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kochende Deta Blei-Säure Batterie


Loui2013 am 02 Nov 2017 20:09:54

Hallo,
hatte vor zwei Tagen an anderer Stelle erzählt das meine drei Aufbaubatterien, Deta Blei-Säure a 100Ah aus 2009, nun am Ende seien. Hatte mir nichts bei gedacht und wollte sie diese Saison auch nicht mehr tauschen da eh bald Winterpause ist.
Da das Womo vor der Tür steht, hatte ich es ans Netz angeschlossen. Heute wollte ich die Akkus ausbauen und Solar lahmlegen. Also, Solar aus, 12 Volt aus, Netzstecker raus, Teppich raus und Deckel des Bodens auf um an die Batterien zu kommen.
Dann der Schock: Eine, und zwar die erste Batterie leicht am qualmen und ordentlich am blubbern, angefasst und das Teil hat reichlich Fieber. Die beiden anderen dagegen, völlig normal.
Als erstes alle Minuspole der Akkus ab und die Fiebernde vorsichtig ausgebaut und an die Straße gestellt wo sie noch eine Stunde später am blubbern war.
Die kochende Batterie hatte nach dem abnehmen 12,8V, die beiden anderen nur 11,4 und 11,3 Volt. Später 12,2 und die beiden anderen lagen bei 11,2 Volt.
Was war passiert? Was mich wunderte, sind die Daten die ich vor der Entdeckung vom MT2000 abgelesen hatte, nämlich Ladestrom 18,4A, 13,3V Spannung und der Ladezustand voll auf 300Ah.
Meine Frage nun an Euch:
Warum hat er noch voll auf 18,4 Ampere geladen?
Warum kochte nur eine Batterie?
Warum hat die Kochende über 12 Volt und die beiden Anderen knapp über 11 Volt.
Hatte ich Glück im Unglück? Was hätte bei noch längerer Ladung passieren können?
Danke im Voraus für Eure Antworten
Gruß

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Tinduck am 02 Nov 2017 21:15:15

Ich würde mal mutmassen, dass die Kochende einen Zellenschluss hat und die beiden anderen und das Ladegerät dort ihre Energie in Hitze umgewandelt haben.

Die hohe Spannung der Kochenden im Ruhezustand ist mir allerdings ein wenig rätselhaft und passt nicht zu meiner Theorie....

bis denn,

Uwe

Loui2013 am 02 Nov 2017 21:43:42

Hatte später an die "Kochende" mal zum testen eine 12Volt 55Watt PKW Glühlampe angeschlossen. Nach einer halben Stunde hatte sie unter Last auch nur noch 10,11 Volt, also tot. Hatte grad noch mal alle gemessen und 10,41 Volt, 10,81Volt und 10,98 Volt gemessen. Also empty.
Das die "Kochende" 12,8 Volt hatte und die anderen nur 11,2 bzw. 11,3 Volt ist mir auch ein Rätsel. Kann es sein das die Kochende den Ladestrom durch den Zellenschluss komplett für sich abgefangen hat, oder ist so was gar nicht möglich?
Bin drauf und dran dieses Jahr doch noch neue Akkus zu besorgen um zu gucken ob es wirklich nur an den Akkus gelegen hat und nicht noch ein anderer Fehler vorliegt. :?
Moin

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felix52 am 02 Nov 2017 23:58:09

Teste die Batterien doch einfach einzeln. Bitte auch einzeln volladen. Den Rest hat Uwe ja schon erklärt. :)
Deine Zahlen deuten ja eher drauf hin, dass Alle platt sind. Ne 55 W Glühbirne sollte da auch kein Testgegenstand sein. Jedenfalls nicht bei soviel
Batterie-Ah. Obwohl, solange hat bei mir noch nie eine Blei-xxx Batterie im Aufbau durchgehalten. :wink:

xbmcg am 03 Nov 2017 09:48:57

Die "Kochende" entlädt auch die Nachbarbatterien, wenn kein Ladegerät / Ladequelle an ist.
Sie hat einen Zellschluss und muss schleunigst raus. Die anderen haben bestimmt auch
schon einen Schaden.

