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Ich habe mir eine 2P4S LiFePo4 Batterie mit einem 150 Ah BMS gebaut und bin nun am Testen. Verkabelung ist 35qmm, BMS Einstellungen sind soweit ok und machen keine Probleme. Einzig die Temperatur ANL Streifen Sicherungen machen mir etwas Sorgen. Die maximale Stromentnahme ist 130A ( Kaffeemaschine). Der Shunt und das BMS zeigen auch genau diesen Wert. Das BMS schaltet nicht ab. Meine beiden 200A ANL Sicherungen in der Plus & Minis Leitung werden bei dieser Belastung bis 75°C heiss. Die Kontaktfläche habe ich mehrfach geprüft, das sieht alles ok aus, es sind auch nur die Sicherungen die so heiss werden, alle weiteren Verbindungen sind maximal handwarm. Sind solche Temperaturen von 75°C bei 130 A bei einer 200A Sicherung ok oder geht das besser ? Die Sicherungen sind natürlich aus China, sehen aber exakt genauso so aus, auch von den Spezifikationen wie Sicherungen von deutschen Versendern.
Ich denke mal laut mit. :mrgreen: :mrgreen: Wieviel Kaffee machst du im Normalbetrieb hintereinander. :gruebel: :gruebel: Du hast vermutlich die Erwärmung mit Dauerlast beim Testen erlebt. Das ist aber eine andere Geschichte. Fährst du diese Last über einen grösseren Zeitraum. Dann müßte du die ganze Anlage neu überdenken. Kabelquerschnitt etc.
Glaube kaum das die bei 3-4 Kaffee diese Temperatur erreichen. Ist aber nur eine Vermutung. Auf Verdacht. Und den Tip von MontainBiker befolgen. Franz Hallo Uwe, wie sieht denn die Verbindung Kabel zur Sicherung aus? Wenn der Kabelschuh "ungünstig gequetscht" wurde könnte auch hier die Temperatur entstehen und sich auf die Sicherung übertragen?! Grüße Dirk
Das sind "Schmelzsicherungen". D.h. bei 200A + x sollen sie in mehr oder weniger langer Zeit schmelzen. Das geht nur mit hoher Temperatur. Also ist es normal, daß sie heiß werden, wenn sie mit einem guten Teil ihres Nennstroms belastet werden. Die "Schmelzleistung" steigt zwar mit dem Quadrat des Stroms, aber eben nicht unendlich steil. Von 130A auf 200A sind das etwa Faktor 2,3. Erst bei 400A Faktor 4 auf den Nennstrom bezogen. Auch da wird sie wohl noch etwas brauchen, bevor sie wirklich schmilzt. RK [quote="Stocki333“] Wieviel Kaffee machst du im Normalbetrieb hintereinander. :gruebel: :gruebel: Du hast vermutlich die Erwärmung mit Dauerlast beim Testen erlebt. Das ist aber eine andere Geschichte. Fährst du diese Last über einen grösseren Zeitraum. Dann müßte du die ganze Anlage neu überdenken. Kabelquerschnitt etc. Franz[/quote] Getestet habe ich mit einer Heissluftfriteuse, hat ebenfalls 1500 Watt, kann aber auch mal länger laufen. Die Kabel sind alle gecrimpt ( Hydraulik ), alle Kabel auf der Batterie und die Verbinder der Zellen sind 35qmm, direkt zum 1500 W Wechselrichter aus historischen Gründen 70qmm, weiß nicht warum die vor 10 Jahren solche dicken Kabel vom WR zu den Gel-Batterien verbaut haben, die Länge war unter 1 Meter. Es wird an keiner Stelle / Verbindung auch nur ansatzweise warm, nur an den besagten Sicherungen. Kontakt habe ich mehrfach überprüft und fest angezogen. Ich kann das ganze 30 min laufen lassen, das schaltet nix ab oder wird noch heißer. Blöd ist, das die Wärme durch das kurze Pluskabel wohl auch zum Teil auf die erste Zelle übertragen wird. Hatte auch schon mal irgendwo gelesen, das man lieber diese Kabel etwas länger - nicht dicker - dimensionieren soll, damit die Wärme abgegeben werden kann. Die Batterie / Kabel Querschnitte ist für diese Anwendung gebaut, also Entnahme bis 130 A über zb 20 Minuten. Ich wüsste jetzt nicht was ich da überdenken sollte, die Kabellängen sind maximal 50 cm, der WR ist direkt daneben. Die Bilder zeigen eine der Sicherungen, sowie die Ansicht von oben. Es sind noch einige kleine Kabel nicht sauber verlegt,da warte ich noch auch Verteilerschienen. Die Pole werden auch noch abgedeckt, ist halt noch der Testaufbau. Problem / Bedenken habe ich aber nur die beiden ANL Sicherungen. ![]() ![]()
