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Liebe Mitreisende, wir bauen uns gerade eine fette Anhängerverkupplung in unseren Fiat Ducato Kastenwagen ein (echt schwer das Ding ...). Die Verkabelung mit spezifischem Elektrosatz erfordert nun ja immer eine Dauerplusleitung, die zur Starterbatterie gelegt werden soll. Das ist bei unserem Weinsberg Carabus 600K Kastenwagen ein laaaaanger Weg - entweder unter dem Fahrzeugboden oder irgendwie innen quer durch die ganze Kiste. Nun haben wir ja eine schöne dicke Aufbaubatterie hinten im Fahrzeug unter den Betten - ganz in der Nähe der Kupplungselektronik. Spricht irgendwat dagegen, die Dauerplusleitung einfach an diese Batterie anzuschließen? Wir ham da schon im Internet recherchiert, aber alle Menschen schließen Dauerplus immer brav nur an die Starterbatterie an. Wieso denn bloß? ... Hmmmm ...? Danke schon mal sehr für euren fachkundigen Rat. Nicht fachkundig, nur Meinung... Es spricht m.E. nichts dagegen, Dauerplus an die Bordbatterie anzuschließen. Allerdings hat dein Womo ja auch ein EBL (Elektroblock), der vermutlich in der Nähe der Bordbatterie sitzt. Dort ist (fast) immer auch ein Starterbatterie-Anschluss vorhanden, bei den meisten EBLs nach dem Öffnen des Deckels mit +B1 bezeichnet (M6 Schraubklemme), +B2 wäre dann die Bordbatterie Hallo, Wofür wir denn Dauerplus bei Deiner Anhängerkupplung genutzt? Falls Aufbaubatterie und Fzbatterie mal nicht verbunden sind (warum auch immer), kann sich der Verbraucher evtl Plus im Aufbauakku holen, und Minus über die Fzbatterie. Daher, welcher Verbraucher. Grundsätzlich vielleicht nicht schlimm, aber wenn die FzElektronik das registrieren sollte, kann es evtl eine Fehlermeldung geben. Könnte, muss nicht. Eigentlich glaube ich selbst nicht daran. . Ohh, das ist ein guter Tipp mit dem Elektroblock. Der ist bei uns sogar noch näher an den Rückleuchten als die Aufbaubatterie. Dankeschön. Da schau ich morgen gleich mal nach. Das wär ja super ... Und zum zweiten Beitrag: Dauerplus wird ja immer gebraucht für die korrekte Funktion des kleinen Steuergeräts - und nicht nur, wenn man an der Anhängerkupplung Strom für irgendwas im Anhänger braucht. Den hübschen Sportpferden hinten drin vor dem Reitauftritt unterwegs mit dem Föhn noch schnell die Mähne schick frisieren ... Soweit sind wir aber noch nicht ganz. Vorerst haben wir nur nen schicken Fahrradträger auf der Kupplung rumliegen. Der hat's gut ... Wenn du ein Trennrelais zwischen Starter- und Aufbauakku geschaltet hast, dann ist es bei laufendem Motor vollkommen unerheblich, aus welcher Batterie man den Dauerstrom entnimmt. Masse müsste in dem Fall so oder so gemeinsam sein. Interessant wären dann nur die jeweiligen Kabelquerschnitte und -Längen. Im Fall, dass der Motor nicht läuft, wäre mir eine Schaltung über den Aufbauakku lieber. Einfach, damit man sich nicht versehentlich den Starterakku leernuckelt z.B. über Licht im Kastenanhänger etc. Kommt halt darauf an, wozu man den Strom im Anhänger verwendet.
Aber Vorsicht: Nicht das die Pferde schöne Haare haben aber eure Klospülung und Licht nicht mehr gehen wenn die Aufbaubatterie leer ist. Einmal Licht im Anhänger vergessen wäre auch so ein Fall. Dauerplus ist gut aber kann euch zum Verhängniss werden. Also :-) Aufpassen :-) Gruß Andi
Außerdem hätte man ohne Womo weder Licht bei den Pferden noch könnte man diese fönen. ICH würde mal über eine kleine extra Batterie für den Anhänger und ein zusätzliches Trennrelais nachdenken? :gruebel: Grüße Dirk
Was soll das für ein Fön sein, mit 12V? :roll: Damit bekommt man nichtmal eine Kurzhaarfrisur trocken. :mrgreen: Oder soll der Anhänger dann auch einen WR bekommen, der dann über den normalen Steckkontakt versorgt wird? Das klingt noch etwas undurchdacht. Am Ende der Erstellung des Lastenhefts, würde ich mir dann entsprechende Gedanken zur Realisierung machen. Da sollte eine seperate und ausreichend dimensionierte Leitung unter dem Fahrzeug wirklich kein Problem darstellen. Wenn, dann einmal richtig und es endet nicht im Pfusch. Grüße Dauerplus an die Aufbaubatterie ist kein Pfusch sondern hat nur Vorteile. ICH würd‘s machen, sehe keinen Grund, es nicht zu tun. Gruß Michael
Mein letzter Satz bezog sich nicht auf den Anschluss an der Aufbaubatterie, sondern war allgemein gehalten. Grüße
Guck mal hier - die Beschreibung ist ganz gut und behandelt sowohl unterschiedliche Anforderungen als auch gesetzliche Vorgaben und passende Lösungen dazu. --> Link Prinzipiell ist es tatsächlich egal, woher der Dauerplus kommt. Doch es gibt aber einiges zu bedenken. Ein Aspekt betr. Masse wurde zuvor in einem Beitrag von "Ahorne7599" schon angesprochen, allerdings "elektrisch" ist dies m.E. in genannter Form nicht relevant. Trotzdem, betr. der "12V-Plus-Stromkreise" sollte man beachten, dass diese Verdrahtung Risiken birgt, wenn zwischen den beiden Stromkreisen elektrisch deutlich unterschieden werden muß. Nur als Beispiel, wo es zu Problemen kommen könnte: - Die AHK-Steckverbinder soll spannungsfrei gemacht werden, also KFZ-Batterieist abgeklemmt (beispielsweise), aber trotzdem bleibt auf Dauerplus am Stecker Spannung, die dann ungewollt einen hohen Kurzschlussstrom zulässt (wer denkt an solche unübliche Möglichkeit, dass ....) - Sollte es in der "Masse-Verbindung" zu Problemen kommen (unterbrochen oder lediglich ein schlechter Kontakt, ein häufiger Fehler!), so baut sich bei Benutzung des Dauerplus eine zusätzliche(!) "fremde Gegenspannung" auf, welche auf den Funktionsadern der KFZ-Batterie zurückfließen kann und damit z.B. im KFZ-Bordcomputer zu undefinierten Zuständen führen kann. Insofern halte ich die Bemerkung "Pfusch" nicht völlig unbegründet, denn es sollten hierbei ausreichend fachliche Kenntnisse und Massnahmen angewendet werden, damit "nur Vorteile" nicht "unglücklich" machen.
Nur mal so als Denkanstoss / Frage: das Steuergerät für die AHK wird ja in den CAN-Bus eingeschleift. Kann es da nicht u.U. zu Problemen kommen wenn die Stromversorgung des Steuergerätes von einem anderen Stromkreis kommt? Im Hinblick z.B. auf die Umschaltung der Nebelschlussleuchte,.... Grüße Dirk
Ich habe CAN-Bus, aber mein Steuergerät (Jäger) ist nicht darin eingebunden (AHK werden bei WoMo's vermutlich immer erst nachträglich vom Händler eingebaut?).
An meinem Ducato ( der TE hat auch einen ) ist ein Steuergerät von Jäger ( Art-Nr.: 124013-05632-1 ) für die AHK verbaut und das ist, wie auch in der Bedienungsanleitung --> Link angegeben, im CAN-Bus eingeschleift. Grüße Dirk
Hallo Dirk, In der von Dir genannten Anleitung und auch beim Artikel-Typ finde ich leider keinen Hinweis, dass dieses Steuergerät im CAN-Bus eingebunden ist. :roll: Laut Seite 8 der verlinkten Anleitung soll der originale Kabelbaum, in Höhe des linken Hinterrades, aufgetrennt ( Stecker ) und der Kabelbaum der AHK dazwischen gesteckt werden. Damit ist das Steuergerät in dem CAN-Bus!?! Grüße Dirk Nein, m.W. nicht, dieser Kabelbaum ist nur reine elektrische Verdrahtung aller Rücklichter (etc) und das Jägermodul wird zwischengeschaltet - ich habe ähnlichen Typ von Jäger mit ähnlicher Beschreibung und diese Verdrahtung schon verdrahtet bzw. erweitert. CAN-Bus ist dort definitiv nicht angeschlossen. Die Elektronik von Jäger überwacht die AHK-Lampenansteuerung (Strom, Spannung) und simuliert einen Ausfall der AHK mit anderer Blinkfrequenz . Und warum leuchtet beim Ausfall eines Anhänger-Rücklichts, in meinem Ducato, dann die Kontrollleuchte für ausgefallene Leuchtmittel im Kombiinstrument? Grüße Dirk
Wie ich schon sagte, werden im Jägermodul alle(?) Leuchten vom Heck "eingeschleust", die Leuchten vom Anhänger werden, wenn ich mich recht erinnere, separat angesteuert (zwei Sicherungen 10A von der KFZ-Batterie an das Jägermodul), und im Fehlerfall wird der Bordelektronik (vermutlich) dann auch ein Ausfall des Ducato-Rücklichts "vorgegaukelt". Ich habe die Elektronik (noch?) nicht "inspiziert", aber anhand der Adern des Kabelbaums konnte ich diese Funktion gut nachverfolgen. Bei Blinkerausfall am Anhänger übernimmt das Jägermodul einen Blinkerersatz: Aus dem Rücklicht wird dann ein Blinklicht (so stehts auch in der Anleitung) und gleichzeitig wird der Bordelektronik ein Blinkerausfall "vorgegaukelt" .
ät "prof56" Zumindest bei allen Pkw ist über die Anhängersteckose/Brücke eine CAN Bus Signalisierung notwendig um dem ABS/EBS mitzuteilen dass es mit Anhänger anders reagieren muss (TSA zusätzliche Anhängererkennung für ASB, ESP) Ich glaube nicht, dass dies beim Ducato nicht passiert!! Gruß Andreas Moin, bei der 13 pol. Steckdose ist ein sep. Masseanschluss in Verbindung mit Dauerplus vorgesehen. Die Gefahr besteht, egal welche Batterie angeklemmt wird, das diese sich entleeren kann.(abhängig von der angeschlossenen Last und wenn das Fzg. steht oder der Motor nicht läuft) Deshalb ist es sinnvoll die Versorgungsspannung für die Kupplung über ein Relais zu gewährleisten. Diese kann dann über D+ oder Kl. 15 geschaltet werden. Das heißt im Umkehrschluss, eine Leitung kommt eh von vorn. Jürgen
Mag sein bei PKW, ob zwingend notwendig ist eine andere Frage (und zudem wäre meine Frage: seit wann? ist es Pflicht?) Und wenn es auch hier nötigl wäre, dann müsste es zumindest bei mir bzw. Ducato oder meinem Boxer rein softwaremäßig erfolgt sein, aber wie kann der Bordcomputer ohne Einbindung des Can-Bus feststellen, wann ein Anhänger benutzt wird? Eine Signalbrücke gibt es definitiv bei meinem Jäger AHK-Modul nicht und soetwas ist in der Jäger-Anleitung (auch oben genannter) zudem nicht erwähnt.
Die Steckdosen haben aber auch einen Taster über den man das Relais schalten könnte. Bzw wenn Relais könnte man gleich ein automatisches Trennrelais nehmen!?! :gruebel: Grüße Dirk
Wer schaltet denn die fahrzeugeigene NebelschlussLeuchte ab? Und noch besser: wer schaltet denn die hinteren Parksensoren ab?? Grüße Dirk
Nebelschlussleuchte: Signalleitung wird m.W. (mittels dem Zwischenstecker im Heckbereich) über das Jägermodul geführt ... dann kann das Jägermodul abschalten. Und als es noch keinen Can-Bus gab, ging das auf eine andere Weise, i.d.Regel mit zusätzlichem Kontakt in der AHK-Steckdose. Die hinteren Parksensoren müssen ersteinmal vorhanden sein .... bei den meisten WoMo's sind vermutlich keine eingebaut, die neueren Kastenwagen haben vielleicht alle dieses Feature. Und solche Jägermodule, die das berücksichtigen, kenne ich nicht, weil es für mich bisher nicht von Interesse war. Und wem das Piepsen beim Rückwärtsfahren nicht stört ..... der wird dann wenigstens erinnert, einen Anhänger dahinter zu haben :mrgreen: Aber es ging ja nicht darum, was wäre wenn, sondern, was das genannte Jägermodul kann. :roll: Und dem TE ging es darum, ob Dauerplus aus Aufbaubatterie machbar ist. Ja, mit gewissen Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen ... :lol:
Und der CAN-Bus meckert über die nicht funktionierende Leuchte?