Du kannst mit den anderen 2 weiterfahren, bis sie auch den Geist aufgeben oder alle drei tauschen.
Ich würde keine Neue einzeln einbauen und die Alten zwei drin lassen, die würden nur die Neue
mit schädigen.

gespeert am 03 Nov 2017 10:23:28

Die aelteste Batterie geht in Gasung, die anderen werden nicht mehr geladen, also ist deine Beobachtung konsistent.

Da die anderen nie voll wurden, haben diese auch Schaeden mitbekommen.

Loui2013 am 03 Nov 2017 11:05:27

Guten Morgen,
hatte heute morgen noch mal alle gemessen. Die Kochende ist nun kalt und hatte 9,13 Volt, die beiden anderen dagegen um die 10,7 Volt.
Gestern Abend hatte ich mich noch mal mit meinem Ring 12 Ampere Lader drangemacht. Bei der Kochenden ging er gleich auf Defekt und bei den beiden anderen startete er zwar, aber nicht wirklich weil der Ladestrom nur zwischen 2 und 3 Ampere lag und stetig weiter runter ging. Man hätte noch das Sulfaltierungsprogramm wählen können, welches ich für quatsch halte. Habe es dann gelassen, sind eben alle tot.

Habe hier nun einiges über Bleikristall Batterien gelesen. Schade das mein Doppelboden nicht etwas höher ist, dann hätte ich mich zu solchen Akkus hinreißen können, da ich vor den Flüssigen nun doch etwas Respekt habe. :-o
Gruß

xbmcg am 03 Nov 2017 11:09:46

Das kann Dir mit jeder Batterie passieren, technische Defkte können auftreten
bei den Erschütterungen und Energiedichten.

Loui2013 am 03 Nov 2017 11:16:02

xbmcg hat geschrieben:Das kann Dir mit jeder Batterie passieren, technische Defkte können auftreten
bei den Erschütterungen und Energiedichten.


Haben ja auch lange gehalten. Vielleicht, wo man merkte das sie doch nicht mehr so viel Power abgaben, hätte man ihnen evtl. doch etwas mehr Aufmerksamkeit schenken sollen :mrgreen:
Hätte hätte Fahrradk.... Der üble Beigeschmack bleibt jedoch vorerst im Kopf.
Moin

willi_chic am 03 Nov 2017 11:26:14

ich kanns nachvollziehen:

die blubbernde Batterie hat einen Zellenschluß, d.h. nur noch nominal 10V
beim Laden sehen alle Batterien die gleiche Spannung, nämlich 13,3V, damit kommt die 10V-Batterie eine Zellenspannung von 2,7V was zum Gasen führt
der Strom verteilt sich nicht linear, sondern die defekte Batterie hat die niedrigste Gegenspannung und bekommt damit den größten Teil des Ladestroms, der Rest verhungert
die Ladespannung wäre normal 14,4V, so hoch kommt das Ladegerät jedoch nicht weil die defekte Batterie dies verhindert (das Ladegerät weiß ja nicht daß eine Zelle fehlt)

grüße klaus

Gast am 03 Nov 2017 12:24:19

Loui2013 hat geschrieben:...
Habe hier nun einiges über Bleikristall Batterien gelesen. Schade das mein Doppelboden nicht etwas höher ist, dann hätte ich mich zu solchen Akkus hinreißen können, da ich vor den Flüssigen nun doch etwas Respekt habe. :-o
Gruß


Was stellst du dir denn vor, was bei drei paralel geschalteten "Blei-Kristall"-AGM-Batterien passiert bei Defekt durch Plattenschluss? (Wobei rein theoretisch bei den AGM die Gefahr des Plattenschluss geringer sein sollte) :roll:

Die sicherste Lösung ist, anstelle drei paralell geschaltete Batterien eine Große zu verwenden.

Gibt es in allen Technologien, egal ob Nass, Gel, AGM oder Blei-Kristall-AGM.

