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AdBlue Verbrauch Erfahrungswerte


ShadowGeorg13 am 29 Mai 2026 11:48:48

Hallo zusammen,

ja ich weiß dieses Thema wurde vor längerer Zeit hier schon mal diskutiert.
Nennen wir mal mein Anliegen ein „update“.
Über die Jahre sammelt man, ja so seine Erfahrungswerte. Das auch sicher zum Thema AdBlue Verrauch.
Ich habe nach ca. 7730km überwiegend Langstrecke und Autobahn Fahrten ca. 12Liter (1,55/ 1000 km) von dem Zeug verbraucht.
In verschiedenen Foren, finde ich genau so viele unterschiedliche Verbrauchsangaben, wie es Beträge zu diesem Thema gibt.
Mich würde trotzdem mal Intarsieren, welche Erfahrungen bezüglich AdBlue Verbrauch Ihr über die letzten Jahre gemacht habt.
Verbraucht euer Fahrzeug annähernd immer die gleiche Menge, oder gibt es Schwankungen? Undd wie viel Verbraucht euer Fahrzeug.
Ich fahre einen Carado T547 pro + 140 Ps Bj, 2025 8 Gang Automatik 3,5to.

Sonnige grüße aus
dem Rheinland Georg

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MilesandMore am 29 Mai 2026 12:51:56

W910 Sprinter OM651 Frontantrieb Bj. 2021 70tkm auf der Uhr
Exakt 1,8l auf 1000km mit 22l Tank reicht das locker für 10tkm ich tanke voll vor der Reise und gut ist.

N.B. ich fahre HVO da sind die NOx Werte etwas niedriger als mit Diesel.

Beste Gruesse Bernd

ShadowGeorg13 am 29 Mai 2026 12:58:07

Danke für die Antwort. Zur Erklärung HVO=
HVO-Diesel (Hydrotreated Vegetable Oil) ist ein synthetischer, paraffinischer Kraftstoff, der aus erneuerbaren Rohstoffen wie Pflanzenölen, Altspeiseölen (z. B. Frittierfett) und tierischen Fetten gewonnen wird. (Laut Google kI.)

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roehri am 29 Mai 2026 13:00:48

Peugeot 2022, 160 PS, Knaus 650, ca 45.000 km

Moin,

der Verbrauch variiert stark, je nach Belastung. Ich komme mit 10 Liter mal 1450 km, mal waren es 3300 km und auch 4300 km.

Wenn der Hinweis kommt, fülle ich nach ca 1.000 km 10 Liter nach.

Der Dieselverbrauch liegt im Schnitt bei 9,4 l/100 km. Die Reisegeschwindigkeit bei Autobahnfahrt liegt bei 100-120 km/h.

hampshire am 29 Mai 2026 13:49:53

roehri hat geschrieben:der Verbrauch variiert stark, je nach Belastung. Ich komme mit 10 Liter mal 1450 km, mal waren es 3300 km und auch 4300 km.

Ja, der AdBlue Verbrauch kann ordentlich schwanken, auch wenn der Dieselverbrauch vergleichsweise konstant bleibt. Das Verhältnis ist nicht linear.

Nur ein Gedanke:
Beim AdBlue-Verbrauch ist ein geringerer Verbrauch nicht unbedingt besser.

Der AdBlue Verbrauch steht in Abhängigkeit von der NOx Emission. Und die hat viel mit der Verbrennungstemperatur zu tun. Zwei technische Einrichtungen wirken der NOx Emission entgegen:

1. AGR --> Die Abgasrückführung wirkt kühlend.
2. SCR --> Im selektiven Katalysator reagiert das Ammoniak mit den NOx - es entstehen N2 und H2O. Das AdBlue dient dabei als unbedenklich handhabbarer Ammoniakspeicher, der das Ammoniak bei der Verdampfung freisetzt.

AGR hat den Nachteil, dass Verschleiß durch Verrußung entsteht.
SCR hat den Nachteil, das Kosten durch AdBlue entsteht.

Jeder Hersteller balanciert die Systeme etwas anders aus. Durch mehr AGR kann man den AdBlue Verbrauch senken, bekommt aber früher Probleme mit Verrußung. Andere setzen auf längere Haltbarkeit der verrußungsgefährdeten Teile und nehmen dafür den SCR stärker in Anspruch, was zu mehr AdBlue Verbrauch führt.

