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Reisebericht Niederbayern Usedom und Rügen und zurück


Niederbayer64 am 26 Dez 2022 19:50:22

Hallo
Heute schreib ich mal einen Reisebericht über eine Reise mit dem Wohnmobil von Niederbayern nach Usedom und Rügen und wieder zurück. Wir haben uns ein WoMo von einem Verleiher aus unserer Nähe ausgeliehen. Es war ein teilintegriertes von Knaus mit Fiat Ducato als Basisfahrzeug. Wir hatten 140 PS und das WoMo war mit zwei Längsbetten sowie einem Hubbett ausgestattet. Alles in allem völlig normal. Wir waren nur zu zweit. Wir sind also über die Autobahn nach Hof und dann in Richtung Dresden gefahren und haben einen sehr netten Stellplatz bei einem rustikalen Wirtshaus in der Nähe von Freiberg in Sachsen gefunden. Da wir im Wirtshaus etwas gegessen haben durften wir inkl. Strom kostenlos auf dem Parkplatz neben dem Wirtshaus übernachten. Das war sehr gut. Das Essen war auch klasse. Dann fuhren wir am nächsten Tag weiter in Richtung Berlin Ost und dann nach Usedom. Da wir die Verkehrssituation auf der Wolgaster Brücke kannten, die Brücke wird saniert und ist daher nur einspurig befahrbar, wollten wir den anderen Zugang im Osten nutzen. Das wäre aber nicht nötig gewesen. Die Umfahrung hat uns 1,5 Stunden gekostet und keine Vorteile. Die Brücke wäre wahrscheinlich auch mit wenig Zeitverzug passierbar gewesen. Na denn. Wir kamen also etwas verspätet an und konnten unsere Wunschparzelle auf dem Campingplatz Dünencamp in Karlshagen belegen. Diesen Platz kann ich nur uneingeschränkt empfehlen. Der Platz ist einfach super. Sehr hundefreundlich und super sauber. Alles ist in nur wenigen Minuten zu Fuss oder mit dem e-Bike zu erreichen. Leider hatten wir mit dem Wetter dieses Jahr eine wenig Pech. Wer auf dem Dünencampingplatz eine Parzelle belegen möchte sollte sich vorher überlegen ob er mit seiner Satellitenschüssel was empfangen möchte oder nicht. Wir hatte etwas Pech und waren hinter ein paar Bäumen platziert. Daher war es nix mit Fernsehempfang über die Schüssel auf dem Dach. Der gesamte Campingplatz liegt ja in einem sehr schönen Wald mit hohen Bäumen ringsum. Der Weg zum Strand ist sehr kurz und der Strand ist wirklich eine Wucht. Schöner geht es gar nicht. Wenn das Wetter schön und es warm ist dann ist das wirklich sehr erholsam. So war es auch toll aber halt schon recht frisch und regnerisch. Unternehmen kann man einiges aber halt nicht so viel wie vielleicht auf Rügen. Man kann z.B. mit der Usedomer Bäderbahn fahren und einige andere Orte besuchen. Sogar mit dem Rad ist man recht schnell in anderen Ortschaften. Von Karlshagen aus kann man sehr schön durch den Wald nach Peenemünde fahren wo neben dem Hafen das Museum der ehemaligen Heeresversuchsanstalt liegt. Dort wurde neben anderen Dingen auch die V2 entwickelt. Der Ortsteil der Heeresversuchsanstalt mit den Ruinen ist aber schon ziemlich gruselig. Man findet eine Mischung vor die versucht neben der Raketenentwicklung für die der Name berüchtigt ist, den Hinterlassenschaften der DDR und dem Versuch ein ganz normales ostdeutsches Fischerdorf zu sein. Das gelingt natürlich nicht vollständig. Die Vergangenheit liegt schon sehr schwer auf den Schultern dieses Ortes. Die Küste ist aber traumhaft. Nach ein paar Tagen haben wir uns entschlossen nach Rügen zu fahren. Da wir mit der Schmalspurbahn fahren wollten und einen Bootsausflug zu den Kreidefelsen planten mussten wir mit dem WoMo einen Campingplatz oder Stellplatz finden der nicht zu weit weg ist von der Endstation der Schmalspurbahn. Mit einem WoMo ist man ja nicht so mobil wenn es erstmal auf einem Platz steht. Daher waren die e-Bikes sehr hilfreich. Wir fuhren also zu einem kleinen Campingplatz in der Nähe von Göhren. Dort ist es nicht super aber ganz ok. Der Strand ist ein ungepflegter Naturstrand ohne viel Schnickschnack. Mit dem e-Bike konnten wir am nächsten Tag in wenigen Minuten zur Endstation der Schmalspurbahn nach Göhren fahren. Dort eingestiegen fuhren wir in ca. 45 Minuten nach Binz. Mit einer Geschwindigkeit von ca. 25 km/h. Der Zug heißt übrigens "rasender Roland". Die Reise war klasse. Sie führt durch Wälder auf Rügen und ist sehr entschleunigend. In Binz geht es aber schon ein bisschen anders zu. Viel mondäner und deutlich schicker. Die Preise sind auch höher aber nicht unverschämt. Wir kauften zwei Tickets um mit dem Schiff zu den Kreidefelsen zu fahren und hatten viel Glück. Das Wetter wurde sehr schön und warm. Ein solcher Dampferausflug zu den Kreidefelsen ist wirklich zu empfehlen. Sehr ruhig und angenehm. Es wird auch vielerorts auf die Nazianlage PRORA verwiesen. Das ist eine Monsteranlage von Reihenhochhäusern die sich am Strand entlang quetschen. Von den Nazis nie fertig gestellt werden die Rohbauten heute nach und nach fertig gestellt, zu Luxuswohnungen umgebaut und an alle verkauft die viel Geld haben. Wir konnten gerne darauf verzichten. Zu Mittag gegessen haben wir bei Omas Küche in Binz. Sehr pitoresk und gutes Essen. Man fühlt sich wie in einem Trödelladen. Preise sind auch ok. Rügen halt. Zurück fuhren wir wieder mit dem rasenden Roland. Dann, am nächsten Tag fuhren wir wieder in die Heimat. Da wir sehr früh schon unterwegs waren und uns nur auf Rügen ein wenig verfahren hatten (die Autobahn war gesperrt, wir mussten den alten Rügendamm nehmen) ging es sehr flott und ohne Problem wieder zurück in die Heimat.

