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Besichtigungen in Ligurien Erfahrungen


WERNER1953 am 13 Jun 2023 14:59:46

Wir planen von Mitte September bis Mitte Oktober nach Ligurien und in die Toskana oder , falls das doch nicht in Betracht kommt, wieder in die Bretagne zu fahren. Daher brauchen wir einige, evtl. auch negative Auskünfte.
Es soll kein Badeurlaub, sondern eine Besichtigungstour mit wechselnden Camping- und Stellplätzen werden. Wir haben keinen Motorroller, sondern nur 2 Klapp E-bikes.
Aktuell lese ich, dass Italien von Touristenmassen heimgesucht wird und Maßnahmen dagegen ergriffen werden, z.B. kein Stehenbleiben in Portofino, Eintrittsgelder für Städte .

Daher folgende Fragen.

1) Wie voll ist es zu dieser Zeit?

2) Sind Staus zu erwarten? Wir wollen über die Schweiz und nicht über Österreich nach Italien fahren.

3) Muss man Campingplätze vorbuchen ? Muß oder kann man Stellplätze vorbuchen? Gibt es schöne aber auch ruhige Camping- bzw. Stellplätze?

4) Wie bzw. womit fahren wir in die verkehrsreichen Städte mit wenigen Parkplätzen bzw. in die Bergdörfer? Wir haben - wie gesagt - keinen Motorroller oder Motorrad und wollen auch keinen/keines mieten. Wandern scheidet aus gesundheitlichen Gründen ebenfalls aus.
Wie sieht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus? Wie teuer sind Taxis ? Gibt es seriöse Autovermietungen an der Rivera oder mietet man besser von Deutschland aus bei einer der großen Vermietungen?
Es dürfte nicht möglich sein, mit unserem Wohnmobil in die Städte bzw. Bergdörfer zu fahren und dort einen Parkplatz zu finden.

Anmerken möchte ich, dass ich 1980 schon einmal dort war und weiß, wie eng und voll schon damals die Städte und wie schmal die Straßen zu den Bergdörfern sind.

Vielen Dank im Voraus

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Navigatore am 13 Jun 2023 16:40:11

Hallo Werner,

Ligurien und Toskana, das sind zwei riesige Regionen und deine Fragen daher im Detail genauso gut oder schlecht zu beantworten als würdest du sie für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stellen.

Pauschal kann ich sie dir aber soweit beantworten:

1. Mitte September ist die Saison in Italien zu Ende. Ab Ferragosto (15.08) ziehen sich die Italiener langsam zurück. Die Campingplätze schließen ab Mitte September sukzessive. Nur an den Wochenenden kann es insbesondere auf Stellplätzen hin- und wieder mal voll sein, wenn die Familien mit Kind und Kegel al mare fahren. Die Campingplätze sind aber zumeist nur noch in den Händen von Silberlocken (bin selbst eine ;D ) mit deutschen, holländischen und schweizer Kennzeichen.

2. Wir reisen um Maut zu sparen auch immer mit der PSVA (Schwerverkehrsabgabe) über den Gotthard an. Nennenswerte Staus musst du zu dieser Jahreszeit nicht mehr befürchten. Freitags oder Samstags kann es sich zwischen Wassen und Göschenen manchmal noch etwas knubbeln, aber das ist dann in aller Regel in einer halben bis einer Stunde erledigt. Ansonsten hast du überall freie Fahrt, in Italien sowieso.

3.Wir sind seit mehr als 20 Jahren immer in der Vor- und Nachsaison in Italien unterwegs. Gebucht haben wir noch nie. Abgewiesen wurden wir in all den Jahren nur ein einziges Mal. Das war auf einem Ganzjahrescampingplatz bei Paestum, weil der schon tutto completo mit Überwinterern war. Sonst hat man i.d.R. freie Platzwahl. Es sind immer genügend frei.
Für Stellplätze gilt das sowieso. Kommerzielle sind oft schon geschlossen und Parkplätze leer. Nur direkt am Meer kann es sein, dass "Geheimtipps" - also zweckentfremdete Parkplätze bei denen Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten (z.B. öffentl. Toiletten) offen und in der Nähe sind - gut gefüllt sind. Es ist das gleiche Klientel wie unter 1., das Geld sparen will und kann, weil die Parkautmaten schon abgehängt sind. Das freie Stehen wird dann in aller Regel von der Polizia Municipale geduldet.

