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motorradtraeger
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Nostalgische ? Aus- Um und Anbauten Rolanddesälteren


rolandderaeltere am 03 Mär 2017 01:17:19

Hallo,

Innerhalb der Diskussion ums Fahren unseres ersten Wohnmobils animierte mich „Eifelwolf“, ich solle doch mehr von meinen VW-Busmodifizierungen berichten.
Wer fährt eigentlich noch sein erstes Wohnmobil? 1, 2, 3,
War der Beitrag.
--> Link

Das lass ich mir nicht zwei Mal sagen.
jetzt habe ich hier doch eine neue Seite aufgemacht, wegen des Überblickes.



Ich entdeckte in meinem Archiv einen meiner Beiträge aus einem VW-Bus Forum und will damit gleich mit einem meiner gemachten Fehler beginnen:

„Hallo,

die Iris, meine bessere Hälfte, die bei uns die eigentliche Computerfreakadelle ist, kopiert gerade alles Wichtige aus unserem antiken Atari auf die jetzige Festplatte.
Da es 1992 noch kein VW-Forum gegeben hatte, konnten auch die wenigsten von Euch diese Anzeige gelesen haben.
Will sie Euch aber trotzdem nicht vor enthalten:

Unsere damalige Adresse und Telefonnummer..........

VERKAUFEN

1600er VW-Kombi Bj. 1979 (Typ 2, der echte Bulli) mit spezial- Extremreiseausrüstung, die auf einer 3 jährigen Asien- und einer
10 jährigen Afrika Reiseerfahrung basiert.

Ausrüstungsdetails:
Motor mit Muldenkolben (für auch minderwertigstes Benzin),
"kurzes" Getriebe (orig. VW "Bergübersetzung"),
thermostatgesteuerte Ölkühlanlage
(konstant 109 Grad Celsius, immer) mit Hauptstromölfilter,
Luftfilter original VW -Zyklonfilter mit in den Innenraum
verlegter Ansaugung,
total glatter Unterboden (zum Sand- und Schlammgleiten) aus
verzinktem Stahlblech, von vorderer Stoßstange bis unter den
Stabilisator, Mittelteil zugeschweißt, Getriebe-und Motorschlitten
in einem,
durchdachter Unterboden Korrosionsschutz,
um 300 Kg verstärkte Vorderachse (orig. VW) Bj. 1984, ohne
Rost,
fast neue, sehr gute Reifen (plus zwei 205/70er
Wüstenreifen),
doppelte Cooleman Reifenfüllanlage mit Kühlung,
kombinierter Wagenheber/Spezialwerkzeug zur Reifendemontage,
Motorkurbel (funktioniert sehr gut bei kaltem Motor),
Heckhalter für zwei 20 Liter Benzinkanister plus 4 Sandleitern
und Stand für Person incl. Haltegriff am Dach,
190 Liter Alu Zusatztank für Benzin (gesamt 250 Liter),
2 Feuerlöscher,
Batteriehauptschalter am Fahrersitz,
120 Liter Alu Wassertank mit Automatik Druckpumpe für
Katadynfilter und Telefonbrause für Außendusche plus 20
Liter Alu Filterwassertank mit Automatik Druckpumpe,
knapp 3 Jahre junge Eberspächer Standheizung,
Sitze vorne 2x Bremshey Schwebesitze oder original VW-
Fahrer Einzelsitze,
Verbundglaswindschutzscheibe,
Schiebetüre mit Schiebefenster, gegenüber Lamellen-
Ausstellfenster mit Moskitogaze,
Ausstellfenster vorne,
Regenrinnen für vordere Hubfenster (Frischluftzirkulation),
zwei 12-Steckdosen,
großes Sonnen/Regen-Vordach mit Alugestänge,
2 Frischluftventilatoren im Führerhaus,
Tageskilometerzähler,
extra Instrumente,
2 Starktonhörner,
4 Zusatzscheinwerfer,
zusatz Lampenrelais für die Verwendung extra starker
Halogenlampen.

Einrichtung:

12V "Indel" Kompressorkühlschrank mit externem Kompressor,
Staukastenmöbel im Mittelbereich Alu,
bei reisefertiger Beladung und "Kofferraum" hinter der Heckklappe, vollen Tanks ist kein Dachgepäckträger nötig:
extrem niedriger Schwerpunkt!!!
Extra Ablagen vorne,
Bett über die gesamte Wagenbreite,
kleines Hubdach mit Moskitogaze (Stehhöhe) mit Gepäcknetz innen,
Innenventilator,
Campingtischhalter in Schiebetüre,
Gardinen für alle Fenster,
3 fach Leuchtstoffröhren – Innenbeleuchtung.

Ersatzteile:

Rumpfmotor 0 Kilometer,
Getriebe mit Normalübersetzung ca. 15.000 Km,
Heizbirne, Achsfedern, Spurstange, Halbachsen hinten,
Außenspiegel, div. Elektroteile, Radlager, Dichtungen,
Kupplungsscheibe, "schlaue Bücher" Reparaturanleitungen
(auch original VW) und Ersatzteilkatalog, kurz alles um
morgen wieder zu starten.

Zustand:
Der technische Zustand des Bulli's ist einwandfrei.
Kein Rost an tragenden Teilen.
Optisch könnte er einen neuen Lack gebrauchen.

