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Omnistep, el Stufe mechanischen Defekt reparieren


Suse1976 am 26 Aug 2021 19:04:01

Moin,
bei mir brach eine der Alu-Nasen hinten, die als Gelenk für den scherenartigen Klappmechanismus dienen. Auch die Kunststoffbuchse war zerbröselt. Eine neue Stufe? Ersatzteile? Viel zu viel Aufwand. Die anderen Gelenke auch schon vergniesgnaddelt, also warum nicht gleich alle vier erneuern? Macht gleich alle vier Gelenke, ist eins zerbröselt, folgt alsbald noch eins.
Auf geht's!
[Disclaimer: ich hab das sicher nicht ingenieurmäßig konstruiert - aber einfach, preisgünstig und auch unterwegs gut zu erledigen!]
Für diese Reparatur braucht man:
- Akkubohrmaschine und Bohrer 10mm (plus einen kleinen zum Vorbohren).
- Feile oder kleine Flex, ggf. auch Schleifstein in Akkubohrmaschine
- Ein Körner oder ein Stahlnagel
- Zwei 17er Gabel- /Ringschlüssel
- Hammer, Kombizange, Putzlappen
- Vier Maschinenschrauben M10x40 (DIN 931 oder DIN 912), Sechskant oder Innensechskant (Edelstahl!)
- Acht Muttern M10, acht Unterlegscheiben für M10 (Edelstahl!). Alternativ: 4 Muttern, plus Loctite. Alternativ: 4 selbstsichernde Muttern.
- Vier Bronzebuchsen 13mm Durchmesser, 10mm Innendurchmesser und 7mm lang (sie sollten am besten eine winzige Kleinigkeit länger sein als die Materialstärke der Strebe, wo sie eingesetzt wird; auf den Fotos sieht man gut, warum). Bronzebuchsen hat nun nicht jeder rumliegen, entweder bei eb*y kaufen oder aber durch Kunststoff ersetzen. Es gibt Leitungsrohre aus ziemlich zähem PVC, die eine Weile die Belastung mitmachen könnten und die man fein auf Länge sägen kann. Die Edel-Lösung mit Bronze geht dann ja immer noch.
Es geht sicher auch als Provisorium ohne eine solche Buchse, das dürfte aber furchtbar klappern und präzise wird dann der Mechanismus auch nicht mehr geführt. Also besser "mit"!
Arbeitsablauf:
- Jedes Gelenk für sich komplett instandsetzen und dann erst das nächste Gelenk, sonst braucht man mehr als 12 Hände.
- Fett entfernen, es ist tödlich für eine Schleifscheibe.
- Treppe ausklappen, an den Seiten die wie Nietköpfe aussehenden Teile der Alubolzen vorsichtig wegschleifen. Das Zeug ist erstaunlich weich. Nur soweit planschleifen, dass es mit der Stahlstrebe grob bündig abschließt.
(Dieser Arbeitsgang ist verzichtbar, wenn man sich zutraut, bei diesem Teil auch so exakt die Mitte zu treffen ...)
- Die Mitte von diesem Alu-Rest dann ankörnen, es muss ausgebohrt werden (sitzt bombenfest). Klein vorbohren, muss nicht ganz "durch", dann mit 10er Bohrer aufbohren. Das Teil sollte dann irgendwann rausfallen, Reste mit der Zange rausfriemeln. Siehst Du keinen Unterschied zwischen Alu und umgebenden Stahl nach dem Wegschleifen, feucht drüberwischen: Stahl wird dunkel, Alu bleibt hell.
- Die Bronzebuchse paßt nur durch die innen angebrachte Strebe, nur die hat eine Bohrung von 13mm Durchmesser.
- Buchse rein, Schraube durch. Zwischen Schraube und Buchse braucht keine U-Scheibe, nur unter die erste Mutter von der Gegenseite.
- Festschrauben, aber das Gelenk nicht klemmen. Möglichst mit wenig Spiel festziehen. Zweite Mutter drauf, erste Mutter festhalten und mit der zweiten dann kontern. (Alternative: Loctite drauf, oder selbstsichernde Mutter nehmen)
- Weiter mit dem nächsten Gelenk usw.

Erstmal die Bilder (leider habe ich das im "Frühstadium" der Reparatur vergessen):






Zwei Dinge will ich dann noch optimieren: zunächst einmal sollen die Bronzebuchsen nur noch lang wie nötig werden. In der außen montierten Stahlstrebe ist nur ein mit Loch 10mm, das kann nicht aufgebohrt werden - zu dicht am Rand! Schade, sonst ginge die Bronzebuchse durch beide Teile (so war ja auch der Ursprungsplan). Ich werde das noch einmal demontieren und die Buchsen kürzen. Die eine Strebe wird dann direkt durch die Edelstahlschraube gelagert. Am liebsten hätte ich deswegen auch Schrauben mit Schaft von ca. 10mm Länge gehabt, die gab es hier leider nicht. Das Ganze nehme ich ja eh nochmal auseinander, dann kommt da auch noch reichlich Fett dran.

Das Ziel der Reparatur ist aber erreicht. Auch mit den viel mehr Platz brauchenden Schrauben /Muttern klappt die Stufe einwandfrei rauf und runter. Achtet da also besser drauf, wenn ihr eine andere Stufe repariert. Am besten im eingeklappten Zustand mal gucken, ob und wieviel Platz ist.

Bei wenig Platz an einer Seite könnte man an einen einfachen Bolzen mit Bund denken, der steht vielleicht 2mm über. Auf der anderen Seite mit Federstecker /Splint sichern, natürlich mit Unterlegscheiben spielfrei machen und ebenfalls eine Buchse in die größere Bohrung setzen.

Denkbar wäre auch: Bolzen in das kleinere Loch einschweißen, Buchse in das größere Loch, zwischen den Streben ein Teflonscheibchen und das Ganze mit einer Mutter sichern. Allerdings braucht die Montage dann reichlich Kraft. Wie man sieht: 1000 Möglichkeiten :)

Die Ursprungskonstruktion ist übrigens reichlich beknackt. Wären die Bohrungen in beiden Streben gleichstark, hätte man das von vorherein mit dieser 10-Cent-Buchse und Schrauben verbinden können. Mit abdichtenden Kunststoffscheiben an den Seiten hätte man das Fett sogar drin- und den Schmutz draußen behalten. Aber nee, mal fein noch die Spannungsreihe ausreizen und schön weiches Alu reinkonstruieren ...

Euch geht unterwegs so ein Gelenk kaputt und die Treppe hängt auf halb acht? Solange der Alu-Bolzen noch vorhanden und die ganze Konstruktion nicht verbogen ist, kann man das Gegenstück wieder lose ansetzen. Befestigt habe ich das unterwegs nach dem Ausklappen der Treppe mit einer sog. "Gripzange" (M10-Schrauben waren nicht an Bord) und mir so ein paar Tage geholfen. Die muss natürlich vor dem Einfahren abgenommen werden ... ist der Alu-Bolzen weggebrochen, muss man sich eine simple M10-Schraube mit Mutter besorgen und dann erstmal so verschrauben.

lg Suse

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