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Vor zwei Tagen lieferte das 200W Solarmodul keine Leistung mehr. Die Batteriespannung ausgangsseitig des Reglers gemessen lag bei 12.5V, am Anschluß des Moduls am Regler lagen 14V und gelegentlich 18V an. Die Leerlaufspannung des Moduls lag bei max. 22V. Nach den Kenndaten sollten es 44V sein. Heute habe ich das Modul vom Dach genommen und den Anschlußkasten geöffnet. Das Modul war 2 Jahre auf dem Dach montiert.
Im Anschlußkasten befand sich Wasser. Es war nicht sonderlich viel, hat aber wohl ausgereicht, wesentliche Bauteile einzutauchen. Von den 4 Verbindern sind drei druchkorrodiert. Es fehlen dort einige mm Kupfer. Die beiden mittleren habe ich hochgebogen. Im Deckel sind keine Verformungen, es sieht auf dem Foto nur so aus. Es sind die Kontakstellen der Verbinder oben. Nirgendwo gibt es Hinweise auf Übertemperatur. Ich habe nun die Verbindungen mittels Litze 2.5 Quadrat wieder hergestellt. Das Modul liefert nun wieder die 44V Leerlaufspannung und es funktioniert alles wie es sein muß. Woher kommt das Wasser? Der Anschlußkasten wird auf dem Dach völlig von einer Aluleiste, die über die gesamte Breite des Moduls geht geschützt. Wasser kann nur seitlich unter das Modul gelangen. Der Anschlußkasten liegt nicht auf dem Dach auf. Ein befragter Fachmann meinte, es könne sich um Wasser handeln, dass mittels Kapillareffekt durch die Kabelverschraubungen in den Kasten gelangt ist. Die Deckeldichtung ist unbeschädigt. In 2015 und 2016 war ich mit dem Fahrzeug insgesamt 4x in einer Waschanlage, ab Ende 2016 nur noch seitliche Wäschen mit dem Hochdruckreiniger bzw. der Bürste.
Reichen die 2.5 Quadrat aus oder sollte ich versuchen, mehr Kupfer unter zu bringen?
Hallo ich meine 2,5 mm² sollten reichen. Du weist nicht wo das Wasser herkommt. Ich würde an der tiefsten Stelle des Anschlusskasten ein 2...3 mm Loch bohren. Wenn dann Wasser eindringt läuft es wenigstens wieder ab. :gruebel: Gruß Boulette
gespeert am 15 Mai 2017 00:37:10
Mach mal Bilder der gesamten Anlage, also Kabeleinfuehrungen, und ganz wichtig, moeglicher Verbindungen. Dazu zaehlen Stecker oder andere Verbindungen. Normalerweise tritt Kapillarwirkung im Leiter auf, wenn bspw. Loetverbindungen unzureichend geschuetzt sind, bspw. durch ungeeignetes Material weil nicht UV-fest.
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kroppie am 15 Mai 2017 07:50:27
beser nicht mit hochdruckreiniger waschen.
jos
hansfranz am 15 Mai 2017 08:25:59
gespeert hat geschrieben:Mach mal Bilder der gesamten Anlage, also Kabeleinfuehrungen, und ganz wichtig, moeglicher Verbindungen. Dazu zaehlen Stecker oder andere Verbindungen. Normalerweise tritt Kapillarwirkung im Leiter auf, wenn bspw. Loetverbindungen unzureichend geschuetzt sind, bspw. durch ungeeignetes Material weil nicht UV-fest.
Das geht jetzt nicht, weil das Modul noch im Garten steht. Die beiden Leitungskupplungen liegen in montiertem Zustand unter dem Modul direkt auf dem Dach. Dann geht es ohne Verbindungen bis zum Regler.Wenn das die Ursache sein könnte, lasse ich mir etwas einfallen, sie hochzuhängen. Mir war es auch wichtig, den Beitrag einzustellen, falls es noch eine andere Ursache als Korrosion für den Schaden geben könnte.
