DieterW am 20 Aug 2021 09:12:26 Hallo, wir müssten mit unserem Wohnwagen immer wieder mal für 2-4 Tage Autark stehen, bevor wir wieder über einem 220V-Stromanschluss verfügen (quasi nur als Zwischenlösung) und suchen da aktuell eine brauchbare Batteriegröße. Da wir auf das Gewicht achten müssen, wollen wir dafür nicht mehr als ca. 26kg einplanen, also etwa das Gewicht einer "üblichen" 95Ah AGM-Batterie. Verbraucher die wir betreiben: - ALDE-Heizung (die Pumpe kann man wohl vernachlässigen) - Beleuchtung (LED, auch zu vernachlässigen) - TV-Gerät mit einem FireTV-Stick - Kompressor-Kühlschrank (läuft auf 12V, laut Datenblatt 0.5 kWh/24h (16˚C) / 0.7 kWh/24h (32˚C)). - Kleinverbraucher (Ladegeräte für Mobiltelefone, ...) - Stromverbrauch für Mover/E&P Levelsystem für Anfahrt/Abfahrt Perfekt passend wären die LIONTRON LiFePO4. Leider fehlen uns Werte aus der Praxis, wie viel Ah man für ein paar Tage ohne Feststrom benötigt. Die 100Ah-Batterie würde etwa 16kg wiegen, die 200Ah ca. 27,5kg. Man könnte quasi bei der kleinen Version noch eine leichte Solaranlage mit ca. 11kg einplanen, aber ich denke mal die Ladeleistung wird bei wenig Sonne kaum die 100Ah Differenz ausgleichen? Danke Dieter
huohler am 20 Aug 2021 10:07:27 Der Kühlschrank haut natürlich mit mind. 45Ah rein. An heißen Tagen ist es dann auch schon mal 60Ah. Fernseher und Kleinzeugs würde ich mal mit 20Ah ansetzen. Dann kämst du mit 200Ah knapp 3 Tage hin. Dann hast du aber nicht mehr viel wenn du am Ziel den Mover einsetzen musst Mir ist klar, dass du auf das Gewicht achten musst. Aus stromtechnischer Sicht wäre 200Ah + 200Wp Solar optimal. Vor allem wenn du hauptsächlich im Sommerhalbjahr unterwegs bist bringt die Solaranlage sehr viel. Die holt dir den Mehrverbrauch des Kühlschranks an heißen Tagen locker wieder rein. Was du anstatt Solar auch noch machen kannst und nicht allzuviel wiegt: Während der Fahrt mit der Lichtmaschine laden. Es gibt dazu einen Ladebooster von Votronic und nennt sich VCC 1212-20C --> LinkDas wären ca. 20Ah die du damit pro Stunde fahren nachladen kannst. Hubert
deacheapa am 20 Aug 2021 10:27:20 DieterW hat geschrieben:Da wir auf das Gewicht achten müssen, wollen wir dafür nicht mehr als ca. 26kg einplanen, also etwa das Gewicht einer "üblichen" 95Ah AGM-Batterie.
Gewicht 25,3Kg 280Ah Damit --> Link schafft Du bequem Deine Ansprüche. Du traust Dich selber nicht, hast 2 linke mit nur Daumen, dann bestelle die Teile und lass es von Jemanden in deinem Umkreis zusammen bauen. :wink:
Tinduck am 20 Aug 2021 10:37:06 Kommt auf euer Nutzungsverhalten an.
Wenn ihr auch im Winter unterwegs seid, bringt dir der große Akku mehr als eine Solaranlage.
Wenn nicht, seid ihr mit 100 Ah plus Solaranlage besser bedient. Zumindest bei gutem Wetter :D
Aber wenn Du's ernst meinst mit der Autarkie, brauchst Du beides, nen fetten Akku und eine Solaranlage.