4. Großstädte wie z.B. Florenz oder Genua haben immer einen guten ausgebauten ÖPNV. Von Stellplätzen am Standrand (wird in Genua schwer sein, welche zu finden, dort ist jeder freie Quadratzentimeter bebaut) lassen sich die Hotspots mit dem ÖPNV gut erreichen. Die Betreiber von Campingplätzen sind da immer behilflich.
Mir erschließt sich aus deinem Beitrag nicht, was du mit "Bergdörfern" meinst. Sollten es die Cinque Terre sein, verkehren zwischen Genua und La Spezia Bahnzüge, in der Nachsaison im Einstundentakt und halten in jedem "Bergdorf". Mit der Cinque-Terre-Tageskarte kann man überall zu- und aussteigen. Die Campingplatzbetreiber an der Küste betreiben oft eigene und kostenlose Shuttles zum nächsten Bahnhof.

Für die Anfahrt brauchst du dir auch mit einem größeren Mobil keine Sorgen machen. Wo Busse fahren, kannst auch du fahren. Immer langsam und sich durch Hupen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Italiener meinen das nicht so, sie leben mit den manchmal engen Straßen und dem Begegnungsverkehr an der Küste Liguriens ganz gut und sehen das deutlich entspannter als wir Deutschen. Man wird immer versuchen, dir Platz zu machen.
Auf manchen Campingplätzen geht es aufgrund der Ligurien eigenen Topografie nicht selten sehr eng zu. Manche PLätze sind für Fahrzeuge über 8m nicht geeignet bzw. haben nur wenige Stellplätze für diese Fahrzeuge. Wenn du mit ACSI unterwegs bist, sind diese Plätze gekennzeichnet. Sind zumindestens ein paar Stellplätze für größere Mobile vohanden, kann du sie ohne Sorge anfahren. Italiener haben selten Fahrzeuge dieser Größenordnung, so dass auch dort dann immer ein PLätzchen frei ist.

So, mehr fällt mir jetzt nicht ein. Solltest du noch detailliertere Fragen, dann her damit :ja: . Ich werde versuchen, sie so gut wie möglich zu beantworten.

WERNER1953 am 13 Jun 2023 17:47:12

Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Rückantwort.

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supcamper am 13 Jun 2023 17:56:31

WERNER1953 hat geschrieben:Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Rückantwort.

Oder als kurze Antwort: um die Jahreszeit ist es bestimmt nicht voll, im Gegenteil, du musst eher darauf achten, ob Campingplätze Stellplätze oder Sehenswürdigkeiten noch geöffnet sind.

WERNER1953 am 13 Jun 2023 18:08:07

Hallo Navigatore,

ich habe doch noch zwei Fragen:

1) Zahlt man in Italien besser mit Bargeld oder mit Karte? Welche Karten werden akzeptiert? Ich habe eine Maestro EC Karte der Sparkasse und eine VISA Karte.

2) Muss man - wie in Südfrankreich und Spanien - befürchten, dass man mit Tricks zum Anhalten des Wohnmobils veranlasst oder das Wohnmobil aufgebrochen und man ausgeraubt wird?

landmesser am 13 Jun 2023 18:34:03

Moin,

EC Karte wird nicht überall akzeptiert, zB Maut auf Autobahnen, da war Visa problemlos.

Sicherheit: An touristischen Hotspots empfehle ich einen guten bewachten Campingplatz. Auch nicht für eine Stunde gebührenpflichtiger, aber unbewachter Parkplatz. Ansonsten genau wie in Deutschland.