Grüße, Alf

Loui2013 am 03 Nov 2017 13:05:22

Hallo Klaus,
sehr schön erklärt wie das Kochen der einen und die niedrige Spannung der beiden anderen Batterien zustande gekommen ist, danke dafür, nun ist es mir klar.
Zu den BK´s: Würde mir wenn, zwei 90Ah einbauen. So habe ich mehr Kapazität gegenüber 3x 100Ah Blei-Säure oder 3x 80Ah GEL.
Das ich mehrere Akkus nutzen muss, liegt einfach am Platz. Wüsste nicht wo oder wie ich einen so großen Klotz in den Boden bekommen sollte, und so einfach lange Kabel ziehen damit so ein Teil in der Garage oder in einem Außenstaukasten Platz findet wäre auch nicht die optimale Lösung denke ich.
Was ich mir "bei drei(ich brauch nur zwei) parallel geschalteten "Blei-Kristall"-AGM-Batterien bei Plattenschluss vorstelle?": Keine Ahnung, vielleicht kein Gegease und keine Sauerei falls sie mal reißen sollten. Wie BK´s reagieren? Keine Ahnung, sag es mir.
Gruß

surfoldie11 am 03 Nov 2017 13:45:06

Die Verhaltensweise der BK sind doch hier im Forums-Tröt ausführlich erwähnt worden. Muss doch nicht jedesmal wiederholt werden.
Auch auf der Website stets erklärt. Also bitte suchen und lesen.
Ein Problem ist allerdings immer wieder, dass "E-Unwissende" sich einen BattComputer anschaffen und glauben: Das wars!
Ein Trugschluss! Ohne Kenntnis der Hintergründe und der angezeigten Daten kann er auch entfallen. Ist eh besser. Oder das Nutzungsverhalten ändern und den Wechselrichter auf den Müll.
Gegen Plattenschluss hilft eh NIX! Also oft prüfen und reagieren durch Austausch.
Lustig: Oder einen von Microsoft anschaffen mit ständigen Updates......grmpf
Gruss Pau

deacheapa am 03 Nov 2017 15:25:25

Zellenschluß hatte ich bisher immer nur bei Blei Naß Batterien,
wüsste auch nicht wie sich bei Batterien wo das Elektrolyt wie auch immer gebunden ist,
sich der Bleischlamm am Boden sammeln sollte und den Kurzschluß erzeugt.
Weiterer Vorteil wie auch immer gebundenes Elektrolyts ist ja, dass es auch zu keiner nennenswerten Säureschichtung kommen kann.

Lesestoff für interessierte
--> Link

ganz speziell auch zur Sulfatierung (und den Wundergeräten)
--> Link

Loui2013 am 03 Nov 2017 16:03:49

Moin,
BattComputer war drin und wenn ich Zeit finde, lese ich mir den ganzen BK Batteriestoff mal durch.
MfG
Life

ollybär am 03 Nov 2017 18:38:32

Ich hoffe, dass dieser Bericht denen zu denken gibt, die ihr Fahrzeug unbeaufsichtigt am Strom hängen lassen, womöglich in einer Halle und über Wochen oder Monate. Batterien mit Zellenschluss bergen eine Brandgefahr, richtig ist, wie bereits erwähnt einmal pro Monat für ein/zwei Tage zu laden. Und wenn keine Entladung zu messen ist, kann das Intervall auch grösser sein.
Ist aber nur meine Meinung.

Loui2013 am 03 Nov 2017 18:45:46

Da magst wohl recht haben. Ich werde es dieses Jahr garantiert anders machen.
Gruß
Life

Loui2013 am 03 Nov 2017 23:41:10

So,
nach langem hin-und her habe ich mir nun drei neue 90Ah Versorgungsbatterien bestellt und bin bei Nass, also Blei-Säure geblieben. Die Teile sind von Varta und schimpfen sich LFD90 Professional Dual Purpose mit "neuster EFB Deep Cycle" Technologie. Was auch immer das heißen mag.
Bin bei dieser Variante geblieben weil meine Alten lange durchgehalten und bis zum Ende gute Dienste geleistet haben. Das die eine Batterie am kochen war, lag offensichtlich an mir, da der Spannungsabfall schon an zwei drei Wochenenden zuvor durch Signaltöne angekündigt wurde. Hätte den "Tönen" wohl mehr Aufmerksamkeit schenken sollen. Naja, ist ja noch mal gut gegangen. 8)
Die Neuen werde ich mit Sicherheit öfters mal in Augenschein nehmen und hoffe sie halten ein paar Jahre durch und kochen mir nicht über ;D
In diesem Sinne, schönes WE
Gruß

kurt2 am 06 Nov 2017 12:15:28

Hallo,
in diesem Zusammenhang zwei Frage an die Elektro-Spezis:
1)
macht es Sinn eine "kochende" Aufbaubatterie mit einem Verbraucher zu belasten, z.B. Fön über WE, um die Spannung zu verringern?
2)
Gibt es das auch bei "Gel"- Batterien?

