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Hallo, ich habe 2 parallel geschaltete 120 Ah Blei-Säurebatterien Versorgungsbatterien --> Link als Aufbaubatts. Nun stellte ich heuer im Herbst fest, dass sie nach 6 problemlosen Jahren wohl doch nicht mehr ganz „up to date“ sind. WoMo steht in der Winterpause im Carport. Ich weiß, dass die Werkstätten die Batteriekapazität messen können, würde sie aber um genau zu wissen, ob und wenn ja, wie weit sie ausgelutscht sind und evtl. schon Ersatz zu generieren, gerne vor Ort/zu Hause prüfen/messen. Es stellt sich also die Frage was ich tun muß um die aktuelle Batteriekapazität zu ermitteln. (Als technisches Hilfsmittel hätte ich ein digitales Multimeter). Danke im Voraus. Kurt, Dein Instrument reicht nicht aus, um über den tatsächlichen Zustand der Batterien Gewissheit zu erlangen Wirst u.U. zwar 12,5 Volt oder etwas mehr messen können, aber bei Belastung bricht die Spannung zusammen. Laß die Batterien in der Werkstatt prüfen. Dort bekommst Du vernünftige Werte über den Zustand der Batterien. Gruß Manfred ein Multimeter ist ja sowieso Grundvoraussetzung für den Energiemanger. Du brauchst dazu noch ein Ladegerät, z.B. das im Womo eingebaute, einen Landstromanschluss und eine definierte 12 V Last. Dazu noch eine Uhr und Gedult, schon kann es losgehen. Batterien kontrolliert vollladen Spannung messen Last mit bekannter Stromaufnahme anschließen (z.B. alte halb abgebrannte Biluxbirne, oder 2 Stück davon) Spannung beobachten und Zeit stoppen Bei 11 V die Zeit festhalten. Jetzt wird es schwierig, wir betreten den Bereich der Grundrechenarten. Wir müssen MULTIPLIZIEREN! Bekannte Stromaufnahme gemessen in A (Ampere) mit der Anzahl der h (Stunden), die die Entladung gedauert hat, multipilizieren. Ja wir mutiplizieren auch die physikalischen Einheiten mit. Und so wird aus A mal h Ah. Und du hast die Vitalität deine Batterien ermittelt. Besser als jede Autowerkstatt. Für die Rechenschwachen noch ein Hinweis: Aus A mal h wird Ah und NIEMALS AH. Nur ein Unkundiger schreibt AH, und der darf fragen aber er sollte besser nicht auf Fragen antworten, da er sich ja bereit durch die Schreibweise AH als unkundig outet. Hallo, kaufe dir einen "Ring" Batterietester für 60,-€ und du weisst in 10 Sekunden wieviel Prozent deine Akkus noch haben!
Sorry Thomas, das kann aber nur grob geschätzt sein was das Teil nach 10sec anzeigt. Die Methode von rolfblock bietet da wesentlich mehr Sicherheit über die vorhandene Kapazität der Akkus. Gruß Roland Hi Kurt Nach 6 Jahren würde ich mich nicht hinstellen, bewaffnet mit einer Uhr usw.. Kaufe neu und gut! Alle Varianten, ob mit unserem originalen Lasttester in der Werkstatt oder aber die langsame, genauere Methode von Rolf ermittelt nur einen Ist Zustand. Bei nächster, völlig unpassender Gelegenheit bricht dir eine der Batterien zusammen und was bringt das dann ? Das ist völlig nervend und bringt ungewollte Minuspunkte bei Frau Kurt! Willst du dir diese Blösse geben ? :lol: :D Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt. Hallo, wie groß ist die bekannte Stromaufnahme bei einer alten halb abgebrannte Biluxbirne ? Das ist doch keine definierte 12 V Last. Die Stromaufnahme ist doch nicht konstant bei unterschiedlicher Batteriespannung zwischen 12,8 Volt und 11 Volt. und auch nicht liniar ! Biluxbirnen sind doch Kaltleiter. "Bei 11 V die Zeit festhalten" Warum bei 11 Volt ? Bei 11 Volt ist die Batterie tiefentladen und entgültig defekt. Gruß Ernst Bau aus und schaff die Dinger in die Werkstatt zum Belastungstest. Dann hast Du Gewissheit. Hintergrund Die Batterie wird kurze Zeit mit hohem Messstrom belastet, dadurch wird der Innenwiderstand ermittelt. Bei defekter Batterie ist dieser hoch. Hallo zusammen, erstmal vielen DAnk für die Antworten. Letztlich werde ich wohl auf eine Eigendiagnose verzichten (Danke rolfblock), weil mir das zu umständlich ist, bis zum Frühjahr warten und dann professionell prüfen lassen. Wenn sie dann unter 60% ist kaufe ich Neue. Nochmals vielen Dank für eure Einschätzung.
