Meine Li Batterie besteht aus acht Li Zellen CA180 von CALB. Die sollen in einer 2P4S Schaltung zu einer 12V Batterie verbaut werden.
Damit die maximale Kapazität und die geringste Drift auftritt, sollen sich die einzelnen Pärchen von Zellen möglichst Gleichen. Dazu muss ich wissen, welche Kapazität die einzelne Zelle hat. Zur Messung gibt es kleine Geräte für etwa 30 Euro, die die Anzeige und den Belastungswiderstand gleich eingebaut haben:

Nach dem Laden der Zellen und dem anschließenden Balanzieren bei 3,65 V wird dann jede Zelle einzeln gemessen. Bei den großen LiFePo4 Zellen mit nominell 180 Ah Kapazität dauert eine Messung mit dem maximal möglichen Laststrom von 20 A etwa 9 Stunden. Bis alle Zellen geladen, balanziert und gemessen waren verging etwa eine Woche! Zum Glück ist Winter und für mich keine Reise Saison.
Am Ende kommt dann diese Tabelle dabei heraus:
Zelle 1: 193,6 Ah
Zelle 2: 189,8 Ah
Zelle 3: 194,1 Ah
Zelle 4: 193,0 Ah
Zelle 5: 189,3 Ah
Zelle 6: 192,0 Ah
Zelle 7: 191,8 Ah
Zelle 8: 192,2 Ah
Der Unterschied in der Kapazität zwischen der schwächsten und der stärksten Zelle ist fast 5 Ah.
Wenn dann auch noch zufällig verschaltet wird, kann sich dieser Unterschied noch weiter auf über 8 Ah erhöhen. Das gemeine ist, das diese schwächste Zelle dann die gesamte verfügbare Kapazität der Batterie bestimmt.
Mit ein bischen Probieren bin ich dann zu folgender Zusammenstellung gekommen:
I: Zelle 6+8, II: Zelle 5+3, III: Zelle 1+2, IV: Zelle 4+7.
Zwischen dem stärksten Block IV mit 384,8 Ah und dem schwächsten Block III und II mit 383,4 Ah besteht nur noch ein Kapazitätsunterschied von 1,4 Ah. Die ganze Batterie hat dann im Neuzustand 383 Ah Kapazität.
Von der ganzen Aktion erhoffe ich mir vor allem eine bessere Langzeitstabilität. Mal sehen wie die Realität nach ein paar jahren Betrieb aussieht.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas

