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Keine Chance, sobald jeder von uns im Web, auf welcher Plattform auch immer unter seiner oder von anderen Personen eingestellten Details wie z. B. Nickname, Adresse, Wohnort, Beruf etc. und E-Mail offenbart, bzw. veröffentlicht oder kommentiert, ist/wird über Algorithmen erfasst. Irgendwann ist jeder von uns über Suchmaschinen zu finden und über die Details der Veröffentlichung können wir uns nur wundern. In Schweden - zum Beispiel - kann ich über meine registrierte PK-Nummer als Einwohner und Arbeitnehmer - jeden Einwohner mit genauem Wohnort, Haushalt, Familienstand, Arbeitsverhältnis, Einkommen, zugelassene Fahrzeuge mit KZ detaillierte Auskünfte erhalten. --> Link Für Arbeitgeber im Umkehrschluss auch sehr interessant ... also Bewertungen und Statements finden wir für fast jeden Bürger im Web, was solls`... wir können uns dieser Tatsache der Digitalisierung nicht mehr verschließen. Bin der Meinung, dass alle persönliche Daten mit gesundheitlichen Details auf unserer Krankenkarte als Versicherter dringend hinterlegt sein müssten. Wir versuchen doch auch hier im Forum uns auf Empfehlungen und Bewertungen, in welcher Form auch immer, unsere Meinungen zu bilden und diese sind schon heute sehr leicht nach zu lesen ....
Schweden ist aber mit den gesetzlichen Regelungen und der Mentalität ihrer Bürger deutlich weiter wie wir Deutschen. Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten, ganz im Gegenteil sie wird unsere Zukunft sichern. Nur leider verpennt Deutschland hierfür die richtigen Parameter zu stellen. Statt Aufzuklären wie es in Skandinavieren der Fall ist, wird in Deutschland die Bevölkerung eher durch Nicht-Information Verunsichert. Und noch schlimmer, der Bürger wird Informell entmündigt. Und das ärgert mich.
ALS wir Deutschen.
Das ist das Problem, weil andere etwas über dich ins Netz stellen. Was sie nicht dürfen, wenn du nicht zugestimmt hast.
Ja, weil wer es schlecht findet, landet in Kategorie 1-2 ;-)
Falsch, im privatem personenbezogenen Bereich greift die DSGVO nicht.
Artikel 2 der DSVGO (2) schließt ja Anwendungsbereiche aus. Beziehst du dich hier auf Punkt c?
Ich schliesse mich der Markräfin und dir an - auch mir macht es viel Spass, im Netz unterwegs zu sein und ich bin mir jederzeit bewusst, dass die Daten an vielen Stellen gespeichert werden. Also achte ich darauf, was ich von mir gebe.
Nö, ich beziehe mich auf den generellen Anwendungsbereich der DSGVO. Dieser beinhaltet im Kern, die behördliche und geschäftsmäßige Verarbeitung personenbezogener Daten. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die rein private Verarbeitung (trockener Begriff) nicht zum Geltungsbereich der DSGVO gehört. Hier gibt es andere gesetzliche Regelungen, wie u.a. das Persönlichkeitsrecht. Das Ausspionieren bedeutet doch nicht nur die Erstellung eines persönlichen Profiles, die Sache ist doch viel umfangreicher. Kfz-Versicherungen: Mittlerweile gibt es Blackboxen mit denen die Versicherungen für günstigere Tarife bzw. Prämien locken sofern der Versicherungsnehmer defensiv fährt. 3x Ampelrennen sind irgendwann € 10 mehr Prämie. Neue Autos: Inspektionsintervalle wird es nicht mehr geben. Das Fahrzeug meldet dem Hersteller seine Daten und dieser meldet sich bei dir wegen der Wartung. Welche Datenströme dort unterwegs sind in der schönen neuen Welt ist unbekannt. Spätestens wenn man Garantie- oder Kulanzansprüche stellt werden sie dir sagen was du falsch gemacht hast.