Gast am 06 Nov 2017 12:22:31

Loui2013 hat geschrieben:So,
nach langem hin-und her habe ich mir nun drei neue 90Ah Versorgungsbatterien bestellt und bin bei Nass, also Blei-Säure geblieben. Die Teile sind von Varta und schimpfen sich LFD90 Professional Dual Purpose mit "neuster EFB Deep Cycle" Technologie. Was auch immer das heißen mag.
...
In diesem Sinne, schönes WE
Gruß


Aus der Varta Produktbeschreibung: --> Link

Langlebig – bis zu zweifache Zyklenfestigkeit im Vergleich mit konventionellen Nassbatterien (bis zu 200 Zyklen bei einem Entladungsgrad von 50 %)

Da wird es wohl sehr knapp mit der Langlebigkeit. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass normale Varta-Nassbatterien nur 100 Zyklen verkraften? :lol:

Grüße, Alf

Heimdall am 06 Nov 2017 12:49:56

Kurt,
Nein das macht keinen Sinn. Das einzig richtige ist den Ladestrom abzustellen und fehlendes dest. Wasser nachzufüllen. (Keine Säure)
Bei GEL Akkus kann das Wasser natürlich nicht ausgasen, es gibt nur ein Gel. Es darf auch kein Wasser - falls Stopfen vorhanden - nachgefüllt werden.

kurt2 am 06 Nov 2017 13:13:07

Hallo
und danke für die Antwort.
Was passiert dann bei Gel- Akkus, wenn sie übeladen werden?
Explosion oder gibt es da keinen Zellenschluß?

Heimdall am 06 Nov 2017 13:38:55

Zur ersten Frage, sie gehen auch ohne Zellenschluss über den Jordan.
Zur zweiten, Zellenschluss entsteht durch Ablagerung von Bleischlamm und den gibt es am Boden nur bei Blei/Säure Akkus.
Das heißt aber nicht, dass es bei GEL, AGM, BK keine Sulfatierung der Bleiplatten gibt.
Keine Sulfatierung = kein Strom! Lies einfach mal den Link von deacheapa weiter vorne.

kurt2 am 06 Nov 2017 13:41:57

Danke, :idea:

Heimdall am 06 Nov 2017 13:47:54

Gerne Kurt, nur wer Fragen stellt wird was erfahren. :ja:

kurt2 am 06 Nov 2017 15:05:56

Hallo,
so ist es.
(Deshalb auch die Lampe der Erleuchtung :idea: ) ;D

fattony am 06 Nov 2017 18:04:29

KudlWackerl hat geschrieben:Aus der Varta Produktbeschreibung: --> Link

Langlebig – bis zu zweifache Zyklenfestigkeit im Vergleich mit konventionellen Nassbatterien (bis zu 200 Zyklen bei einem Entladungsgrad von 50 %)

Und selbst bei nur 25% Entladung sind nur bis zu 300 Zyklen angegeben...

Nur mal zum Vergleich die oft verbaute Exide ES900: Bei 50% Entladung 450 Zyklen und bei 30% Entladung sogar 1200 Zyklen.