Das sich da Wärme entwickelt hatte ich schon erwartet, aber - zumindest einmal - gemessene 75° C fand ich doch schon viel, kann aber nicht beurteilen ob das in der Größenordnung normal ist, ob das Material der Sicherung suboptimal ist oder ich schlicht eine größere Sicherung hätte wählen sollen, zB 300A
Die sind alle gecrimpt, 35qmm, habe leider kein Bild mehr ohne Schrumpfschlauch. Ein Bild von der Sicherung mit Kabel habe ich weiter oben gepostet, hier noch mal die Zellverbinder. Die werden aber kein Stück warm, nur die Sicherungen und die Anschlüsse an den Sicherungen ![]()
Sorry, aber ein Widerspruch in sich. Was wird immer benutzt. Nur Kaffeemaschine oder auch die Friteuse. Im Realbetrieb. Trifft letzteres zu. Bist du mit 35 mm2 Grenzwertig unterwegs. Die Sicherung sichert nicht das Gerät ab. sondern die Leitung. Aber du verwendest im der Plus und Minusleitung eine Sicherung. Gibt es dafür einen bestimmten Grund. Ich würde mal die Sicherungen tauschen. Gegen andere. Wieviel Abwärme produziert dein Hauptschalter. Gib den mal weg. Ansonsten gilt das was ich dir bereits geschrieben habe. Franz
Danke fürs nachhaken- ja, die Friteuse wird auch verwendet, daher ja der Test. Die Kaffeemaschine wird natürlich deutlich häufiger verwendet. Bei den Sicherungen an beiden Leitungen war ich unschlüssig : habe Begründungen für beide Varianten gelesen und habe dann erstmal beide verbaut. Der Hauptschalter und alle weiteren Verbindungen produzieren keine Wärme, die man sofort spürt. Die Sicherungen sowohl in Plus & Minus Leitung werden aber sehr schnell heiß, ‚nur‘ bei einem Kaffee merkt man das aber auch schon deutlich. Die Kabel sind von der Batterie zum Verteiler ca 70cm mit 35qmm und von dort ca 50cm mit 70qmm zum Wechselrichter. Laut den gängigen Kabelquerschnittsrechnern ist das locker ausreichend, an den Kabeln & Verteilungen wird auch nichts warm. Aber ich entnehme den Kommentaren daß diese Temperaturen eigentlich nicht normal sind, da es nur an den Sicherungen so heiss wird, schließe ich mal auf suboptimales Material und werden die tauschen. Gibt es da Empfehlungen oder Parameter an denen ich mich orientieren kann beim Kauf ? Die Sicherungen als erstes Tauschen. Eventuel eine 250er ausprobieren. Das dir der Trennschalter keine Wärme produziert. Glückwunsch. Hatte 3 Natoknochen mit super Heizung. :cry: Die minus Sicherung würde ich wegnehmen. Alternative für die Verkabelung: Sicherung Trennschalter. Mit einer Kupferschiene das verbinden. Bessere Wärmeableitung. Franz Hallo,
Wie kommst Du darauf? Wie im verlinkten Beitrag angeführt, muß an der ANL-Sicherung bei dieser Belastung ca. 10-15W in Wärme umgewandelt werden, da die Oberfläche sehr gering ist, wird dies über die Schraubverbindungen und die angeschlossenen Kabel abgeführt. 75 Grad (wo gemessen?) sind erstmal wenigsagend, wenn wir die Umgebungstemperatur nicht kennen. Ausschlaggebend ist der Temperaturunterschied zur Umgebung -> ich gehe mal von ca. 50 Kelvin aus (25 Grad Celsius Umgebungstemperatur). Das wäre jetzt nicht so ungewöhnlich, wenn dies direkt an den Anschlußblechen der ANL-Sicherung ist, die Kabel dürfen nicht so warm werden! Du kannst die Erwärmung bei dieser Belastung nur verringern, indem Du den Leistungsquerschnitt erhöhst und entsprechend der Leitung höher absicherst! Wichtig das schwächste Glied in der Verbindung bestimmt die Absicherung, dass muß nicht die Leitung sein!