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womo-2 am 26 Dez 2022 20:21:14

Vielen Dank für den schönen Reisebericht.
Schade dass Du keine Fotos gemacht hast.

Mann am 26 Dez 2022 21:04:51

schöner Bericht, dürfte ich fragen wie das Gasthaus bei Freiberg hieß? Danke, Grüße

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scubafat am 26 Dez 2022 21:20:25

Bericht nicht schlecht nur ein paar Absätze würden das lesen erleichtern!

schnecke0815 am 27 Dez 2022 10:49:26

Ich finde es sehr schön wenn der erste Beitrag gleich ein Reisebericht ist, dafür ein Dankeschön und ein +
Allerdings, wie schon mein Vorschreiber anmerkte, wäre das Lesen und damit auch das Erlebnis viel größer wenn beim nächsten Mal ein paar Absätze eingefügt werden.

Da ich nun schon bei der Kritik bin einige wenige historischen Klarstellungen:
Der Ortsteil der Heeresversuchsanstalt mit den Ruinen ist aber schon ziemlich gruselig. Man findet eine Mischung vor die versucht neben der Raketenentwicklung für die der Name berüchtigt ist…..Das gelingt natürlich nicht vollständig. Die Vergangenheit liegt schon sehr schwer auf den Schultern dieses Ortes.


Peenemünde hat eine ganz besondere Vergangenheit - richtig. Hier steht die Wiege der Raumfahrt. Nur durch die Umsiedlung eines Großteils des Peenemünder Forscherteams unter der Leitung von Wernher von Braun war der Bau der Saturn Rakete und damit die erste Mondlandung überhaupt möglich. Das ein gewisser österreichische Gefreite die Raketen damals als sogenannte Wunderwaffe mißbrauchte ist eine andere Sache.

Und wenn wir schon in der Geschichte sind sollte man nicht vergessen, das Peenemünde die Versuchsanstalt war, Karlshagen aber über eine wesentlich schlimmere Vergangenheit verfügt. Hier waren in den Lagern die Zwangsarbeiter untergebracht und es zählte mit zum Sperrgebiet. Es ist leider deutsche Vergangenheit und jeder der in Karlshagen Urlaub macht sollte wenigstens einen Moment an diesem schönen Ort an das unendliche Leid von damals denken und hoffen, das so etwas nie wieder vorkommt, wobei die Hoffnung eher klein ist (Ukraine).

Zu dieser Erinnerung gehört dann allerdings auch Prora, das längste bewohnbare Bauwerk der Welt. Ein in Beton gegossener Größenwahn der Nazis. Dort gibt es heute allerdings nicht nur Luxuswohnungen sondern auch Mahnmale in Form von Ausstellungen und Museen.

Lieber TE, ich hoffe du siehst meinen Beitrag nicht nur als Kritik sondern als Ergänzung zu deinem Bericht.

taps am 27 Dez 2022 12:06:51

Hallo Niederbayr,
Danke für den Bericht, zu welcher Jahreszeit seid Ihr denn dort gewesen?
In Prora empfehle ich noch den Baumwipfelpfad, der einen guten Überblick über die gesamte Gegend vermittelt.

Zu Prora gibt es auch eine Ausstellung auf dem Gelände.
Dort haben wir seinerzeit erfahren, das die Anlage ein riesiges Urlaubsgelände der Nazis werden sollte (KdF= Kraft durch Freude).
Nach dem Krieg wurden die Bauten im nördlichen Bereich von der Marine als Kaserne genutzt.
Im südlichen Teil gabe es ein für DDR-Zeiten recht luxuriöses Ferienheim für NVA-Bedienstete. Es schloß sich noch ein Campingplatz an.

Richtung Saßnitz kommt man an den Feuersteinfeldern vorbei, dort kann man die sogeannten Hünergötter (Feuersteine mit Loch ) finden.

Gruß
Andreas

pipo am 27 Dez 2022 12:13:56

Schöner Reisebericht. Etwas schwer zu lesen, aber dafür sehr informativ :ja: :mrgreen:

Grillolli am 27 Dez 2022 16:54:09

Schöner Bericht :top:
Oft auf Rügen und in Binz gewesen ... aber Omas Küche kannte ich noch nicht.

Gruß Olli

Mauerblume am 28 Dez 2022 20:21:44

Cooler Bericht. Es fehlen nur noch die tollen Bilder.

Dethleffs7057 am 30 Apr 2023 08:31:09

Moin aus Lüneburg. Vielen Dank für den tollen Bericht. Da wir in 4 Wochen nach Usedom fahren, nehm ich ein paar Ideen mit. Gruß Tim

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