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EBL 99, geht es auch ohne?


hansfranz am 18 Sep 2018 19:30:47

Ich habe unseren EBL 99 zu Schaudt gesandt, weil die Landstromkomponente ausgefallen ist. Nach vorheriger telefonischer Anfrage ergab sich eine Reparaturdauer von 2 bis 3 Wochen.
Nun passiert folgendes: abgesandt am 4.9 mit hermes. Angekommen nach Angabe Schadt am 10.9. :eek: . Also 1. Woche weg. Auf Anfrage erklärt mir Schaudt heute eine generelle Reparaturdauer von 3 bis 4 Wochen wegen personeller Einschränkungen.
Unser WoMo ist ein Bürstner 728G.
Nun zu meiner elektrischen Frage, denn wir wollten eigentlich am 24.9.los :
- Aufbau-Batterien werden mit Solar geladen oder können mit Fremdladegerät geladen werden, ist also kein Problem. Überwachung geschieht mit direkt angeschlossenem Voltmeter.
- Sat-Anlage und TV funktionieren mit 12 V, bekomme ich mit "fliegendem" Kabel hin.
- wo kann ich die Wasserpumpe mit ihren Zapfstellen "fliegend" an 12V anschließen?
- was macht mein AES-Kühlschrank ohne 12 V? Oder kann ich auch direkt auf die 12 V - Anschlußklemmen hinter dem unteren Lüftungsblech gehen.
Licht machen wir mit Kerzen :D

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rkopka am 18 Sep 2018 21:17:08

Am einfachsten wäre es, wenn du Gegenstücke für die Stecker findest, die ins EBL 99 gehen. Dann könntest du einfach die Sicherungen da drin mit fliegenden nachbilden. Zumindest die weißen großen Stecker gibt es bei Conrad. Der für das Display ist ein anderer, aber vermutlich nicht nötig.

--> Link der müßte eigentlich für Block8 passen. Man braucht noch die passenden Kontakte.

Grundsätzlich gehen ja alle Verbraucher einfach über Sicherungen auf die Aufbaubatterie. Da sind nur noch Relais für Unterspannung und generelle Abschaltung dazwischen, die du nicht brauchst. Kommst du ohne Trennrelais aus ? D.h. Aufbaubatterie nicht über Lima laden ? Das wäre sonst etwas umständlich.

Der KS ist nicht immer über das EBL verdrahtet, teilweise gehen die Hochstromkabel direkt zu einem der Batterieanschlüsse. Wahrscheinlich brauchst du aber die 12V für das Steuerteil, das aber wenig Strom braucht und sowieso am EBL ist. Je nach Verkabelung ist dann kein 12V Betrieb während der Fahrt möglich, wenn er an der Aufbaubatterie hängt.

Evt. besorge ich mir auch mal die passenden Stecker für den Fall des Falls.

RK

tomel am 19 Sep 2018 08:18:46

Moinsen,
wenn doch "nur" die Landstromkomponente ausgefallen ist, hättest du dir doch nur ein neues Ladegerät holen brauchen und auf das im EBL zu verzichten. So hättest du noch alle Anschlüsse mit der Steuerung und der Überwachung vom EBL gehabt. Mit "fliegender Verdrahtung" sehe ich es ein wenig kritisch, ich kenne natürlich nicht alle Verbraucher, aber möglicherweise wird ja das eine oder andere auch über D+ gesteuert (Trittstufe, Aussenbeleuchtung, SAT-Schüssel, AES-Kühlschrank...)

Natürlich kann man auch alles provisorisch machen, aber der Aufwand ist wohl doch eher hoch, wenn das provisorium auch sicher sein soll (Sicherungen). Wenn, dann wäre es eine Überlegung des Komplettumbaus mit Verzicht auf den EBL. Dafür gibt es hier im Forum auch einige brauchbare Vorschläge.

Auf jeden Fall viel Glück.
Tomel
.

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AndreasS am 19 Sep 2018 08:50:11

Hast Du mal nach einem Leihgerät gefragt?

rkopka am 19 Sep 2018 08:53:27

tomel hat geschrieben:wenn doch "nur" die Landstromkomponente ausgefallen ist, hättest du dir doch nur ein neues Ladegerät holen brauchen und auf das im EBL zu verzichten.

Dann fehlt aber auch die Anzeige der Netzspannung und das Laden der Starterbatterie über das EBL. Also nicht ideal als Dauerlösung.

So hättest du noch alle Anschlüsse mit der Steuerung und der Überwachung vom EBL gehabt. Mit "fliegender Verdrahtung" sehe ich es ein wenig kritisch, ich kenne natürlich nicht alle Verbraucher, aber möglicherweise wird ja das eine oder andere auch über D+ gesteuert (Trittstufe, Aussenbeleuchtung, SAT-Schüssel, AES-Kühlschrank...)

Ist die Frage, ob das D+ dafür über das EBL geht oder direkt angeschlossen ist. Das meiste geht wohl provisorisch auch so.

