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mein Pioneer AVIC-EVO1-DT2-C-GR, verbaut in einem Kanus Van TI von 2019, schaltet seit einiger Zeit bei Betätigung der Bremse auf die Rückfahrkamera. Die Rückfahrleuchten leuchten dabei (beim Bremsen) nicht auf.
Bevor ich alle Kabel freilege will ich mich mit der Funktionsweise des Systems vertraut machen und bitte daher um sachdienliche Hinweise. Z.B. wie die Kamera im Normalfall aktiviert wird (woher kommt die Information "Rückwärtsgang eingelegt, über eine Verbindung zum Steuergerät?), wo ich Unterlagen über das System finden kann (auf der Pioneer Website habe ich nur eine Schnellstartanleitung und ander Dokumente gefunden, in denen nicht auf die Kamera eingegangen wird usw.. Oder, falls jemand das Problem bereits hatte und gelöst hat, wäre ich über Informationen darüber sehr dankbar.
Das kommt mir sehr bekannt vor. Hatte ich auch schon Mal. Grund war Feuchtigkeit im Stecker am Übergabepunkt Chassis zum Aufbau (Rückleuchten). Lag bei mir ungeschützt und schlecht abgedichtet im Längsträger. Getrennt, getrocknet, Kontakte gesäubert und vernünftig gegen eintretende Feuchtigkeit geschützt und alles war wieder gut.
Gast am 12 Mär 2023 18:05:27
Hallo Ulf,
in der Installationsanleitung ist beschrieben, dass das Gerät über die Fahrzeugschnittstelle mittels der Ader mit der Farbe violett/weiß das Signal bekommt, dass der Rückwärtsgang eingelegt wurde.
Dieses Kabel muss ordnungsgemäß angeschlossen werden, damit dieses Produkt erkennen kann, ob sich das Fahrzeug vorwärts oder rückwärts bewegt. Prüfen Sie, ob sich die Spannung dieses Kabels ändert, wenn der Rückwärtsgang eingelegt wird. Wenn Sie eine Heckkamera verwenden, muss dieses Kabel ordnungsgemäß angeschlossen sein. Andernfalls können Sie nicht auf die Anzeige des Heckkamerabilds umschalten.
Die Installationsanleitung für das Gerät kannst du dir bei Pionieer runterladen oder du sendest mir deine Email-Adresse per PN und ich sende dir das PDF.
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bernds2 am 12 Mär 2023 23:22:41
hmarburg hat geschrieben:in der Installationsanleitung ist beschrieben, dass das Gerät über die Fahrzeugschnittstelle mittels der Ader mit der Farbe violett/weiß das Signal bekommt, dass der Rückwärtsgang eingelegt wurde.
Das klärt ja nüscht. Die Frage ist, warum bekommt das System ein Signal, obwohl der Rückwärtsgang NICHT eingelegt wurde.
Dafür gibt es nicht viele Möglichkeiten. Eine, wenn auch eher seltene, ist die von Ermamobil beschriebene eines Kurzschlusses in einem "abgesoffenen" Stecker.
Wahrscheinlicher ist ein Massefehler im Bereich der Rückleuchten. Dabei bekommt die Rückfahrleuchte aufgrund zu hohen Übergangswiderstands des Masseanschlusses der Bremsleuchte Spannung beim Tritt auf die Bremse. Die Rückfahrscheinwerfer leuchten dabei nicht auf!
Eine weitere Möglichkeit wäre eine defekte/verdreckte/abgesoffene Anhängersteckdose. Das kommmt um diese Jahreszeit öfter vor. Das ist dann ein Kurzschluß zwischen den Anschlüssen für Bremsleuchte und Rückfahrleuchte, analog zum o.g. nassen Stecker.
Ich würde, falls vorhanden, zuerst in eine Anhängersteckdose schauen und diese gegebenenfalls trocken legen bzw. ersetzen.
ulfertg am 13 Mär 2023 11:00:54
Danke für Hinweise und Ideen bis hierhin. Ich habe gerade mit der Pioneer Hotline telefoniert, dort wurde mir gesagt dass die beiden Kabel welche in der Installationsanleitung beschrieben sind nur für die Übermittlung der Geschwindigkeit zuständig seien. Laut meinem Ansprechpartner erhält das AVIC-EVO1 das Signal "Rückwärtsgang eingelegt" vom CAN Bus über einen fahrzeugspezifischen Adapter. Und er vermutet dass dieser Adapter defekt ist. Ich mache mich die Tage auf Suche und melde mich wenn es etwas zu berichten gibt.
