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Laden ohne Gefahr von driftenden Zellen?


Tinduck am 18 Feb 2021 14:24:44

Hallo Zusammen,

mir kam da gerade so ne spinnerte Idee, würde gern wissen, was die Experten hier im Forum dazu sagen.

Das Problem beim Laden von LiFePOs mit nicht so arg zueinander passenden oder nicht initialisierten Zellen ist ja, dass durch die serielle Schaltung alle Zellen den gleichen Strom bekommen und deshalb welche mit niedrigerer Kapazität am Ladeschluss voreilen und den Ladevorgang über die Einzelspannungsüberwachung frühzeitig abbrechen, bevor die anderen Zellen voll sind.

Was spricht jetzt eigentlich dagegen, die Zellen immer (also nicht nur über einen aktiven Balancer) mit ihrer nativen Spannung zu laden? Also quasi über einen extra Ladepfad die Zellen parallel schalten und mit 3,6 Volt laden (wie beim Initialisieren) statt den ganzen seriellen Pack mit 14,4. So würden sich Kapazitätsdifferenzen nicht mehr auswirken und jede Zelle würde nur bis zur fest eingestellten Ladeendspannung geladen.

Dafür bräuchte man natürlich ein geeignetes Ladegerät, dass bei 3,6 Volt einen entsprechend hohen Strom zur Verfügung stellen kann. Dafür spart man sich das ganze Balancer-Gezumpel und das normale 12-V-Ladegerät.

Bestimmt hab ich was Wichtiges übersehen...

Was meint ihr?

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MountainBiker am 18 Feb 2021 14:31:28

Hallo,

Bestimmt hab ich was Wichtiges übersehen...


Ja, Du must den ständig bestehenden Zellpack vor dem Laden auflösen und nachher wieder herstellen, da dies Hochstromverbindungen sind ist nicht "lustig"

Ansonsten hatten wir das Thema "Einzelzellenladung" bereits. Und mit Solarregler funktioniert das auch nicht richtig (außer Du benutzt 4x DC/DC-Wandler...)!

Rockerbox am 18 Feb 2021 14:58:53

Und während dieser Auflösung in ein 4-fach-Parallel-Pack stünden auch keine 12 V im Bordnetz zur Verfügung ......

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thomker am 18 Feb 2021 15:05:11

Tinduck hat geschrieben:Was spricht jetzt eigentlich dagegen, die Zellen immer (also nicht nur über einen aktiven Balancer) mit ihrer nativen Spannung zu laden?

Moin,

erst mal nichts, hab ich schon gemacht, nachdem mir ein aktiver (Test)-Balancer 2 Zellen aus der Spur geholfen hat. Hab mittels Labornetzteil die 2 Zellen mit 7,2V wieder in die Bahn geschoben.
Aber als Dauerlösung? Theoretisch sicher sehr gut, aber praktisch braucht man dann doch 4 einzelne Lademöglichkeiten mit ordentlich Leistung, oder ein 3,6V Netzteil mit reichlich (8) Kabeln. Leider reichen mir auch die 10A meines Netzteils hinten und vorne nicht. Die Einbindung eines Batteriecomputers wird dann auch "etwas" schwierig, oder?

Aber zum zeitweisen Ausgleichen der Zellen finde ich die Idee ganz gut, wenn auch der Aufwand mit ordentlicher Verkabelung und Verteilerschienen (man will doch nicht 8 Drähte am Netzteil anschließen, oder?) nicht ganz klein ist und die Fehlerquellen steigen mit der Zahl der Kabelverbindungen auch...

Gruß
Thomas

thomker am 18 Feb 2021 15:06:52

Rockerbox hat geschrieben:Und während dieser Auflösung in ein 4-fach-Parallel-Pack stünden auch keine 12 V im Bordnetz zur Verfügung ......

muss man das unbedingt auflösen???

