mannigoose am 04 Dez 2015 11:00:37 Hallo, ich habe derzeit eine Vartha Professional AGM 95 AH im Einsatz seit 1/2 Jahr. Jetzt möchte ich die Kapazität um eine weitere Batterie erhöhen und habe eine Exide AGM mit ebenfalls 95 AH im Auge. Grund ist ein Preisvorteil von 50 € gegenüber Vartha. Beide haben Ladeschlussspannung von 14,8 V. Ein entsprechender Solarladeregler ist vorhanden der auch 14,8 V kann. Ist es von Einfluss wenn 2 unterschiedliche Hersteller verbaut werden, die Batteriekapazität und Ladescholussspannung aber identisch sind. Ja, ich habe gelesen dass immer 2 gleiche Batterien gleichen Alters verwendet werden sollen aber denke, dass 1/2 Jahr Unterschied nicht sooo gravierend sein können. Was denken die Spezialisten? Danke im Voraus für Eure Meinungen. Schönen mannigoose
xbmcg am 04 Dez 2015 11:11:41 Keine gute Idee.
Ist schon schlecht, wenn die Batterien nicht von der selben Charge sind. Die Hersteller empfehlen nicht umsonst, dass die Batterien möglichst identisch sein müssen, gute Batteriedienste messen Batterie-Pärchen aus, wenn man denen sagt, dass man sie zusammenschalten will.
Es funktioniert zwar schon irgendwie, aber Du wirst nicht lange Freude daran haben.
Der Unterschied muss auch nicht gravierend sein, schon das Vorhandensein eines Unterschieds schwächt den Verband auf Dauer und sorgt für Entladung / Schädigung.
Der stete Tropfen höhlt den Stein.
rolfblock am 04 Dez 2015 13:40:06 Wenn du Solar hast, würde ich sie einfach parallel schalten. Was ist schon ideal auf der Welt der Akkus? Sie werden zu zweit sicherlich länger leben als eine allein, da die Entladungstiefen geringer ausfallen. Solange das Womo nicht benutzt wird, hegt und pflegt Solar beide Batterien mit der jeweils korrekten Ladeschlussspannung. Die ist ja bei beiden gleich. Wenn es bewohnt ist, schwankt der Ladezustand ständig rauf und runter. Dabei kann es mal passieren, dass eine Batterie etwas weniger entladen wird als die andere; was störts? Garnicht! Regelt sich von selbst wieder hin. Ich würde keinerlei Bedenken haben. In fünf Jahren kommt dann LI rein und fertig.
kintzi am 06 Dez 2015 18:05:28 Ja nun, wenn der TE die Kapazität im 12 V Netz erweitern will, wird er die beiden wohl parallel schalten. Bzgl. Laden Gleichheit v. Typ u. Schlussspannung gewährleistet, aber interner Widerstand der Akkus? Der Lade-Strom verteilt sich danach, über den Daumen gepeilt rel. egal. Aber der elektron. Ladungssteuerung nicht ganz, kann aber auch toleriert werden. Beim Entladen jedoch wird die niederohmige mehr belastet, beim Ausgleich auch. Geschätzt vielleicht im Bereich 5-15% (je nach Unterschied)kapazitiv gemindert . Evtl. beim guten Händler Ausmessen/anpassen lassen, meiner in LB macht es(gebe Namen nichtmehr an, wurde deswegen v. mißgünstigem Kameraden unlängst hier mies angemacht). Gr.Richi
RG Regalbau am 06 Dez 2015 19:21:36 Hallo, Ist schon schlecht, wenn die Batterien nicht von der selben Charge sind. Die Hersteller empfehlen nicht umsonst, dass die Batterien möglichst identisch sein müssen, gute Batteriedienste messen Batterie-Pärchen aus, wenn man denen sagt, dass man sie zusammenschalten will.
Dem Widerspreche ich. Ich habe bei unsrem Bürstner in 2006 eine Deta Solarbatterie zu der Originalen Varta von Bürstner geschalten. Da war die Varta schon 3 Jahre alt. Beides waren 85 Ah Säurebatterien. In den 3 Jahren wo ich den Bürstner noch hatte, sind keine Probleme aufgetreten. Das mit den 2 gleichen Batterien , was die Kappa betrifft , kann ich noch nachvollziehen, aber das bei einer 2. immer gleich beide neu sein sollen, ist wohl der Umsatzlobby der Hersteller geschuldet. Wie das Argument , ab. 7 ° C brauche ich zwingend Winterreifen. Aber das ist ein anderes Thema . :D Wer von den vielen Forumsmitgliedern kann bestätigen, das durch den Einbau einer zweiten Batterie zu einer etwas älteren, nicht markengleichen ( nass, gel, oder agm) Batterie, ein Schaden entstanden ist, oder einer der beiden Akkus defekt ging.