Natürlich kann man auch alles provisorisch machen, aber der Aufwand ist wohl doch eher hoch, wenn das provisorium auch sicher sein soll (Sicherungen). Wenn, dann wäre es eine Überlegung des Komplettumbaus mit Verzicht auf den EBL.

Das braucht er ja nicht, da es nur eine Zeitfrage ist. Wenn man es über die passenden Stecker und fliegende Sicherungen machen kann, ist das Provisorium kaum unsicher und auch gar nicht mal so aufwendig. Das kann man mit etwas Erfahrung in einer Stunde zusammenbasteln.

Leihgerät wäre natürlich einfacher. Andererseits hätte man mit so einem Provisorium auch später eine Reserve, falls das EBL mal im Urlaub die Segel streicht.

RK

tomel am 19 Sep 2018 09:05:46

rkopka hat geschrieben:Das braucht er ja nicht, da es nur eine Zeitfrage ist. Wenn man es über die passenden Stecker und fliegende Sicherungen machen kann, ist das Provisorium kaum unsicher und auch gar nicht mal so aufwendig. Das kann man mit etwas Erfahrung in einer Stunde zusammenbasteln.
RK


...puh, nun ja, jedem das seine.... und wenn es doch sooo schnell geht... :gruebel:
.

tweiner am 19 Sep 2018 11:22:43

Moinsen,
ich hab mir mal die Abbildung von dem EBL angeschaut.
In diesem Fall würde ich Schaudt bitten das Gerät unrepariert zurück zu senden und die Reparatur nach dem Urlaub vornehmen.
Eine provisorische Lösung nimmt meiner Meinung nach einige Zeit in Anspruch und übersteigt die Kosten vom Versand erheblich. Wenn bei der provisorischen Lösung ein Fehler auftritt wird es meiner Meinung nach viel teuerer!
Ein richtiger sorgenfreier Urlaub wird das jedenfalls nicht.

gruß Thomas

Ruedi1952 am 19 Sep 2018 12:08:25

Frage mal dort nach die reparieren die auch.
Bei meiner Calira hat es drei Tage gedauert dann war sie zurück.
--> Link

hansfranz am 20 Sep 2018 08:43:22

Danke für die Beratungen. Ich werde meinen Urlaub verschieben :( . Trotzdem sehe ich mir die Lösung über Block 8 noch einmal genau an.

rkopka am 20 Sep 2018 09:14:43

hansfranz hat geschrieben:Trotzdem sehe ich mir die Lösung über Block 8 noch einmal genau an.

Der war übrigens nur ein Beispiel für einen Stecker. Die anderen Stecker variieren, sind aber auch erhältlich. Block 2 und 4 sind zumindest bei mir wohl auch nötig.

RK

volker2 am 20 Sep 2018 15:02:36

Ich hatte bei unserer EBL 99K denselben Defekt (kein Landstrom). Da ich Elektroniker bin, habe ich das selbst repariert. Zeitaufwand für Suche und Reparatur: Ca. 1h. Materialaufwand: Eine Leistungsdiode.

hansfranz am 21 Sep 2018 12:34:02

Überraschung, Gerät ist fertig!

hansfranz am 22 Sep 2018 09:42:13

Volker2
Wodurch kann das ausgelöst werden?
Wir hatten ca. 50m Verlängerung :eek: Und dann hingen da 4 Leute dran. Meine Frau hat in Unkenntnis der "elektrischen Gefahr" mit 230V die Kaffeemaschine gestartet. Dann war der Landstrom weg und der EBL kaputt. Zufall?

volker2 am 22 Sep 2018 21:37:22

Hallo,
Schaudt meint in solchen Fällen: Überspannung, meist auf Campingplätzen und bietet gern den hauseigenen Überspannungsschutz OVP 01A an. Siehe Link:
--> Link
Ich habe zu dieser Aussage (Überspannung auf Campingplätzen) ein gespaltenes Verhältnis. Denn die Häufung der Ausfälle betreffen m.E. vor allem die neueren EBL99. Fast alle EBL, die ich mal auf dem Tisch hatte, waren u.a. neuere EBL99.
Es gibt eine kleine Glassicherung im Gerät und einen Varistor am Eingang des EBL-Netzteils. Der Varistor soll kleinere Überspannungsspitzen ableiten, was auch funktioniert (bei größeren Spitzen geht er gern kaputt und hat dann einen internen Kurzschluss - gut, das mag auch mal passieren). Die interne Sicherung brennt zumeist bei allen möglichen Defekten im internen Netzteil durch.
In vielen Fällen war es aber so, dass mitten in der Netzteil-Schaltung (sekundärseitig) irgend etwas kaputt ging und nicht etwa am Netzteil-Eingang. Daraus könnte man ableiten, dass es eben doch nicht an Überspannungen liegt. Bei meiner EBL (nur 4 Jahre alt) war es ebenso. Bis an diese Stelle des Netzteils kann nie und nimmer eine Spannungsspitze hingelangt sein. Außerdem ging meine EBL nicht auf einem Campingplatz, sondern an einem Hausanschluss kaputt, der dazu noch eine Dreistufenabsicherung enthält (Grob-, Mittel- und Feinschutz). Es handelt sich eher um einen zufälligen, "normalen" Ausfall dieses Bauteils.
Die EBL unseres alten Womos (fährt noch im Bekanntenkreis und ist 14 Jahre alt) hatte dagegen noch nie einen Defekt. Deren Schaltung war m.E. robuster ausgelegt. Ich hatte sie mir mal zwecks einer eigenen Nachrüstung angeschaut.
So werden aktuell auch nur normale Kondensatoren verbaut und keine Polymerkondensatoren. Letztere würden allerdings bei der möglichen thermischen Belastung viel länger halten und das zu einem kaum nennenswerten Mehrpreis. Auch die Leistungsbauelemente sind nur mit Minimalaufwand passiv gekühlt. Das alles ist für die Lebenserwartung des Blocks nicht gerade förderlich.
Nun könnte man zu der Schlussfolgerung kommen: "Was lange hält, bringt kein Geld". Aber das will ich Schaudt keinesfalls unterstellen. Auch diese Firma unterliegt einem gewissen Kostendruck, wie das bei Zulieferern eben immer so ist. Dem kann sich Schaudt auch nicht entziehen. Sie sind auch keinesfalls schlechter, als andere Block-Lieferanten. Das will ich damit gar nicht erst in den Raum stellen.
Ich habe nur ehrlich auf Deine Frage geantwortet. So, wie ich das als Elektroniker sehe.

