell erleuchteten Rastplatz nebst Tankstelle an und legten uns nach dem üblichen Sicherheitsmaßnahmen schlafen.
Der nächste Morgen empfing uns mit grauen Nieselregen und 12 Grad. Puh.........
Ich stieg aus und wollte das Auto an der Fahrertür aufschliessen, das ging nicht, das Schloß war kaputt, ebenso das der Beifahrertür und auch die Aufbautür
hat man versucht, aufzubrechen.
Dies versuchte man, nach den Spuren zu urteilen, mit einem großen breiten Schraubenzieher.
Unsere Türen gingen aber nicht auf, weil man mit dem Schraubenzieher nicht weit genug ins Schloß eindringen konnte,
um die Schließzungen zu erreichen.
Somit hatten wir unwahrscheinliches Glück gehabt.
Vom Einbruchsversuch haben wir nichts bemerkt. Ganz im Gegenteil dazu bei einem neben uns stehenden Tschechischen Wohnmobil.
Ein Bürstner auf Fiatbasis. Hier hat man die Beifahrertür tatsächlich geknackt und das Fahrerhaus ausgeräumt.
Geld, Smartphone, Pässe weg.
Für die Polizei hatte ich keine Zeit, ich wollte nicht noch einen Tag in dieser tristen Witterung opfern.
Mit einem unguten Gefühl ging es dann weiter Ri. ungarische Grenze.
Hier verbrachten wir weitere 3 Stunden. Es ging trotz 4 geöffneter Spuren nicht voran.
Die ungarische Grenze ist mit Stahlrolltüren gesichert wie Fort Nox.
Ich hab dann serbische Dinar an der Grenze in Ungarn zurück in Euro getauscht.
Ausgerechnet hatte ich rund 30 €, bekommen habe ich 19 €!!
Gebühren wegen Rücktausch 10 €.
Also ich schaffe mir auch eine Praypaid Visa Karte für solche Dinge an, wie Volki letztens schrieb.
Die weitere Fahrt verlief ruhig, am Montag den 28.09 waren wir gegen 1 Uhr wieder zu Hause.
Fazit:
Auf Grund der aktuellen Ereignisse, schlechtes Wetter, Starkregen, Müll etc., Bulgaren soweit das Auge reicht, kalte Temperaturen nebst Einbruchversuch in Serbien,
ewiges warten an den vielen Mautstationen und an den Grenzen, fahren wir in der nächsten Zeit nicht mehr den Landweg hoch.
Auch ist Nordgriechenland bei so einer Wetterlage in der Jahreszeit nicht zu empfehlen.....
Die Maut ist teuer geworden, wir haben mit Maut und Treibstoff um einiges mehr an Geld ausgegeben, als wenn wir mit Anek auch wieder heimgefahren wären.
Hinzu kam das lange warten an den Grenzen.
Heute Abend sichte ich noch die Bilder und stelle noch einige ein.



























