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ich möchte mich an meinem ersten Reisebericht versuchen, also bitte Nachsicht, wenn nicht alles so aussieht, wie Ihr es sonst gewohnt seid. Das ist die erste Tour mit dem neuen (alten) WOMO, das wir Anfang dieses Jahres angeschafft haben. Ich bin gespannt, ob alles funktioniert :?
Der "Kübel" heißt übrigens Galgomobil; bitte nicht verwechseln mit dem allseits bekannten Gogolobil. Namensgeber sind vier Galgo Espanol, die uns auf unseren Reisen künftig begleiten werden.
Da ich kein Reisetagebuch geführt habe, möchte ich Euch anhand der Bilder einige Highlights und Erfahrungen zuteil werden lassen, die wir auf der Reise erlebt haben. Reisezeit war vom 11.6. bis zum 25.6.2016.
Wir starten am 11.6. gemütlich gegen 09.00 Uhr, nachdem Sabine schon am Vortag das meiste gerichtet hatte. Wir fahren von Stockach (Bodensee) über San Bernardino nach Lostallo/GR, unserem ersten Zwischenziel. Diese Route wählen wir meistens auf unseren Fahrten ins Tessin, denn beim Gotthard ist meistens Stau. So auch an diesem Tag: Während der Verkehrsfunk 4 km Stau am Gotthard meldet, fahren wir staufrei und gemütlich gen Süden. Das Wetter macht uns allerdings Sorgen: der Himmel ist wolkenverhangen und düster und jederzeit droht heftiger Regen herunterzuprasseln. Dies ist für uns deswegen nicht so prickelnd, weil wir in Lostallo die dortige Windhundrennbahn anfahren wollen, wo an diesem Tag um 16.00 Uhr ein Training für die Hunde veranstaltet wird. Regen heißt aber = kein Training :( Und tatsächlich: kurz vor dem Tunnel kommt aus den schwarzen Wolken ein heftiges Gewitter herunter. Als "Berufsoptimist" habe ich nur gesagt; "Warts ab, nach dem Tunnel scheint die Sonne", und dafür ein erbost-mitleidiges Lächeln geerntet. Aber was soll ich Euch sagen...Wetter nicht perfekt und wir können die Läufe ziehen.
Sabine verliebt sich natürlich in einen Windspiel-Welpen, aber den gibts nicht (Mann muss schließlich auch mal ein Machtwort sprechen).
Wir können immerhin zwei Läufe ziehen für die Hunde (unterbrochen durch ein Gewitter), essen gut, sitzen mit den anderen bei einem Gläschen Wein zusammen und verbringen eine ruhige Nacht in Lostallo.
In Kürze geht es weiter (ich muss Bilder sortieren) :ja:
Bilder laden funktioniert, Tastatur auch :mrgreen:
Freue mich auf mehr :!:
AndreasS am 31 Aug 2016 08:39:49
Habt Ihr gut gemacht, weiter so! :)
Anzeige vom Forum
knutschkugel am 31 Aug 2016 08:41:51
Super weiter bitte.........
Rulamann am 31 Aug 2016 21:08:12
Danke für das positive feedback :)
Jetzt gehts aber weiter. Nach meiner Grobplanung sollte der weitere Reiseverlauf in etwa so aussehen:
11.6. Sa Stockach - Lostallo (289 km) 12.6. So Lostallo - Lecco (138 km) 13.6. Mo Lecco - Parma (196 km) 14.6. Di Parma - Levanto (150 km) 15.6. Mi Levanto 16.6. Do Levanto 17.6. Fr Levanto - Fivizzano (63 km) 18.6. Sa Fivizzano 19.6. So Fivizzano 20.6. Mo Fivizzano - Pisa (86 km) - Florenz (83 km) 21.6. Di Florenz - Crone (313 km) 22.6. Mi Crone 23.6. Do Crone 24.6. Fr Crone - Innsbruck (270 km) 25.6. Sa Innsbruck - Bermatingen (232 km).
Aber Ihr wißt ja, wie es manchmal so geht bei WOMO-Reisen: es kommt ganz anders, als man ürsprünglich geplant hat. So auch bei uns. Aber seht selbst.
