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AGM Ladegrät ArSilicii al310x 13 5v LiFePO4 ?


chiquadrat am 27 Jan 2021 09:02:35

Liebe Forengemeinde,

mein Name ist Christian und ich bin neu hier im Forum. Ich habe im Herbst mein erstes Wohnmobil gekauft (Ford Transit 2.4, Rimor Super Brig 677TC, BJ 2006). Corona bedingt habe ich bisher nur umgebaut und repariert. Das Forum hat mir bisher als stiller Leser immer sehr gut weitergeholfen und ich habe viel gelernt über GFK Spachteln bis hin zu der Beseitigung von Wasserschäden. Ich habe gestern gemerkt, dass ich ein Problem mit meiner Elektronik habe...

Im Außenfach befindet sich eine Banner 59201 Running Bull AGM 92Ah Batterie, welche vermutlich nicht mehr funktioniert. Nach einer Nacht am Ladestrom bzw. nach 700km Fahrt hält die Batterie ungefähr 2 Stunden lang das Licht am laufen und ist dann leer (LED Spots). Ich habe mir einen Votronic Batterie Computer gekauft und der zeigt mir dann eine Spannung unter 12v an. Ich habe mich dann im Netz umgeschaut und habe festgestellt, dass ich diese 40kg Brocken nicht mehr nachrüsten möchte. Nachdem ich mich im Forum eingelesen habe, möchte ich mir gerne eine LiFePO4 Batterie kaufen. Ich habe verstanden, dass es Ladegeräte gibt, die spezielle Ladekennlinien für LiFePO4 Batterien besitzen und so die Batterie schonend und passend aufladen. Ich habe nun folgende Fragen und würde gerne nur wissen, ob ich die Punkte richtig verstanden habe:

- Mein Ladegerät ist von ArSilicii (Modell AL310x). Wenn ich den Motor starte und beide Batterien aufgeladen werden, wird die Versorgungsbatterie mit nur 13.5v geladen und die Starterbatterie mit 14.5. Die Ladespannung für die Versorgungsbatterie ist auch so in der Anleitung dokumentiert. Ich lese bei AGM Batterien und nun auch bei den LiFePO4 Akkus immer etwas von >14v für die Ladung. Frage: Warum wurde das Ladegerät so konstruiert und ist die niedrige Ladespannung bei der Umrüstung auf LiFePO4 vor- oder nachteilhaft?

- Kann ich eine Umrüstung einfach ausprobieren? Ich kaufe eine LiFePO4 Batterie und baue sie ein. Was kann im schlimmsten Fall passieren? Lädt die Batterie überhaupt bei 13.5v?w

- Wenn nötig würde ich auch das Ladegerät erneuern. Hier habe ich aber das Problem, dass Rimor mit vielen Zwischengeräten (Knoten?) arbeitet und diese dann am LCD Panel zusammenlaufen. Ich weiß nicht, ob ich daher das Ladegerät durch ein moderneres ersetzen kann. Z.B. finde ich bei den Geräten von Votronic keinen Anschluss für den Kühlschrank (?), so wie am aktuellen Ladegerät verfügbar.

Ich bin für Hilfestellungen und Anregungen sehr dankbar.
Bleibt gesund,
Christian

Anzeige vom Forum

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villadsen am 27 Jan 2021 10:54:51

Dein Ladegerät ist definitiv nicht für LiFePO4 geeignet. Wenn ich es richtig verstanden habe ist die gesammte Steuerung ("EBL-funktionen") mit deinen Ladegerät zusammen gebaut und lässt sich deshalb nicht einfach auswechslen. Ich würde deshalb einen zusatz Ladegerät (z.B. CTEK) und/oder einen Ladebooster einbauen.

Gast am 27 Jan 2021 11:19:35

Hallo Christian,

die angegebenen 13,5V, denke ich, sind als Refferenz-Spannung angedacht. Die realen Spannungswerte wirst du nur messtechnisch herausfinden.
Mache dir mal die Mühe und messe die Spannung an der Wohnraumbatterie bei angeschlossenem Landstrom oder bei laufendem Motor.

Bezüglich der s.g. Ladekennlinie bei LiFePO4 ist zu sagen, dass es keine Kennlinie im klassischen Sinn wie bei den bleihaltigen Akkus ist, sondern das Ladegerät liefert über einen definierten Zeitraum die Ladeschlussspannung und schaltet dann zurück auf Erhaltungsladung.