Das Problem dabei ist, du kannst noch so sehr darauf achten, was du von dir gibst, es wird immer mehr sein, als du auch nur ansatzweise ahnst. Es hat mich erst letztens erschreckt, als mir mein iPhone am Sperrbildschirm mitteilte, wie weit ich noch von meiner Wohnadresse entfernt bin - und ich nutze keine einzige Social-media-app, kein Android und habe auch nichts dergleichen installiert.
Apple hat nur geraten :ja: Fünf Tage der gleiche Ort, länger wie fünf Stunden Anwesend: Arbeitsort Einstellungen->Datenschutz->Ortungsdienste->-Systemdienste -> "Wichtige Orte" deaktivieren ;D Danke, Peter, das habe ich schon gemacht und es hat mich echt erstaunt, wie viele Orte dort angeführt waren. Das Problem dabei ist, derartige Menüpunkte werden in diversen Untermenüs ziemlich verschachtelt und bis man dann da drauf kommt, sind einige Daten schon übermittelt.
Der Anwendungsbereich der DSGVO ist im Artikel 2 (sachlich) und Artikel 3 (räumlich) definiert (=genereller Anwendungsbereich). Wenn du deine Aussage nicht auf Artikel 2 Abs. 2c beziehst, wie kannst du dann die Geltung im privaten Bereich ausschließen? Artikel 2 Abs. 1 bezieht sich nicht nur auf "behördliche und geschäftsmäßige Verarbeitung". Daher kann man daraus den privaten Bereich nicht ausschließen. Persönlichkeitsrecht: Dann neben wir eben das und rechtfertigen nicht die Weitergabe meiner Daten durch Bekannte an Dritte
Nein, es gibt keinen Ausschluss, sondern einen generellen Anwendungsbereich. Und dieser bezieht sich ausschliesslich auf den Bereich der behördlichen und geschäftsmässigen Verarbeitung von personengebundenen Daten. Es hilft nicht ein Gesetz zu zitieren, wenn man den eiegntlichen Anwendungsbereich nicht versteht.
Genauso wird ein Schuh draus. Du erklärst Deinem Gegenüber, Bilder oder andere persönliche Daten nicht publiziert oder anderweitig weitergegebn dürfen. Hält sich diese Person nicht an Deinem Wunsch, so kannst Du diese Person zwingen die Daten zu löschen. Ein Beispiel: Du bist auf einer Geburtstagsparty und der Gastgeber veröffentlicht auf seiner Homepage ohne Deine Genehmigung die Bilder. Um diese Bilder gelöscht zu bekommen musst Du, sofern er dies nicht freiwillig tut klagen. Hier greift also das BGB und nicht die DSGVO :!: . Hat der Gastgeber aber reichlich Werbung auf der Homepage geschaltet, kann man ihm eine Gewinnerzielungsabsicht unterstellen. Damit ist er keine Privatperson mehr, sondern ein Gewerbetreibender und fällt unter die DSGVO :mrgreen: :lach: Einem (eingetragener) Verein wird im Übrigen generell eine Gewillerziehlungsabsicht unterstellt. Er fällt also unter die DSGVO.
Das sagt mir mein Android nicht, allerdings habe ich den Standort ausgeschaltet und nutze ihn nur, wenns unbedingt notwendig ist. ;D
Und wo ist dieser generelle Anwendungsbereich festgelegt?
Hallo Markgräfin, als jemand, der in der Online Datenwelt gut zuhause ist kann ich Dir Beispiele nennen um den Rahmen nicht zu sprengen. Mit wem man verkehrt, wie man sich verhält und wo man so ist kann und wird für Ratings eingesetzt. Mit etwas Pech bekommst Du die schlechtere Kreditkondition oder gar keinen, wenn Du ihn brauchst. Vielleicht geht Diene Job Bewerbung in die Hose. Ein Neuer Handyvertrag - bekommst Du nicht, weil irgendwo steht, dass Du krank bist (suche mal nach Tim Lobinger). Das sind schon direkte Eingriffe. Denk das mal weiter in Richtung totalitärem Staat. Dann wird es sehr, sehr düster. Je mehr Daten über Dich gesammelt werden, desto einfacher ist ein Identitätsdiebstahl. In Deinem Namen werden Dinge verbreitet, verkauft oder was auch immer gemacht. Du bekommst davon nichts mit. Es braucht wenig Phantasie um sich vorzustellen, dass hier direkter Schaden entstehen kann. Nun bist Du nicht die einzige, die Daten von Dir preisgibt. Du erscheinst auf Fotos anderer in Facebook, tauchst bei Klassentreffengruppen auf - diese und weitere Informationen lassen Rückschlüsse auf Dich zu, die Du nicht freigegeben hast und nicht kennst. (Ein Grund, weswegen ich Kameras im öffentlichen Raum ablehne). Unternehmen wie Facebook kennen Menschen, die nie selbst Kontakt zu diesen Unternehmen aufgenommen haben. Ist leider so und aus meiner Sicht sehr bedenklich.
Das ist gut, technisch gesehen wird Dein Handy natürlich dennoch permanent geortet, da kannst Du ausschalten was Du wilst. Mit dem Ausschalten des Standortes gibst Du diese Information nicht an die App Betreiber. Beim Betriebssystemanbieter kann man das schon infrage stellen und der Provider kann über die Funkzuellen recht gut triangulieren. WLAN eingeschaltet zu lassen macht übrigens ebenfalls den Standort klar. Die WLAN Namen sind x-fach gescannt, die Standorte bekannt und wenn Dein Handy diese anzeigt und die Feldstärke misst lässt sich technisch spielend feststellen wo das Gerät ist. In Städten auch dreidimensional (Etagen) und mehr als metergenau. ACHTUNG! Gebt auf keinen Fall irgendwelche echten Passwörter auf solchen Seiten ein! Ihr wisst nie ob diese Seiten richtig gesichert sind! Die Seite selbst weisst ebenfalls darauf hin. Es geht bei all der Diskussion um Daten im Internet nicht um die Daten, die Ihr selbst absetzt oder von denen Ihr wisst, dass sie ins Netz wandern. Es um die Daten, von denen Ihr nicht wisst, dass sie gesammelt werden. Einfaches Beispiel: ihr wisst, dass der Ort, an dem Ihr seid, verbunden mit der Zeit und dem Ort vorher und nachher viel über Euch aussagt. Das wollt Ihr nicht und deshalb schaltet Ihr GPS an Euren Smartphones/Tablets ab. Der Ort wird weiterhin etwas weniger genau erfasst, weil Google und Apple genaue Datenbanken über die WLAN-Standorte haben. Wer das weiß, schaltet "Standort" ganz ab. Nur die wenigsten wissen, dass es hier eine Hintertür gibt, die das WLAN ohne sichtbares Zeichen im Hintergrund ab und an wieder eingeschaltet wird, um zu erfassen, wo Ihr seid. Und so geht das weiter. Das nächste Beispiel könnt Ihr hier --> Link lesen. Im Moment wird in Gebäuden (angefangen bei großen Geschäften) das Bluetooth-Netz ausgebaut, damit die Standorterfassung damit läuft. Wer es nicht kennt: ruft doch mal im Browser eines Computers die Adresse "marinetraffic.com" auf. Das seht Ihr eine Karte mit bunten Punkten: alles Schiffe. Jetzt versucht, doch mal rauszukriegen, was Ihr über ein bestimmtes