Wir schlafen gut in der ersten Nacht und nach dem Morgengassi geht es auf die Starße zu unserem nächsten Zwischenziel Lecco am Comer See. Da wir das Tessin von früheren Urlauben gut kennen, lassen wir es diesmal "links" liegen und begeben uns auf die Autobahn bis zur italienischen Grenze. Aber auch Como wird diesmal nicht heimgesucht (die obligatorische Seidenkrawatte gibt es wieder beim nächsten Mal), sondern wir tuckern gemütlich auf Landstraßen nach Leccco. Die Fart dorthin ist mir nicht nachhaltig in Erinnerung geblieben, also war sie weder besonders schön, noch besonders gräßlich.
Kurz vor Lecco sehen wir einen See mit Parkmöglichkeit und entscheiden uns für einen Zwischenstopp. :runningdog:
Den erhofften Uferweg um den See gibt es leider nicht. Stattdessen nach ein paar Metern einen Zaun. Offensichtlich sind die Seegrundstücke in privater Hand und abgezäunt. Schade. Also fahren wir gleich weiter und zwar direkt zum Stellplatz Funivia Piani d'Erna. Wir verzichten für heute auf die Stadtbesichtigung und wollen uns etwas bewegen, nachdem wir nun doch einige Stunden im Auto gehockt sind. Dafür eignet sich dieser Stellplatz hervorragend, denn er liegt in Bergesnähe an der Seilbahnstation. Wir verzichten natürlich auf die Seilbahn und laufen direkt vom Stellplatz los. Das Rifugio Stoppani ist unser Ziel. Der Weg dorthin ist nicht weit, 300 Hm bei etwa 45 Min. Gehzeit. Aber es ist inzwischen recht warm geworden (über 25 Grad) und da zieht sich der Aufstieg. Hier ein paar Impressionen:
Beim Aufstieg boten sich schöne Ausblicke auf Lecco und den Comer See, aber leider war es recht diesig und auf den Bildern ist nicht viel von der Aussicht zu erkennen.
Auf der Hütte gönnen wir uns eine (wohlverdiente) Erfrischung und ich bin über die moderaten Preise erstaunt, zumal die Hütte nur über Materialseilbahn (und ggf. Hubschrauber) versorgt werden kann. Da haben wir auf deutschen AV-Hütten schon ganz andere Preise erlebt :roll:
Dann sind meine Scout-Fähigkeiten gefragt, denn wir wollen natürlich nicht den gleichen Weg zurückgehen, sondern in einer Runde zurück zum Stellplatz. Ich bin eigentlich ein guter Scout und zuversichtlich, auch ohne Karte ;D Na ja, ohne Karte hilft mir meistens mein Handy mit gespeicherten OSM-Karten. Diesmal nicht. Also vertraue ich auf die (hoffentlich bald kommende) Beschilderung der Wege und wir laufen 2 Std. weiter, immer hoch. Vergeblich, keine Beschilderung. Nach 2 Stunden beschließen wir dann, dass es den Rundweg (für uns) nicht gibt und gehen den gleichen Weg zurück. So wird aus der kurzen Stippvisite am Berg doch eine ordentliche Tour, von der wir erst am Abend wieder heimkommen.
Dann ist kochen und chillen angesagt.
Wir verbringen einen schönen Abend und eine ruhige Nacht auf dem Stellplatz mit wunderbarer Aussicht. Hier ein paar Eindrücke vom Stellplatz:
Am folgenden Tag soll es nach Parma gehen und dann ans ligurische Meer. Ich hoffe, Ihr bleibt dabei. Es gibt noch viel zu zeigen und zu berichten.
Best, Arnold
pipo am 01 Sep 2016 08:13:46
Lego bin ich dabei.. :ja:
AndreasS am 01 Sep 2016 08:41:42
Kann es kaum erwarten! Wird vielleicht das nächste "Herbstziel".
Ltschnuffel am 01 Sep 2016 09:23:38
Super Reisebericht . Bin gespannt wie es weiter geht
Rulamann am 01 Sep 2016 19:31:11
Ich freue mich, dass Ihr weiterhin dabei seid.
Getreu dem Motto "Der Weg ist das Ziel" wollen wir unser nächstes Ziel Parma auf der Landstraße ansteuern. Der Weg führt uns zunächst Richtung Bergamo und dann über Crema und Cremona nach Parma. Das sind knapp 200 Kilometer, die wir in 5 Stunden (!) zurücklegen. Rüdiger Hoffmann würde sagen: "Kann man machen, muss man aber nicht". Gut, vielleicht hätte ich mich im Vorfeld besser vorbereiten sollen, aber diese Strecke ist in Bezug auf Landschaften und Ortschaften ziemlich unspektakulär. Beim nächsten Mal werden wir auf dieser Strecke lieber die Autobahn nehmen.