Loui2013 am 06 Nov 2017 19:16:50

Tachchen,
man muss halt nur wissen was man mit seinem Womo vor hat wenn man sich neue Akkus zulegt und schlechter als meine vorigen Deta Starterbatterien können die Varta nicht sein und die haben gut 8 Jahre gehalten.
Da das Mobil über den Winter eh nicht genutzt wird und in der Saison vielleicht an 20 Wochenenden, dazu 2-3 Urlaube zu je einer Woche und einem Jahresurlaub von 3-4 Wochen, spielt es bei mir ehr eine untergeordnete Rolle wie viele Zyklen die Dinger durchhalten.
An den WE´s gehe ich gar nicht an Landstrom, in Urlauben, wenn ich weiß ich stehe länger an einem Ort, dann schon, also kaum Belastung der Akkus.
Lt. Aussage eines Technikers eines bekannten Batterieherstellers, sollten normale Starterbatterie nicht unter 17,5% entladen werden. Das hatten die alten Deta`s aber oftmals bei weitem überschritten und haben es trotzdem weggesteckt, also denke ich das es den Varta`s auch nicht nach zwei drei Jahren das Genick brechen wird. Schaffen die Varta tatsächlich nur 200 Zyklen, würden sie bei meinem Nutzungsprofil locker etliche halten. Gehen sie tatsächlich nach 4, 5 oder 6 Jahre über den Jordan, juckt es mich nicht die Bohne da ich nur 336 Euro für Dinger bezahlt habe. Wenn ich hier im Forum so lese wie oft teure AGM, Gel oder LiFePo4wasweißich nach drei, vier Jahren oder nicht mal einem Jahr schon Probleme machen oder ihren Dienst ganz quittieren, sehe ich der Sache entspannt entgegen.
Gruß nach Melmac

andwein am 09 Nov 2017 15:28:26

Loui2013 hat geschrieben:...Lt. Aussage eines Technikers eines bekannten Batterieherstellers, sollten normale Starterbatterie nicht unter 17,5% entladen werden.

Diese Aussage ist aber schon sehr verkürzt und bestimmt aus dem Zusammenhang gerissen. Der Kern der Aussage ist meiner Meinung nach, dass ein Startvorgang ca. 17% der Batteriekapazität entnehmen sollte. Also ca. 400A Kaltstartstrom über 1 Minute, das entspricht dann bei einer zyklischen Anwendung einem Strom von ca. 7A über eine Stunde, also bei einer normalen 70Ah-Batterie dem Faktor C10. Natürlich kann auch die vollgeladene Starterbatterie auf 50-60% ihrer Kapazität entladen werden ohne Schaden zu nehmen.
Meine Interpretation der Aussage, Gruß Andreas

traveller-71 am 04 Okt 2018 11:59:54

Hallo zusammen,

ich häng mich mit meiner Frage mal hier dran.

Also, wir haben im Womo zwei Akkus 100Ah Energy Bull, parallel geschaltet.
Im Mai habe ich destilliertes Wasser nachgefüllt und es ging los mit den Touren.
Im Juli/August habe ich festgestellt, dass die beiden Akkus wohl nicht mehr vollständig aufgeladen werden. Da die beiden Akkus allerdings 6,5 Jahre sind, dachte mir, ok, sind halt nicht mehr soo fit.
Da wir die nächsten Tage auf Tour gehen, wollte ich nun doch mal wissen, wie der aktuelle Stand ist. Nebenbei bemerkt ... die 2x100Ah werden über 170WP Solarpanals versorgt.
Also mal die Batteriespannung gemessen und 12,2V abgelesen. Das sollte der Zustand "voll" sein. Eine Einzelmessung der Batterien ergab, 12,2v bei der ersten, 11,8V bei der zweiten. Nach einigen Stunden hatte die zweite Batterie 10,9V. Also war klar, die zwei Batterie muss raus bzw. ist hinüber.

Als ich diese zweite Batterie ausgebaut hatte, war ich nicht schlecht am Staunen, als ich gesehen hatte, dass 5 von 6 Zellen komplett leer waren. :eek: Dh keine Säure mehr drin! Trocken.

Nun meine Frage. Was könnten die Ursachen sein (abgesehen von Alter,) dass eine Batterie in max. 5 Monaten in 5 von 6 Zellen die gesamte Säure verbraten hat?
Überladen wurde nichts. Da ich beide Batterien an Entgasungsschläuchen hängen, habe ich auch nichts mitbekommen. Aber das Teil muss doch gekocht haben oder?

Hatte einer von Euch schon mal so einen Fall?

Ansonsten gehe ich mal stark davon aus, dass ein Auffüllen mit destillierten Wasser kein Sinn macht.

rkopka am 04 Okt 2018 13:36:48

traveller-71 hat geschrieben:Also mal die Batteriespannung gemessen und 12,2V abgelesen. Das sollte der Zustand "voll" sein. Eine Einzelmessung der Batterien ergab, 12,2v bei der ersten, 11,8V bei der zweiten. Nach einigen Stunden hatte die zweite Batterie 10,9V. Also war klar, die zwei Batterie muss raus bzw. ist hinüber.