So ist es. Deshalb sind 200 A Sicherungen vor bzw. nach einem 150 A BMS fehl am Platz. Das BMS schaltet die Minusleitung, also setze EINE Sicherung in die Plusleitung. Zum BMS, deiner Anlage und deinem Einsatzfall passend ist eine 120A oder maximal 150A Sicherung . Die wird selbstverständlich warm, das muss so sein.
Aber macht das BMS nicht selber eine Überstromabschaltung ? Wozu dann darauf ausgerichtet absichern ? Das Kabel ist doch hier eher das Thema. Davon abgesehen, daß auch bei einer 120A Sicherung diese nicht gleich bei 150A geht, sondern entweder bei noch höheren Strömen oder erst nach längerer Zeit. Und wenn das BMS einen kompletten Kurzen hat, dann gehen auch höhere Sicherungen schnell, wobei die Kabel nicht lange belastet werden.
Stimmt, aber man muß sie ja nicht noch so niedrig dimensionieren, daß sie die ganze Zeit kurz vor dem Schmelzen ist und ihre Umgebung mitheizt, was bei guten elektrischen Kontakten kaum vermeidbar ist. RK Hallo,
Dann darf man aber die ganze Anlage nicht so dimensionieren, dass diese an der Leistungsgrenze operiert! Das mag jetzt kleinkarriert sein, aber ich würde diese Sicherungen nicht auf Holz montieren - denn wenn die mal wirklich auslösen, dann wird evtl. alles um die Sicherung richtig heiss. gruss kai
Wenn sie auslösen, wird nichts mehr heiß, nur vorher. Aber das gleiche Thema. RK Moin,
Die einzige Quelle für Temperaturen, die ich bislang im Netz verfügbar finden konnte, befasst sich mit KFZ-Sicherungen, dort 10 A. Das Material des Schmelzfadens ist dort eine Zinnlegierung mit Schmelztemperatur 388 °C. Im Betriebsbereich wurden dort folgende Temperaturen gemessen (und von mir den Abbildungen entnommen): 5 A => ca. 50 °C 7,5 A => ca. 90 °C 10 A => ca. 175 °C Da sich Schmelztemperatur und Schmelzverhalten nicht beliebig verringern lassen, halte ich diese Werte für übertragbar - und somit die 75 °C im oberen Betriebsbereich für normal, fast schon handzahm. Grüße Georg (*) Elektrothermische Modellierung von Kfz-Schmelzsicherungen für dynamische Belastungen --> Link
Hallo Kai, Sicherungen würde ich auch nicht direkt auf Holz montieren. Aber es sind doch die Sicherungshalter auf Holz montiert. Und das passt schon so :wink: Wo denn sonst? Helmut
Man könnte z.B. eine Pertinaxplatte oder anderes (feuerfestes) darunter montieren, das mehr Hitze verträgt als Holz. RK
Warum sollte man? Wie heiß denkst du denn werden die Sicherungshalter? Hartpapier dünstet geringe Mengen von Phenol und Formaldehyd aus. Das macht sich bei Erhitzung (etwa durch Löten) oder spanabhebender Bearbeitung in einem charakteristischen, strengen Geruch bemerkbar. Phenol und Formaldehyd sind gesundheitsschädlich, wenn sie in den menschlichen Körper gelangen.
Wird Holz einer mittleren Rohdichte Temperaturen von über 100 °C ausgesetzt, beginnt seine thermische Zersetzung. Etwa ab 230 °C entflammt das Holz, ab 260 °C brennt Holz auch ohne äußere Wärmequelle und ab 400 °C entzünden sich die Holzgase selbst. Diese Temperaturen liegen nennenswert niedriger, wenn Holz bereits längere Zeit über 100 °C ausgesetzt war (--> Link)
Je nach Montage kann die Wärme recht direkt zum Holz kommen. Wenn es dann noch plastikbeschichtetes Holz ist, könnte es noch schlechter werden. RK Leider hast du keine Antwort auf meine Frage gefunden. Nur zum Verständnis : Es geht bei der optimalen Montagefläche um die Temperatur des Sicherungshalter und nicht um die Temperatur des Schmelzdraht im Inneren der Sicherung. ![]() Davon reden wir. |
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