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720W setup mit nur BMS


t6zh am 01 Mär 2018 20:08:56

Hi Forum,

bin neu hier: Hallo Forum! :) ich versuch mir gerade eine "kleine" LiFeYPo Anlage basierend auf Winston Zellen auszufuchsen und hab da mal ne Frage. Es geht um viel Kapazität aber nicht unbedingt viel Leistung, es geht bei mir um einen VW Bus mit: wenigen Verbrauchern, ein paar LED's und USB Ports + einem Inverter (350W) zum laden z.B. von Notebooks, Standheizung.

Zum laden der Versorgerbatterie soll ein Ladebooster von Votronic VCC1212-45 zum Einsatz kommen, evtl. kommt noch ein Solarpanel mit 100W aufs Dach.

Jetzt verstehe ich aktuell die gängigen BMS im WOMO Bereich glaube ich nicht. Lipro1-1, REC active BMS, SBMS123 oder sonstige. Soweit ich es verstehe, überwachen diese BMS die Spannung an den einzelnen Zellen und geben im Fall der Fälle einen Schaltimpuls an ein Hochlastrelay wegs OVP und LVP (vom balancing beim Laden oder Entladen mal abgesehen).

Brauch ich das alles? Reicht nicht ein einfaches BMS wie z.B. von Batterysupports, dass macht 60A Continuing Discharge Current was bei 12V = 720W entspricht und mir reichen würde. Wenn ich darüber die Versorger Batterie dann auch noch mit 45A laden kann, dann passt doch alles und ich spar gleich auch noch die beiden Realys für OVP und LVP oder bin ich komplett falsch?

Besten Gruß
Christian

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xbmcg am 02 Mär 2018 10:17:45

Wenn es Dir reicht, dann ist es OK, was hat denn das BMS für Schaltschwellen?
Passt das zu den von Dir ausgesuchten Zellen? Hast Du die Daten von dem Teil?

Wenn Du das hier meinst, dann passt es nicht: UVP ist mit 2.1V viel zu niedrig, die Zellen dürfen nicht unter 2.8V entladen werden.

Code: --> Link
 Technical Parameters:
Balanced current: 60mA (VCELL = 3.90V when)
Balanced for: 3.50 ± 0.05 V
Over-charged Protection: 3.85 ± 0.05 V
Over-discharged Protection: 2.1 ± 0.05 V
Over-charged delay: 1 ± 0.5S
Over-charged release: 3.80 ± 0.05 V
Over-discharged threshold: 2.10 ± 0.05 S
Over-discharged delay: 100 ± 50mS
Over-current Protecton: 60 A
Supports Max. Continuing Discharge Current: 60A
Static power consumption: less than 100uA
Short-circuit protection function: disconnect the load from the recovery.

seppr am 04 Mär 2018 20:25:14

Auf den ersten Blick scheint es ja ein genial einfaches BMS zu sein, wenn einem ein maximaler Entladestrom von 60 Ampere reicht. Bei Dauerlast sollte es vielleicht deutlich weniger als 60 A sein wegen der anzunehmenden Erwärmung der Platinen.
Wenn da nicht diese niedrige Abschaltschwelle von 2,1 Volt wäre. Für die im Wohnmobilbereich verwendeten Winston-Zellen ist das zu niedrig.

Aber es gibt wohl Lithium-Zellen mit so niedrigen erlaubten Entladespannungen (laut einem Artikel von Wikipedia) und in den Sportanwendungen, in denen die Firma Batterysupports tätig ist werden 100% Kapazitätsauslastungen und damit niedrigst mögliche Abschaltspannungen verlangt. Man stelle sich nur einen Quadrocopter vor, der mit letzter Batteriekapazität zur Landung ansetzt und dann schaltet das BMS ab, obwohl noch eine kleine Restladung in den Akkus wäre - unnötiger Totalschaden.
Das geht dann eben stark auf die Lebensdauer der Zellen, die aber auch nur -zig bis um hundert Euro kosten.
Im Campingbereich mit Batteriekosten um 1000.- Euro bzw. viel mehr und einer besseren Planbarkeit der Energiereserven wird man diese BMS-Teile eher nicht einsetzen.

Sepp

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t6zh am 09 Apr 2018 14:36:03

Vielen Dank euch für die Hinweise!