In Parma sind wir in der Mittagszeit eingetroffen und waren ob der langen Fahrt doch ein bischen groggy. Da der Kühlschrank fast leer war, führte uns der erste Weg zu einem großen Supermarkt. Natürlich haben wir Parmaschinken eingekauft, aber auch Mortadella, Garnelen, Obst, Wein und Bier. Ihr merkt, wir sind im Urlaub angekommen. Dann war Stadtbesichtigung angesagt. Wir haben Glück und finden einen Parkplatz hinter der Uni. Von dort sind es 20 Minuten Fußmarsch ins Zentrum. Die Hunde sind Kulturbanausen; sie hassen Städte. Also trotten sie widerwillig mit gesenkten Köpfen (die Schnauzen schleifen fast am Boden) hinter uns her. Wir treffen auch keine Katzen; diese hätten die Motivationslage mit Sicherheit enorm gesteigert. Unsere Stadtbesichtigungen halten sich daher stets in zeitlich überschaubaren Rahmen. Nach 2 Stunden und einem Cafebesuch sind wir wieder beim WOMO. An die Uni grenzt ein netter Park mit einem See. Dort sitzen und liegen die Studenten auf der Wiese und geniesen den warmen Nachmittag. Wir tun es ihnen gleich, nachdem wir uns zuvor mit Bier und Wein aus dem WOMO versorgt haben. So vergeht der Nachmittag sehr entspannt in diesem Kleinod mitten in der Stadt.
Am frühen Abend steuern wir dann den Stellplatz Via Emilia Ovest 82 an. Der SP liegt einige Kilometer vom Zentrum entfernt neben einem LIDL. Drumherum haben sich Schausteller mit ihren zum Teil riesigen Wohnwägen häuslich eingerichtet. Auf dem Platz stehen schon eine Handvoll WOMOs. Düster aussehende und dreinblickende Gestalten inspizieren alle WOMOs gründlich und aus der Nähe. Auch unseres. Sabine nimmt sich kurzentschlossen die Hunde und macht mit diesen einen Rundgang über den Stellplatz. Das war eine gute Idee, denn fortan nähert sich niemand mehr unserem WOMO. Ich kann diesen Stellplatz nur bedingt empfehlen, zumal er aufgrund der anliegenden Straßen recht laut ist.
Ich war heute irgendwie nicht in Photografierlaune, sodaß dieser Tag ausnahmsweise bilderlos zu Ende geht. Am folgenden Tag geht es an Meer, wieder mit Bildern. Bleibt dran, es geht gleich weiter.
Rulamann am 01 Sep 2016 20:26:54
Kurz hinter Parma wird die Landschaft wieder schön: wir kommen in die Berge! Wir fahren wieder Landstraße Richtung La Spezia und wollen heute irgendwann in Levanto ankommen. Dort möchten wir ein paar Tage bleiben und kein Auto bewegen. Es geht ständig Auf und Ab, ein Pass folgt dem nächsten, die Straße ist breit genug und gänzlich autofrei (außer uns ist dort niemand unterwegs), es macht Spaß hier zu fahren und auch der Kübel erweist sich als gutes Bergauto: er nimmt jede Steigung problemlos. Nach 2 Stunden stelle ich fest, dass wir schon 70 Kilometer zutrückgelegt haben und kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.
So schön die Fahrt bisher auch war, beschließen wir nun doch, uns einen kleinen Kilometerschubs zu geben und fahren bis La Spezia auf die Autobahn. Im Hafen von La Spezia liegt ein riesiges Kreuzfahrtschiff vor Anker. Leider finde ich auf die Schnelle keinen passenden Parkplatz und das Kreuzfahrtschiff muss ohne uns dort liegen bleiben. Wir sind wieder auf der Landstraße und setzen unsere Bergfahrt fort. Wunderschön, aber auch anstrengend, da man sich sehr konzentrieren muss. Die Straße ist aber auch hier komfortabel zu befahren; es gibt nicht eine brenzlige Szene.
Eigentlich hatten wir Levanto als nächstes Ziel angepeilt. Sabine will nun plötzlich nach Sestri Levante (warum, weiss ich bis heute nicht), also fahre ich nach Sestri Levante. Für die gut 45 km brauchen wir knapp 1,5 Std. Sestri Levante ist nett. Wir bummeln durch die sehenswerte Altstadt und über die Promenade. Dort gibt es auch die wohlverdiente Erfrischung in einer Strandbar.