Laut meiner Liste ist 12,2V 40% und 10,9V 10%.

Nun meine Frage. Was könnten die Ursachen sein (abgesehen von Alter,) dass eine Batterie in max. 5 Monaten in 5 von 6 Zellen die gesamte Säure verbraten hat?
Überladen wurde nichts. Da ich beide Batterien an Entgasungsschläuchen hängen, habe ich auch nichts mitbekommen. Aber das Teil muss doch gekocht haben oder?

Wenn nichts überladen wurde, müßte sie schon sehr stark belastet worden sein, damit da was kocht. Evt. wurde sie lange Zeit mit voller Spannung geladen (14,4 oder 14,8V) ? Das wäre zwar innerhalb der Grenzen, tut ihr auf Dauer aber auch nicht gut. Das hat z.B. mein Billigsolarregler gemacht und das sehe ich mit als Grund für das Eingehen der AGM Batterie an.

RK

traveller-71 am 04 Okt 2018 14:23:07

rkopka hat geschrieben:Wenn nichts überladen wurde, müßte sie schon sehr stark belastet worden sein, damit da was kocht. Evt. wurde sie lange Zeit mit voller Spannung geladen (14,4 oder 14,8V) ? Das wäre zwar innerhalb der Grenzen, tut ihr auf Dauer aber auch nicht gut. ....


Danke für die Rückmeldung!

Stark belastet werden die Batterien zwischendurch mal, wenn sich meine Mädels föhnen (ca. 800W). Das aber schon die letzten Jahre und war auch nie ein Problem.
Einen guten Laderegler habe ich auch (Votronic MPP240). Die Erfahrung mit Billigladeregler habe ich allerdings auch hinter mir ;-)

Was mich einfach überrascht, ist die Tatsache, dass beide Banner Batterien gleich alt sind, parallel angeschlossen, im Mai ungefähr gleich aufgefüllt wurden, die eine Banner jetzt noch ok ist, vom Säurestand her, und die zweite 5 komplett trockene Zellen hat.

gespeert am 05 Okt 2018 06:45:16

Wie parallel angeschlossen?

Ueber Kreuz?

Oder einfach parallel? Wenn einfach, dann ist das genau der Grund fuer das Auskochen der einen Batterie!

rkopka am 05 Okt 2018 09:23:22

gespeert hat geschrieben:Wie parallel angeschlossen?

Ueber Kreuz?

Oder einfach parallel? Wenn einfach, dann ist das genau der Grund fuer das Auskochen der einen Batterie!

So einfach kann man sich das nicht machen !

Die Kreuzschaltung hat etwas gleichmäßigere Widerstände zu den einzelnen Batterien. Aber solange das nicht ganz dünne Kabel sind, spielt es erst bei sehr hohen Strömen eine Rolle. Bei z.B. 18A Ladestrom wird man sich schwer tun, einen Unterschied zu messen. Und selbst wenn, wird einfach eine Batterie in der Hochstromphase etwas langsamer laden. Das holt sie aber am Ende wieder auf, wenn wegen geringerer Ströme die Spannungsdifferenzen verschwinden, und dann sind sie gleich.
Beim Entladen wird es einen größeren Unterschied geben, aber auch nur mit WR und viel Leistung über einige Zeit. Ansonsten wird auch hier die eine Batterie ein wenig mehr gefordert, was sich nachher wieder ausgleicht.

Bsp. 16mm2 Kabel, Längendifferenz ohne Kreuz ca. 2x 30cm -> 0.000641Ohm, d.h. bei 100A (eine Batterie bei 2kW Last) sind das 0,06V Unterschied oder 0,6%. Damit kocht man keine Batterie ! Das kann man geradeso messen, wenn man gute Meßgeräte hat.

RK

traveller-71 am 05 Okt 2018 12:37:05

gespeert hat geschrieben:Wie parallel angeschlossen?

Ueber Kreuz?

Oder einfach parallel? Wenn einfach, dann ist das genau der Grund fuer das Auskochen der einen Batterie!


Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was Du bei einer Parallelschaltung mit "Über Kreuz" meinst.

Für mich gibt es die Parallelschaltung, dh beide Pluspole hängen zusammen und beide Minuspole. Die Gesamtspannung bleibt bei 12V.
Dann gibt es die Reihenschaltung. Da werden die Batterie quasi hintereinander geschaltet und die Gesamtspannung liegt bei 24V.

Ich habe die Batterien parallel geschaltet. Und diese Parallelschaltung hat die letzten 6,5 Jahre nicht zum Kochen der Batterien geführt.

traveller-71 am 05 Okt 2018 12:47:44

Nun noch ein Update für die Interessierten.

Ich war doch neugierig und wollte wissen, was passiert, wenn ich die trocknen Zellen wieder mit destilliertem Wasser auffülle und die Batterie lade.
Also habe ich Batterien an ein externes Ladegerät gehängt und zwischendurch mal einen Blick darauf geworfen.
Nach ca. 2h laden mit 4A/h hörte man ein leichtes brodeln, die Spannung am Ladegerät war bei ca. 12V. Nach ca. 5h (und ca. 20Ah) wollte ich das Nachts nicht unbeaufsichtigt durchlaufen lassen und habe den Ladevorgang abgebrochen. 12,1V stand auf dem Ladegerät. Gleich danach mit dem Multimeter habe ich darauf 11,35V gemessen, Tendenz fallen.
Heute morgen waren es dann 10,2V. Bei 20Ah die in die Batterien gewandert sind, dürften es keine 10,2V. Denn 10,2V sind 0 bis 5%. Dh die Batterie ist einfach platt und inzwischen auch offiziell entsorgt.

Die zweite Banner konnte nun vollständig geladen werden, dh bis 14.4V hat aber kaum Kapazität, so wie ich das jetzt sehe. Wahrscheinlich hat die defekte Banner noch einen gewissen Beitrag dazu geleistet, dass noch weniger geht.
Aber nach 6,5 Jahren Einsatz ist das ok.

Nach dem Urlaub werde ich mir überlegen, was ich langfristig einbaue. Mal schauen.

Ansonsten besten Dank für den Austausch!

rkopka am 05 Okt 2018 12:54:45

traveller-71 hat geschrieben:Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was Du bei einer Parallelschaltung mit "Über Kreuz" meinst.

Man hängt die Zuleitungskabel direkt an beide Batterien. Also + an B1+ und - an B2-. Dann erzeugt man die Parallelschaltung mit 2 weiteren Kabeln. Also B1+ nach B2+ und B2- nach B1- . Je nach Aufbau gehen dann Kabel über kreuz zwischen den Batterien.
Damit sind die Widerstände zu beiden Batterien identisch. Wenn man erst an eine geht und dann mit 2 Kabeln weiter an die andere hat man oben erwähnten zusätzlichen Widerstand vor der 2. Batterie, der die Stromverteilung verändert. D.h. die 2.Batterie liefert ein wenig niedrigeren Strom.

traveller-71 hat geschrieben:Nach ca. 2h laden mit 4A/h

Einfach nur 4A. Mit der Zeitangabe (2h) kommt man dann auf die Kapazität von 8Ah

RK

traveller-71 am 05 Okt 2018 13:10:08

rkopka hat geschrieben:Man hängt die Zuleitungskabel direkt an beide Batterien. Also + an B1+ und - an B2-. Dann erzeugt man die Parallelschaltung mit 2 weiteren Kabeln. Also B1+ nach B2+ und B2- nach B1- . Je nach Aufbau gehen dann Kabel über kreuz zwischen den Batterien.


Danke für die Erklärung.
Bei mir ist das alles ordentlich verkabelt. Dh eine Zuleitung auf einen Verteiler, dann mit gleicher Kabellänge an die jeweilige Batterie. Und das bei Plus und Minuspol.
Des weiteren sind habe ich dickere Leitungen verwendet ... von daher passt da alles.

rkopka hat geschrieben:Einfach nur 4A. Mit der Zeitangabe (2h) kommt man dann auf die Kapazität von 8Ah


.... richtig, nach 2h waren es 8Ah. Deshalb habe ich auch danach geschrieben, nach 5h ca. 20Ah.

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