xbmcg am 03 Jul 2017 09:10:06
Eine Batterie entlädt sich selbst mit der Zeit wenn sie herumsteht. eine AGM kann 5-10% der Kapazität pro Monat
verlieren, ohne dass Verbraucher angeschlossen sind. Du hast die neue Batterie eingebaut, aber sicher nicht
geladen, oder? Je nach dem wie lange sie beim Händler / im Lager stand, war sie schon beim Einbau nicht richtig voll.
Die Batterie selbst bestimmt den Ladestrom (wenn ausreichend davon verfügbar ist) durch ihre chemischen Prozesse
(Innenwiederstand beim Laden) und der Zellspannung, die beim Laden steigt. Ein Strom fließt nur, wenn eine
Spannungsdifferenz zwischen Quelle und Senke besteht. Wenn z.B. die Batterie 11.6V hat und das Ladegerät
(oder Lichtmaschine...) 14.4V liefert, dann ist die Spannungsdifferenz 2.8V, das treibt einen höheren Strom an,
als z.B. beim Erreichen der Ladegerätspannung von 14.4V, dann ist die Differenz = 0 und es fließt gar kein Strom.
Deshalb kann man während dem Ladevorgang nach einer gewissen Zeit ein Absinken des Ladestromes beobachten.
Was heißt das nun für Deine Fahrt: Die Batterie wurde zunächst mit 10-15A geladen für 1-2 Stunden, sie war vermutlich
leer (50-60% der Kapazität, also fehlten 40-50Ah), nach der Fahrt waren vielleicht 20Ah geladen, die Batterie war vermutlich
bei 70%, nach der zweiten Fahrt war sie dann noch etwas voller. Du hast Sie ja ausprobiert, also hast Du sie wieder
entladen vor der 2. Fahrt.
Du solltest sie mit einem Ladegerät (oder dem verbauten Bordladegerät) über Landstrom volladen, lass sie einen Tag
am Strom dran, dann ist sie garantiert voll, wenn sie keinen Schaden genommen hat, dann solltest Du in etwa 50Ah
entnehmen können, bevor der Tiefentladeschutz anspringt. (Bleibatterien sollte man nie tiefer als 50% der Nennkapazität
entladen - sonst altern sie zu schnell und gehen kaputt.)