In der Strandbar beschließen wir dann, dass wir heute nicht mehr fahren wollen, sondern hier übernachten. Wir kaufen noch ein und verbringen einen netten und ruhigen Abend auf einem CP oberhalb der Stadt.
Bleibt dran, es geht bald weiter.
Rulamann am 01 Sep 2016 22:15:08
Die Nacht verläuft ruhig. Manolo, der Rudelführer, darf bei mir im Alkoven schlafen. Das macht ihn sehr stolz. :ja:
Die anderen müssen unten bei Sabine schlafen. Das macht sie sehr neidisch. :cry:
Tagsdrauf machen wir uns dann tatsächlich auf den Weg nach Levanto. Die 35 km sind schnell hinter uns gebracht, aber mehr wollen wir in den nächsten Tagen auch nicht fahren. Der Stellplatz in Levanto sagt uns nicht zu. Dierekt an der Haupteinfahrtsstraße gelegen, neben einer Tankstelle, viel Beton und kein Schatten. Ok, für eine Übernachtung mag das in Ordnung gehen, aber wir möchten länger bleiben. Also steuern wir einen CP an, obwohl ich Campingplätze eigentlich nicht so mag. Aber wenn schon CP, dann richtig. Also Aqua dolce in der Innenstadt, fast direkt am Meer. Lage also top, aber für die bezahlt man auch (44 € pro Nacht; immerhin gab es bei der Abreise 10% Rabatt bei Barzahlung). Aber wir sind ja im Urlaub :P
Der Tag ist jetzt schon etwas vorangeschritten und wir erkunden zunächst das Städtchen und machen uns dann auf zu einem Spaziergang nach Bonassola. Es geht durch alte, stillgelegte Eisenbahntunnel. Ganz urig, aber seht selbst.
Die Eisenbahnschienen sind zurückgebaut worden und stattdessen wurde ein Rad- und Fußweg angelegt. Autos sind nicht erlaubt. Die meisten fahren diese Strecke mit dem Fahrrad. Glücklicherweise war noch nicht viel Betrieb, als wir dort waren.
In Bonassola, dem End- bzw. Wendepunkt des Spaziergangs gibt es eine nette Bar direkt am Meer. Die haben wir uns nicht entgehen lassen, zumal es gerade angefangen hatte, vom Himmel zu tröpfeln.
Levanto grenzt an die Cinque Terre und es soll einen schönen Wanderweg dorthin geben. Den wollen wir am folgenden Tag angehen. Bleibt also dran.
Best, Arnold
Gast am 04 Sep 2016 20:30:22
Vielen Dank für Eure Impressionen. Bin gespannt wie es weiter geht.
Rulamann am 04 Sep 2016 21:41:33
Den Wanderweg nach Monterosso kann man direkt von unserem Campingplatz in Angriff nehmen. Es ist recht warm (über 25 Grad) und so sind nicht viele Wanderer unterwegs. Der Weg führt moderat ansteigend stetig nach oben. Einen Küstenweg direkt am Meer gibt es nicht; ich vermute, das liegt an der Steilküste und am "Privatbesitz". Der Weg dort oben ist gleichwohl wunderschön, bietet er doch herrliche Ausblicke aufs Meer und auf Levanto. Leider war es auch heute etwas diesig. Aber seht selbst:
Nach etwa 2 Stunden Wanderung sehen wir dann die Cinque Terre und unser Ziel, Monterosso. Es geht recht steil bergab, ca. 400 Hm., und ich denke beim Absieg schon an den Rückweg, wo wir das alles wieder hochlaufen müssen.
In Monterosso angekommen, gönnen wir uns einen längeren Aufenthalt in einer Strandbar. Es ist noch Nebensaison und trotzdem ist schon einiges los. Ich kann nur ahnen, wie das wohl in der Hochsaison hier aussieht. Einige baden auch schon im Meer; mir ist das noch zu kalt. Als "Weichei" gehe ich erst ab 25 Grad ins Wasser (besser 27). Wir schlendern nach unserem Imbiss noch über die Promenade und nehmen dann den Rückweg in Angriff.
Am folgenden Tag möchten wir weiterfahren in die Apuanischen Alpen. Ich habe Fivizziano als nächstes Ziel ausgewählt. Dort möchten wir einige Tage bleiben. Ich hoffe, Ihr bleibt dran.
Best,
Rulamann am 05 Sep 2016 20:41:14
Am nächsten Tag kommt dann die Überraschung. Frau will doch nicht wie geplant in die Berge, sondern am Meer bleiben. Was macht ein gestandener Mann, wenn Frau plötzlich die sorgfältige Urlaubsplanung über den Haufen wirft?