Heimdall am 07 Dez 2015 09:34:58 RG Regalbau hat geschrieben:Wer von den vielen Forumsmitgliedern kann bestätigen, das durch den Einbau einer zweiten Batterie zu einer etwas älteren, nicht markengleichen ( nass, gel, oder agm) Batterie, ein Schaden entstanden ist, oder einer der beiden Akkus defekt ging.
Davon habe ich hier, außer von immer wiederkehrenden Behauptungen, noch nie was gelesen. Aber von solchen bei denen das schon lange problemlos funktioniert sehr wohl. Dass die Batterielobby daran Interesse hat ist nachvollziehbar. :mrgreen:
xbmcg am 07 Dez 2015 09:51:34 Tja, wenn Ihr sowieso alles besser wisst, dann fragt nicht, macht einfach.
Ich würde nicht Physik und Batterielobby zusammenschmeißen. Euer Verhalten ist für letztere vorteilhafter, weil die neue Batterie schneller altert. Der Gesamtverbund passt sich der schwächeren / schlechteren Batterie an.
Mit der Ladeschlußspannung ist zwar sehr schön zu argumentieren, das ist aber nur ein Aspekt der Lebensdauer. Schon mal was von Ladezyklen und Selbstentladung gehört? Eine ältere Batterie entlädt sich schneller als eine neue, es entstehen Brücken zwischen den Zellen, die irgend wann einen Zellschluss / Totalausfall produzieren. Über diese entläd sich auch die neue, parallel geschaltete Batterie nachts, wenn kein Solar lädt. Damit werden unnötige Lade / Entladezyklen täglich durchgeführt. Eine Schlußspannung wird zwar am nächsten Tag auch wieder erreicht, aber jedes Laden / Entladen verkürzt die Lebensdauer. So ist bald die neue Batterie gleich schwach wie die Alte.
Ist wie im Krankenhaus, du hast einen Patienten mit einer ansteckenden Krankheit und legst einen gesunden daneben, damit beide nur noch halbkrank sind. Rate mal was passiert, heilt der gesunde den kranken durch seine Anwesenheit oder steckt er sich beim kranken an? Aber ihr habt schon recht, 2 kranke sind besser als einer.
thomas56 am 07 Dez 2015 09:56:41 man kann Batterien testen und wenn die Alte 90% zeigt, würde ich sie mit einer Neuen verbinden. Bei einer Alten mit nur 70% würde ich es nicht mehr machen.
xbmcg am 07 Dez 2015 10:18:17 Hier geht es ja nicht um eine baugleiche Batterie, sondern um Batterien unterschiedlicher Hersteller mit eventuell anderer Plattenstärken / Plattengeometrien, Flies, chemischer Beschichtungen der Platten etc.
Die Unterschiede kann man nicht allein an der Kapazität festmachen, auch das Lade- / Entladeverhalten, Selbstentladung und Innenwiderstand können bauartbedingt stark voneinander abweichen. Selbst beim selben Hersteller gibt es unterschiedliche Produktserien von AGM Batterien: reine Starterbatterie, Start-Stopp Batterien, Deep Cycle Dual Use Batterien etc.
Heimdall am 07 Dez 2015 10:35:45 xbmcg hat geschrieben:Die Unterschiede kann man nicht allein an der Kapazität festmachen, auch das Lade- / Entladeverhalten, Selbstentladung und Innenwiderstand können bauartbedingt stark voneinander abweichen. Selbst beim selben Hersteller gibt es unterschiedliche Produktserien von AGM Batterien: reine Starterbatterie, Start-Stopp Batterien, Deep Cycle Dual Use Batterien etc.
Für mich ist das wie Mäuse melken. Die Frage war doch nach praktischen Erfahrungen von Usern hier die damit negative Erfahrungen gemacht haben. Die gibt es aber anscheinend nicht. Thomas, genau so sehe ich das auch.
xbmcg am 07 Dez 2015 11:05:28 Das Problem bei solchen Fragen / Antworten ist, dass die Wirkung nicht gleich am nächsten Tag zu sehen ist, es ist ein beschleunigter Alterungsprozess. Wenn man nur noch 50% der Kapazität hat, schimpft man auf die miese Qualität der Banner und / oder auf das Schaudt Ladegerät, das die 14.8V nicht bringt und so weiter.
Das man selbst Schuld ist wegen Beratungsresistenz wird wohl kaum jemand bedenken oder gar zugeben.
