rkopka hat geschrieben:Warum ? Lauter bei entsprechender Schaltung des Verstärkers könnte ich noch verstehen. Aber der Klang ?
Hallo RK,
der Klang verändert sich aufgrund der unterschiedlichen Lastparameter für den Verstärker. Weniger Impedanz = besserer Klang ist allerdings Humbug.
Ein Lautsprecher stellt eine komplexe Last für den Verstärker dar. Ich vereinfache hier einmal mit ein paar Stichpunkten und lasse einige Parameter weg:
Die Angabe "4Ohm" sagt nur aus, dass der Lautsprecher bei keiner Frequenz unterhalb dieser Grenze (zuzüglich Toleranz) arbeitet. Lautsprecher haben deutliche Widerstandsschwankungen über den eingesetzten Frequenzbereich.
Je geringer der Widerstand, desto mehr Strom kann geliefert werden und desto näher geht es in Richtung Kurzschluss. Verstärker werden ungern am Lautsprecherausgang kurzgeschlossen und benötigen einen Mindestwiderstand. Der Verstärker wird also "leistungsfähiger" mit sinkendem Widerstand bis er oder der Lautsprecher "stirbt". Leistung ist nicht Klang.
Nun ist der Lautsprecher eine dynamische Last und unterliegt Phasenverschiebungen. Verstärker sind nicht in der Lage identische Leistung an verschobenen Phasen abzugeben. In der Regel wachsen die Leistungsunterschiede bei geringerem Widerstand "on- und off Phase".
Schau Dir mal das Leistungsdiagramm eines Verstärkers hier an. Ich habe hier ein Beispiel gefunden:
--> Link.
Du kannst erkennen, dass der Block kein Quader ist, sondern mit sinkendem Widerstand immer weiter von Linearität abweicht. Dieses Diagramm zeigt einen ausgesprochen kräftigen und laststabilen Verstärker. Dieses Diagramm ist schon welliger:
--> Link.
Es gibt noch eine Reihe weiterer Kriterien - aber ohne zu hören zeigt sich hier schon, dass Verstärker bei unterschiedlichen Lasten unterschiedliche Leistungsvermögen haben - und das auch noch Frequenzabhängig. Damit verändert sich auch der Klang allein schon aufgrund dieser Parameter.