Eine halb abgebrannte Biluxbirne hat meist einen intakten wenig benutzten Fernlichtdraht. Dessen Stromaufnahme kann man relativ leicht messen. Und das ist ein Kaltleiter, der sich selbst den Strom etwas stabilisiert, wenn sich die Spannung ändert. Die Spannung ändert sich ja nur um 20 %, der Strom etwas weniger; rechne halt mit dem mittleren Strom. Bei 11 V ist eine belastete Batterie leer aber nicht zwingend defekt. Du kannst aber auch bei 11,5 V Schluss machen, dann kennst du die Kapazität bis dahin. Ist auch ok. Da der Test quasi nichts braucht, außer Zeit und Verstand, finde ich ihn sinnvoll, da man dabei einiges lernen kann. Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt. Ich finde deine Messung bei Versorgungsbatterien auf jeden fall genauer als die Messung mit einen Batterietester die ja für Starterbatterien gedacht sind.(Hochstrommessung) Werde mal mit einen Konstanter die unterschiedlichen Stromaufnahmen einer Biluxbirne bei einer Spannung zwischen 12,8 Volt und 11 Volt aufnehmen und eine Kennlinie zeichnen. Gruß Ernst Dieses Kapazitätsthema Thema treibt mich seit Tagen um, komme damit aber nicht ganz klar, deshalb hole ich es nochmal hoch.
Ich habe meine Batt. 2x95Ah, also 190Ah 8 Std. mit im Schnitt 12,4A bis auf 11,8V (bei Belastung lt. BC) entladen. Das heißt wenn ich das richtig verstanden habe 8h x 12,4A = 99 Ah.............bedeutet das dass ich noch ca 50% Kapazität hätte? Oder z.B.
Zweite Rechnung mit einer anderen 95Ah Batt. 8h mit 4,58A (55W) belastet bis 12,2V(nach einer Stunde Ruhezeit)) wäre also 8 x 4,58 = 37Ah.......also ca 35% Kapazität Habe ich das richtig verstanden/gerechnet oder klärt mich bitte jemand auf? Wann soll man die Spannung nach der Belastung eigentlich messen? Der BC zeigt sie ja bei Belastung an. Besten Dank
2 Anmerkungen dazu - Kapazität ist üblicherweise definiert über Entladung mit C20 -> 190Ah / 20h -> 9,5A Entladestrom - Entladeschlußspannung siehe Datenblatt genau dieses Batterietyps grüße klaus
Ja Klaus, das ist mir klar. Aber es muss sich doch auch mit 12,4A Entnahme (Kühli) ein Zusammenhang herstellen lassen....wenigstens annähernd? Wer hat schon was mit genau 9,5A? Mathematiker bitte vor den Vorhang. :)
Hallo, so ungenau ist das garnicht. Die Geräte ermitteln durch mehrere Differenzstrommessungen den Innenwiderstand der Spannungsquelle. Durch die eingegebenen Parameter wie Typ, C20, CCA können die Dinger mit ihren internen Tabellen gute Aussagen über den Batteriezustand machen. Hallo, habe diese Wochen meine Starterbatterie testen lassen. Wurde kurze Zeit mit hohem Strom belastet und nach ca. 20Sek hatte sie wieder 12,8V. Lt. Messgerät noch ein Kaltstartstrom von 600A (neu800A). Sollte über den Sommer noch durchhalten.