volker2 am 22 Sep 2018 21:58:02

PS: Ich konnte den Beitrag nicht mehr editieren.
In Deinem Fall kann die Kaffeemaschine in die EBL reininduziert haben. Gut möglich. Normal hätte die EBL das vertragen müssen. Aber der Eingangsschutz ist eben leider etwas sehr sparsam ausgelegt.
Ein kleiner Tipp noch am Rande: Eine noch fast komplett aufgerollte Kabeltrommel kann auch wie eine Induktionsspule wirken, wenn eine Spannungsspitze auftritt. Man sollte die Trommel daher weitestgehend abwickeln.
Alternativ eben, wie bereits beschrieben, vor die EBL einen guten Überspannungsschutz hängen (Schaudt oder gleichwertige Produkte aus dem Internet oder Baumarkt).

hansfranz am 23 Sep 2018 12:00:00

Danke für die ausführliche Antwort. Die Kabeltrommel war komplett ausgerollt. Aber sie hatte möglicherweise einen Defekt. Bei späterer Nutzung löste bei einem Anschluß eines Gerätes mit 1500W immer wieder die eingebaute Sicherung aus. Und das trotz einer angegeben möglichen Belastung von 2000W im aufgerollten Zustand. Ich habe die Kabeltrommel jetzt ausgetauscht.

Gizmo am 23 Sep 2018 15:31:29

volker2 hat geschrieben: fast komplett aufgerollte Kabeltrommel kann auch wie eine Induktionsspule wirken

Ist das richtig? - Es ist kein Eisenkern vorhanden ist und Hin- und Rückleitung liegen parallel.

Gruß, Gizmo

volker2 am 23 Sep 2018 18:49:49

Weiß nicht, Gizmo. Es gibt solche und solche Meinungen dazu. Zumindest habe ich einen metallenen Trommelkörper und gehe das Risiko nicht ein. Allerdings habe ich noch nicht gemessen, ob eine nennenswerte Induktion auftritt oder nicht. Allerdings könnte ich das mal mit meinem Fluke-Gerät kontrollieren.

rkopka am 23 Sep 2018 19:21:36

volker2 hat geschrieben: fast komplett aufgerollte Kabeltrommel kann auch wie eine Induktionsspule wirken
Gizmo hat geschrieben:Ist das richtig? - Es ist kein Eisenkern vorhanden ist und Hin- und Rückleitung liegen parallel.

Das habe ich schon mal geschrieben, da gings um die Erwärmung durch Induktivität:
>>
Damit du einen "Spuleneffekt" (induktiver Blindwiderstand) hast, brauchst du sehr viele Windungen (nicht nur die paar auf der Trommel), hohe Frequenzen (50Hz ist nichts) und ein Kabel, in dem der Strom nur in eine Richtung (in Bezug auf die Spule) fließt, nicht genauso wieder zurück. Durch diese Bifilarwicklung (--> Link) hebt sich die Induktivität fast komplett auf.

Ich habe interessehalber mal eine solche Spule berechnet. Bei angenommen 30cm Durchmesser und 50m Kabel (die Rückleitung mal ignoriert) kommt bei 50Hz ein induktiver Blindwiderstand von 0,75mOhm heraus. Für die Laien: das ist NICHTS.
Der ohmsche Widerstand des Kabels ist bei einem 2,5mm2 -> 710mOhm, also das tausendfache eines Wertes, der durch physikalische Effekte sowieso aufgehoben wird.
<<
Die Induktivität als solche habe ich jetzt nicht parat. Ist aber durch die Doppelleitung sowieso praktisch aufgehoben.

RK

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