ich wollte mal ein paar Infos zusammenstellen damit die nächsten nicht wieder so viel suchen müssen.
Ich hatte die Idee die Äolischen- oder Liparischen Inseln mit dem WOMO abzuklappern. Das geht aber nur sehr bedingt denn nicht überall durfen Auto mit hin genommen werden und CPs bzw Stellplätze sind auch nur sehr eingeschränkt vorhanden.
Als Lösung bot sich Milazzo an. Dort gibt es mehrere, teils schön gelegne CPs rund um die Halbinsel und alle Schiffsverbindungen gehen im Grunde von Milazzo ab (Theoretisch geht auch was von Neapel und Palermo. Aber das lasse ich mal aussen vor). Von Milazzo aus kann man grundsätzlich eigendlich jede der Inseln in einer Tagestour abklappern.
Es gibt im Wesentlichen zwei Gesellschaften die die Inseln bedienen. Die Ustica --> Link und die Siremar --> Link
Wobei die Ustica Schnellboote zum reinen Personenverkehr nutzt die grob doppelt so schnell sind wie die echten Fähren der Siremar. Zu den äusseren Inseln sollte man also in jedem Fall nur die Ustica nehmen.
Vulcano ist ehr eine Badeinsel. 3 Strände - Der schwarze auf der anderen Seite des Isthmos ist schöner. Es gibt noch einen kleinen Traumstrand mit Lavasand bei Gelso. Ohne Fahrbaren Untersatz ist das aber nicht erreichbar. Man kann dort Roller und Quads mieten. Wenn man selber einen hat kann man den mit der Siremar aber auch mitnehmen. Ich habe nur wenige Euro mehr für den Transport meines eigenen Rollers bezahlt als wenn ich mir dort einen gemietet hätte. Ach ja. Es gibt sogar einen CP. Ich weiss aber nicht ob der für WOMOs ist.
Lipari ist deutlich vielseitiger und auch grösser. Es gibt eine richtige kleine Stadt. Burg und Altstadtt sollte man in jedem Fall anschauen. Auch hier kann man Fahrzeuge mitbringen. Es gibt sogar einen oder zwei CP. Es gibt etliche Rollerverleiher. Das Spiel ist aber das gleiche wie mit Vulcano. Den eigenen mitbringen kostet nur wenig mehr. Es gibt einiges zu sehen. Meines Wissens gibt es aber nur Kiesstrände. Wer also baden will sollte Badeschuhe dabei haben.
Zu Stromboli könnte man ein Buch schreiben. Die Anfahrt mit dem Schnellbot dauert gut 2,5h. Hier kann man aber alles zu Fuss oder mit dem Boot machen. Fahrzeuge darf man eh nicht mitbringen. Die Insel ist wunderschön und der Ort einmalig mit seinen kleinen Wegen und Gässchen. Nur die ollen Ape-Zweitakter stören und stinken permanent. (PS: ein ricvhtig guter Bäcker ist direkt hinter der Kirche St. Vincenz) Badeschuhe sollte man hier ebenfalls haben.
Dann wäre da noch die Strombolibesteigung bei Nacht. Der Aufstieg ist extrem anstrengend! Vor allem sollte man wirklich warme Sachen dabei haben. Es ist bitter kalt dort Oben. Ich würde in jedem Fall von einem Besuch abraten der primär zum Ziel hat den Vulkan zu besteigen. Aktuell gibt es wohl auf Grund der mässigen Aktivität des Vulkans nur wenig bis nichts zu sehen. Was aber die Guids nicht daran hindert einen die 1000 Höhenmeter hochzuzerren. Mitten in der Nacht sagt dann der Guide "Herzlichen Glückwunsch; sie haben es geschafft; sie sind auf dem Gipfel". Mit einer ausladenden Geste seines Treckingstockes zeigt er dann in das neblige Nichts der Nacht und sagt "Da meine Herrschaften sehen Sie den Krater - also meistens. Nicht heute...". Darauf folgen dann Litanerien warum man denn heute nun nichts sieht und ein paar Anektoden wie es letztes Jahr war und 2004 erst - und dann geht es wieder den Berg runter. Also eine äusserst sinnlose und kostspielige Nachtwanderung ohne erweiterten Sinn. Ein bisschen rundhorchen bei anderen Touris bei denen das schon der zweite oder gar dritte Versuch war ergab das die auch nicht mehr "Glück" hatten.
Ich habe mich im Anschluss natürlich zum blöden deutschen gemacht weil ich den Den Guide zusammengefaltet habe weil er mich wider besseren Wissens für nichts den Berg hoch getrieben hat. Das nützt natürlich nichts und seine Kinder wollen auch essen aber die Wut musste erst mal raus.
Was kann man raten? Wer ohnehin auf der Insel ein paar Tage verweilt sollte sich Abends gegen 22:00 am Kirchpaltz St. Vincenz einfinden wo die Trekkis nach der Tour wieder ankommen und die Heimkehrer nach ihren Erlebnissen fragen. Fallen die negativ aus erspart euch die Kletterei und geniesst lieber die wunderschöne Insel.


