Am 4.5. Freitag früh gings los zuerst über Trieben auf die Phyrautobahn dort in problemloser Fahrt direkt nach Regensburg auf dem CP Azurcampingpark. Ursprünglich wollte ich nur auf dem davorliegenden WMÜn-Platz, aber der war doch etwas zu öd so das wir den CP aufsuchten und dort auf einen Kleinplatz ohne Strom um schnäppchenartige € 20.-übernachteten. Eine Radfahrt in die City auf schönen RW verkürzte die Zeit.
Am nächsten Morgen strömender Regen, der mir nach dem Zusammenpacken eigentlich die Dusche erspart hätte, ging es auf der A93 nach Norden . Mittagspause auf dem nun schon bekannten lieblichen SP in Thierstein.
Bei schöneren Wetter nächstes Ziel Magdeburg , nach ebenfalls staufreier und zügiger Fahrt kamen wir an den SP Petriförder direkt am Elbe-Ufer in Innenstadtnähe der sich zunächst in puncto Erreichbatkeit als Mysterium darstellte, von oben sah man unten einige WOMo`s stehen aber es war keinerlei Einfahrtsmöglichkeit auf den ersten Blick zu erkennen überall nur wehrhafte Bodenpoller. Bis mir dann ein mitfühlender Camper das Geheimnis eines nach Einwurf v.5 Teuros sich senkenden Mittelpollers erklärte und der Einfahrt stand nichts mehr im Wege , der Geldeinwurf war in einen Seitensockel integriert und äußerst unauffällig . An Magdeburg fand ich vor allem den Dom und das Hunderwasserhaus sehenswert . Nachdem es am nächsten Morgen um 5h45 an die Tür klopfte und eine freundlich Frauenstimmen zum Stellungswechsel aufforderte ( nicht so wie man denken könnte) da hier an einem Teil des Platzes ein großer KrämerMarkt ablaufen werde ,kam ich in den Genuss eines Sonnenaufgangs über der Elbe ,was auch sehr reizvoll war.
Da Sonntag ,war es auf den Straßen ungewöhnlich ruhig und die Weiterfahrt über die B71 in Richtung
Lüneburg war eine wirkliche Sonntagsfahrt, gegen 14h waren wir dort und die Stadt nahm einen gleich gefangen, ein relativ kurzer Spaziergang begeisterte, leider waren wir dummerweise von der fixen Idee getrieben noch am Sonntag, verkehrsberuhigt in HH einzulaufen denn Lüneburg und Umgebung hätten noch sehr viel geboten und wären einen längeren Aufenthalt wert gewesen.
Das Einlaufen in HH war in der Tat staufrei und wir erreichten sofort den geplanten Übernachtungsplatz in der Glacischaussee wo aber keinerlei Verweilgelüste aufkamen und ich versuchte den Platz zw. Landungsbrücke und Fischmarkt zu erreichen den ich aber beim ersten Anlauf übersah und bis zum Fischmarkt Altona fuhr als ich dort beim Wenden einen versandeten und versandelten Parkplatz sah wo direkt am Ufer einige Alternativ-WM`standen , als meine Frage ob man hier stehen darf mit überzeugenden Ja beantwortet wurde gab es für mich keine Frage hierzubleiben da sich gerade in diesem Moment eine riesige Wand sprich Containerschiff in 100 m Enfernung hereinschob und mich als Binnengebirgler die Augen aufreißen ließ. Nachdem ich eine Hecksitzgruppe habe wurde der Abend mit viel Schifferlschauen sehr abwechslungsreich. (zumindest für mich , meine Frau war unverständlicherweise nicht allzu interessiert ?) Am nächsten Morgen wieder Mistwetter , ich fuhr zu dem inzwischen entdeckten Parkplatz an der Hafenstraße von wo es ein Katzensprung zu den Landungsbrücken ist. Wir besuchten das Museumsschiff „ Cap San Diego“ ,wo mich besonders die 11000PS Maschine und die 48cmDM und 56m lange Schraubenwelle faszinierte. Eine sehenswerte Ausstellung an Bord über die Auswanderungswellen im 19.u.20.Jahrhundert rundete den Besuch ab. Danach die obligate Stadtrundfahrt mit einen leider geschlossenen Oberdeckbuss war sehr interessant aber muß bei offenen Verdeck und schönen Wetter ein Genuß sein. Vom Parkplatz machte ich dannach so kleinere Endteckungstouren mit dem Fahrrad u.a. auch zur Speicherstadt. Die ganze Zeit hatte ich mir vorgenommen die Wunderwelt zu besuchen, aber als ich dann davorstand war der Drang hineinzugehen wie weggewischt und ich fuhr in die Innenstadt ,das mich dann ein Wolkenbruch erwischte war schon selbstverständlich.
Nach Ablauf der Parkfrist machten wir uns zum CP Buchholz in der Kielerstraße auf wo uns ein Plätzlein zugewiesen wurde ,sehr wenig Komfort ,eine mini Dusche mit Plastikvorhang das Ganze für 25.-€ o. Strom und extra Dusche.