Der "Weg zum Meer" führt uns über La Spezia in südliche Richtung. Unterwegs machen wir eine Stippvisite in Pisa. Ihr werdet es schon ahnen, die Hunde sind total begeistert von der Stadt. Insbesondere der Turm hat es Ihnen angetan. Ich kann sie nur unter Anwendung von körperlicher Gewalt von dort losreissen.
Immerhin können wir - zur großen Beruhigung für die Hunde - feststellen, dass der Turm nicht so bald umkippen dürfte. Stattdessen kippen wir einen in einem Straßencafe und machen uns danach wieder auf den Weg. Pisa überlassen wir den Asiaten kampflos.
Wir fahren weiter gemütlich gen Süden Richtung Livorno und sehen vor allem eins: Marmor. Die ganze Region scheint davon zu leben. Das würde ich mir irgendwann gerne näher anschauen, aber wir sind ja nicht das letzte Mal hier.
Der Weg führt uns zu einem strandnahen Stellplatz in Cecina Mare.
Der Stellplatz liegt neben einem Schiessplatz für Tontauben; dort wird bis 20.00 Uhr geschossen (auch am Wochenende). Hinzu kommt der Animationslärm vom nahegelegenen Campingplatz. Also nichts für Weicheier. Uns hat es trotzdem gefallen und wir sind drei Nächte geblieben. Zum Strand gelangt man über einen wunderbaren Pinienwald und der Hundestrand ist nur 2 Kilometer vom Stellplatz entfernt. Hier einige Impressionen:
Am Strand liegen Unmengen von Treibholz, aus denen sich die Urlauber ihre Nester bauen. Auch ich konnte nicht widerstehen. Offensichtlich wrden hier archaische männliche Urinstinkte angesprochen.
Nach drei Strandtagen packt uns wieder die Reiselust, denn wir wollen noch was sehen, bevor wir die Heimreise antreten. Ich hoffe, Ihr bleibt bis zum Schluß dabei.
Rulamann am 05 Sep 2016 21:13:38
Ursprünglich hatte ich geplant, den Urlaub irgendwo an den oberitalienischen Seen ausklingen zu lassen. Wir disponieren aber um, da wir nicht so viel fahren möchten und beschließen, lieber noch in der Toscana zu bleiben.
Von Cecina Mare geht es gemütlich über Land Richtung Siena. Wetter und Landschaft sind perfekt und wir kommen in der Mittagszeit in Siena an, wo wir problemlos einen Parkplatz in fußläufiger Entfernung zum Zentrum finden. Ihr werdet es schon ahnen...Katzen haben wir keine getroffen.
Wir machen einen kleinen Stadtbummel
und gönnen uns eine Erfrischung beim Dom. Dort entsteht auch das Beweis-Selfie von mir (man kann den Heiligenschein deutlich erkennen ;D ).
Jonah am 06 Sep 2016 01:28:48
Rulamann hat geschrieben:...der Kübel erweist sich als gutes Bergauto: er nimmt jede Steigung problemlos. Nach 2 Stunden stelle ich fest, dass wir schon 70 Kilometer zutrückgelegt haben und kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.
:lach: genauso isses, der Weg ist das Ziel. :ja: Macht richtig Laune bei eurer Tour dabeizusein.
JoFoe am 06 Sep 2016 16:12:26
Moin,
tolle Tour und schöne Bilder. :ja:
Rulamann am 07 Sep 2016 22:28:11
Vielen Dank den Begleitern für die netten Worte.
Nach dem Aufenthalt in Siena möchten wir nicht mehr weit fahren, denn als nächstes wollen wir Monteriggioni heimsuchen. Das Städtchen liegt etwa 20 km von Siena entfernt. Wir finden einen Stellplatz in einem Dorf in der Nähe und machen am Nachmittag noch einen ausgedehnten Spaziergang mit den Hunden; nach Monteriggioni soll es am folgenden Tag gehen. Während das Wetter bislang wechselhaft, aber bei 25 Grad angenehm warm war, kommt nun ein Wetterumschwung und es wird richtig heiß. Selbst am Abend und in der Nacht ist es nun über 30 Grad warm.
Monteriggioni ist ein wirklich sehenswertes Städtchen von allerdings überschaubarer Größe. Wir waren glücklicherweise morgens dort und blieben von Menschenmassen weitgehend unbehelligt.