Ganzalleinunterhalter am 15 Mai 2017 08:46:01
Kannst Du uns auch mal ein Bild mit dem Modulaufkleber mit den aufgedruckten Daten einstellen, so dass andere mit gleichem Modul vorgewarnt sind, dass eventuell so etwas bei ihnen auch passieren kann.
andwein am 15 Mai 2017 09:23:29
Das ist ein Deckel mit "Schnapphalterungen" anstatt Deckelverschraubung und keine Schraub- sondern Steckverbindern. Mich würde die zugelassene IP-Schutzklasse interessieren. Sogenannte "Easy access-Lösung" für Bastler und Wasser. Ich würde so einen Anschlusskasten für eine Wohnmobil-Installation nicht empfehlen. Verzieht sich das Plastik (Wärme/Kälte) und springt dadurch eine der Schnapphalterungen auf, oder bricht ab, hilft die Dichtung auch nichts mehr. Alles mit Kontaktspray vom Oxyd befreien, Schraubklemmen installieren und dann alles mit Plastikspray fluten. Gruß Andreas
hansfranz am 15 Mai 2017 09:33:22
gespeert am 16 Mai 2017 08:19:04
Direkt auf dem Dach liegende Stecker sind schlecht. Dort kann Wasser eindringen wenn die Dichtungen versagen, ebenso bei Nutzung eines HD-Reinigers der diese zerstoert wenn man keinen Abstand haelt. Genauso die Anschlusskaesten. Die macht normalerweise keiner mal eben auf, teils sind diese versiegelt. Aber Wasser mit Hochdruck kann auch einiges beschaedigen.
xbmcg am 16 Mai 2017 08:49:03
Die Anschlußkästen sind bei mir auch undicht. Ich hab mal 2 geöffnet, um die Kontakte zu prüfen, in beiden war Wasser drin, aber die Deckeldichtung OK. ich vernute mal, das Wasser kommt durch die Kabeleinführung rein.
Module:
andwein am 16 Mai 2017 09:54:13
Lustigerweise steht auf keinem der beiden Datenblätter die IP-Schutzklasse! Solarpanel sind eigentlich per Definition für Aussenmontage vorgesehen, oder? Aber wenn die Kabeldurchführung keine PX-Schraubmuffen/Abdichtung hat sieht es schon mal schlecht aus. Wenn von Vorne gesehen zuerst das Kabel, dann die Einführung und dann der Anschlusskasten kommt sieht es noch schlechter aus, denn dann drückt der Fahrtwind das Wasser am Kabel entlang in den Anschlusskasten. Gruß Andreas
geralds am 16 Mai 2017 10:39:35
Hallo,
ich würde auch auf undichte Kabeleinführungen tippen. Ich verwende für Kabeleinführungen immer Kabelverschraubungen. Auf meinem alten Womo waren die Module über 20 Jahre drauf. Drei Module wurden noch auf dem Dach in einer Kabeldose zusammengefasst. Die Kabeleinführungen wurden in den Modulen und in der Dose alle mit solchen Kabelverschraubungen gemacht. Die Kabeleinführungen zeigten bei den Modulen in Fahrtrichtung (unter dem Modul), bei der Verteilerdose zeigten sie teilweise nach hinten und zur Seite. Das Dach wurde immer mit einem Hochdruckreiniger sauber gemacht. Die Kabelverschraubungen bleiben auch bei relativ kurzem Abstand Düse - Verteilerdose dicht. Alle anderen Lösungen würde ich sehr kritisch betrachten. Beispiel: --> Link
Gruß Gerald
MeisterLampe am 16 Mai 2017 11:44:14
andwein hat geschrieben:Lustigerweise steht auf keinem der beiden Datenblätter die IP-Schutzklasse! Solarpanel sind eigentlich per Definition für Aussenmontage vorgesehen, oder? ....
ja, das sollte wohl so sein :)
Die IP-Schutzklasse steht sicherlich auf der Dose und die Angabe gilt dann auch nur für diese.
xbmcg am 16 Mai 2017 13:25:39
IP67 steht auf der Dose.
MeisterLampe am 16 Mai 2017 15:30:12
IP 67 steht für 6 = Schutz gegen Fremdkörper: Staubdicht Schutz gegen Berührung: vollständiger Schutz gegen Berührung 7 = Schutz gegen Wasser: für Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
andwein am 17 Mai 2017 10:00:08
xbmcg hat geschrieben:IP67 steht auf der Dose.
Das ist eigentlich gut und sollte genügen. Tut es aber anscheinend doch nicht. Aber ich bin halt ein "Schrauben-Fan". Die Klammern haben mir noch nie gefallen, ich breche die immer ab, Grobmotoriker halt. Gruß Andreas
hansfranz am 17 Mai 2017 20:03:02
Ich habe jetzt repariert, mit Plastikspray gesprayt und alles wieder montiert. Die Plastikzapfen des Gehäusedeckels musste ich mit Kraft und hörbar einrasten. Insofern gehe ich davon aus, dass die Deckeldichtung dichtet. Die Kabelverbinder habe ich nun seitlich unter dem Modul hochgehängt. Sie liegen nun nicht mehr auf dem Dach und bilden die höchste Stelle der Verbindung. In zwei Jahren werde ich mal zur Kontrolle hineinschauen. Danke für die Hinweise.
gespeert am 18 Mai 2017 07:39:57
Poste mal bitte detailierte Ansichten der Stecker!
xbmcg am 18 Mai 2017 07:47:34
Ich glaube auch nicht, dass es der Deckel selbst ist, der das Wasser reinläßt, die Dichtung ist ja in Ordnung und der Deckel rastet auch ein.
