Ein integrierter Lader sollte es sein, dann fällt die Sucherei auch weg. Das vorhandene Voltmeter, naja, nützlich aber nicht notwendig.
Du brauchst:
Das Panel mit Befestigungsmaterial (kostet keine 20 Euro bei den gängigen Versendern), man kann die einzelnen Komponenten auf der Platte nach Herzenslust arrangieren oder auch zwei kaufen, und dafür einzelne Komponenten durch mehr USB ersetzen usw.:

Eine Crimpzange, die idealer Weise auch abisolieren kann:

(im abgebildeten Set Kabelschuhe sind keine "Stromdiebe" enthalten, die kann man für einen schmalen Taler noch dazukaufen, man braucht sie sowieso dauernd)
Ein Multimeter, was außer Spannung messen auch Durchgang prüfen kann:

Kabelschuhe, verschiedene Farben, Kabel rot und schwarz /bzw. blau, und zwar "normale" und die sogenannten "Stromdiebe" (rechts im Bild):

Dann noch die üblichen Schraubenvergniesgnaddeler, ein Stück Pappkarton, ein Cuttermesser, Bleistift oder dünnen Edding, eine sehr feine Handsäge oder eine el. Stichsäge, Bohrmaschine und Bohrer ~ 10mm. Meßschieber oder Lineal.
Alles an Bord? Auf geht's:
1.) Messe auf der Rückseite des montierten Panels aus, wie groß der Ausschnitt werden soll. Ich maß mit dem Meßschieber auf der Rückseite um die Befestigungsmuttern herum (die müssen ja auch noch in den Ausschnitt passen!). Zeichne ein Quadrat mit diesen Abmessungen auf ein Stück weiße Pappe. Bleibt es eckig, werden die Schraublöcher gefährlich nahe an die Kanten vom Ausschnitt kommen. Also musst Du um die Einbauteile herum die Ecken des Ausschnitts abrunden. Deine Pappe sollte dann gut Luft für den Einbau lassen und idealer Weise haben die Schrauben Abstand zum Rand, so etwa:

2.) Jetzt kostet es ein wenig Überwindung, im WoMo ein Loch zu sägen. Am besten geht's bei ausgebauter Verkleidung. Bei mir musste auch noch die 220V-Steckdose demontiert werden, dafür hatte ich schon 12V am Einbauort liegen. Zeichne mit der Pappschablone auf der sichtbaren Seite den Umriß an, der zu sägen ist. Von vorne sägen! Auf der Rückseite reißt das Holz wahrscheinlich aus.
3.) Sägekanten mit der Raspel /einer Feile /Schleifpapier glätten, ich musste eine Rundung noch mit einem Bohrfräser bißchen nacharbeiten. Das Panel sollte ohne großes Spiel reinpassen. Lieber zu eng sägen und später größer raspeln, umgekehrt geht's nicht.
4.) Jetzt die Verdrahtung: alle beiden Steckdosen und das Voltmeter werden über den Kippschalter "scharf" geschaltet. Es muss eine Parallelschaltung entstehen.
4a.) Messen, wie der Schalter arbeitet; vielleicht steht's auch drauf! Er hat zweimal "Plus" und dann für die eingebaute LED einmal "Minus". Bei meinem Schalter unterschieden sich die Kontakte leicht in der Metallfarbe, eine Markierung sah ich nicht.
4b.) Ich begann mit der Verdrahtung der "Plus"-Leitungen: von einem Schalterkontakt zum Plus der ersten Steckdose, von diesem Pol (Stromdieb!) weiter zur zweiten Steckdose und von dort (Stromdieb) zum Voltmeter. Alle Anschlüsse sind mit Markierungen versehen, kann man nix falsch machen. Dann sieht das mit den roten Kabeln schon mal so aus:

4c.) Jetzt die Masseleitungen (blau). Ich beginne bei der Masse am Schalter (das ist die Masse für die LED im Schalter!), von dort gehe ich weiter bis zur ersten SD, Stromdieb und weiter zur zweiten SD, Stromdieb und weiter bis zum Voltmeter. Da crimpe ich ans Ende wieder eine Klemme des Typs Stromdieb an. Warum, kommt gleich.
Jetzt ist das so verkabelt wie hier:

