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Was genau bedeutet Softstart bei Wechselrichtern?


dietmardd am 27 Dez 2021 22:13:28

Im Forum hier, aber auch im Internet gibt es 2 Interpretationen:

1. Begrenzung des Einschaltstromes auf der 12 V-Seite, der zur Aufladung der Kondensatoren des Wechselrichters für Millisekunden sehr hoch werden kann oder

2. Unterdrückung der Stromspitze auf der 230 V-Seite beim Einschalten induktiver (z.B. Motoren, induktive Kochplatte) und resistiver (z.B. Heizgeräte, Föhn, Kaffeemaschine, Wasserkocher) Geräte.

Die Womo-Fahrer benutzen das Wort Softstart mal so und mal so. Als ich Hersteller von Wechselrichtern anfragte, welchen Effekt die zugesagte Softstartfunktion hat, bekam ich keine Antwort - von keinem einzigen.

Was meinen die Hersteller von Wechselrichtern mit dem Begriff "Softstart"?

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AnReg am 28 Dez 2021 00:23:04

Habe diesbezüglich bei Solartronics nachgefragt. Dort bekam ich zur Antwort, dass man einen Softstart auf der Eingangsseite einbauen kann, also eine Begrenzung des Einschaltstromes auf der 12 V-Seite. Was anderes hatte ich auch nicht erwartet.

Grüße Andreas

WomoToureu am 28 Dez 2021 06:35:49

dietmardd hat geschrieben:Was meinen die Hersteller von Wechselrichtern mit dem Begriff "Softstart"?

Genau das was die Fahrzeughersteller meinen, wenn sie mit eingebauter Sicherheitstechnik werben.

Der Begriff Softstart beim Wechselrichter beschreibt eine Maßnahme um eine Überlastung zu verhindern.
In der Regel meint man, dass man z.B. ein Schleifhexe betreiben kann ohne das die elektronische Überlastabschaltung greift.
Das einer der Hersteller den Ladestrom der Kondensatoren beim ersten Einschalten begrenzt habe ich noch nie gehört. Es funkt und knallt kurz, dann sind die Kondensatoren aber auch schon geladen.

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Energiemacher am 28 Dez 2021 08:34:40

WomoToureu hat geschrieben:Das einer der Hersteller den Ladestrom der Kondensatoren beim ersten Einschalten begrenzt habe ich noch nie gehört. Es funkt und knallt kurz, dann sind die Kondensatoren aber auch schon geladen.


Das eine schließt das andere ja nicht aus. :-)
Auch wenn du das noch nicht gehört hast, gibt es sowas aber trotzdem.



Grüße

Teamavanti am 28 Dez 2021 08:55:38

Das Thema wurde bei LiFePo thematisiert, da es BMS und Wechselrichter gibt die nicht miteinander können. Da wird wegen Kurzschluss-Sicherung die Batterie abgeschalten.

Gruß Andi

hampshire am 28 Dez 2021 11:33:04

dietmardd hat geschrieben:Was meinen die Hersteller von Wechselrichtern mit dem Begriff "Softstart"?


Da "Softstart" keine exakte technische Definition kennt, meinen die Hersteller "Kauf das ruhig, damit sind Deine Geräte, Dein Fahrzeug und Du sicher".

Logisch fände ich, wenn es die Verringerung der Einschalt-Lastspitze des Wechselrichters selbst wäre.
Auf die Einschalt-Lasspitzen von angeschlossenen Verbrauchern kann der Wechselrichter ja keinen direkten Einfluss nehmen, sondern lediglich etwas kappen oder puffern. Das würde ich nicht als "soft" bezeichnen.

Letztlich sind beide überlastvermeidenden Funktionen sinnvoll. Vielleicht werden sie ja im Begriff "Softstart" zusammengefasst.

Gast am 28 Dez 2021 11:54:08

dietmardd hat geschrieben:...Was meinen die Hersteller von Wechselrichtern mit dem Begriff "Softstart"?


Ich verstehe das so, dass der Hersteller Maßnahmen ergreift den Einschaltstrompeak zu reduzieren.

Aus elektrotechnischer Sicht kann hier eine Drosselspule verwendet werden.
Hier eine kurze Beschreibung der Wirkungsweise:

Durch Selbstinduktion wird in jeder Spule eine Spannung hervorgerufen, die nach dem lenzschen Gesetz der Ursache ihrer Entstehung entgegengesetzt gerichtet ist. Daher verringert diese Spannung den Stromfluss durch die Spule. Anders als beim ohmschen Widerstand erfolgt hierbei keine Umwandlung von elektrischer Energie in thermische Energie, die in Form von Wärme abgegeben wird.

rolfk am 28 Dez 2021 13:30:52

Aus der Sicht der Technik ( und deren Entwicklung) dürfte Softstart (ursprünglich) das langsame Hochfahren der 220 Volt-Seite bezeichnen.
Ursprünglich, früher, bei nur Mod-Sinus WR, kleinerer Leistung dürften Einschalter und Anschluss-Kondensator-Knall die gleiche Funktion gewesen sein.
Irgendwann kam höhere Leistung, Prozessoren, Fernbedienung, der Einschalter schaltete nicht die Leistung, sondern die Arbeitsaufnahme des Prozessors, aber das ist eigentlich nicht "Soft".
Ganz hinten, auf der Lastseite, lauern z.B. Induktivitäten (die beim Einschalten aus dem Nullpunkt heraus fast doppelten Strom ziehen) und Schaltnetzteile (mit Kondensatoren die selber wieder SEHR hohe Ströme ziehen, bis sie aufgeladen sind).
Und dafür/dagegen hat man (irgendwann) bei leistungsstarken WR das langsame Hochfahren der Ausgangsspannung eingeführt ( ein Klacks, wenns ehe mit Prozessor arbeitet).

So gesehen denke ich, dass mit dem Softstart ursprünglich die Lastseite gemeint ist.

Dass man sich hier, bei Wohnmobilen, einen Kopp macht, dass der Reststrom des ferngesteuert ausgeschalteten WR zu hoch sein könnte (ohne ihn je gemessen zu haben), ist die eine Seite. Dass man sich dadurch aber das nächste Problem einhendelt, der Kondesator-Knall-harten Einschalter, die andere.
Scheint aber nicht genug zu sein, sich mit der Fernsteuer-Einschaltung zufriedenzugeben.

Zur Info, die beidem Wandler, die ich hier liegen habe, sind beide 1500/3000 W Versionen, Billigware, und haben angeschlossen-ausgeschaltet Restströme von <0,1mA. JEDE einzelne Leuchtdiode, die in euren Panels brennt, braucht mindestens das zwanzigfache.

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