Am meisten erstaunte mich das es in der Chemietoiletten-Entleerungs-Box keinerlei Wasseranschluss gab nur eine Closplülung
und man erst zur einzigen freien Wasserzapfstelle am Haupthaus gehen muß, um die Cassette auszuspühlen, äußerst unbefriedigend aber bei dem fast nicht vorhandenen Cp-Angebot in HH eine logische Situation.
Wie dem auch sei , wir fuhren mit der S-Bahn wieder in die City ,um fußläufig nochmals alles einwirken zu lassen und verbrachten dort den Rest des Tages.
Nächster Morgen ,Wetter verhältnismäßig OK ,aber stürmisch, wir verließen HH über die Hafenstraße- Elbchaussee –Blankeneese die Villen dort machen schon was her, hier sieht man wo das Geld wohnt. In Brunsbüttel war natürlich das Ziel die Nord-Ostsee Schleuse , zu meinem Entzücken lagen gerade 2 prächtige Segelschiffe in der Wanne und warteten auf die Weiterfahrt n.HH zur Teilnahme am Hafengeburtstag.
Weiter nach Büsum wo ich mir den SP am Hafen ansah und er war so wie schon mehrmals beschrieben-uneinladend. Der CP Nordseestrand am anderen Ende war da schon ganz was anderes, für € 18.- o.Strom nicht viel teurer aber ungleich schöner .
Am späteren Abend erklommen wir den Deich und sahen endlich die Nordsee vor uns. Ein orkanartigen Wind der einen fast umwarf bekräftigte das rauhe Image dieses Gewässers.
Wir spazierten trotzdem noch ins Zentrum von Büsum
und die untergehende Sonne gab der grünen Uferböschung und den bunten Strandkörben ein mitreißendes Ausehen.
Wer hat eigentlich dieses 20 stöckige Hochhaus-Monster dierekt am Ufer auf dem Gewissen?
Am nächsten Morgen wollten wir noch mal einen Blick über den Damm werfen, aber ein Männchen in einem blauen Häuschen wollte € 2,75/Nase dafür , Kurtaxe nannte er sein Ansinnen, mit einer gemurmelten Verwünschung unterliesen wir das Vorhaben.
Beim nachfolgenden Starten des Womos zur Weiterfahrt tat sich gar nichts , die Batterie war in der Nacht sanft entschlafen der Platzmeister gab Starthilfe zur Fahrt nach Heide wo ich nach einigen Suchen ein ATU Geschäft fand wo es um € 78.- eine Neue gab. Wär an sich kein großer Fall war ja schon 10Jahre alt die Batterie, wenn ich nicht zu Hause in der Garage eine fast Neue herumstehen hätte die ich dooferweise nicht vor der Fahrt eingebaut hatte obwohl mir die innere Stimme dazu geraten hat, kurz einmal angeärgert dann war der Fall gegessen. Weiter bei böigen Seitensturm aber wolkenlosen Himmel nach St.Peter–Ording. Nachdem dieses Seebad 12km lang ist und sich in 3 Ortsteile aufteilt war es vorerst einmal etwas unübersichtlich für mich und ich war unentschlossen welchen CP ich nehmen sollte .
Nach kurzer Desorientierung kurvten wir einmal vom einen zum anderen Ende um schließlich in St.Peter Bad die vom Wind arg strapazierten Knochen dem warmen Schwefelwassser in der Dünentherme zuzuführen. Man konnte bis 22h bleiben und hatte einen stimmungsvollen Badeabend incls. Dünenblick u. angedeuteten Sonnenuntergang. Einfachheitshalber blieb ich gleich am Bad-Parkplatz zur Nacht. Vormittags entschieden wir uns für den unserer Meinung nach strandnahesten CP – Saas in St.Peter Dorf ganz unten und hatten es nicht bereut, super Platz freundliches Personal,
gutes Preis/Leistungverhältniss und wirklich nur über den Deich und man war mitten in den Dünen und am ca.2km breiten Strand mit seinen charakteristischen Pfahlbauten . Leider machte das wechselhafte ,kalte ,stürmische Wetter
ein allzulanges Aufhalten im Freien etwas schwierig. Eine versuchte Radfahrt zum Westerhever Leuchturm mußte nach 5km wegen zu starken Regen abgebrochen werden,
ich muss aber sagen das wir ganz schlecht für diese Art von Wetter ausgerüstet waren , Mountainbikes ohne Kotschützer, keine wasserabweisend Hosen,geschweige einen Ostfriesen Nerz- eben wie Nordsee-greenhorns. Fuhren dann mit dem WOMO zum Turm , ein eindrucksvoller Bau inmitten der Salzwiesen .
Am Muttertag ,wieder schönstes Wetter ,wir brachen auf um uns nach Osten zu verlagern.
Dazwischen Besuch des schnuckeligen Holländerstädtchens Friedrichstadt wo man sich auf Anhieb heimelig fühlt und sich an den kunstvoll gestalteten Hausfasaden und den Kanälen erfreuen konnte.
Dannach wurde die Gegend ziemlich öde und wir fuhren durch bis Timmeldorfer Strand an der Ostsee
wo ich auf einen gebührpflichtigen Parkpl. eincheckte (€10.- Mindestgeb. - 24 Std. )
Am nächst Morgen es war deutlich wärmer und windstiller ,eine wunderbare Radfahrt direkt am neuen Uferweg in Richtung Travemünde wo es auch über eine Art von Steilküste zur Linken und wogenden Weizenfelder zur Rechten abwechslungsreich dahinging. Gegen Mittag weiter mit dem Auto n.Travemünde , kurzer Hafenbummel Photos von der „Passat“ dem Schwesterschiff der untergegangenen „Pamir“ geschossen und direkt weiter nach Lübeck dort muß man für den Eintritt in die Stadt € 2,20 abliefern .
Mit dem Rad die highligths abgefahren und bald weiter da es aber schon später war versuchte ich in der Nähe v. Schwerin den SP „Langen –Brütz „ zuerreichen wie er im Reisemobil SP Führer angegeben ist, das einzige wohin mich das Navi mit der angegebene Adresse schickte war der extrem holprige Vorhof einer abgewrackten Kolochose bis ich nach 2 Versuchen frustriert aufgab und den CP Seedorf ansteuerte, dort war die Welt wieder in Ordnung. Generell hatte ich den Eindruck das sich das Navi-Kartenmaterial im Osten nicht so fit anfühlt ein 1,5 Jahre altes Programm ist bei der Vielzahl an Neubauten
sowiso schon nur mehr bedingt einsetzbar. (TTgo5)
Am nächsten Tag auf direkten Weg nach Berlin, ich hatte mir die A24 als total überlastete Piste vorgestellt - dem war aber gar nicht so ,erstaunlich wenig Verkehr an einem Dienstag. Zielvorgabe – unter den Linden und trotz Wolkenbrüche und rush hour kamen wir staufrei an. Gleich in Nähe der Universität geparkt und den nächstbesten Rundfahrtsbus geentert, um die obligate Stadtrundfahrt zu absolvieren. Nachdem ich mir diesmal vorgenommen habe fast nur SP´s od.CP`s zu benützen steuerte ich dann den SP Berlin-Mitte; Chausseestraße 82 an den ich erst nach 2 Anläufen erreichte da ich von irgendwo die Hausnummer 7 aufgelesen hatte und da war nichts und ich gab schon wieder Gott und der Welt die Schuld wieder einmal eine Adresse nicht finden zu können, ein Kontrollblick in den ADAC CP-Führer war dann die Rettung , aha Nummer 82 wäre richtiger und es passte dann auf einmal - dort waren noch wenige Plätze frei aber es passte für eine Nacht.
Nächsten Tag noch eine kurze Schiffsrundfahrt die nicht allzu viel hergab, man sollte eher besser die mehrstündige Variante nehmen um mehr von Berlin und dem Umland zu sehen.
Danach ritt mich der Teufel und ich fuhr mit dem WOMO direkt zum Kuhdamm , geschickt alle Stau´s ausnützend. Letztendlich war auch diese Hürde geschafft, einmal rauf und runter und dann versucht die ATB nach Potsdam zu erreichen der beginnende
Ferienverkehr – Mittwoch früher Nm machte sich schon bemerkbar aber es ging noch ganz gut dahin. Nächstes Pflicht-Ziel für mich als Protestant kann nur Lutherstadt-Wittenberg sein. Kurzes Proviantfassen da ja nächster Tag Feiertag dann zum CP "Marina –Camp –Elbe" am Brückenkopf ein 4-Sterne Platz direkt am Ufer der Elbe mit Blick auf die Schloßkirche v.Wttbg. Der Platz ist wirklich eine hochwertige Wohlfühlanlage 20.- € incls.Strom/Dusche auch Brötchenservice am Feiertag ist Standard. Das Lutherhaus und das städtische Umfeld wurde am nächsten Tag genauer in Augenschein genommen. In den Nebenstraßen ist es teilweise wohl noch sehr DDR-haft
aber die wichtigen Straßen u. Plätze sind mustergültig restauriert. (Rom wurde auch n.a. 1 Tg erb. )
Gegen Mittag brachen wir dann zur längsten Etappe auf und da man an Sonn.-u.Feiertagen auf deutschen ATB und Bundestraßen sehr gut vorankommt erreichten wir gegen Abend nach 580km den WM-Stellplatz von Burghausen an der österr.Grenze. Dort hatten sich 3 oder 4 Familen mit Wohnwägen und riesigen Vorzelten so geschickt aufgestellt und eine Wagenburg gebildet ,das exakt der halbe Platz belegt war. Teilweise standen die WOMOS an der Zufahrtsstraße und hatten den Platzbesetzern das Feld überlassen, wir auch. Am nächsten Vormittag ein Burgrundgang der immer wieder Neues entdecken läßt , wie die originellen über das ganze Gelände verteilten Blechkunstwerke.
Burghausen war die letzte Station einer Deutschlandreise die wir in angenehmer Erinnerung behalten werden, leider hatten wir für einige der besuchten Städte wie Friedrichstadt, Lüneburg oder Lübeck wieder viel zu wenig Zeit eingeplant. 14Tage können so schnell vergehen.
grüße
schulze