Alles erprobt, Bewährt und aufeinander abgestimmt!

Auf Wunsch gerne mit neuem TÜV und ASU!

Auf Wunsch gerne mit Reparaturkurs!

Preis zwischen DM 4000,-- (Grundfahrzeug) und.... je nach Umfang
des beweglichen Zubehörs!

Warum wir uns von unserer "heiligen Kuh" trennen?
Wir haben uns jetzt den einzigen Nachfolger zugelegt, der
für die oben beschriebene Legende in Frage kommt:
Einen Diesel Syncro.

Der Vollständigkeit halber will ich aber nicht unerwähnt lassen, dass dieses Fahrzeug damals einen neuen Besitzer bekam.
DER WAGEN IST VERKAUFT!

Heute würde ich ihn selber zurück kaufen.

Gruß
Rolandderältere“

„Heute würde ich ihn selber zurück kaufen...“
Da ich die VW- Bulli - Oldtimerszene durchgehend beobachte behaupte ich, ganz auf die Schnelle könnte ich heutzutage € 30000,00 dafür bekommen. Euro!
Mit genügend Zeit- …

Wahrscheinlich existiert dieser Pistenrenner aber gar nicht mehr.

Den ursprünglichen Aufruf von Eifelwolf, die Hinterachsverstärkung auf dem Foto zu beschreiben, werde ich in Kürze nachkommen.

Schöne Grüße

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Eifelwolf am 03 Mär 2017 08:24:39

Dankeschön für die Eröffnung des Threads :) ! Im VW-Bus (allerdings hatte ich nie einen T 2, sondern mehrere T 3) habe ich mich immer gut aufgehoben gefühlt aufgrund der simplen Technik, nahezu keine Elektronik... vieles konnte man selber reparieren. Und wenn man selbst nicht mehr zurecht kam, war eine Reparatur in nahezu jeder Werkstatt im Prinzip möglich. Wenn ich da an die derzeitigen High-Tech-Fahrzeuge denke... :?

Anyway, interessant ist auch, dass Dein T 2 ein Kennzeichen aus Nigeria trägt.

rolandderaeltere am 05 Mär 2017 00:14:36

Hallo,

Vor ca. 40 Jahren verdienten wir unser Geld in Afrika und wollten unser 2. Reisemobil haben.

In Nigeria erwarben wir einen T2b und bauten ihn mit denen dortigen Möglichkeiten zu einem möglichst extremen "Pistenrenner" aus.

Die Materialien lagen manchmal als Schrott am Straßenrand, manchmal beim Eisenhändler, auch am Straßenrand.

Vom (vormals Sandwich-) Alu eines verunfallten Kühl-LKW´s stammte das meiste Möbelmaterial. Daraus entstand eine besonders leichte aber aufnahmefähige "Inneneinrichtung" in Form von Bodentruhen, deren Deckel nachts unter unserer Matratze das Bett waren.
Extrem guter, niedriger Schwerpunkt.



Von einem Schweizer Fachbetrieb in Lagos bekam ich den 190 Liter fassenden Benzintank



und den 120 Liter fassenden Wassertank



maßgefertigt.

Mit all den Möglichkeiten der Zuladung kam ich dann auf ein dermaßen hohes Gesamtgewicht, dass da irgend etwas kompensieren musste, um doch noch einigermaßen Bodenfreiheit für schlechte Wege zu behalten.

Meine Lösung für die Hinterachse sah dann so aus:





Die oberen Federaufnahmen (hier rechts im Bild) stützten sich gegen die Längsholme ab. Die unteren schraubte ich an den original Schraubbefestigungen der Radlagergehäuse an. Deren untere Verbindungen, zwischen Federauflage und Radlagergehäuse wirkten wie ein Schlitten auf Steine u.s.w. und verhinderten manches Mal ein abreißen der doch recht tiefen Federn.

Diese selbstgestrickte Spiralfederhalterung installierte ich zusätzlich zu den stärksten original Torsionsfedern, die ich damals bekommen konnte.

Das Fahren mit dieser Geschichte war hervorragend bis - ja bis das Benzin- und Wassergewicht immer weniger wurde. Da sprang das Heck dann gerne wie ein übermütiges Fohlen. So musste ich dann entweder sehr sehr vorsichtig fahren, oder eben diese Federn bis zum nächsten Volltanken ausbauen. Letzteres war aber keine große Affäre.

Beim nächsten Deutschland- Aufenthalt bekam der Wagen noch eine neue Vorderachse (original VW-Extra) mit 300 Kg mehr Zuladung nur auf der Vorderachse.

Hauptsächlich mit dieser Ausrüstung und der damit erreichten Bodenfreiheit bei voller Beladung, waren wir dann während der folgenden 7 1/2 monatigen Heimreise dermaßen wüstentauglich, dass wir nur ein einziges Mal im Fesch Fesch einsandeten.
Das auch noch mit einem danach sehr beklommenen Führer im Air im Niger. Dessen größter Ehrgeiz bestand schließlich darin, seine Schäfchen in jeder Richtung unbeschadet wieder zurück zu bringen.

Unseren Abschied von dieser heiligen Kuh könnt Ihr in meinem vorherigen Beitrag nachlesen.

Wieder einmal schöne Grüße aus Niederbayern wünscht

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