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Hallo, ich habe mit Erschrecken festgestellt, daß wir an unserem Bürstner Brevio t641, EZ 05/2017 an allen Aluteilen im unteren Bereich des Fahrzeugs Alufrass haben.
Hier mal eine Übersicht: Ein paar Detailbilder füge ich unten gleich noch an. Ich halte das für ein systematisches Problem und vermute die minderwertigen Schrauben welche ein Korrosionselement bilden als Ursache.
Hat jemand Erfahrungen mit diesem Thema und kann mir zu folgenden Fragen Hinweise geben: 1) welche Schrauben sind zu tauschen? Nur die offensichtlichen Stellen, oder gibt es ggf. versteckt liegende Verschraubungen? 2) Sind sonstige Ursachen (neben den Verschraubungen) bei diesem Fahrzeugtyp bekannt? Da es so systematisch auftritt - also eigentlich überall - halte ich das für einen beim Verkauf bereits bestehenden Mangel. Sowohl der Händler als auch Bürstner selbst sind bzgl. des Themas nicht kooperativ; man kenne ein solches Thema nicht, Gewährleistungszeit sei um usw. Man möchte mir nicht mal mitteilen an welchen Stellen sich überall Verschraubungen befinden. Daher 3) macht es ggf. Sinn das Fahrzeug bei einem Sachverständigen vorzustellen und u.u. per Anwalt vorzugehen? Falls ja, wie finde ich einen guten SV und Anwalt?
Das hat weniger was mit dem Schrauben zu tun....es betrifft ja auch Stellen wo gar keine Schrauben sind... Du kannst das etwas aufhalten mit Fliud Film...sieht aber weiterhin so aus wie es jetzt ist. Wenn diese Strangpressprofile nicht sorgfältig vorbehandelt werden und auch sorgfältig beschichtet passiert sowas...
Die Alternative ist einmal neu...teuer und sehr aufwendig...oder neu lackieren mit entsprechender Vorbehandlung ...wie lange das dann hält ???
scubafat am 06 Mai 2023 16:22:02
Sieht ja echt böse aus! Da besteht ja echt Handlungsbedarf. Auf Kulanz oder so würde ich nicht hoffen. Also alles neu und dann gut versiegeln.
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Pechvogel am 06 Mai 2023 18:21:10
Und warum alles neu? Das ist doch die ( Kunststoff?- ) Beschichtung der Teile die sich da wölbt / abhebt. Also anschleifen und neu lackieren. Wenn es unbedingt sein muss kompl. abbauen, entschichten, polieren und neu pulverbeschichten oder, vielleicht sogar besser, lackieren.
Grüße Dirk
scubafat am 06 Mai 2023 18:46:37
Das meinte ich eigentlich ja mit alles neu - neu lackieren oder beschichten. Aber ich würde die Teile alle dafür entfernen um auch zu schauen wie es darunter aussieht!
Marsu123 am 06 Mai 2023 22:45:03
alexp hat geschrieben:Hallo, ich habe mit Erschrecken festgestellt, daß wir an unserem Bürstner Brevio t641, EZ 05/2017 an allen Aluteilen im unteren Bereich des Fahrzeugs Alufrass haben. 3) macht es ggf. Sinn das Fahrzeug bei einem Sachverständigen vorzustellen und u.u. per Anwalt vorzugehen? ..
Alexander [/url]
Nabend Alexander, nein, macht keinen Sinn. Das Fahrzeug ist 6 Jahre alt, da wirst du schlechte Karten haben :-( Spar das Geld lieber für die Instandsetzung. Da muss tatsächlich alles demontiert und die Oberfläche neu aufgebaut werden, teurer Spaß wenn man das machen lässt :-(
Grüße Ralf.
alexp am 07 Mai 2023 10:28:40
Hallo, vielen Dank für eure Antworten.
Ja, Winterfahrzeug. Alles neu machen wird bestimmt sehr teuer, ich bin ja weder Lackierer noch weiß ich wie man die kleinen Leisten demontiert: sind die geklebt? Handwerkliches Geschickt habe ich etwas; also wenn ich weiß was ich machen muß könnte ich demontieren und abschleifen und dann ggf. lackieren lassen.
Die Frage bleibt: woher kommt das? Interessant ist daß es eigentlich immer an den Rändern ist, zusätzlich manchmal auch in der Fläche. Dringt da Salzwasser unter den Lack/die Beschichtung? Oder gibt es noch weitere Ursachen. Denn wenn ich alles neu mache und es dann in 2-3 Jahren gerade wieder kommt weil die Ursache nicht behoben wurde habe ich ja nichts gewonnen.
Alternativ: es sind ja keine tragenden Teile -> das noch eine Weile beobachten und dann später machen wenn es aufplatzt?
Zum Fluid Film: was ist das genau? Ich hatte das Fahrzeug eigentlich gut gepflegt und auch mit Politur 'versiegelt'. Hat wohl nichts geholfen. Auf den Bildern sieht man halt schon wie die vorhandenen Schrauben rosten. Die sind ja durchs Alu geschraubt. Also könnte ich zumindest diese mal gegen Edelstahl tauschen. Gibt es weitere neuralgische Stellen? Oder ist meine Vermutung 'versteckte' Korrosionselementbildung irgendwo, nur halt nicht genau am Ort der Aufblühung falsch?
Grüße Alexander
schnecke0815 am 07 Mai 2023 11:02:05
mv4 hat geschrieben:Wenn diese Strangpressprofile nicht sorgfältig vorbehandelt werden und auch sorgfältig beschichtet passiert sowas...
Die Alternative ist einmal neu...teuer und sehr aufwendig...oder neu lackieren mit entsprechender Vorbehandlung ...wie lange das dann hält ???
Deine Frage wie das entstehen kann und wie die Vorgehensweise wäre wurde doch schon umfassend beantwortet.
Navigatore am 07 Mai 2023 11:03:38
Hallo Alexander,
zunächst einmal glaube ich nicht, dass es sich bei dir um galvanische Korrosion (umgangssprachlich: Alufraß) handelt. Das Erscheinungsbild wäre an den meisten Stellen ein anderes und an aufgeklebten Leisten ist das ohnehin nicht möglich. Das ist auch gut so, weil du sonst ein Dichtigkeitsproblem im Aufbau hättest, das häufig die Ursache für Alufraß ist.
Deshalb wäre hier auch nicht die Dichtigkeitsgarantie von Relevanz gewesen und die Gewährleistung ist ja auch schon lange abgelaufen, denn ...
... mir sieht das eher nur nach einer miserablen Verarbeitung der Aufbaumaterialien aus. Offene, sprich unversiegelte Kanten führen zu Oberflächenkorrosion, die wiederum den Lack oder die Beschichtung unterwandert. Das lässt sich relativ leicht von einer Lackiererei beheben.
Von dem Ersetzen der verzinkten Schrauben durch Edelstahl rate ich ab. Kommt an die Schnittkanten, also dort wo die Schraube durch die Aluminiumhaut geführt ist, Feuchtigkeit, entsteht gerade die gefürchtete und nicht mehr aufzuhaltende galvanische Korrosion, weil Aluminium dann das unedlere Metall ist. Zuvor waren es die verzinkten Schrauben, die sich " geopfert" haben. Genaueres dazu findest du im Netz. Zu diesem Thema gibt es unzählige Beiträge auf seriösen Seiten. Also einfach nur die korrodierten Schrauben durch neue verzinkte ersetzen und mit etwas Butildichtband einsetzen, fertig
Fluidfilm ist in deinem Fall der Korrosion der Außenhaut nicht empfehlenswert. Es verursacht nur Sauerei und hätte keinen nachhaltigen Nutzen.
Camper510 am 07 Mai 2023 11:16:18
Navigatore hat geschrieben:..Von dem Ersetzen der verzinkten Schrauben durch Edelstahl rate ich ab. Kommt an die Schnittkanten, also dort wo die Schraube durch die Aluminiumhaut geführt ist, Feuchtigkeit, entsteht gerade die gefürchtete und nicht mehr aufzuhaltende galvanische Korrosion, weil Aluminium dann das unedlere Metall ist..
Ich habe noch kein Wohnmobil gesehen, wo im Aufbau im Außenbereich verzinkte Schrauben verwendet wurden.
Navigatore am 07 Mai 2023 11:23:19
Camper510 hat geschrieben:Ich habe noch kein Wohnmobil gesehen, wo im Aufbau im Außenbereich verzinkte Schrauben verwendet wurden.
Na ja ... beim abgebildeten Bürstner zum Beispiel :wink: . Bei meinem Alpa an den wenigen nicht verklebten Stellen wie z.B. der Außensteckdose ebenfalls und beim Charisma unseres Sohnes an den Seitenleuchten auch und ....
Camper510 am 07 Mai 2023 13:20:48
Ich würde trotzdem die verzinkten Schrauben gegen welche aus Edelstahl tauschen. Funktioniert schon seit über 20 Jahren an meinem Wohnwagen, den ich auch noch habe.
wolfherm am 07 Mai 2023 13:29:11
Camper510 hat geschrieben:Ich würde trotzdem die verzinkten Schrauben gegen welche aus Edelstahl tauschen. Funktioniert schon seit über 20 Jahren an meinem Wohnwagen, den ich auch noch habe.
Bist du Experte für diese Fragestellungen? Du kennst ja noch nicht einmal verzinkte Schrauben bei Wohnmobilen im Außenbereich. :D
Camper510 am 07 Mai 2023 13:59:33
Camper510 hat geschrieben:Ich würde trotzdem die verzinkten Schrauben gegen welche aus Edelstahl tauschen..
wolfherm hat geschrieben:Bist du Experte für diese Fragestellungen?
Ja, und zwar beruflich bedingt. Die elektrochemische Korrosion geht langsamer vonstatten, als verzinkte Schrauben bei salzigen Straßen rosten.
wolfherm hat geschrieben:Du kennst ja noch nicht einmal verzinkte Schrauben bei Wohnmobilen im Außenbereich. :D
Das meinst du aber jetzt nicht ernst, oder?
mv4 am 07 Mai 2023 18:09:34
Navigatore hat geschrieben:Fluidfilm ist in deinem Fall der Korrosion der Außenhaut nicht empfehlenswert. Es verursacht nur Sauerei und hätte keinen nachhaltigen Nutzen.
Das ist Käse...das Fluid Film verdrängt die Feuchtigkeit...zieht in die Schicht zwischen Farbe und Alu ein...und verhindert so das die Alu Korrosion weiter voranschreitet...das Überschüssige Fluid Film wird einfach abgewischt...nach paar Tagen. Das das nur dazu dient damit das nicht schlimmer wird hatte ich geschrieben. Der Nutzen ist Nachhaltiger als du denkst.
Und ich schreibe das deshalb weil ich auch schon Alukorrosion damit gestoppt habe...
Grandeur am 07 Mai 2023 18:29:33
Hallo Alexander,
leider sind die Schnittkanten der Aluteile, welche durch die Kunststoff-Kappen und Verbindungen abgedeckt blank. Das Streusalz kommt auf die blanke Schnittkanten und frisst sich allmählich unter die Pulverbeschichtung in den sichtbaren Bereich.
Man kann dagegen mit diesen Modellen nur im Sommer fahren oder ein Fahrzeug mit hochwertigerem Aufbau kaufen. Ausbessern kann man die gepulverten Aluteile nicht, da sich Pulverbeschichtung und Nasslack nicht vertragen.
Mit den bereits genannten Methoden kannst Du das Weiterfressen verlangsamen und vorhandenen Schäden als Diebstahlschutz akzeptieren.
Gruß Grandeur
Pechvogel am 07 Mai 2023 19:43:46
Grandeur hat geschrieben:…Ausbessern kann man die gepulverten Aluteile nicht, da sich Pulverbeschichtung und Nasslack nicht vertragen…
Wie kommst Du denn auf die Idee?? Ich hab‘ schon zig gepulverte Teile im Aussenbereich mit Farbe ausgebessert. Das hält auch über Jahre. ( Allerdings vergilben die Farben unterschiedlich! )
Grüße Dirk
wolfherm am 07 Mai 2023 20:09:37
Das ist dann aber wenig professionell geschustert.
mv4 am 07 Mai 2023 20:23:15
Was würdest du machen?
Das das nur ein provisorische Maßnahme ist...und an den optischen Zustand nix ändert ist Tatsache und bekannt. Eine Reparatur ist sehr aufwendig...und macht und kann auch nicht jeder...Mit den optischen Sachen kann man leben...oder eben Geld in die Hand nehmen...da ist es eben nicht getan mit bissel anschleifen und Farbe drüber...beim Hymer sind diese Aluteile Lack...kein Pulverbeschichtung...ich denke das ist bei Bürstner nicht viel anders.
dietmardd am 07 Mai 2023 21:30:52
..Von dem Ersetzen der verzinkten Schrauben durch Edelstahl rate ich ab. Kommt an die Schnittkanten, also dort wo die Schraube durch die Aluminiumhaut geführt ist, Feuchtigkeit, entsteht gerade die gefürchtete und nicht mehr aufzuhaltende galvanische Korrosion, weil Aluminium dann das unedlere Metall ist..
Die Elektronegativität von Edelstahl wird durch den Chromgehalt bestimmt und Chrom ist sehr sehr unedel. Der Unterschied der Elektronegativität der bei der Korrosion beteiligten Metalle, bestimmt, welches Metall zuerst korrodiert, wenn sich ein elektrochemisches Element bildet. Ich halte verzinkte Schrauben für keine gute Idee bei allen Außeneinsätzen.
Warum sind Chromschichten und Edelstahl so korrosionsfest? Weil Chrom sehr unedel ist und sich auf seiner Oberfläche wie bei Edelstahl auch eine einatomar dicke und dichte Gasschicht aus Sauerstoff bildet. Das ist keine chemische Bindung, also kein Oxid, sondern ein physikalischer Effekt. Durch diese einatomare Sauerstoffschicht gelangt das Elektrolyt (Salzwasser, Luftfeuchtigkeit ...) nicht an die Metalloberfläche, so dass Korrosion verhindert wird. Mir ist kein zweites technisches Metall bekannt, wo dieser Effekt auftritt. Deshalb kann Chrom nicht im Edelstahl ersetzt werden.
Edelstahlschrauben sind gegenüber verzinkten Schrauben die sehr viel bessere Wahl und wenn man die Wahl hat, dann sind Schrauben aus V4A korrosionsfester als aus V2A. Die chemische Zusammensetzung ist nahezu gleich bis auf einen winzigen Unterschied. In V4A sind zusätzlich ca. 2 % Molybdän oder Niob enthalten. Dadurch wird das Gefüge feinkörniger und damit ist das enthaltene Chrom gleichmäßiger verteilt und damit die Sauerstoffschicht gleichmäßiger. Das wahrscheinlich gefährlichste Elektrolyt sind Chlorionen und V2A ist nicht restlos beständig dagegen, aber immer noch um Größen besserer als verzinkte Schrauben. Chlorionen sind z.B. im Salznebel aus Auftaumitteln (Natriumchlorid, Magnesiumchlorid) oder aus Meerwasser enthalten. Feiner Salznebel kann durchaus ca. 15 km weit getragen werden, bei Wind auch weiter. Verzinkter Stahl ist recht empfindlich auf Chlorionen, deshalb gibt es eine Vorschrift, dass in Küstennähe (ca. 15 km landeinwärts) kein verzinkter Stahl eingesetzt werden soll. Statt reinen Zinkschichten wird hier eine spezielle Zink-Aluminiumlegierung empfohlen. Soweit mir bekannt, gibt es keine Schrauben mit einer Zink-Aluminium-Beschichtung, da Schrauben galvanisch beschichtet werden und nicht im Schmelzbad. Selbst wenn Womos nicht im Winter fahren, sollte doch aber die nächste Straße mit Winterdienst weniger als 15 km entfernt sein.
Zum "Alufraß": In Mode sind Felgen aus Aluminium. Wer solche Felgen hat, sollte vor Winterbeginn die Felgen unbedingt mit einem dazu bestimmten Mittel (oft ein Wachs) beschichten und das nicht nur an der Außenseite. Sonst ist die schöne Optik ganz schnell dahin. Dieses Wachs sieht aber recht hässlich aus. Aluteile am Wohnmobil sind genau so gefährdet. Wer trotzdem Wintercamping machen will, braucht ein Womo mit Wänden aus einem Sandwich aus GfK-Schaum-GfK. Etliche Womos haben jedoch Wände aus Al-Schaum-Al und sind deshalb in meinen Augen nicht wintertauglich. Aus GfK-Schaum-GfK ist meist nur die Rückwand.
alexp am 08 Mai 2023 18:40:08
Vielen Dank für die ausführliche und informative Diskussion, insbesondere an Navigatore, dem ich für mich die folgenden wichtigen und beruhigenden Aspekte entnehme:
- ich habe keinen Alufrass (galvanische Korrosion) sonder Unterwanderung des Lacks. Das ist denkbar, da ich als Surfer im Urlaub meist sehr nahe am Meer bin (Salzluft) - die Leisten sind geklebt (das hatte ich mich gefragt und auch gewundert wie das Korrosionselement bis dorthin 'wirken' solle).
Bzgl. der Diskussion um verzinke oder Edelstahlschrauben: dietmardd hat ja detailliert den 'Vorteil' von Edelstahlschruaben bzgl. Korrosion der Schraube beschrieben. Soweit ich Navigatore verstehe (und das leuchtet mir ein) würde dann aber der Vorteil der 'Opferschraube' verloren gehen, d.h. die Aluteile sind ggf. noch schneller angegriffen bzw. es wird bei meinem Einsatz (Salzluft) die galvanische Korrosion gestartet. Richtig?
Daher würde ich nun folgendes Vorgehen wählen:
- ggf. die offensichtlich korrodierten Schrauben wieder durch neue verzinkte Schrauben ersetzen wie Navigatore geschrieben hatte. (Muß das sein weil die Zinkschicht verloren gegangen ist und dann der Eisen'kern' zur galvanischen Korrosion führen kann)? - ggf. die Kanten mit fluid film behandeln um ein weiteres Eindringen von Salzwasser zu verhindern - den Rest so lassen und als Diebstahlschutz akzeptieren. Wenn es ganz schlimm wird ganzes Teil abschleifen und beschichten lassen bzw. ersetzen
Wo bekomme ich denn die weißen Kunststoffteile, in denen manche Schrauben sitzen (die sind mit einem Deckel versehen, den man nur zerstörungsbehaftet entfernen kann). Das muß doch ein Standardteil sein. Ich habe schon danach gesucht aber mir fehlt offensichtlich der richtige Begriff.
Vielen Dank! Alexander
Tinduck am 09 Mai 2023 09:26:15
dietmardd hat geschrieben: Etliche Womos haben jedoch Wände aus Al-Schaum-Al und sind deshalb in meinen Augen nicht wintertauglich. Aus GfK-Schaum-GfK ist meist nur die Rückwand.
Wieder mal ein Irrtum aus dem Verlag dietmardd.
Du schreibst ja anscheinend gern, warum immer Unsinn?
Viele namhafte Hersteller verwenden Alusandwichplatten für die Wände und das ist auch überhaupt kein Problem, wenn es vernünftig verarbeitet wird. Das es bei manchen Herstellern bei schlampiger Verarbeitung oder mangelhaften Zulieferteilen zu Alufrass kommt, ist richtig, aber nicht zu verallgemeinern.
Unser Mobil ist jetzt 21 Jahre alt und hat keine Spur von Korrosion an den Alu-Sandwichwänden. Und ich kann dir garantieren, dass es erprobt wintertauglich ist und schon diverse Brenner-Streusalzduschen überstanden hat.
GFK hat übrigens auch nicht nur Vorteile.
bis denn,
Uwe
Pechvogel am 09 Mai 2023 11:07:32
alexp hat geschrieben:...Wo bekomme ich denn die weißen Kunststoffteile, in denen manche Schrauben sitzen (die sind mit einem Deckel versehen, den man nur zerstörungsbehaftet entfernen kann). Das muß doch ein Standardteil sein. Ich habe schon danach gesucht aber mir fehlt offensichtlich der richtige Begriff...
