Vor etlichen Jahren besorgte mir ein befreundeter LKW- Fahrer ein Reinigungskonzentrat, wie es in einer LKW- Waschanlage verwendet wurde, so einen halb vollen 20 l- Kanister, gespickt mit diversen Warnhinweisen (natürlich, sonst wird´s ja nicht richtig sauber). Dieses Konzentrat verdünnte ich gemäß Anleitung 1:10 mit Wasser und wusch damit jahrelang meinen ´89er Dethleffs A 642, der ein feinstrukturiertes "Hammerschlagblech" als Beplankung hatte. Die Reinigungswirkung war genial, doch so nach ein paar Jahren und etlichen Vollwäschen stellte ich fest, daß die "Bergspitzen" dieses Hammerschlagblechs zu einem großen Teil entlackt und/ oder weggefressen waren. Ob das nun allein auf das Reinigungsmittel zurückzuführen war oder nicht, kann ich nicht wissen und der Dethleffs ist vor Jahren schon nach England exportiert worden. Jedenfalls wenn dem so wäre, hätte ich mir mit dem Konzentrat wohl einen gewaltigen Bärendienst erwiesen und deshalb versuche ich das heute anders mit der Wahl der Waffen: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.
LKW sind keine Liebhaberfahrzeuge sondern Abschreibungsobjekte, und wie es um die werksseitige Rostvorsorge unserer Ducs, Sprinter, Boxer etc. bestellt ist, muß ich niemandem erzählen. Es wäre zwar wünschenswert, daß die LKW- Waschstraßen ein lack- und fahrzeugschonendes Reinigungsmittel verwenden, aber verlassen werde ich mich nicht mehr drauf. Die teils recht heftig verschmutzten LKW sollen schließlich richtig sauber werden. Wir haben auch so eine Waschstraße in der Nähe, doch so lange ich die Gelegenheit zur Handwäsche zu Hause habe, werde ich nicht in eine solche Waschstraße fahren.
Ich will damit nicht gesagt haben, daß LKW- Waschstraßen für Womo´s schädlich sind. Wer eine nutzt, wird dafür gute Gründe haben und vielleicht sind die Mittelchen, so sie denn schädlich waren, milder geworden. Aber lieber noch verlasse ich mich auf meine eigene Wahl der Waschsubstanzen, auch wenn ich im Moment einen stahlblechernen Kawa zu
waschen habe und keine Alubleche.