Viele Grüße
landmesser

Navigatore am 13 Jun 2023 18:49:07

Hallo Werner,

1. mit den Karten und dem Bargeld verhält es sich wie in Deutschland. Deine beiden Karten werden überall akzeptiert. Maut zahlen wir nur noch mit der Kreditkarte. In Norditalien wird die Karte in den Automaten vollständig eingezogen und abgerechnet. Wenn sie wieder heraus kommt, geht auch die Schranke auf.

2. Die Kriminalitätsprobleme sind ebenfalls mit hiesigen Verhältnissen vergleichbar. An den Hotspots gelten die üblichen Vorsichtsmaßregeln. Campingplätze sind genauso sicher wie bei uns. Auf Parkplätzen insbesondere in den Großstädten muss man vorsichtig sein. Wir vermeiden das und fahren lieber vom Campingplatz aus mit dem Roller in die Stadt.

Uns wurde in all den Jahren zweimal das Wohnmobil aufgebrochen. Einmal vor ca. 15 Jahren auf dem Parkplatz des Orio-Centers in Bergamo. Das ist eine große Mal direkt am Flughafen und potentielle Täter wissen, dass Besucher sich in aller Regel längere Zeit dort aufhalten. In unserem Fall sind sie an mechanischen Sicherungen gescheitert. Die Schlösser von Fahrertür und Beifahrertür waren allerdings hin.

Das zweite Mal ist es uns vor ca. 9 bis 10 Jahren an einem einsamen Bagno am Strand von Lido di Volano passiert. Wir haben dort - wie schon so oft - frei und allein gestanden. Während wir schwimmen waren, hat jemand die Aufbautür aufgebrochen (die mechanische Sicherung haben wir dummerweise aus falsch verstandenem Sicherheitsgefühl nicht aktiviert) und Bargeld entwendet. Selbst Schuld :roll:

Zur Zeit sind Trickbetrüger auf den Autobahnen Italiens aktiv. Wir sind auf den Modus operandi leider auch hereingefallen, weil ich die Masche vor 3 Jahren noch nicht kannte.
In der Nähe von Rom haben wir auf der Autobahn einen sehr langsam fahrenden PKW überholt. Plötzlich habe ich hinten rechts einen "Schlag" vernommen, konnte das Geräusch nach Blicken in die Spiegel aber nicht zuordnen. Gleich darauf wurden wir von dem zuvor langsamen PKW überholt. Der Fahrer lotste uns wild gestikulierend auf den Randstreifen und zeigte uns seinen nur noch an Drähten hängenden Außenspiegel. Er behauptete, wir hätten ihn beim Überholen gestreift. Ich fand tatsächlich an der Garagentür einen schwarzen Streifschaden. Der Fahrer bat um Einigung vor Ort, weil er seine hochschwangere Frau ins Krankenhaus bringen und nicht auf Polizei warten wollte. Das lief alles freundlich und entspannt ab.
Ich habe aus beruflicher Routine heraus die Schadenshöhen ausgemessen und kurz mit seiner jungen Frau gesprochen, die mit dickem Bauch und qualvollem Gesicht auf dem Beifahrersitz saß. Wir haben uns auf 150 Euro geeinigt und er ist davon gefahren.
Erst später (leider) habe ich mich gefragt, warum mein "Unfallgegner" schon beim Aussteigen auf seinem Handy ein Ersatzteil mit Preisen präsentieren konnte. Daraufhin habe ich noch einmal angehalten und mir den Streifschaden ganz genau angesehen. Es war nur schwarze Farbe und kein Kunststoffabrieb. Und das mir als zu der Zeit noch aktiver Polizeibeamter, peinlich, peinlich :roll:
Zu meiner Ehrenrettung muss ich aber sagen, dass zum Unfallzeitpunkt starker Wind wehte und das Mobil ordentlich geschüttelt wurde. Es passte also eigentlich alles und hätte sich tatsächlich so zugetragen haben können.
Beim Suchen im Netz wurde ich dann aber fündig. Der/die Täter lassen sich überholen, stoßen kurz mit einem Stab und in Schuhcreme oder Farbe getauchter stumpfer Spitze auf passender Höhe gegen die Seitenwand, drücken ihren präparierten und vorher schon beschädigten Außenspiegel aus der Halterung und halten dann ihr ahnungsloses Opfer an. Shit happens ;D