PS: eine Anhängersteckdose ist an dem Fahrzeug nicht verbaut.
ulfertg am 14 Mär 2023 16:39:01
Kurzer Zwischenstand: Die Informationen die ich hier im Thread von euch erhalten habe waren bislang deutlich hilfreicher und zielführender als die der Pioneer Support Hotline. Ich habe eines der beiden Kabel zur Sicherungsbox durchgemessen, und tatsächlich, bei Einlegen des Rückwärtsganges liegen dort ca 12,4 Volt an, bei betätigen der Bremse 2,6V (also irgendwo ein Fehlerstrom) und im Ruhezustand nur wenige mV. Als nächstes werde ich die Rückleuchten untersuchen, einfach weil das recht schnell und bequem möglich ist. Wenn ich den Fehler dort nicht finde, muss ich wohl ein wenig unter dem Fahrzeug herumkrabbeln.
ulfertg am 16 Mär 2023 15:10:13
Dank eurer Hinweise habe ich die Ursache gefunden, es sind die kaum abgedichteten Dosen unter der Garage. Dort fließt bei Regenfahrten fleißig Wasser durch und lässt die Kontakte gammeln. Die Schrauben, welche die Dose an dem Garagenboden fixieren, rosten im Holz ordentlich, ein Zeichen dass dort auch Wasser in das Holz eindringt. Ich habe die Kontakte mir IPA ausgespült, danach sank der Signalpegel "Rückwärtsgang eingelegt" am Radio bei Tritt auf die Bremse sofort von über 4V auf unter 1V.
Ich bin wieder mal aufs Neue von der Qualität meines 2019er Knaus enttäuscht, da hatte ich beim Kauf viel zu hohe Erwartungen.
Jetzt überlege ich wie ich das saniere. Entweder das Komplettprogramm mit Umbau auf IP67 Abzweigdosen oder ich zeichne und drucke erstmal nur eine Dichtung für die vorhandene Dosen.
Gibt es etwas mit dem die Kontakte eingesprüht werden können um sie dauerhaft gegen Feuchtigkeit zu schützen, das dabei aber bei einer eventuell notwendigen späteren Revision nicht verflucht wird?
Die Fotos zeigen die rechte Seite, die linke war noch nass im Inneren.
hampshire am 16 Mär 2023 16:47:22
bernds2 hat geschrieben:Das klärt ja nüscht. Die Frage ist, warum bekommt das System ein Signal, obwohl der Rückwärtsgang NICHT eingelegt wurde.
Wenn das Signal vom Einschalten der weißen Rückfahrleuchte genommen wird ist es ein ganz simples "Strom an". Das ist dann nicht anders wie das "Strom an" vom Aufleuchten der Rücklichter. Gibt es eine Kontaktbrücke oder einen Fehlkontakt, dann kann das "Strom an" der Rückleuchten das Steuersignal an den Pioneer Receiver sein das Kamerasignal auf den Monitor zu schalten. In diesem Fall geht das Bild der Rückfahrkamera auf den Monitor auch wenn kein Rückwärtsgang eingelegt ist.
bernds2 am 16 Mär 2023 17:09:53
hampshire hat geschrieben:Wenn das Signal ........ Rückwärtsgang eingelegt ist.
Schön das Du das wiederholst, was ich weiter oben bereits beschrieben habe.
Das hat aber immer noch nichts mit der Installationsanleitung zu tun.
ät "ulfertg": Da die Kappe nur ein Schutzdeckel und keine Verteilerdose ist, würde ich den ruhig wiederverwenden. Aber mit einem ordendlichen Wulst Dichtungsmasse zwischen Deckelkante und Siebdruckplatte. Und dann von unten zwei kleine (z.B. 3mm) Löcher in die Deckelecken bohren, damit Kondenswasser abtropfen kann.
Auf keinen Fall hermetisch abdichten! Das funktioniert sowieso nicht.
Ich sprühe solche "Problemstecker" nach dem reinigen und nach der Wiedermontage mit Batteriepolfett (Sprühdose!) ein. Das ist neutral, verdrängt einigermaßen Wasser und schützt vor Korrosion. Vermutlich gibt es dafür aber auch spezielle Mittelchen.
hampshire am 16 Mär 2023 22:56:44
bernds2 hat geschrieben:Schön das Du das wiederholst, was ich weiter oben bereits beschrieben habe.
Na dann habe ich Deinen Text wohl nicht richtig gelesen. Sorry.
Joachim260 am 16 Mär 2023 23:38:31
Zum isolieren geht zum Beispiel das --> Link oder ein anderes Silikonöl
Gruß Joachim
rkopka am 17 Mär 2023 10:43:19
ulfertg hat geschrieben:Gibt es etwas mit dem die Kontakte eingesprüht werden können um sie dauerhaft gegen Feuchtigkeit zu schützen, das dabei aber bei einer eventuell notwendigen späteren Revision nicht verflucht wird?
Beim Modellbau (Boote und Wasserflugzeuge) haben wir oft wet protect: --> Link Da gabs sogar mal ein Video, wo sie eine geschützte 230V Glühbirne untergetaucht haben.
RK
ulfertg am 17 Mär 2023 12:09:50
Danke für die Tipps!
Ich habe gestern dieses Mittelchen gekauft: --> Link Und gerade auch noch ein Döschen WET.PROTECT - die Bewertungen dazu klingen hervorragend. Das werde ich beides erstmal an einem alten Stecker testen um es besser einschätzen zu können und dann entscheide ich, welches ich verwende.
Gummidichtungen drucke ich gerade - und mit der Kombination der beiden Maßnahmen habe ich damit dann hoffentlich keinen Ärger mehr.
Gast am 17 Mär 2023 12:28:38
ulfertg hat geschrieben:...Gummidichtungen drucke ich gerade...
Mit welchem Filament druckst du das?
ulfertg am 17 Mär 2023 12:31:17
Das Bauteil drucke ich gerade mit Ninjaflex TPU.
Generell finde ich Flex-Filament sehr interessant für viele Anwendungsbereiche, z.B. spezielle Dichtungen oder Bauteile die sonst nicht montiert werden könnten.
rkopka am 17 Mär 2023 13:24:16
ulfertg hat geschrieben:Generell finde ich Flex-Filament sehr interessant für viele Anwendungsbereiche, z.B. spezielle Dichtungen oder Bauteile die sonst nicht montiert werden könnten.
Oder für Bauteile, die aus hartem Plastik durch Stöße und Schläge schnell brechen würden oder die etwas halten und sich dafür ein wenig verbiegen sollen, was sonst z.B. mit einer Feder gemacht würde. Ich hab im Womo eine Leiterhalterung am Aufbewahrungsort, die sich etwas biegt zum Einrasten. Die harte Variante war bei einem Schlag gebrochen.
RK
bernds2 am 17 Mär 2023 13:41:47
ulfertg hat geschrieben:Gummidichtungen drucke ich gerade - und mit der Kombination der beiden Maßnahmen....
Coole Sache, Respekt! Aber ich warne nochmals davor, das Konstrukt hermetisch verschließen zu wollen. Das funktioniert in der Art nicht, da hilft dann auch wet-protect nichts.
Wünsche auf jeden Fall viel Erfolg.
ulfertg am 02 Apr 2023 21:04:34
bernds2 hat geschrieben:Aber ich warne nochmals davor, das Konstrukt hermetisch verschließen zu wollen.
Nein, das will ich nicht mit den Dichtungen bezwecken - es soll lediglich weniger Feuchtigkeit eindringen. Da Knaus jeweils mehrere Leitungen durch eine Tülle geführt hat, gelangt da eh schon eine gewisse Menge des Sprühnebels bei Fahrten auf nasser Fahrbahn hinein. Die Dosen haben bereits einen Ablauf - der ist auf dem Foto nicht gut zu erkennen.
Ich habe die Steckleisten ordentlich mit IPA gespült, getrocknet und mit wet.protect eingesprüht. Und dann die Dosen mit den neuen Dichtungen montiert. Jetzt hoffe ich, dass ich erstmal lange Zeit Ruhe damit habe.