Ich würde die Batterien so nicht verschalten, wenn schon, dann würde ich sie nur zum Laden verbinden und sonst trennen (getrennte Stromkreise oder abwechselnd entladen). Für so was gibt es nicht umsonst Batteriemanagementsysteme.
thomas56 am 07 Dez 2015 11:10:04 getrennte Stromkreise mag bei Einigen funktionieren, die kommen meist aber schon mit einer Batterie aus. Wer bis zu 150A zieht, macht das lieber aus 400Ah, statt aus 100Ah.
kintzi am 07 Dez 2015 11:31:43 Zitat Heimdall: Für mich ist das wie Mäuse melken. Die Frage war doch nach praktischen Erfahrungen von Usern hier die damit negative Erfahrungen gemacht haben. Die gibt es aber anscheinend nicht. Thomas, genau so sehe ich das auch. Z. Ende
Prakt. neg. Erfahrung habe ich: 2 einjährige, parallel gesch. Detas, eine davon Zellenschluß, ersetzte ich auf die Schnelle unterwegs durch einzige verfügbare (19 cm hohe) italienische(Marke weiß ich nicht mehr, vergesse ich besser, da m.E. 150€ z. Fenster hinaus geworfen), nasse, Semi-TraktionBatt. Das ganze Ensemble war kapazitiv nach einem halben Jahr fertig , wobei die ital. "neue" weniger hatte als die Deta (Glüh-Birnenmessung, damals noch kein Meßgerät). Dies beweist nat. nichts! Kann nur annehmen. Die Detas hielten immer 2,5 Jahre (ohne Unglücksereignis wie Schluß). Über die Italienerin weiß ich bis auf Werte (12V, 95Ah) garnichts (Alter, überlagert/sulfatiert wahrscheinlich? hatte bei Einbau 12,2V), muß also annehmen, daß die die angebrauchte Deta dann auch vollends fertig gemacht hat. Gr. Richi
Heimdall am 07 Dez 2015 12:17:01 Na ja, der Vergleich hinkt aber arg. Aber das weißt du ja selber. Man bzw. du weißt nicht ob die Deta nicht schon durch den Plattenschluss geschädigt war. Ich würde dies eher annehmen als durch die Italienerin. ;-) Die andere die hops ging, bekam vermutlich auch nicht ohne irgendeine Ursache den Plattenschluss. Da war wohl zu viel Blei am Boden abgelagert das den Kurzschluss verursachte. Diese Bleiablagerung kann auch bei der noch guten Deta gewesen sein, nur halt noch zu wenig für einen Plattenschluss. Diese Kombination würde man wohl nur in einem Notfall nehmen, so wie bei dir. Für die Argumentation in diesem Thread ist der Vergleich wohl nicht brauchbar oder gar aussagekräftig. Nur so nebenbei haben die Italiener in Batteriekreisen den wohl schlechtesten Ruf.
azenberg am 07 Dez 2015 12:45:07 Habe vor 4 Jahren zwei nagelneue baugleiche Batterien 95 Ah, wie hier im Forum empfohlen, einbauen lassen. Nach relativ kurzer Benutzung (12 Monate) driften die Kapazitäten merklich auseinander. Deshalb glaube ich, dass man zu einer 1 Jahr alten Batterie eine neue dazustellen kann, wenn die Kapazitäts-Differenzen sowiso auftreten. Aze
xbmcg am 07 Dez 2015 13:20:34 Die Frage war ja nicht, ob man das kann, sondern ob man das sollte.
Klar KANN man Batterien mit der gleichen Nennspannung beliebig zusammenschalten, ob das auf Dauer Sinn macht und wie lange sie das aushalten ist eine ganz andere Frage.
Deshalb : ja man kann und nein, mann sollte es aus gutem Grund nicht machen.
Es ist gegen die Spezifikation jedes Herstellers, eine solche Verschaltung ist von der Garantie / Gewährleistung nicht abgedeckt...
Heimdall am 07 Dez 2015 13:34:44 xbmcg hat geschrieben:Es ist gegen die Spezifikation jedes Herstellers, eine solche Verschaltung ist von der Garantie / Gewährleistung nicht abgedeckt...
Ich bin nicht Herstellergläubig. Banner hat z.B. für ein und dieselbe AGM Batterie mind. 3 versch. Datenblätter heraus gegeben. Alle Hersteller/Händler etc. werden immer das empfehlen was ihnen den Umsatz steigern hilft. Das ist bei den Akku Herstellern nicht anders. Wenn man es nach der eigenen Meinung/Überzeugung macht und es funktioniert trotzdem, dann heißt es immer: "da haben sie aber Glück gehabt"! :mrgreen:
xbmcg am 07 Dez 2015 15:26:17 Na wenn wir schon bei Glaube und Religion angekommen sind, dann muss ich passen.
Da wo der unerschütterliche Glauben regiert, haben Wissenschaft und vernünftige Argumente keine Chance. Verschalte Deine Batterien, nach eigenem Glauben und dulde keine anderen Erkenntnise neben den Deinen.
Möge der Saft mit Dir sein. ;D
andwein am 07 Dez 2015 16:04:00 Deshalb habe ich die ganze Zeit gelesen und mir einen Kommentar vergniffen. Aber der Patientenvergleich war gut! Andreas
Heimdall am 07 Dez 2015 16:50:43 Wissenschaft und vernünftige Argumente......DER war aber auch gut. :mrgreen:
kintzi am 08 Dez 2015 07:20:42 Den Richtlinien zu folgen ist in den verschiedensten Bereichen häufig das Optimale. Gr. Richi
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