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Wir wollen uns so langsam an den Austausch unserer bisherigen Innenraumbatterieanlage ranmachen. Derzeit ist ein älterer Solarregler im Einsatz, 2x 100ah-Bleibatterien parallelgeschaltet und ein Bluebatterie-Shunt und vier Solarmodule, wo ich keine Angaben zur Leistung habe.
Ein Votronic Solarregeler MPP 350 wird jetzt das nächste Teil sein, was gekauft wird. Nun aber zu den Batterien - ich muss aus finanziellen Gründen einen Spagat zwischen leistungsfähigeren, längerhaltenden Batterien als zu den jetzigen machen. Könnt Ihr mir bitte Aufklärung geben, welcher Batterietyp in der Reihenfolge der Leistung und der Kosten nennen? Ich hoffe ich habe mich so ausgedrückt, das Ihr versteht was ich meine.
Wenn du bei Bleibatterien bleiben willst, sind Gel-Batterien für die Anwendung als Aufbaubatterie im Allgemeinen deutlich haltbarer als normale Blei/Säure oder AGM-Batterien. Bedingung ist, dass sie nicht mit einem WR gequält werden (Gels haben niedrigere zulässige Entladeströme als die anderen Typen) und oft genug ihre benötigte, lange Adsorptionsphase bekommen. Gute Gels kosten allerdings auch ihr Geld.
Die längste Lebensdauer (allerdings auch zum höheren Einstandspreis) dürftest Du mit LiFePOs haben. Mit Fertigakkus muss man da etwas Glück haben, dass die anstandslos funktionieren. Konkurrenzlos günstig ist ein Selbstbau, was auch keine Raketenwissenschaft ist und den Vorteil hat, dass man seinen Akku hinterher genau kennt und 100% Zugriff auf alle Parameter im BMS hat. Noch ein Vorteil ist die Gewichtsersparnis ggnü. Bleiklötzen.
Die billigste Lösung könnten aber auch Blei/Säure vom Grabbeltisch sein (Baumark o. Ä.). Die halten dann vielleicht nur 3 Jahre, kosten damit pro Jahr aber trotzdem weniger als alle hochwertigeren Lösungen. Man muss dann halt damit Leben, dass mal spontan eine stirbt, aber diesen Typ bekommt man ja nun wirklich an jeder Ecke.
bis denn,
Uwe
Trashy am 01 Jun 2022 10:43:28
Moin,
du kannst AGM nehmen für Hochstromanwendungen wie z.B. einen Wechselrichter. Kann auch etwas mehr zur Verfügung stehenden Ladestrom aufnehmen als ein GEL Akku. Lädt also in gleicher Zeit etwas mehr. Bei begrenzter Ladezeit wie Solar ein netter Faktor.
Gelakku, wenn du nur normale Verbraucher hast. Kann langlebiger sein als AGM.
LiPoFe wenn du beide Vorteile vereinen willst
LiFeYPo lassen wir wegen der Kasse außen vor.
Anzeige vom Forum
Trashy am 01 Jun 2022 10:46:28
Tinduck hat geschrieben:Die billigste Lösung könnten aber auch Blei/Säure vom Grabbeltisch sein (Baumark o. Ä.). Die halten dann vielleicht nur 3 Jahre, kosten damit pro Jahr aber trotzdem weniger als alle hochwertigeren Lösungen. Man muss dann halt damit Leben, dass mal spontan eine stirbt, aber diesen Typ bekommt man ja nun wirklich an jeder Ecke. bis denn, Uwe
Stimmt. Wenn aber der Ausfall im Ausland stattfindet können für so einen Bleiklumpen exorbitante Preise aufgerufen werden. Habe kürzlich einer Dame in Fin geholfen. Starterakku defekt. Der nächste Händler hat sich die mit 200 Piepen vergoldet.
rkopka am 01 Jun 2022 11:19:42
JohnDeere hat geschrieben:vier Solarmodule, wo ich keine Angaben zur Leistung habe.
Das steht auf dem Typenschild, das aber oft unten liegt und nicht sichtbar ist. Die Leistung kann man recht gut über die Fläche abschätzen. Einfach mit aktuellen Angeboten vergleichen. Wenn sie älter sind, etwas weniger, auch wegen der Alterung. Falls die Einzelmodule im Panel sichtbar sind, kann man Schlüsse auf die Nennspannung ziehen. Einfacher gehts mit Messen oder Ablesen am Regler.
RK
Gast am 01 Jun 2022 13:46:25
Bei Bordakkus, die keine LiFePO sein sollen (aus Preisgründen), kann ich immer nur zu den Banner AGM Runningbull raten. Ich hatte diese 9 Jahre lang im Womo, inkl. Wechselrichterbetrieb. Nach 9 Jahren habe ich das Womo verkauft, die Akkus waren immer noch top. Wichtig ist nur, den Solarregler auf den korrekten Akkutyp einzustellen, dann hat man lange Freude dran. Und mit rund 160,- für den 92Ah-Akku ist man noch relativ günstig dran.