Tinduck am 18 Feb 2021 15:34:44

Genau das ist der Punkt. Warum muss man die Seriell-Verkabelung auflösen? Das macht ein Balancer ja auch nicht, der gibt einfach Saft auf die einzelnen Zellen und fertig. Dauerhaft verkabelt.

Dann könnte man den Akku während des Ladens auch noch parallel 'nach aussen' nutzen und das Bordnetz bleibt versorgt.

Oder nicht?

bis denn,

Uwe

proff56 am 18 Feb 2021 15:45:29

thomker hat geschrieben:muss man das unbedingt auflösen???

nein.
es werden vier eigenständige Ladegeräte benötigt, deren Ausgänge potentialfrei bleiben müssen und somit jede Zelle eigenständig laden. Laden über Solar wird vermutlich nicht gehen, da m.W. jeder Regler dann eigene PV-Zelle benötigt, um potentialfrei zu bleiben und zudem es m.W. handelüblich keine für 3,4V gibt.
Kurzum, Aufwand und Kosten sind wesentlich größer als mit "bestem" BMS

MountainBiker am 18 Feb 2021 15:52:31

Hallo Uwe,

Warum muss man die Seriell-Verkabelung auflösen?


der einzige Weg das "Zellpack auflösen" zu umgehen, sind 4 galvanisch trennende DC/DC-Wandler bzw. AC/DC-Wandler mit Li-Ladekurve für Einzelzellen. Kein praktikabler Weg, um preiswerte/zuverlässige Balancer einzusparen! Bitte nicht übelnehmen, aber warum glaubst Du das andere nicht schon diesen oder ähnlich Gedanken hatten, es hat einen Grund warum die Balancer-Lösung nach wie vor State-of-the-Art ist!

Meine Meinung dazu!

Tinduck am 18 Feb 2021 15:56:07

Na ja, das könnte man ja auch mit 4 Step-down-Wandlern aus dem normalen 12-V-Netz bedienen... so gesehen könnte dann sogar die ganze normale Bordlademimik inkl. Solar, Netzladegerät und Booster drinbleiben, und man setzt die Ladespannung einfach über 4 Wandler runter. Allerdings ist man dann wieder so weit wie bei den ersten LiFeYPOs, bei denen man noch sauber Lade- und Entladeseite getrennt hat, damit man sie je nach OVP oder UVP getrennt wegschalten kann. Im Kreis laden sollte man dann besser nicht :D

bis denn,

Uwe

Tinduck am 18 Feb 2021 15:58:35

MountainBiker hat geschrieben:Kein praktikabler Weg, um preiswerte/zuverlässige Balancer einzusparen! Bitte nicht übelnehmen, aber warum glaubst Du das andere nicht schon diesen oder ähnlich Gedanken hatten, es hat einen Grund warum die Balancer-Lösung nach wie vor State-of-the-Art ist!

Meine Meinung dazu!


Zuverlässige Balancer.... ja klar, sehen wir ja jeden Tag an einem neuen Thread hier, wie zuverlässig die so arbeiten.

Ich habe ausserdem nicht gesagt, dass sich das jetzt alle einbauen sollen, es war nur einen Idee, die ich zur Diskussion stellen wollte. Soll ja schon mal vorgekommen sein, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, auch bei Fachleuten...

bis denn,

Uwe

rolfk am 18 Feb 2021 15:58:55

Das wurde doch von Hans Kröger in mehreren Varianten beschrieben, gebaut und ausprobiert.
Es ist relativ aufwendig, funktioniert ausgezeichnet, und ist Imho nach einer erfolgreichen Erstbalancierung relativ nutzlos, weil der tatsächliche Balancingbedarf eines intakten Akkus äußerst niedrig ist.

Mir ist kein einziger Praxisbericht auf diesem Board bekannt, der etwas anderes sagt.

Heinz52 am 19 Feb 2021 00:33:01

Bei mir ist ein Lynx Distributor mit Megasicherungen zwischengeschaltet. Voraussetzng war, dass alle 3 Batterien mit der gleichen Kabellänge dort dran hängen. 35mm² Kabel.

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