Unser Urlaub neigt sich nun allmählich seinem Ende zu. Aber ganz fertig haben wir noch nicht. Letztes Ziel in der Tiscana soll Vinci sein, die Geburtsstadt von Leonardo. Vinci liegt etwa 70 km von Monteriggioni entfernt und wir geniesen die Fahrt durch die schöne toskanische Landschaft. In Vinci gibt es einen schönen (kostenlosen) Stellplatz neben den Tennisplätzen.
Dann erkunden wir die Stadt und laufen auch zu Leonardos Geburtshaus. Da es sehr heiß ist, ist kaum jemand unterwegs. Die Stadt wirkt wie ausgestorben. Hier ein paar Eindrücke:
Das ist der Weg zum Geburtshaus:
Das ist das Geburtshaus, inzwischen natürlich als Museum ausgebaut:
An diesem Tag treffen wir wegen der Hitze nicht viele Menschen. Aber die wenigen, die wir treffen sind heute ganz besonders freundlich, winken und wünschen uns viel Glück. Ich kann mit den Glückwünschen zunächst nicht viel anfangen, winke zurück und bedanke mich brav. Am Abend dann habe ich mitbekommen (deutsche WOMO-Nachbarn), dass Deutschland heute ein EM-Spiel bestreitet. Ob die Italiener auch so freundlich gewunken hätten, wenn das Spiel gegen Italien gegangen wäre :?:
Für den Nachmittag hatten wir eigentlich noch eine Wanderung geplant, aber es ist einfach zu heiß und wir beschliessen, den Tag am WOMO ausklingen zu lassen. Der Kühlschrank funktioniert tadellos und so sind Bier und Wein eiskalt :wein: :bia:
Am nächsten Tag heißt es dann Abschied nehmen von der Toscana. Wir fahren zunächst über Land bis Pistoia und geniessen die Landschaft. Dann gönnen wir uns einen Autobahnschubs zu unserem nächsten Zwischenziel auf dem Weg nach Hause, Soragna.
Soragna ist ein nettes kleines Städtchen, das sich als Zwischenstation vortrefflich eignet. Der (kostenlose) Stellplatz ist mitten in der Stadt.
Heute Abend bleibt die Kübel-Küche ausnahmsweise kalt (es ist draußen und drinnen ohnehin heiß genug). Wir gehen in die örtliche Pizzeria und sind...begeistert. Das solltet Ihr nachmachen, wenn Ihr mal in der Gegend seid.
Nach einer weiteren Saunanacht verabschieden wir uns am folgenden Tag von Italien. Auf der Autobahn geht es nach Lugano. Ganz "links" liegen lassen können wir unser geliebtes Tessin dann doch nicht. Wir schländern über die Promenade und genehmigen uns eine Erfrischung. Die Nacht verbringen wir wieder In Lostallo. Am folgenden Tag geht es dann über den San Bernardino nach Bermatingen. Dort ist, Ihr werdet es vielleicht schon ahnen, eine Hunderennbahn, auf der heute ein Training gezogen wird. Und so endet dieser Urlaub so, wie er angefangen hatte: schön und mit Spaß für die Hunde.
Jetzt habe ich ich fertig (für dieses Mal). Schön, dass Ihr dabei wart.
Best,
Arnold
pipo am 10 Sep 2016 10:04:45
Nochmals Danke fürs mitnehmen :top:
Eddy am 11 Sep 2016 20:08:42
Toller Bericht und schöne Bilder... Danke für die Mühe.
leoline am 25 Sep 2016 21:44:37
Habe deinen Reisebericht grad erst entdeckt, wir waren auch unterwegs :lach: . Danke fürs Mitnehmen ! Da waren wir noch nie, wär mal ein Ziel im zeitigen Frühjahr, wenn es noch nicht so heiß ist, Hitze mögen wir gar nicht und unser Hund schon überhaupt nicht :lach: .
Gast am 25 Sep 2016 22:46:50
Einer der schönsten Reiseberichte, den ich hier im Forum je gelesen hab. Super! Bilder begleitet von entsprechendem Text! Eine ähnliche Tour schwebt mir für für Okt./Nov. vor, wenn ich mich dafür freimachen kann. Jedenfalls "saustark"! Ein dickes Plus von mir für die Mühe! Wo bleiben die anderen Bewerter? Dieser Bericht hat (viel) mehr verdient..
Rulamann am 06 Okt 2016 21:27:00
Bitte habt alle herzlichen Dank für die Kommentare und freundlichen Worte.