Bei den PV-Modulen schätze ich mind. 100W pro Modul. D.h. Du kommst wahrscheinlich nicht mit einem 350er-Regler aus. Außer es wären 18V-Module, die Du dann mit 2 Modulen in Reihe schalten kannst, und dann das 2er-Pärchen parallel zu den anderen in Reihe geschalteten Modulen. Wenn Du keine Angaben finden kannst, dann einfach die Leerlaufspannung am Modul messen. Der Votronic geht bis max. 50V.
Gruß Axel
rkopka am 01 Jun 2022 14:05:56
Trikeflieger hat geschrieben:Bei den PV-Modulen schätze ich mind. 100W pro Modul. D.h. Du kommst wahrscheinlich nicht mit einem 350er-Regler aus. Außer es wären 18V-Module, die Du dann mit 2 Modulen in Reihe schalten kannst, und dann das 2er-Pärchen parallel zu den anderen in Reihe geschalteten Modulen.
Das ändert aber nichts an der Leistung, weil die (bei 12V System) für beide Seiten gilt. Auch für den Ladezweig. Einige Regler (nicht der) können mit einer 24V Batterie die doppelte Leistung.
RK
JohnDeere am 01 Jun 2022 14:29:11
Mensch, danke für die Hinweise in so kurzer Zeit!
Ja, einen Wechselrichter haben wir in Gebrauch, aber nur zum Fernsehen und für die morgentliche Kaffeemaschine und nur selten für den Laptop.
Derzeit ist dieser verbaut und dass auch schon scheinbar lange: Wo ich aber nirgends ablesen kann, ob es der 10A, 20A oder 30A - Typ ist. Spannung am Solarregler in Halle ohne Sonnenlicht 5,19V mit Sonneneinstrahlung 18,36V, wobei ich nicht mehr weiß, ob da die Batterien angeschlossen waren.
Ich habe im Forum gelesen, dass der große Nachteil der Bleisäure-Starterbatterien (die ich ja habe) ist, dass die Kapazität erst gut gehalten wird, dann aber schlagartig ab 50% Restkapazität stark an Leistung verliert. Ich strebe an, dass die Kapazitätskurve flacher verläuft, also die Ladung länger hält.
Wenn ich meine beiden 100ah Starterbatterien durch 2x 92ah Banner AGM Runningbull, wie Axel schrieb, ersetze sollte ich ein Wochenende mit besser zurechtkommen?
Tinduck am 01 Jun 2022 14:39:11
JohnDeere hat geschrieben:Wenn ich meine beiden 100ah Starterbatterien durch 2x 92ah Banner AGM Runningbull, wie Axel schrieb, ersetze sollte ich ein Wochenende mit besser zurechtkommen?
Nö, eher nicht, falls die Starter noch OK sind. Wenn sie schon am Ende ihrer Lebenszeit sind, werden die neuen Batterien natürlich erstmal mehr Kapazität haben.
Wenn du mit 200 Ah nomineller Kapazität länger auskommen möchtest, musst du auf einen anderen Batterietyp umsteigen.
Gute Gels darf man etwas tiefer entladen als AGM oder Blei/Säure, aber auch nicht viel, da redet man statt 50% über 40% oder vielleicht 30% Restkapazität, bevor der Akku wirklich leidet.
Viel besser wird das erst mit LiFePO. Da würden 200 Ah dich eher doppelt so weit bringen wie deine Bleibatterien vorher, und dazu kommt noch, dass die per Solar wesentlich schneller wieder geladen werden als Bleibatterien, weil der Ladestrom mit steigender Batteriefüllung nicht abnimmt (erst oberhalb von 95% der Kapazität, bei Blei geht das viel früher los und dann braucht man für die letzten 10% auch noch stundenlange Adsorptionsphasen, das fällt bei Li komplett flach).
Wenn du bei Blei bleiben willst, musst du eigentlich mehr Batterien reinstellen, um eine nennenswert längere Nutzungsdauer zu haben. Oder den Verbrauch reduzieren :D
bis denn,
Uwe
Gast am 01 Jun 2022 14:45:38
rkopka hat geschrieben:Das ändert aber nichts an der Leistung, weil die (bei 12V System) für beide Seiten gilt. Auch für den Ladezweig. Einige Regler (nicht der) können mit einer 24V Batterie die doppelte Leistung. RK
Klar, da hast Du vollkommen Recht. Ich wollte das ursprünglich anders schreiben, darum der Fehler :?
Gast am 01 Jun 2022 14:55:57
JohnDeere hat geschrieben:Wenn ich meine beiden 100ah Starterbatterien durch 2x 92ah Banner AGM Runningbull, wie Axel schrieb, ersetze sollte ich ein Wochenende mit besser zurechtkommen?