Der Balancer Strom ist wohl auch zu gering, wäre schön gewesen wenn das alles mit einem Schaltkreis gegangen wäre. Schwanke nun zwischen dem LiPro1-1 und dem LiTrade Balancer Protect V3.2. Bin versucht das von Litrade, wegen dem dynamischen balancing vorzuziehen (ob mans wirklich brauch).

In beiden Fällen brauch ich aber nun doch Relais zum schalten für OVP und LVP, hab hierzu mal eine vereinfachte Schaltskitzze gemacht, macht diese so Sinn?


Gast am 09 Apr 2018 17:08:45

Du kannst dir mal überlegen, ob du nicht mit SSR für jedes einzelne Ladesystem und für die Entladung der Zellen besser und günstiger kommst.

Ein 100 A SSR für Gleichspannung kostet mit Versand nur 7 €. Die hier oft propagierte Sonderlösungen liegen bei über 200.

Schau diesmal in meinem Rapido-Umbauthread an, wie ich die Schaltung gemacht habe ... Das Smartfuse ist auch nur ein SSR mit ein wenig Elektronik.

Den Schaltplan habe ich detailliert veröffentlicht

Grüße, Alf

t6zh am 10 Apr 2018 09:30:46

Hey,

vielen Dank KudlWackerl, das ist mal ein ordentlicher Haufen Information, vielen Dank für den Hinweis.

So ganz habe ich das mit den Relais die hier verbaut werden nicht verstanden.

Würde gern OVP und UVP in mein LiefYPo4 Batterie Setup einbauen, wobei ich glaube, dass ich mir OVP auch sparen könnte. Die Aufbaubatterie wird über den Ladebooster oder den Solarladeregler geladen (Netzstrom wird es nicht geben), beide Geräte geben von sich aus Acht auf die Batterie und werden diese wohl nicht überladen.

Im Minimal Setup und ausgehend von max. 1000W (bei 12V) durch die Verbraucher würde mir doch ein einzelnes SSR mit 100A als UVP reichen? Z.b. dieses hier: --> Link

Das mit der Smartfuse hab ich auch nicht verstanden, warum braucht man das? Mein BMS, überwacht doch bereits OVP & UVP bzw. schaltet im Fall der Fälle ein Relais (soweit vorhanden).

Ich hole nochmal weiter aus, Verbaut werden soll folgendes:
- 4 Winston Zellen mit Lipro1-1 oder Litrade Protect V3.2, Setup idealerweise min. mit UVP, OVP optional.
- Ladebooster Votronic VCC 1212-30
- Solarladeregler Votronic MPP 165 Duo Dig. (reicht wen hiermit nur die Versorgerbatterie geladen wird)
- 100W Solarpanel
- Votronic LCD-Batterie-Computer 100 S mit Smart Shunt
- Verbraucher max. 1000W (Inverter 230V 350W-600W / 12V Verbraucher (Licht, USB, Standheizung, Ventilator))

Soweit ich die Votronic Dokumentation verstanden habe, kann ich den Ladebooster und den Solarladeregler einfach parallel betreiben, ohne Schaltrelais für den Solarladeregler. Ob das dann im Fall des laufenden Motors heißt, dass die Aufbaubatterie sowohl über Solar als auch über den Ladebooster geladen wird ist mir noch nicht klar, wäre aber meine Annahme (max also um die 36A).

Gruß ans Forum!

Gast am 10 Apr 2018 09:53:04

In meiner Anlage habe ich alle Hauptschaltglieder für den ca. doppelten Strom ausgelegt. Am Solarregler 45 A, am Booster 100 A. Das Smartfuse kann 200 A, Ist eingestellt auf 100 A. Zusätzlich überwacht es die Gesamtspannung max und min. Die Balancer überwachen die Spannungsgrenzen der einzelnen Zellen. Ein kleiner Nachteil ist, dass bei Abschaltung durch die Balancer nicht nach OVP und UVP unterschieden wird. Das kann ich nur an den Dioden sehen. Ich habe aber noch keine Idee, wann das wirklich stören würde.

Bisher bin ich sehr zufrieden so.

Wenn ich auf Reisen die Batterie wirklich mal komplett leerlutsche, kann ich das SSR am Solarregler oder den Booster manuell einschalten und nachladen. Das Landstrom-Netzteil sowieso.

Spezielle Fragen zu meiner Anlage kannst du dort im Thread stellen. So bleiben die Themen zusammen

Grüße, Alf

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