Schiff in Erfahrung bringen könnt. Das ist schon eine ganze Menge, ohne, dass man Mitglied bei Marinetraffic ist. Angemeldete Benutzer können die Reisen mitverfolgen und daraus ableiten, was die Kähne von a nach b transportieren. Google, Apple und Co. wissen sowas von Euch und noch viel mehr. Helfen tut nur: ausschalten der Google-Dienste, auschalten/deinstallieren/deaktivieren von allen Apps, die sowieso nicht gebraucht werden. Apps von F-droid.org einsetzen. Gerät rooten und dann in der Lage sein, Apps abzuschotten von der Welt. Apple-Kunden schauen an der Stelle in die Röhre ... Vielleicht ist der Datenklau bei älteren Menschen nicht so schlimm, denn es gibt keinen Arbeitgeber, der im Netz nach ihnen sucht? Aber was sagt die Krankenkasse? Der Fitnesstracker hat doch viel über die ungesunde Lebensweise von sich gegeben. Der Erinnerungsapp für Medikamenteneingabe hat ganz viel zu erzählen, denn sie überträgt die Namen der Medikamente und die Einnahmen. Das Auto übermittelt die Fahrweise an den Hersteller und die Versicherung. Und so geht es weiter. Spielmops
In der aktuellen Diskussion geht es um alles, was eine Personen bewusst oder unbewusst an Daten preisgibt. Es geht daum zu verstehen, was kann ich selber tun, dass die Anzahl der Daten die ich preis gebe, sofern ich das möchte, so gering wie möglich ist. Anders ist es bei der unbewussten und gesetzwidrigen Weitergabe meiner Daten. Hier müssen noch klarere Regeln her und die Hersteller müssen vepflichtet werden, die tief im System versteckten Möglichkeiten zum Schutz meiner Daten, die ja bereits vorhanden sind, so platziert werden, dass sie jeder findet. Weiterhin muss es Aufklärungskampagnen geben, damit das Bewusstsein zum Datenschutz in die Köpfe der Menschen vordringt.
Hier geht es ganz klar um wirtschaftliche und sicherheitkritische Interessen.
Hier sehe ich mehr Vor- wie Nachteile. Die Gesetzlichen Krankenkassen haben einen klare Gesetzliche Aufgabe. Die Leistungen und die Beiträge sind klar geregelt. Über Bonussysten hat das Mitglied jetzt schon Möglichkeiten zu sparen. Auch die Privaten Krankenversicherungen können nicht so einfach zum Nachteil des Kunden Leistungen und Beiträge verändern. Spätestens im Basistarif gibt es wieder klare gesetzliche Vorgaben.
Ich gebe generell zu Bedenken, dass bei den letzten Themen die Daten nur eingesetzt werden können, wenn diese auch auf legale Weise erleangt sind. Dh. die Zustimung des Betroffenen muss vorliegen. Wer Geld sparen will und in solch einen Tarif wechselt, sollte auch mit den Konsequenzen leben. Marinetraffic ist ein schlechtes Beispiel. Ich benutze die App auch, aber da steht keine Datenkrake dahinter, sondern es werden die AIS-Daten, die jedes Schiff ab einer bestimmten Grösse senden muss, ausgewertet. --> Link Kein Grund zur Besorgnis.... in diesem Fall. Ein gesundes Misstrauen gegenüber den Datensammlern ist durchaus angebracht, allerdings sehe ich bei manchen Leuten schon Anzeichen einer Datenphobie. Aber das kann jede/r halten wie sie oder er es mag.
Oh, danke, ich habe schon einen Schreck bekommen. Jetzt bin ich froh, dass ich die App auch weiter nutzen kann. Danke. Markgräfin Man muss das Android Handy übrigens nicht rooten, um jegliche App loszuwerden. Anleitung dazu gabs kürzlich in c‘t. Vielleicht hat ja pipo ein Link. Marinetraffic ist keine App, die man meiden muss. Marinetraffic sollte nur als Beispiel dienen, wie Ihr bei Apple und Google intern ankommt.
