Ein Freund von mir traute der DIY Geschichte betreffend LiFe(Y)Po4 vor 3 Jahren noch nicht so ...
Dies, obschon bei mir seit 2014 ein solcher Akku seine Arbeit verrichtete!
Also kaufte er in D für 850.- Euro ein Fertigprodukt mit 100 Ah und BT.
Mit Transport, Import und Steuern kostet ihn die Ah also etwa 10 SFr.
Der Einbau klappte 1:1 und das Teil funktionierte sofort und zuverlässig ... bis letzte Woche ...
Plötzlich kein Laden und Entladen mehr möglich. Mit der App bekam er keine BT Verbindung mehr.
Sobald man eine 12 Volt Ladequelle (Labornetzgerät) anschloss, war der Kontakt wieder möglich. Der Akku zeigt einen guten Ladezustand an.
Leider gestattet die App nur ein rudimentäres Ablesen von Spannung, Stromstärke und SOC. Einstellungen und Eingriffe sind nicht möglich!
Mit allen anderen bekannten Apps für verschiedenen BMSs gelingt auch keine Verbindung.
Als zweiter Schritt wurde nun mal ein verklebtes Deckelchen abmontiert. Darunter gibt es einen 5-poligen Stecker: entspricht einem BMS Stecker und so lässt sich die Spannung der einzelnen Zellen mit einem einfachen Voltmeter ablesen.
Alle Zellen haben eine korrekte Spannung und - auch nach 3 Jahren - keinen Drift.
Nach diesen Aktionen war der Fall recht eindeutig: BMS ausgefallen!
- Telefon an die Firma ... Antwort: Es gibt keinen Support über Telefon ... man solle mailen!
- Mail an die Firma ... Recht zeitnahe Antwort auf die präzise Schilderung des Problems ... sie können bei diesen Produkten leider nichts machen ... wegwerfen!
Sie können nichts machen ... wir schon: Wir haben ja schliesslich ein Multitool!

Ein übliches BMS ist bestellt und danach entsteht aus dem immer noch perfekten Zellverband ein Second-Hand-DIY-LiFePo4-Akku ... :wink:
Das will und kann aber ja nicht jeder machen ... daher bei Fertigprodukten Empfehlung zu solchen, die man öffnen kann.
Selbst wenn dann der Support der Firma ausbleibt, ist es immer noch einfacher selbst eine Diagnose zu stellen und zu kurieren! 8)