Diese Messmethode ist lt. wikipedia NUR für Starterbatterien aussagekräftig: ...........ist mit einer grobmessung in autowerkstätten (hier wird der spannungsabfall innerhalb einer definierten zeit an einer definierten last gemessen) nicht zu vergleichen, zudem sind diese grobmessungen in autowerkstätten NUR FÜR STARTERBATTERIEN gemacht, bei Versorgerbatterien kommt da meist nur Unsinn raus. So ganz stimmt das nicht. Die Messung sagt aus, wie gut die Batterie noch ist. Mit steigendem Alter der Batterie steigt der Innenwiederstand durch Verschleiß, Sulphat Kristalle auf der Oberfläche, Austrocknen des Elektrolyts und so weiter. Die Batterietester prüfen mit oder ohne hohe Lasten durch Differenzmessungen den Innewiedertand und vergleichen den mit einer Tabelle, die im Gerät hinterlegt ist. Bei manchen Geräten muss man den CCA eingeben, bei anderen in der Tabelle nachschauen. Wenn die Batterie unter 60% der Nenn-CCA liegt, gilt sie als verschlissen und sollte ausgetauscht werden. Das zeigen auch die Messgeräte (z.B. von Ring) entsprechend an. Wenn Du die genaue Kapazität bestimmen willst, musst Du die Batterie volladen und dann mit einem definierten Konstant-strom entladen. (C20 oder C100). Der Strom nimmt mit der Zeit ab, weil die Batteriespannung sinkt. Wenn Du es ganz genau machen willst, brauchst Du eine regelbare Last. Bei 100Ah / C20 wären das 5A (60W), bei C100 wäre das 1A (12W). Nach 50% Entladung solltest Du damit aufhören (nach 10h bei 5A bzw.50h bei 1A). Die Ruhe-Spannung der Batterie sollte dann um die 11.8V betragen bei einer AGM Batterie. Du kannst natürlich auch einen BC befragen und nach ca 50Ah aufhören. Den Test bei 20°C machen, die Kapazität ist temperaturabhängig. Nach dem Entladen, die Batterie wieder voll laden und nicht lange leer herumstehen lassen.
Danke, wenn ich das richtig verstehe heisst das...ich muss die Entladung bei 11,8V abbrechen, dann 2 Std. warten für die Ruhespannung und dann z.B. bei 12,2V weiter entladen bis ich irgendwann bei einer Ruhespannung von 11,8V lande und natürlich die Zeiten zur ersten Messung dazu rechnen!? Manno, das ist doch etwas aufwendig. ;)
Ja, dass kann man, wenn man den sogenannten Peukert Faktor der Batterie kennt. Falls man diesen Wert nicht kennt (was bei einer alternden Batterie eigentlich immer der Fall ist, da dieser Wert sich über die Lebensdauer der Batterie verändert), kann dieser Wert ermittelt werden. Hierzu muss man dann mindestens 2 Entladungen mit unterschiedlich starken Strömen durchführen. Alternativ empfehle ich einfache einen konservativen Peukert Wert von etwa 1,25 anzunehmen. Zudem ist noch die Frage welcher Kapazitätswert der C20 Rechnung zu Grunde liegt, denn die Batterie altert ja. Nehmen wir den Neu-Wert von 2 x 95Ah an, dann liesse sich mit einer Messung also der State of Health (SoH) ermitteln (wieviel % Kapazität die Batterie gegenüber des Neuzustandes hat). Umrechnung deiner 12,4 A Last geht so: Entladestrom zweier 95 Ah bei C20 sind: 2 x 95 Ah / 20h = 9,5 A Peukert angenommen: 1,25 1,25 ^(12,4 / 9,5) * 12,4 A = 16,6 A --> deine Entladestrom entspricht 16,6A Entladung auf C20 bezogen. oder anders ausgedrückt, deine Batterie hat bei einem Entladestrom von 12,4 A eine Kapazität von 2 x 95 Ah / 16,6 * 12,4 = 142 Ah wenn sie neu wäre. Da die Batterie aber bereits bei 99Ah "leer" war, lässt sich also der SoH daraus errechnen: 99 / 142 * 100 = 70% Sonnige Grüsse Kai Hallo Kai, besten Dank für deine Mühe.