Ich vermute die Verklebung der Dose ist nicht OK oder die Kabeleinführungen sind nicht dicht / zu locker.
hansfranz am 18 Mai 2017 16:26:33
Die Stecker sind Standardstecker bzw. -kupplungen für die Verwendung in Solaranlagen. WoMo steht in der Halle. Mache Fotos, wenn ich dort hinkomme. Wird aber schwierig, da das Modul ja auf dem Dach liegt ( 15mm Abstand zum Dach ) und Kasten und Stecker unten drunter sind.
suennele am 18 Mai 2017 19:37:48
Hallo, aus eigener beruflicher Erfahrung sollte eine Klemmdose/Kabelverschraubung/Kupplung,.. im Outdoor-Bereich nie der tiefste Punkt einer Leitung sein. Kondenswasser, Nebeldunst, Regen-, Waschwasser läuft dem Kabel entlang und sollte sonstwo abtropfen können. Am Besten mit einer fixierten "Schleife"/Bogen zu realisieren. Dann läuft das Wasser von der kritischen Stelle weg. In deinem Fall sind die Anschlussdosen sicher nicht der tiefste Punkt vom Kabel? Es gibt Kabel (ich denke gute Solarkabel auch) die sind querwasserdicht bzw. fast dicht. Gewöhnliche Installationskabel sind dies nicht! Das heißt, liegen sie im Wasser, kann kein Wasser eindringen. Auch ist so ein Kabel in Längsrichtung auch nicht Luftdicht. Feuchte Luft kann so an einen kälteren Ort gelangen und dort kondensieren. Auch dagegen gibt es Spezialkabel. Alternativ kann man die Eindringorte gegen Feuchtigkeit/Luft abdichten. Durch warm/kalt wird dieses sonst regelrecht an ein Ende gepumpt! Dies sind für mich vorstellbare Möglichkeiten. Müssen hier aber nicht zutreffen. Lg
andwein am 19 Mai 2017 09:25:58
suennele hat geschrieben:..Kondenswasser, Nebeldunst, Regen-, Waschwasser läuft dem Kabel entlang und sollte sonstwo abtropfen können. Am Besten mit einer fixierten "Schleife"/Bogen zu realisieren. Dann läuft das Wasser von der kritischen Stelle weg. Lg
Das ist der vielberühmte "Wassersack" im Kabel. Früher von jedem Antennenbauer/Elektriker/Amateurfunker angewendet. Die Antennenanschlusskästen waren nach 15 Jahren noch dicht, aber da ging das Kabel auch mit Wassersack von unten rein! Gruß Andreas
gespeert am 20 Mai 2017 08:38:14
Offensichtlich besteht hier kein Interesse um die Ursache des Wassereintritts zu finden und zu beheben.
hansfranz am 20 Mai 2017 13:41:15
Ich habe jetzt nochmals nachgesehen und festgestellt, dass die Überwurfmutter des Minus-Kabels sich nur ca. halb so weit auf das Gewinde drehen läßt, wie das beim Plus-Kabel der Fall ist. Beide Überwurfmuttern sind aber fest angezogen - fester geht nicht. Könnte es sein, dass eines der beiden nicht richtig abdichtet?
gespeert am 20 Mai 2017 18:21:49
Kann sein, dass die Kontaktstifte nicht sauber eingerastet sind! Dann sind die Dichtungen unwirksam! Da ueberall Wasser ist, alle Leitungen und Stecker auswechseln!
hansfranz am 20 Mai 2017 19:53:55
Das was da glänzt ist das Dach, kein Wasser. Ich denke, ich werde zur Sicherheit die fahrzeugseitigen Stecker erneuern.
gespeert am 21 Mai 2017 06:49:20
Ueberall Wasser bedeutet, die Stecker, die Leitungen, usw. sind mit Wasser kontaminiert. Deswegen austauschen! Sind die Kontakte nun sauber eingerastet oder nicht? Einbaulage beachtet?