Das welches ich oben verlinkt hatte, kann das. Oder anders: welches kann das nicht? Grüße Dirk Nein, er meckert bei mir nicht. Wie das elektronisch gelöst wurde, weiß der Hersteller besser. Bei mir liegt im Heckbereich kein CAN-Bus und mein Jägermodul verwendet auch keinen. Die Anleitung meines Moduls ist fast die gleiche wie die von Dir genannte. Überlegung: Falls es eine Verbindung zum CAN-Bus gibt - wo wird im Heckbereich dieser ausgewertet? Irgendetwas müsste ja damit gesteuert werden, aus irgendeiner "Blackbox" werden dann alle Heckleuchten angesteuert, dann werden nur Spannungsversorgung und max. drei Adern in den Heckbereich in diese Box verlegt, und sicherlich nicht ein Kabelbaum mit Adern der Leuchten. Ich habe von meinem Jägermodul eine Steckerbelegung (22pol). Hier sind genannt die Eingänge für alle relevanten WoMo-Heckleuchten (Standlicht, Blinkerlicht Rückfahrleuchte, Nebelschlusslicht usw.) und deren "neuen" Ausgänge (Ansteuerung). Zudem gibt es dann auch die separaten Ausgänge der 13pol AHK-Steckdose, ferner noch die beiden 12V-Stromkreise (Elektronik und Verbraucher vermutlich getrennt). Dies ist quasi der Beweis, dass das Jägermodul alle Stromkreise der KFZ Rückleuchten incl. die des Anhängers überwacht und steuert - ohne CAN-Bus. Der müsste ja auch an irgendeiner Klemme anliegen .... ist er aber nicht. Aber ich lerne gerne dazu, vermutlich gibt es ja solche Jägermodule die den Can-Bus benutzen und dazu WoMo-Grundgestelle, die hierfür vorbereitet sind. Die Versorgung der AHK-Elektronik muss aus der Starterbatterie erfolgen. Die optionale Versorgung der 12poligen Steckdose mit 12V ist beliebig, kann man also auch über die Aufbaubatterie realisieren. Gruss Manfred Hallo, der Beweis ob ein E Satz in dem Can Bus eingebunden ist sind die zusätzlichen Adern im Kabelbaum, abgehend vom Modul im Starterbatterikasten des Ducato. Es gibt E Sätze mit 2 verdrillten Adern (gelb & schwarz), die z.B. im Fußraum des Beifahrers angeschloßen werden. Andere E Sätze haben Adern mit Steckern und Pins, bei denen wird die Verbindung am grünen Stecker hinter dem Sicherungskasten links unter dem Lenkrad hergestellt wird. Ganz faule stecken die Can Bus Leitungen einfach in den OBD Stecker, gibt dann ein nettes Gespräch mit dem Prüfingenieur bei der nächsten HU :lol: Hammer! Hier ist geballtes Fachwissen am Start. Viele aufregende Informationen. Danke. Und für mich immer noch etwas verwirrend. Daher noch einmal meine abschließende Frage, weil es hier in den verschiedenen Beiträgen dazu widersprüchliche Informationen gibt. Warum muss die AHK-Elektronik zwingend direkt an die Starterbatterie angeschlossen werden? Oder anders gefragt: Was könnte denn im ungünstigsten Fall passieren, wenn ich die unabdingbare Elektronik der AHK dauerhaft an das Plus der Aufbaubatterie anschließe? (gemeint ist damit ausdrücklich nicht die Stromversorgung von eingebauten Geräten im Anhänger/Wohnwagen - die brauche ich nicht). Danke sehr nochmal ... ICH habe es noch nicht ausprobiert, daher „graue Theorie“: wenn das Steuergerät der AHK von einem anderen Stromkreis versorgt wird wie das Basisfahrzeug so könnte es, meiner Meinung nach, zu Fehlfunktionen im Anhängerbetrieb kommen oder auch zu Fehlermeldungen / unkontrollierten Bedingungen am Basisfahrzeug ( „Bordcomputer“ ). Aber wie gesagt: KANN nicht muss! Auf der anderen Seite: probier‘ s doch aus! Dann kannst Du die Diskussion hier, mit Tatsachenberichten, beenden!?! :ja: Grüße Dirk Versorgt die hinteren Blinker, Teil der Fahrzeugelektrik. Muss auch ohne Aufbaubatterie funktionieren, egal ob CAN-Bus oder analog. Gruss Manfred
Wie von Vorredner gesagt, dass hat wohl noch niemand ausprobiert. Ich würde es nicht machen, weil dann zwei Stromkreise gemischt werden, zwingend aufgrund des AHK-Moduls, da übrige Stromkreise ja vom KFZ kommen; es können dann undefinierte Zustände in der Elektronik entstehen können (und dann " elektronische Schalter" zerschie0t), - schlimmstenfalls sogar Rückspannungen auch in den KFZ-Bordcomputer, die der nicht verkraftet. Den Dauerplus (Ladeleitung auf PIN 10 mit eigener(!) "Masse" auf PIN 11) betrifft dies nicht, denn eine AHK-Steuerung (Jägermodul z.B.) hat mit dieser Leitung keinen "Kontakt". Wie ich aber schon schrieb, gibt es hier eventuell (!) Probleme, z.B. bei solchem "Unfall": KFZ-Batterie abgeklemmt, aber Dauerplus auf Stecker PIN10 bleibt und aus Unkenntnis (weil total ungewöhnlich) gibt es beim Hantieren einen Kurzschluss. |
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