Na, Sleepy, da habt Ihr ja ähnliches vor wie wir und auch frebeka in diesem Sommer. Allerdings fahren wir erst wahrscheinlich Mitte August hier los. Wir wollen zunächst mal die Touristen-Inseln abklappern, da wir die bisher noch nicht in unserem Repertoire haben: Ponza, Ischia, Capri. (Dies aber nur als Tagesausflüge) Unsere Tour wird Mittelmeer-Seite runter bis etwa Cosenza laufen, dann rüber ans Ionische Meer durch die Sila und dann auf der "drüberen" Adria-Seite wieder hoch.
Kommt natürlich bei den Tipps auch drauf an, was Ihr alles schon kennt. Toskana gibt allein, wenn man die Städtchen alle ablatschen möchte, einen ganzen zwei- bis dreiwöchigen Urlaub her. Der genannte Ausflug über Pompeij ist auf jeden Fall interessant, wir werden dies aussparen, weil wir da schon waren und dafür Ercolano anschauen, das ist der andere verschüttete Ort am Meer. Dann legen wir schon Augenmerk auf Wandertouren und werden uns deswegen im Cilento ein wenig rumdrücken, Stellplatz- bzw. Parkprobleme (wenn wir nur für eine Nacht was suchen, braucht's nicht unbedingt einen offiziellen Stellplatz) wird es im Landesinnern wohl eher nicht geben. Gleiches gilt meine ich für die Sila. Am Ionischen Meer (kam der Hinweis von Lacky), sollte man um diese Zeit dann schon wieder frei stehen können - Augen auf!! Die Touristen-Attraktionen "Trulli" haben sicher auch geeignete Parkmöglichkeiten vorzuweisen, auf denen man auch nächtigen könnte, weiter oben wieder am Meer am Gargano gibt es auch "freie" Möglichkeiten, zumindest für uns dann Ende Aug./Anf. Sept. Das Problem an der Adria-Seite ist dann weiter oben auf jeden Fall die Bahnlinie; man kommt nur alle heilige Zeit mal unter einer Unterführung durch (zumindest wenn man 3,5 m hoch ist so wie wir).
Guten Wein wirst Du wahrscheinlich in ganz Italien kaufen können, Du mußt Dir die Stauräume nicht in der Toskana mit dem dann doch hochpreisigeren Chianti vollhauen, weiter unten gibt's auch hervorragende Sachen. Ebenfalls von Lacky wurde mir der Ciró empfohlen, der aus der Gegend unten am Ionischen Meer nahe dem gleichnamigen Ort stammt. Aus den Marken haben wir im vergangenen Jahr ebenfalls einen ganz tollen Rotwein mitgenommen, das Weingut Ciù Ciù nahe Ascoli Piceno werden wir auf jeden Fall wieder aufsuchen und uns dort ausführlich bevorraten (da schmeckt man dann daheim noch die herrliche süditalienische warme Sonne, die uns dann wieder für lange lange Zeit fehlen wird). Noch weiter oben im Friaul (solltest Du auch über Venedig reisen wollen, so liegt das nördlich davon, um Udine) wird der bei uns relativ unbekannte Refosco gekeltert, auch ein ganz feines Tröpfchen. Zu Essen gibt's überall Gutes und vielleicht auch weniger Gutes. Einfach probieren, auch die nicht so touristischen (oder gerade eben die) Ristorante/Trattorie besuchen. Außerdem ist die Wärme, die auch schon erwähnt wurde, der Figur sehr förderlich. In einem dreiwöchigen Süditalien- bzw Sizilien-Urlaub im August vertilgten wir (4-köpf.Familie) schon jedesmal nahezu einen Zentner Tomaten. Da braucht man dann nicht mehr viel dazu, ein wenig Grünzeug, Mozzarella (den wiederum kauft man am besten nördlich von Napoli auf der Fahrt übers flache Land, wo er als "Bufala" angepriesen wird, hat mit Europas geschmacklosestem Käse, wie es ihn unter "Mozzarella" bei uns zu kaufen gibt, nichts mehr zu tun) und a bisserl Weißbrot, eingetunkt in ein ausgezeichnetes Olivenöl, welches auch überall zu haben ist. In Kalabrien kann ich Dir nur raten, bündelweise die roten Zwiebeln, die überall angeboten werden, zu kaufen, sie sind ganz super-mild und roh sowie zu allerlei Gerichten zu verwenden. Das Leben kann so einfach sein ...
Wenn Du Deine anzupeilenden Punkte noch näher konkretisierst, könnte man Dir evtl. noch ein paar Möglichkeiten zum Stehen geben. Zur ersten Orientierung haben wir zwar auch zumeist die Schulz-Reiseführer dabei, sind von jenen aber nicht unbedingt angetan, da sie oft für uns unattraktive Plätze beschreiben bzw. die Situationen sich vor Ort zwischenzeitlich verändert haben. Als allgemeine Reiseführer liebe ich jene aus dem Michael-Müller-Verlag sowie aus dem Reise-Know-how. Ansonsten: Augen offen halten, immer entsorgen, wenn's möglich ist, immer genügend Lebensmittel und Getränke an Bord haben, wir mußten bei Diamante leider schon an tollen Möglichkeiten am Strand zu stehen vorbeifahren, weil wir dringend was loswerden mußten und nichts Gescheites mehr zu beißen an Bord hatten. Danach nächtigten wir neben der Bahnlinie - das war dann auch nicht der Brüller !!
Als Stellplatzverzeichnis (welche die offiziellen Plätze auflistet) werde ich mir die entsprechenden Regionen auf
--> Link ausdrucken. Allerdings sind das dann nur unbebilderte Listen, wir nutzen diese dann doch oft auch nur für VE. Die von den großen Camper-Zeitschriften vertriebenen Stellplatzführer finde ich auch nicht unbedingt toll, sie KÖNNEN aber mal ein Notnagel sein, wenn man unbedingt auf der Suche ist und sonst nicht weiterkommt. Grade Juli/Aug. sind wir nicht allein in Italien unterwegs, sondern eben auch die ganze italienische Bevölkerung, da fährt man auch schon mal etliche Campingplätze an, die "completo" sind, es empfiehlt sich, beizeiten mit der Suche der Nächtigungsstätte zu beginnen ...
Aber wie erwähnt, konkretisiere Deine Wünsche und Ziele, dann kommen auch konkrete Hinweise, Italien ist für "pauschale" Ratschläge zu groß und zu differenziert.
Viel Spaß bei der Planung!