Lach! Hat erstens nichts mit dem Tarif zu tun und zweitens: es fragt niemand nach Deiner Zustimmung! Du hast mit der Inbetriebnahme des Smartphones bzw einer App bzw. des Fahrzeugs Deine Zustimmung gegeben. Ohne rooten geht es meistens auch, aber nicht immer kann man alle unerwünschten Apps lahmlegen. Die Google-Tastatur bzw irgendeine Tastatur muss man haben und diese App kann alles lesen und alles übermitteln. Es ist ohne root ein wenig schwierig, das zu unterbinden. Spielmops
Generell hast Du absolut recht, aber Du reisst meinen Kommentar vollkommen aus dem Zusammenhang. Ja klar werden aus jeglichen Quellen legal und durch rechtlich bedenkliche Vorgehensweisen illegal Daten gesammelt. Nun würde mich mal Interessieren, wie Krankenkassen diese Daten zum Nachteil des Kunden/Mitglieds verwenden. Schliesslich war es Dein Beispiel..
Szenario: Die Daten sehen Dich oft in Fast Food Restaurants. Ein Algorytmus errechnet für Dich daraus eine höheres Versicherungsrisiko. Du bekommst schlechtere Konditionen bei Zusatzversicherungen - eine private Krankenversicherung lehnt Dich ab oder ist für Dich teurer. Hinter Deinem Namen ist hinterlegt, dass es für Dich keinen Kulanzspielraum gibt. Du wirst von Bonussystemen ausgeschlossen. Vielleicht bist Du beruflich dort als Servicekraft oder Vertreter und ernährst Dich gesund. Ist das schon so? Nicht direkt, aber der Weg ist vorgezeichnet. Gesellschaftlich sehe ich noch größere Risiken. Je genauer ich einen Einzelnen von einer Gruppe unterscheiden kann, dersto präziser kann ich ihn ausschließen oder angreifen und mich gleichzeitig dafür rechtfertigen. So stirbt eine Solidargemeinschaft und so funktioniert auch Mobbing. Es gibt einen Rückschritt zum „Recht des Stärkeren“. Dass ist aus meiner Sicht ein realer Trend, dem es zu begegnen gilt.
In Amerika ja. Da ist es egal aus welcher Quellen Firmen ihre Daten bekommen. Dort gibt es aber auch keinen gesetzlichen Auftrag im Gesundheitswesen. Es wird wie immer sein, Versicherte werden mit Rabatten geködert und wenn sie anschliessend die Versicherung wechseln wollen kommt das große Erwachen, weil die Versicherungen alle ihre (negativen) Erkenntnisse in gemeinsame Risikodatenbanken fliessen lassen.
Was spricht denn dagegen, wenn z.B. Raucher oder Säufer oder Risikosportler einen höheren Beitrag zahlen? Vom gesetzlichen Rahmen her muss das System sozial abgefedert sein, d.h. dass z.B. Personen mit Handicap zwingend der Solidargemeinschaft angehören, aber Leute, die ihre Gesundheit selber ruinieren, müssen halt einen höheren Beitrag leisten. In der Fahrzeugversicherung ist dieses System seit Jahrzehnten etabliert und hat sich bewährt.
Und was ist, wenn hier eine falsche oder manipulierte Datenbasis der Bewertung zu Grunde liegt? Wir reden hier von Privatfirmen, die gewinnorientiert und somit nicht immer Neutral agieren. Schau Dir die vielen Probleme mit Scoringdatenbanken an. Hier werden trotz jahrzehntelanger Erfahrungen immer noch schwerwiegende Fehler, wie zum Beispiel Identitätsverwechslungen, fehlerhafte Datenbasis, illegale Bewertungsgrundlagen usw gemacht.
In diesem Falls sehe ich ein grundsätzliches Problem mit Artikel 3, Deutsches Grundgesetz :wink: Wieso soll die Solidargemeinschaft pauschal eine Gruppe von Menschen benachteiligen? Allerdings Funktioniert es anders, Menschen die auf ihre Gesundheit achten werden belohnt. In der heutigen Zeit bereits gang und gäbe.
Die individuelle Datenerhebung während des Fahrens zur Berechnung von Versicherungsprämien?