Der Schalter ist links vorn zu sehen. Ein Pol ist frei - das ist der Pluspol, in den wir 12 V einspeisen. Rechts vorn ist das Voltmeter, da ist am Stromdieb noch was frei - und das ist dann der Minuspol vom 12V-Anschluß.
5.) Ich habe den Durchgang hinten geprüft mit Ein/Aus, und ebenso ob ein Kurzschluß bei der Verdrahtung aufgetreten ist. Wer ein Labornetzteil hat (so wie ich, zum Galvanisieren), kann mal 12 Volt reinschicken. Ich bin direkt an Bordstrom ran, der Stromkreis ist abgesichert.
So sieht es dann nach dem Einbau aus:

(Das Voltmeter zeigt 0,2 V zu wenig an im Gegensatz zum Panel über der Tür und das wiederum zeigt auch weniger an als das Multimeter direkt am Akku. Das ist sicher den Leitungen - vielleicht auch der fehlenden Kalibrierung? - geschuldet, bis zu diesem Panel ist es arg weit ...)
Die Pluspole habe ich noch mit etwas Isoband isoliert. Hinter dem Panel ist ja an und für sich nichts los, man weiß aber nie ...:
Allgemein ist es auch schlau, nach dem Anschluß den Winkel des Stromdiebs zu verkleinern und die Kontaktlaschen zusammenzudrücken, damit die Kabelschuhe möglichst eng zusammensitzen. Der Stromdieb-Kontakt zeigt bei mir immer nach außen, damit er nicht versehentlich doch mal mit dem anderen Pol zusammengedrückt wird.
Die Verschraubung soll eigentlich mit schwarzen Schrauben erfolgen, die liegen bei. Sie sind allerdings reichlich dünn und sehen verdächtig nach selbstschneidenden Karosserieschrauben aus. Die halten nicht gut in Holz. Also bohrte ich vier Löcher und setzte Zylinderschrauben M4 mit Scheibe und Mutter ein. Hatte ich nicht in schwarz, also Edding drüber. (Zu lange spitze Enden von Holzschrauben sind hinter Verkleidungen mit Kabeln übrigens ein potentieller Quell freudiger Abendunterhaltung ...)
Ist hinter dem Panel noch mehr Verkabelung, braucht die Rückseite Schutz? Dann kann man eine dünne Kunststoffplatte - ich nehme gern dünnes Makrolon - mit dem Heißluftfön zusammenbiegen und eine Art Haube hinter die Steckdosen setzen.
Fertig! Panel an die Wand und arbeiten lassen. In die USB-Steckdose kann alles Mögliche rein, in den USB-Lader eben alle USB-Geräte. Eine der beiden USB-Steckdosen liefern 1A oder 2.1A, damit kriegt man ein Handy ziemlich schnell voll.
Heute für 14,99 € und 16,53 € in der Bucht (suche nach "Auto KFZ Einbau Motorrad USB Zigarettenanzünder Steckdose Ladegerät Willkey 12V"). Gibt auch andere Varianten, für die der Einbau sicher genauso geht.
Das Teil hat vermutlich einen meßbaren geringen Eigenverbrauch, aber das habe ich nicht untersucht. Nach der Benutzung schalte ich eh alle Geräte ab, also was solls.
Benötigte Zeit: 45 Minuten plus 15 Minuten Suche nach der Stichsäge.
Benötigter Dornfelder: 0,4 Liter.
lg, suse
"Ich wurde auf zwei Fehler aufmerksam gemacht, vielen Dank! und zwar:
1.) Die Farben der Kabelschuhe richten sich nach dem Querschnitt des Kabels, rot 0,5-1qmm und blau 1,5-2,5qmm und gelb 4-6qmm. Die Gefahr besteht bei einem zu dünnen Kabel, das dies nicht richtig gequetscht wird und sich mit der Zeit löst.
2.) Deine Zange ist in einem Fachbetrieb auch nicht mehr zum Quetschen zugelassen, aber besser als mit der normalen Zange.
- Bitte oben im Text und den Bildern gedanklich berichtigen!"