Bei einer neuen Batterie ist die C20 Kapazität mit 190 Ah angegeben. Das bezieht sich auf einen Entladestrom von 9,5A. Deine Messung hast du aber mit einem erhöhten Entladestrom von 12,4A ermittelt. Dadurch verringert sich die entnehmbare Kapazität. Genau das hat Herr Peukert mit seiner Formel ausgedrückt und wird allgemein als Peukert-Faktor angegeben. Die Kapazität bei 12,4 A Entladestrom sinkt ca auf 142 Ah. Du kannst also dies auch so angeben: 142 Ah / 12,4 A = 11,5 h das ist gleichbedeutend mit einer C11,5 Kapazität von 142 Ah.
Nun du hast diese 99 Ah ermittelt, indem du bei 12,4 A x 8 h = 99 Ah bis zur Entladeschlussspannung < 11,8V entladen hast. Somit kannst du davon ausgehen, dass die C11,5 Kapazität um die 99 Ah liegt. Eine mögliche Erholung der Spannung sollte dabei nicht berücksichtig werden. neu: C11,5 : 142 Ah jetzt: C11,5 : 99 Ah Das sind also 70% der ursprünglichen Kapazität. Das kannst du auch wieder zurück rechnen auf die C20 Kapazität: 70% x 190 Ah = 133 Ah also pro Batterie 133 Ah / 2 = 67 Ah bei C20. Sonnige Grüße Kai Hallo Kai, vielen, vielen Dank für deine Geduld und Aufklärung. Ganz toll, jetzt fange ich die Zusammenhänge langsam zu verstehen an. Bin zwar manchmal etwas schwer von Begriff, je älter umso schwerer :( , lerne aber trotzdem immer gerne dazu. Ich denke ich bin nicht der Einzige hier dem du hier geholfen hast. Einen angenehmen Sonntag und immer gute Geschäfte. LG aus den Bergen östlich von der CH. :mrgreen: Hallo Kai, Hat mir zwar persönlich nichts gebracht, aber von mir mal gleich ein (erster :razz: ) Pluspunkt für die gute Erklärung und die verständliche Darstellung und deine Mühe. Danke dafür, Grüße, Alf Hallo Zusammen, die ganze Sache mit C20 und den Verbrauchern und Reservekapazität habe ich verstanden. Frage: was könnte man denn anstatt Halogenbirnen sonst noch als Verbraucher dran hängen, um z.B. auf 9,5A zu kommen, das würde mir mit Halogenbirnen doch etwas zu hell werden :D Als Alternative fällt mir ein kleiner 12V Heizlüfter ein, oder ein Tauchsieder ohne Wasser könnte durchbrennen, Heizelemente für Trockenschränke, die genannten Teile haben im Sommer vermutlich einen anderen Wirkungsgrad als im Winter, den Wirkungsgrad könnte man zwar ermitteln und einrechnen, trotzdem, hat jemand eine bessere Idee? Grüße Lothar Ich wiederspreche ja aus Prinzip keinem gewerblichen User!! Aber bei mir kommt bei den Vorgaben ca. 177Ah und bezogen auf die 8h 12,4A auf ca. 55% raus!! Kann das mal jemand durchrechnen der das auch Richtig gelernt hat!!! Man baue sich eine entsprechende Konstantstromquelle..... Aber muss es denn so genau sein? Die Ermittlung mit einem Ring Tester reicht im Normalfall aus. Insbesondere wenn man es mal bei voller und teilentladener Batterie macht. Deswegen die Akkus ausbauen und zum Toasten bringen....nö |
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