Ich setze voraus, dass die Daten jedem Berechtigten (also auch der eigenen Person) transparent zur Verfügung stehen. Eine Ombudsstelle könnte für Korrektur oder Löschung fehlerhafter Daten sorgen. Voraussetzung ist ein "vernünftiges" Gesetz.... nicht eines, was man sich vom entsprechenden Lobby-Verband schreiben lässt. Ok.... die Wahrscheinlichkeit, dass der Weihnachtsmann an Ostern kommt, ist höher! :D
Na also, geht doch.... nur eine Frage, der Darstellung! :ja:
Nein, das Bonus-/Malus-System bei Unfällen, sprich Schadenfreiheitsrabatt! Oder Zuschläge für Risikofahrer aus bestimmten Ländern! Hallo, ja, da wäre ich auch dafür. Die Leute sind doch selbst schuld, wenn sie krank werden. Also Leute die zu dick sind, oder sich zu wenig bewegen (Schrittzähler oder Kilometerzähler mit Internetanschluss am Fahrrad wäre z.B. hilfreich), Motorradfahrer, Skifahrer, Fussballspieler, Leute die ungesunde Lebensmittel kaufen, die Alkohol konsumieren, usw. zahlen mehr. Die Frage ist jedoch offen, was machen wir mit den Menschen, die einen ungesunden Beruf ausüben? Fließenleger haben oft Knieprobleme, Altenpfleger oft Rückenprobleme, zahlt dann der Arbeitgeber oder doch der Arbeitnehmer - er hätte ja einen anderen Beruf wählen können? Sollte da etwas Ironie erkennbar sein - das war Absicht. Übrigens haben kanadische Wissenschaftler mal untersucht, ob Raucher die Solidargemeinschaft schädigen. Das überraschende Ergebnis war nein! Durch die Einnahmen durch die Tabaksteuer und die gesparten Renten wegen der durchschnittlichen geringeren Lebenserwartung wird die Solidargemeinschaft sogar entlastet. Die müssten also einen Rabatt bei der KV bekommen. :lol: Es gab mal einen Vorstoß im Bundestag, besonders risikoreiche Sportarten mit einem Sonderbeitrag zu belegen. Angeführt wurde da unter anderem Gleitschirmfliegen. Das lehnten die Krankenversicherungen ab. Sie belegten folgenden Sachverhalt: a) Gleitschirmfliegen verursacht bei weitem nicht so viele Kosten wie oft vermutet. Der Verwaltungsaufwand wäre höher als die erhöhten Kosten. b) Wenn man die kostenintensivsten Sportarten mit Zusatzbeiträgen belegen wollte, wären dann zunächst Fussball und Skifahren an den ersten beiden Plätzen. Daraufhin wurde der Vorstoß wieder fallen gelassen. :-o Gruß Gerald
Mittlerweile ist es möglich einmal im Jahr eine Übersicht der gespeicherten Daten bekommt. Neben div. Einträgen gibt es auch eine Auskunft, welchen Scoringwert man erreicht. Allerdings gibt es keine Auskunft über das Zustandekommen des Scoringwertes. Wir dürfen also davon ausgehen, dass bei der Berechnung mehr Daten einfliessen, als bekannt. Und genau das ist das Problem: Es fehlt die Transparenz. Firmen machen ihren Algorithmus zum Geschäftsgeheimnis. Und hier beginnt die große Gefahr!!!
Ein absolut nachvollziehbares und tranparentes Berechnungsverfahren. Aber wieso gehen denn die Versicherer nicht weiter und versuchen durch die Berechnung eines individuellen Scorings auf Basis der im BigData vorhandenen Daten, mögliche Risiken effektiver noch auszuschliessen? Weil es hier in Deutschland illegal wäre. Noch..
Da denke ich an die Geschichte mit der Helmpflicht für Fahrradfahrer, die im Bundestag diskutiert wurde, fallen gelassen wurde sie, weil sie "einen Eingriff in die persönliche Freiheit darstelle"... warum gibt es dann aber eine Gurtpflicht für Autofahrer??? LG Peter :thema: Muss denn hier wirklich jedes Thema zerredet werden? Bleibt bitte beim Thema. Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte können anderweitig außerhalb diskutiert werden. |
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