Und natürlich auch bei anderen Händler oder von Herstellern ....
Grüße Dirk
Trouw am 09 Mai 2023 12:26:54
...für die Reifenabdeckung sind Schrauben verwendet, die in eine Art Kunststofftrichter geschraubt werden und dann kommt da eine Stopfen rein, der den Schraubenkopf abdeckt. Diesen Stopfen kann man nicht zerstörungsfrei entfernen, den muss mann mit einem spitzen Gegenstand rauspulen und dann liegt der Schraubenkopf frei. Als ich die Y-Profildichtungen meiner Kunststoffradkästen erneuert habe, stand ich vor diesem Problem. Nach einem Hinweis hier aus dem Forum gibt es nur einen Lieferanten für diese, ich sag mal Trichter mit Stopfen. Das ist die Firma Spann-an aus Osterrönfeld. Ich habe die Teile dort bezogen unter der Art.-Nr.: LMC1485373-01. Davon 10 Stück kosten 18,00 Euro. Hier mal Bilder von den Dingern; sind zwar nicht vom Radkasten, sondern vom Armaturenbrett, aber baugleich nur in grau:
Mit freundlichen Grüßen aus Angelsdof
Hans-Theo
mv4 am 09 Mai 2023 14:30:21
für das nächste mal...
du nimmst einen tropfen Heißkleber auf den Stopfen...dann eine passende Senkopfschraube leicht aufgedrückt...schon kannst du den Stopfen herausziehen...heißkleber abmachen...wieder verwenden..alles ohne Beschädigung
Trouw am 09 Mai 2023 15:50:20
mv4 hat geschrieben:für das nächste mal...
du nimmst einen tropfen Heißkleber auf den Stopfen...dann eine passende Senkopfschraube leicht aufgedrückt...schon kannst du den Stopfen herausziehen...heißkleber abmachen...wieder verwenden..alles ohne Beschädigung
...da muss man mal drauf kommen... danke für den Tip!
freundliche Grüße aus Angelsdorf
Hans-Theo
mv4 am 09 Mai 2023 19:52:22
Keine Ursache..am besten gehen Kreuzschlitzschrauben...der Kopf sollte etwas kleiner sein wie der stopfen..und den Kleber ein wenig auf den Kopf...und dann leicht auf den Stopfen drücken...fest werden lassen...rausziehen.
alexp am 14 Mai 2023 09:33:06
Hallo an alle, danke für die Hinweise zu den Abdeckteilen, genau die sind es. Den Trick mit dem Heißkleber hatte ich mal in einem anderen Zusammenhang erfolgreich angewendet, gute Idee, muß ich ausprobieren. Erstaunlich wie man manchmal auf dem Schlauch steht...
Noch ein Gedanke zu den Schrauben:
Es stand ja zur Diskussion verzinkt oder Edelstahl. Wenn die Salzluft für starke Korrosion sorgt könnte ggf. die Zinkschraube schnell den Zinkfilm verlieren und dann mit dem Kern doch ein Korrosionselement bilden. Wäre dann V4A doch besser? Oder sehr regelmäßig die Schrauben tauschen?
Andererseits war ja der Hinweis es handelt sich gar nicht um galvanische Korrosion...
Was denk ihr?
Viele Grüße und Danke Alexander
pepe27 am 14 Mai 2023 11:33:35
Hallo Alexander,
Deine Fotos zeigen nach meiner Erfahrung (Weinsberg, war aber schon älter) mit der Blasenbildung das klare Schadensbild von "Alufras". Bei einem Alter von 6 Jahren und Mängeln in dieser Häufigkeit halte ich Fehler bei der Herstellung durchaus für möglich. Die Vorstellung bei einem Sachverständigen ist bestimmt kein Fehler.
Tinduck am 14 Mai 2023 15:58:51
pepe27 hat geschrieben:Die Vorstellung bei einem Sachverständigen ist bestimmt kein Fehler.
Wozu? Gewährleistung abgelaufen, Dichtigkeitsgarantie hat damit nichts zu tun. Was gehts Bürstner oder den Händler noch an?