bis denn,
Uwe
fschuen am 20 Aug 2021 10:41:28 Mit der Kapazität wird gerne geklotzt, vor allem in diesem Forum. 95 Ah AGM-Batterien haben in der Regel schon im Neuzustand nur 75 Ah, dazu nimmt die Kapazität über den Gebrauch ab. Und von dem, was übrig bleibt, solltest du nur etwa die Hälfte nutzen. Hört sich dramatisch an, ist aber noch viel dramatischer - wenn du nämlich hohe Ströme ziehst, wie über Wechselrichter oder Mover, geht die Kapazität nochmal in den Keller. 100 Ah Lithium entsprechen somit 250-800 Ah Blei, je nach Nutzung. Das ist sehr reichlich, und sollte 95% aller Nutzer vollauf genügen. Und sollte dem nicht so sein: du kannst die Lithium völlig leer machen, ohne sie zu schädigen, und später eine weitere Batterie parallel schalten. Gleiche Technik (LFP) vorausgesetzt, aber andere Kapazität kein Problem. Es gibt somit in meinen Augen keinen Grund, schon mal im Vorfeld einen Haufen (dann nicht genutzter) Kapazität auf Tasche zu legen. Solar ist ja ein Stück unabhängig, aber da würde ich dringend zuraten: komischerweise will man immer dann länger freistehen, wenn die Sonne scheint. Und auch die grössere Batterie muss ja immer wieder aufgeladen werden, wie willst du das machen? Ich nehme an, du hast Strom am Stellplatz - mit Solar wäre das egal. Die Kombi 100 Ah LFP mit Solar sollte das Rundum-Sorglos-Paket ergeben. Gruss Manfred
UweHD am 20 Aug 2021 10:43:31 Ich würde für Autarkie unbedingt mit einer Solaranlage kalkulieren, sofern ihr nicht hauptsächlich in den Wintermonaten unterwegs seid.
Warum? Unsere 200Wp Alde-Solaranlage schafft über die Sommermonate locker 10A Ladeleistung über einen längeren Zeitraum, sofern die Sonne scheint, und selbst bei bedecktem Himmel sind oft noch 3-4A drin. Wenn man das mit der nutzbaren Kapazität einer 100Ah LiFePo4 vergleicht (max 80Ah), dann hat man im Sommer schon nach einem sonnigen Tag die Kapazität einer 100Ah Batterie "geerntet". Und nebenbei ist es einfach super bequem, wenn die Akkus einfach immer voll sind, wenn man das Fahrzeug nach einer Standzeit betritt - ohne dass man da irgendwie Landstrom anschließen muss.
Ich persönlich empfinde die Solaranlage als klaren Komfortvorteil.
Gast am 20 Aug 2021 10:47:29 Wollte grad was schreiben, aber Manfred hat meine Antwort eigentlich schon vorweggenommen. Daher nur mal zusammengefaßt: Beginnen mit 100Ah LiFe, nach Bedarf oder auch nicht, später erweitern auf 2 x 100Ah LiFe. Dazu 200Wp Solar, evtl später je nach Bedarf, oder auch nicht, erweitern auf 300Wp.
huohler am 20 Aug 2021 10:54:39 An alle die hier meinen er käme mit 100Ah LiFePO aus: Anforderung war 2-4 Tage Autark. Er hat aber aufgrund des Kompressorkühlschranks schon mindestens 70Ah Verbrauch je Tag. Es mag ja sein dass ihr mit 100Ah auskommt, aber nicht mit Kompressorkühli ! Man muss immer damit rechnen dass man auch mal 2 Tage hat wo fasst nichts per Solar rein kommt. Soll man in der Zeit den Kühli abstellen?
Hubert
fschuen am 20 Aug 2021 11:07:19 Drum geht das kaum ohne Solar. Im besten Fall bringt die Solaranlage an Ertrag, was der Kühli verbraucht, dann kann man unbegrenzt frei stehen. Und wenn es kalt ist und regnet, ist das Abstellen des Kühlis kein grosses Opfer - wird ja auch nur sehr langsam warm. Wenn man nicht gleich weiter fährt. Da hängt viel zu viel individuelles Nutzungsverhalten dran, als dass man das ausrechnen könnte - deshalb einfach ausprobieren. Aber nicht gleich auf das theoretische Maximum auslegen, da versenkt man nur Geld und fährt unnötig Gewicht rum.
Mir hat meine erste 60 Ah-LFP-Batterie in 95% der Fälle gereicht. Natürlich sind die restlichen 5% nicht so toll, da hab ich die aktuellen Discountpreise genutzt und mir eine zweite gegönnt mit 80 Ah. Die hängt mit EC5-Stecker parallel und kann einfach rausgenommen werden, wenn ich die paar Kilo sparen will oder das Ding im Haus aufladen. Das ergibt eine Flexibilität, die man mit einer grossen, fest eingebauten Batterie so auch nicht hat.
Gruss Manfred
huohler am 20 Aug 2021 11:33:43 fschuen hat geschrieben:- wird ja auch nur sehr langsam warm. Wenn man nicht gleich weiter fährt.
Auch hier haben wahrscheinlich nicht alle alles gelesen. Es geht hier um einen Wohnwagen bei dem nicht während der Fahrt weder die Batterie geladen noch der Kühlschrank von der LM betrieben wird. Deshalb habe ich oben auch empfohlen den Booster einzubauen. Der macht vor allem dann Sinn wenn man den Wohnwagen eher so benutzt wie wir unsere Wohnmobile. Und das scheint ja hier der Fall zu sein. Hubert
fschuen am 20 Aug 2021 15:28:06 huohler hat geschrieben:Auch hier haben wahrscheinlich nicht alle alles gelesen.