DonWoMo am 13 Jun 2023 19:12:17

Ich kenne die Ecke Ligurien ( Genua) von den letzten 15 Jahren Dienstreisen , min. 1x pro Monat und fahre immer wieder gerne dorthin, wie generell nach Italien. Navigatore hat dazu eigentlich schon alles gesagt, ich kann das nur bestätigen. Fahr auf einen Campingplatz und alles ist gut und sicher. Der Rest wird sich finden wenn du da bist, Öpnv ist in Italien wirklich gut. Auto ist an der Küste hinderlich, es gibt kaum Parkraum. Und auch Campingsplätze sind selten, leider. Wir sind deswegen im März in der Toskana geblieben.

Weswegen ich überhaupt schreibe: Füllungsgrad - im letzten Ende September war es voll! Egal ob Lago Maggiore, wir sind weiter nach Venedig oder auch im Trentino. Wer nicht gegen Mittag da war, bekam keinen Platz. Wir haben es beherzigt, aber ich habe viele Wohnmobilisten kommen und gehen sehen. Kaum zu glauben das nur 1-2 Wochen später alles geschlossen wird.

Reservierungen wurden nur für min. 1 Woche akzeptiert. Wünsche dir eine schöne Zeit, wir sind im September wohl auch wieder in Italien unterwegs.

Grüße Don

hossi46 am 13 Jun 2023 22:29:09

Wir waren bis zum 09.06.23 in Ligurien.
Haben von Deiva Marina aus per Zug die Cinque Terre besucht. Super Service der Bahn. Deiva Marina hat einen CP direkt am Meer und nur 300 Meter vom Bahnhof entfernt 2 weiter CP mit (angebotenem Shuttle). Vor dem eigentlichen CP bestehen ca. 15 Stellplätze, verwaltet vom CP. Bitte mal googel maps und park4night.

Wir wollten danach in Richtung Genua die ligurische Küste hochfahren. Total verbaute Orte. Das hat uns gar nicht gefallen. Portofino war für FZ mit über 2,20 Meter Breite und 6 Meter Länge offiziell gesperrt. Wir sind auf Verdacht mal weiter gefahren, wurden dann aber von einem freundlichen (ja freundlich, aber bestimmt) Polizeiteam angehalten und zurückgeschickt. Portofino ist für WOMO offenbar unerreichbar.

Noch ein "Geheimtip" zu den 5 Terre: Abseits der berühmten Orte mit der tollen Zugverbindung liegt der Ort Porto Venere am Südzipfel bei La Spezia, ohne Bahnverbindung. Dort waren fast nur italienische Touristen unterwegs. Oberhalb des Ortes (150 Höhenmeter, 20 Min zu Fuß oder Bus), ein gebührenpflichtiger Stellplatz für WOMO ohne V/E. Etwa 10 Plätze. 3 Euro pro Nacht. Neben einem großen Parkplatz mit Teppichstangen. Ort von La Spezia aus erreichbar auf kleiner Straße. Porto Venere wird etwas stiefmütterlich in den Führern behandelt, was ja für die Touristen nicht unbedingt zum Schaden sein muss. nämlich nicht so überlaufen wie die übrigen 5 Terre-Orte.

Navigatore am 14 Jun 2023 07:21:23

hossi46 hat geschrieben:Portofino war für FZ mit über 2,20 Meter Breite und 6 Meter Länge offiziell gesperrt. Wir sind auf Verdacht mal weiter gefahren, wurden dann aber von einem freundlichen (ja freundlich, aber bestimmt) Polizeiteam angehalten und zurückgeschickt. Portofino ist für WOMO offenbar unerreichbar.

Nach Portofino kann man nicht mit dem Auto fahren. Es gibt so gut wie keine Parkplätze, für Wohnmobile schon gar nicht. Selbst für Motorräder gibt es nur einen einzigen Parkplatz, auf dem man parken kann und darf:



Die Aufnahme ist vom April diesen Jahres. Der Zweiradparkplatz befindet sich am nördlichen Ortsrand, ist kostenlos und war selbst zu dieser Jahreszeit schon voll. Wir haben uns mit unserem Roller gerade noch in eine Lücke quetschen können. Die wenigen Pkw-Parkplätze, die man die Straße hinunter erkennen kann, und ein kleines Parkhaus für ca. 40 Pkw sind die einzigen, die es im Ort gibt. Und dort parken die Anwohner. Nach Portofino sollte man daher immer von Rapallo aus mit dem Bus fahren :!:

supcamper am 14 Jun 2023 07:57:44

Oder nach Santa Margherita Ligure, hier kann man parken. Und dann entspannt mit dem Boot nach Portofino, die fahren im Linienverkehr.
Wir sind dann mit dem Bus zurückgefahren, die fahren auch zu späteren Uhrzeiten noch.
Abends wirde es deutlich ruhiger in Portofino, also lieber abends ins Restaurant als mittags.

vx2200 am 14 Jun 2023 08:05:54

Navigatore hat fast alles gesagt.
Nur möchte ich hinzufügen dass, die Saison keineswegs Mitte September zu Ende ist. Das hat sich seit dem Campingboom, welcher auch vor Italien nicht halt gemacht hat, gravierend geändert.

Richtig ist, etliche Plätze machen bereits Mitte September zu. Das bedeutet aber auch, dass die noch offenen Plätze, je nach Region und Lage, bis teils in den Oktober hinein „Completo“ sind.

Auch die Toleranz gegenüber „Freistehern“ hat stark abgenommen. Gerade in kleineren Bergdörfern.

Du solltest also in deiner Reisplanung maximal flexibel sein oder beliebte Gegenden meiden.

Durch meine Tätigkeit in der Italienischen Campingindustrie (Ja, das heißt mittlerweile wirklich so. Zumindest in Italien) sind mir ein paar aktuelle Zahlen aus diesem Jahr bekannt.

Allein in den ersten zwei Monaten diesen Jahres (Saison Monate April/Mai) lag die Belegung der CP um bis zu 30% oberhalb 2022. 2022 war wohl das beste Jahr seit rund 50 Jahren. Komplettbelegung bis teils in den Oktober hinein.

Aber keine Angst. Sei einfach flexibel und fahr die Stellplätze/CP in der Umgebung von Hotspots nicht erst am Abend an. Dann hast Du sicherlich eine tolle Zeit.

Tinduck am 14 Jun 2023 09:25:09

hossi46 hat geschrieben: Portofino war für FZ mit über 2,20 Meter Breite und 6 Meter Länge offiziell gesperrt. Wir sind auf Verdacht mal weiter gefahren, wurden dann aber von einem freundlichen (ja freundlich, aber bestimmt) Polizeiteam angehalten und zurückgeschickt. Portofino ist für WOMO offenbar unerreichbar.


Das steht auf jeder Brötchentüte, dass man dort selbst mit dem PKW extremes Glück haben muss, einen Parkplatz zu finden, und mit breiteren und längeren Fahrzeugen erst gar nicht anreisen darf - und deshalb kann man da ja auch mit dem Bus, mit dem Schiff und auch zu Fuß anreisen.

Das gleiche gilt für die Cinque Terre, nur eigentlich noch strenger.

Ein wenig Informationsbeschaffung vor der Reise verhindert solche Enttäuschungen, ist alles im Internet nachlesbar und auch in jedem Reiseführer, ausserdem nicht zuletzt hier im Forum :)

bis denn,

Uwe

Navigatore am 14 Jun 2023 10:29:15

Ich bin immer wieder erstaunt, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen hier im Forum sind, vor allem pessimistische stellen sich sehr schnell ein.