Für den Fall, dass du dir eine LiFePO4 einbauen und dazu das Landstromladegerät anpassen möchtest reicht es aus an deinem Elektroblock AL310X die 230V-Netzeinspeisung zu deaktivieren, d.h. du klemmst die Zuleitung aus dem 230V-Verteiler ab.
Das neue Ladegerät verbindest du auf der 12V-Seite direkt mit der LiFePO4 und klemmst die 230V im Verteiler an.
Damit hast du das Thema Landstrom erschlagen.

Als letztes Thema ist noch der Ladestrom zu betrachten, den die Lichtmaschine liefert. Dieser wird bei dir über das im EBL befindliche Trennrelais geführt.
LiFePO4 können, wenn die leer sind, sehr durstig sein, d.h. es können große Ladeströme fließen, vorausgesetzt die Lichtmaschine hat genug Leistung.
Leider ist aus der Doku deines EBLs nicht zu erkennen, welche Ladeströme das Gerät verträgt.
Eventuell solltest du dir in dem Zusammenhang noch Gedanken über einen Booster machen. Der Booster übernimmt dann die Funktion des Trennrelais und optimiert die Ladung der LiFePO4. Der Ladestrom wird somit am EBL vorbeigeführt.

Noch ein Wort zum Einbauort der LiFePO4. Du hast geschrieben, dass dieser in einem Außenfach sitzt.
Da solche Außenfächer bei Wohnmobilen im Winterbetrieb dazu neigen tiefer als 0°C abzukühlen wäre die Verwendung von LiFeYPO4 in Betracht zu ziehen.
Akkus mit diesen Zellen sind besser für die Verwendung beim Aufladen unterhalb des Gefrierpunkts geeignet.

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Hannus am 27 Jan 2021 11:50:48

Arcillicii empfiehlt maximal 30A durch die Verteilung zu schicken. Wobei neben dem Trennrelais der eigendliche Schwachpunkt die Steckkontakte sind, die brennen schon mal weg.

Arcillicii sagt deshalb selber " Wenn man nicht all dies garantieren kann, sollte man in der Nähe der Batterie ein vom Signal D+ gesteuertes 70A-Relais einfügen, das die Batterien parallel schaltet."

Oder eben statt dessen einen Booster.

Laut der sehr dürftigen Beschreibung, scheint das Netzteil tatsächlich ein reines 13.5V 30A Festspannungsnetzteil zu sein. Ich seh da allerdings kein Problem, es weiter parallel mit einem externen Netzteil mitlaufen zu lassen.

chiquadrat am 04 Feb 2021 16:50:49

Hallo ihr drei,

vielen Dank für die sehr hilfreichen Kommentare. Mir ist jetzt vieles klarer geworden.

Zunächst wollte ich eigentlich den kompletten EBL tauschen. Da die Rimor Mobile aber mit verschiedenen "intelligenten" Konten arbeiten, hätte ich vermutlich das komplette Wohnmobil neu verkabeln müssen. Stattdessen mache ich es jetzt wie folgt:

1. Ich kappe die Verbindung von D+, Plus und Minus am alten EBL, kommend von der Starterbatterie.
2. Ich entferne das 70a Relais und ersetze es durch den Ladebooster
3. Ich verbinde den Booster mit 16mm2 Kabeln direkt mit der Aufbaubatterie
4. Ich lasse das alte Netzteil nur wegen seiner 12v. Steuerungsfunktion mit plus und minus an der Aufbaubatterie angeschlossen.
5. Ich schließe den MPPT Solarreglar und das Landstromladegrät auch direkt an die Aufbaubatterie.

Im Endeffekt ist das alte Ladegerät nur noch dazu da, die 12v. Komponenten des Mobils zu verteilen und die Verbindung zum Bedienpanel herzustellen. Funktioniert das so überhaupt? Ich leite quasi die Ladespannung des Booster direkt zur Batterie und nicht über den EBL. Funktioniert der EBL dann noch? Vermutlich geht der Kühlschrank nicht mehr (während der Fahrt?).

Ich wäre sehr glücklich, wenn sich das jemand von euch nochmal genau anschauen könnte und mir Feedback gibt.
Danke und liebe Grüße,
Christian

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