Also für ein Wochenende brauchst Du nicht mehr wie Du jetzt schon hast. 200Ah reichen für 2 Tage locker aus. Das machen andere Womo-Fahrer mit einer 100er und das noch ohne PV. Ich hatte beim alten Womo nur 110W oben auf dem Dach und hatte nie Probleme. Ich habe sogar zeitweise den Kühlschrank auf 12V laufen lassen, weil meine Akkus um die Mittagszeit immer wieder voll waren. Knapp werden die 200Ah (bei AGM real verfügbare 120Ah), wenn Du noch E-Bikes laden oder hochstromige Verbraucher länger laufen lassen willst.
Die gemessenen 18V beim PV-Modul sollte eigentlich die Leerlaufspannung sein. D.h. Du könntest jeweils 2 in Reihe schalten.
Gruß Axel
JohnDeere am 01 Jun 2022 14:58:25
Hoppla, das sind Preise, die nicht ins Budget passen LiFePO 100ah in der Bucht 480.-
JohnDeere am 01 Jun 2022 15:03:07
Ich mußte letztens meine Innenraum 100ah Starterbatterie mit der im Motorraum tauschen, da die vorne fertig war. Daher jetzt die Überlegung zum Wechsel auf einen anderen Typ
Nun gäbe es die Alternative zwei neue zu der einen noch vorhandenen dazuzustellen, also 3 Blei-Starterbaterien mit je 100ah, wovon die eine noch gar nicht sooo alt ist (1 Jahr)
rkopka am 01 Jun 2022 15:15:33
JohnDeere hat geschrieben:Wo ich aber nirgends ablesen kann, ob es der 10A, 20A oder 30A - Typ ist.
Evt. ist auf der Rückseite ein Typenschild. Allerdings wird dir das auch nicht viel bringen, weil nicht klar ist, ob das damals korrekt dimensioniert wurde.
Ich habe im Forum gelesen, dass der große Nachteil der Bleisäure-Starterbatterien (die ich ja habe) ist, dass die Kapazität erst gut gehalten wird, dann aber schlagartig ab 50% Restkapazität stark an Leistung verliert. Ich strebe an, dass die Kapazitätskurve flacher verläuft, also die Ladung länger hält.
So habe ich das noch nicht (begründet) gelesen. Allerdings wird zur Verlängerung der Haltbarkeit allgemein empfohlen, die Batterien nicht unter 50% zu entladen, oder sie zumindest sehr schnell wieder aufzuladen. Daher scheint länger unter 50% Ladung weiterzumachen nicht als gute Idee. Mit WR erst recht nicht. Die Preise relativieren sich etwas, wenn man bedenkt, daß man LiFe viel weiter runterentladen kann, ohne die Lebensdauer zu schädigen.
RK
Gast am 01 Jun 2022 15:20:41
JohnDeere hat geschrieben:Hoppla, das sind Preise, die nicht ins Budget passen LiFePO 100ah in der Bucht 480.-
Warum? 2 neue Bleiakkus liegen bei mind. 300,-, dazu noch der PV-Regler, dann bist Du bei den gleichen Kosten. Dann lieber den LiFePo, dann hast Du echte 100Ah und den PV-Regler, den Du hast, weiterverwenden. Zudem hast Du mind. die 7-10-fache Zyklenzahl , wirst also den LiFePo so schnell nicht ersetzen müssen.
Gruß Axel
JohnDeere am 03 Jun 2022 21:27:00
Ich habe heute nochmals am Solarregler nachgemessen, ohne dass die Batterien angeschlossen waren. Am Batterieausgang zwischen 13,39V - 13,46V Am Eingang wo die Solarzellen angeschlossen werden: 16,33V - 16,50V
Eine dritte 100ah Bleisäure-Starter-Batterie würde noch in die Elektronik-Box gut reinpassen. In der Bucht derzeit 69.-
Den Votronic Solarregeler MPP 350 wollte ich mir zulegen, nicht nur für die Umrüstung auf eine andere Batterieart, sondern, weil ich dann mit der BlueBatery-App auch die Starterbatterie mit einbinden kann.
Wie ich es jetzt rausgelesen habe, würde mein Spagat zwischen möglichen Budget und Kapazität eine 3. Batterie sein.
andwein am 04 Jun 2022 10:16:26
JohnDeere hat geschrieben:Ich habe heute nochmals am Solarregler nachgemessen, ohne dass die Batterien angeschlossen waren. Am Batterieausgang zwischen 13,39V - 13,46V
Und was war sonst am Solarregler / Sammelschiene noch angeschlossen?? Du has wahrscheinlich die Aufbaubatt an den Polen abgeklemmt?? Hat der Solarregler noch einen "Erhaltungsladungsanschluss" für die Start. Batt??^Ohne klare Aussage, ob der Solarreglerausgang" tatsächlich offen war ist die Aussage fragwürdig. Gruß Andreas