Wir haben in diesem Frühjahr etwas mehr als zwei Monate die ligurische und die gesamte französische Mittelmeerküste von La Spezia bis Perpignan bereist. Es ging hier los damit, dass im März Norditalien noch viel zu kalt und regnerisch sein soll (das wissen wir aus langjähriger Erfahrung ohnehin besser), weiter mit von uns hier im Forum verfolgten aktuellen Beiträgen über angebliche scharfe Grenzkontrollen am Grenzübergang von Menton mit kilometerlangen Staus wegen illegaler Migranten aus Italien, kein Sprit und überall geschlossenen Tankstellen, Straßensperren und Randalierer in Nizza, Marseille und anderen französischen Städten entlang der südfranzösischen Küste, überfüllten Campingplätzen mit (Zitat) "Heerscharen" die über die Campingplätze herfallen oder "hunderten" von Campern auf den Straßen usw. Wir hatten deswegen bereits überlegt, unsere Reisepläne zu ändern und nach Süditalien weiter zu reisen, sind dann aber doch nach Frankreich gefahren.

Was soll ich sagen. Von all den "Katastrophen" haben wir nichts, aber absolut nichts bemerkt. Auch nicht von den Arbeitskämpfen in Frankreich. Vielleicht haben wir ja GLück gehabt und sie fanden immer gerade irgendwo anders statt, aber Kontrollen, leere Regale in den Supermärkten, keinen Sprit oder überfüllte Campingplätze haben wir nirgends erlebt. Ganz im Gegenteil.

Richtig ist, dass wir in den jüngst vergangenen Jahren auch in Italien festgestellt haben, dass mehr Camper unterwegs sind und die CPs und SPs sich mehr füllten. Wobei das in der Vor- und Nachsaison nicht die Italiener selbst sondern zunehmend mehr Nordeuropäer betrifft.
Wir sind immer mit ACSI unterwegs und haben auf den Plätzen mit der einen bereits genannten Ausnahme trotzdem noch nie "Completo" erlebt auch in diesem Jahr nicht. In Frankreich haben wir heuer beispielsweise in Sainte Marie la Mer und Agde auf nahezu leeren 4-Sterne Plätze direkt am Strand mit nie mehr als 20 Campern zur gleichen Zeit gestanden und das zu Preisen unter 20 Euro (ich habe hier mit "Beweisfotos" berichtet).

Meine Bitte: liebe Schwarzseher und Googler, haltet euch doch etwas zurück bzw. berichtet real und nur über die Dinge, die ihr aktuell selbst erlebt. Das verhilft uns allen zu einem positiveren Lebensgefühl vor allem bei der Vorfreude auf die schönste Zeit im Jahr.

vx2200 am 14 Jun 2023 12:15:48

Ach weisst, ich lass es jetzt. Navigatore hat, wie immer, recht. Er ist ja auch der einzige der ganzjährig unterwegs ist. Und natürlich wissen alle anderen nur durch Google bescheid.

Liebe Grüße vom ausgebuchten CP in La Rochelle.

Birdman am 14 Jun 2023 12:59:16

WERNER1953 hat geschrieben:... Wie sieht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus? Wie teuer sind Taxis ? ...

Vielleicht noch ein Wort hierzu, weil wir beides auch regelmäßig nutzen. ÖPNV in um Großstädte oder touristischen Hochburgen ist in der Regel kein Problem, Taxi ist dort meist nicht nötig. Allerdings solltest Du Dich vorher immer schlau machen bzw. bei den CP-Betreibern informieren, wie es mit den Tickets aussieht. Nicht an allen Bahnstationen gibt es Automaten oder Verkaufsstellen und nicht in allen Bussen werden Tickets verkauft.

In etwas abgelegeneren Gegenden sieht es dagegen mit ÖPNV eher mau aus. Dort ist dann aber häufig auch Taxi nicht ganz so einfach. Da gibt es dann meist nur eine Handvoll (wenn überhaupt) Einzelunternehmer im Umkreis, die auch nicht immer spontan bereit stehen. Bei geplanten Ausflügen sollte man die vorher anrufen und entsprechen buchen, dabei nicht die Rückfahrt vergessen! Wir haben das letzte Woche mal wieder ausgetestet, von 4 Taxlern der Umgebung waren zwei gar nicht erreichbar und einer hatte für die Rückfahrt keine Zeit. Ach ja, billig ist sowas dann eher nicht.

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