... oder verstanden. Weiterfahren im Sinne von: ich bleibe dann doch nicht 2-4 Tage autark im Regen stehen, sondern fahr nach Hause oder dahin, wo die Sonne scheint. Und gerade weil es ein Wohnwagen ist, ist Solar sehr viel schlauer als Dynamo, Booster oder Riesenbatterie. Weil die zusätzliche Energiequelle nämlich sogar die erste ist. Gruss Manfred
landmesser am 20 Aug 2021 17:33:50 Moin,
Für 2-4 Tage stehen sind meine Überlegungen anders:
Ich habe jetzt 100 Watt Solar und 100 Ah Bleiakku. Bei schönem Wetter vollständig ausreichend. Bei Regenwetter und reicht das aber nicht, sondern nur 24 - 36 h im Sommer, im Winter weniger als 24h. Angaben ohne zu fahren.
Darum kommen bei mir 200 Ah Lion rein. Damit bin ich dann mindestens vier Tage autark. Ob ich die Solarleistung vergrößere, bin ich noch am überlegen. Im Winter hilft mir die kaum. Dann brauche ich Landstrom, wenn ich nicht viel fahre, so oder so. Zumindest alle 4 Tage.
Ich weiß nicht, ob ein Wohnwagen beim Fahren lädt.
Mein derzeitiger Stand. Mehr Solar heisst ja auch mehr Gewicht.
Viele Grüße landmesser
Stocki333 am 20 Aug 2021 18:49:51 huohler hat geschrieben:Es geht hier um einen Wohnwagen bei dem nicht während der Fahrt weder die Batterie geladen noch der Kühlschrank von der LM betrieben wird. Deshalb habe ich oben auch empfohlen den Booster einzubauen.
Der Booster geht nicht über die Steckdose zum Ankuppeln an die Zugeinheit. Da müßtest du eine eigene Kupplung mit einer eigenen Leitung von der SB ziehen. So meine Einschätzung. Aber es gibt nach wie vor den 8 A Booster von Schaudt. Der wurde für solche Anwendungen gebaut. Das müßte gehen. Und die Lithium kommt mit der Bleieinstellung klar. --> LinkFranz
huohler am 20 Aug 2021 21:15:23 Stocki333 hat geschrieben:Der Booster geht nicht über die Steckdose zum Ankuppeln an die Zugeinheit. Da müßtest du eine eigene Kupplung mit einer eigenen Leitung von der SB ziehen. So meine Einschätzung.
Deine Einschätzung ist falsch! Warum hast du nicht mal die Votronic Beschreibung gelesen? " Das Gerät ist hauptsächlich für den Betrieb an der 13-poligen Anhänger-Steckvorrichtung des Zugfahrzeugs zur Ladung der Caravan-Batterie ausgelegt. "Hubert
Stocki333 am 20 Aug 2021 21:45:06 huohler hat geschrieben:Deine Einschätzung ist falsch! Warum hast du nicht mal die Votronic Beschreibung gelesen?
Hallo Hubert Deine Aussage ist korrekt was das Lesen betrifft. Meine Begründung steht auf anderen Beinen. Wenn der Booster 20 Ampere liefert an den Accu. So muß, je nach Einbaulage des Boosters, der ja in der Regel im WW sitzt, den Widerstand der Leitung und der Kupplung überwinden. So können mal, geschätzt, 25A darüber laufen. Er muß ja die Verluste ausgleichen. Und wenn ich mir die Verkabelung eines PKW und die Kabel zum WW vor meinen geistigen Auge Revue passieren lasse. Hier habe ich Bedenken ob das sinnvoll ist. Den vom Sicherungskasten bis zum Booster sind das ein paar Meter. Und welche Kabelstärke??? Daher kommen meine Bedenken für den 20 Ampere Booster. Und verschmorte Stecker und Kupplungen entstehen schon bei kleineren Strömen. Den diese Teile gehören nicht zu den bestens gewarteten. Möglich das ich mich irre. Aber meine Bedenken sind nicht von der Hand zu weisen. Franz
Tinduck am 21 Aug 2021 07:44:21 Für Wowas nimmt man normalerweise was kleineres, von Schaudt gibts da einen mit 8 A, das sollte klaglos funktionieren.
Bei uns hat der Saft ohne Booster zumindest immer gereicht, um den Kühli auf 12V zu kühlen. Kommt halt auch auf die Verkabelung an, die Kombi T5 / Fendt Caravan hat gut funktioniert.
bis denn,
Uwe
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