Vergleichswerte, wie sie hier beim Erfahrungsaustausch entstehen sind zwar interessant, haben aber keine klare Aussagekraft wie beispielsweise Spritverbrauchswerte.

pwglobe am 29 Mai 2026 14:34:01

Hallo, wenn ich hier so lese welchen Verbrauch ihr so habt, ist unser Eurocargo im Verhältnis im AdBlue Verbrauch auch nicht höher.
Dafür schwank er nicht und ist nahezu konstant im Verhältnis zum Diesel, liegt vielleicht auch daran, dass wir eher verhalten fahren.

buffdull am 29 Mai 2026 16:57:47

Hallo zusammen,

ich hab mir mal mein Fahrtenbuch mal näher angeschaut.
Die erste AdBlue-Füllung mit 11,35 l fand nach 3.300 km statt, so dass das zu jenem Zeitpunkt einem rechnerischen Verbrauch von 3,4 l/1.000 km entspricht. Da ich aber nicht weiß, wie voll der AdBlue-Tank zum Zeitpunkt der Übernahme war, ist dieser Wert nicht aussagekräftig genug.
Aber nach über 40.000 weiteren Kilometern fällt diese "Anfangs-Unschärfe" meiner Meinung nach nicht mehr besonders ins Gewicht und auch andere Ausreißer wie z.B. nicht-ganz-volltanken oder "vollknallen der Tanks" würden geglättet.
Und da der AdBlue-Verbrauch durchaus auch mit dem Gaspedal im Zusammenhang steht, habe ich auch gleich mal den Dieselverbrauch mit berücksichtigt:

Also:
Für rund 46.000 km haben wir 5.120 Liter Diesel und insgesamt 107 Liter AdBlue verbraucht.
--> Das ergibt einen Durchschnittsverbrauch 11,1 l/100 km (Diesel) und beim AdBlue von rund 2,33 l/1.000 km.

Ich bin mit dem AdBlue-Verbrauch (und auch mit dem Dieselverbrauch) bei unserem Alkovenmobil bei Reisegeschwindigkeiten von (Autobahn) 95 - 105 km/h) eigentlich ganz zufrieden.

Viele Grüße
Jo von-der-Mainspitz

MilesandMore am 29 Mai 2026 16:59:32

ShadowGeorg13 hat geschrieben:Danke für die Antwort. Zur Erklärung HVO=
HVO-Diesel (Hydrotreated Vegetable Oil) ist ein synthetischer, paraffinischer Kraftstoff, der aus erneuerbaren Rohstoffen wie Pflanzenölen, Altspeiseölen (z. B. Frittierfett) und tierischen Fetten gewonnen wird. (Laut Google kI.)


Nicht nur Georg.
In Deutschland wird HVO gelabeled im Ausland wird es korrekterweise XTL genannt.

X= Alles T= To L = Liquid

Sprich alles was Kohlenwasserstoff enthält kann zu eFuel synthesiert werden und wird auch.
U.a. Plastikabfälle, Schweinepippi würde auch gehen.

Beste Gruesse Bernd

MilesandMore am 29 Mai 2026 17:04:48

hampshire hat geschrieben:
Nur ein Gedanke:
Beim AdBlue-Verbrauch ist ein geringerer Verbrauch nicht unbedingt besser.

Der AdBlue Verbrauch steht in Abhängigkeit von der NOx Emission. Und die hat viel mit der Verbrennungstemperatur zu tun. Zwei technische Einrichtungen wirken der NOx Emission entgegen:


Da die Grenzwerte ja EU weit festgelegt sind bedeutet ein geringerer Ad-Blue Verbrauch eine besser optimierte Motorenkonstruktion.
Sprich es entsteht weniger NOx.

Betreffs des DPF - meiner kam mit 300ppm Ruß durch die letzte HU im Mai.

Es kann natürlich am Fahrstil liegen meine Drehzahl liegt überwiegend bei 1800 Upm oft auch bei 1600 und sehr selten darüber, beschleunigen oder sehr starke Steigungen.

Beste Gruesse Bernd

MilesandMore am 29 Mai 2026 17:08:02

hampshire hat geschrieben:AGR hat den Nachteil, dass Verschleiß durch Verrußung entsteht.


Ich habs schon einige Male geschrieben hier im Forum.

Ruß entsteht durch den Koksanteil im Diesel - Nomen es Omen.

Superdiesel -von Aral jedenfalls - und vor allem HVO haben null Koksanteil.

Wo kein Koks da ver-kokelt auch kein AGR.

Aber kostet halt ein bischen mehr.

Wer gerne am Diesel spart zahlt halt dann die AGR Reparatur.

Beste Gruesse Bernd

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