Jambo45 am 31 Jan 2004 18:49:48
Hi Fuzzi,
TÜV dürfte kein Problem sein, es sei denn, du verbindest die Kiste dauerhaft mit deinem Fahrzeug, dann würden die Maße verändert werden.
Geht das Teil abzuschrauben (ratsam), gilt es wie ein Dachgepäckträger als Ladung und ist nicht Bestandteil der Betriebserlaubnis.
Zum Bauen: da gibt's viele Möglichkeiten, kommt auf deine Kenne und Zugang zu Werkzeugen an. Alublech ist prinzipiell gut, weil fest, korrosionsbeständig, leicht und elegant. Riffelblech ist weniger oder nur für bestimmte Partien ratsam, weil das geriffelte auch abgedichtet sein will.
Du brauchst neben den Blechen aber ne ausreichend große Abkantbank, um was vernünftiges hinzukriegen. Im Prinzip kantest du Deckel und Boden ringsherum einige Zentimeter ab, sodass der entstandene Rand gut über die Seitenteile greift, und fügst den ganzen Kasten mittels Winkelprofil, Poppnieten und Sikaflex zusammen. Die Türen sind etwas schwieriger, denn die müssen dicht sein und dürfen nicht schlabbern. Da muss der Rand u-förmig umgekantet werden und über eine Vierkantrohrramen greifen. Oder so ähnlich.
Für so ein Unterfangen braucht es insgesamt schon einige Erfahrung in der Blechbearbeitung.
Einfacher geht es, die Kiste aus Siebdruck- oder Sichtbetonplatten zu schreinern. Die Teile werden gegen innen liegende Holzleisten zusammengefügt, und zwar mit Spaxschrauben (Niro!) und wieder Sikaflex. Die Kanten von außen mit Alu-Winkelprofil verstärken und abdichten. Obendrauf vielleicht ein dünnes Riffelblech und die Fahrradträgerschienen.
Die Türen auch aus diesem Sperrholz, mit nem passenden Alu-U-Profil umrahmt. Etwas rustikaler, hält aber genau so gut.
Wenn Du dich an nen Eigenbau wagen willst, gib mal Laut, wenn Du Detaillösungen brauchst, etwa für Eckverbindungen oder so.
Zum Befestigen würde ich die Variante mit den Fahrgestellhalterungen auf jeden Fall vorziehen und zusätzlich eine, dann leichte, Wandverschtraubung gegen die Kippkräfte (Kistenhöhe + Fahrräder) einplanen.
Jambo