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Liebes Forum, haben in den letzten beiden Jahren Rumänien (sehr zu empfehlen) und Albanien (hab hierzu einen Bericht hier im Forum verfaßt) mit dem Van und Motorrad hinten drauf überwiegend freistehend verbracht und diese neue Art von Urlaub mitten in der Natur ohne Massentrubel sehr genossen. Wir suchen nun ein neues Reiseziel, wo freistehend noch toleriert wird und man auch in der Hauptreisezeit (Juli - September) noch schöne Plätze finden kann - klar die sind weder asphaltiert noch ausgeschildert, aber da haben wir entsprechend Erfahrung und schonen weder Fahrzeug noch Insassen :-) Reisedauer sind heuer leider nur ca. 2 Wochen und wir möchten nicht so ewig weit fahren (Startpunkt Nähe München - Ziel bis ca. gut 1000 km) und auch keine Fähren benutzen. Wir bleiben eigentlich nie länger als 2-3 Tage an einem Ort und fahren dann weiter. Möchten ausdrücklich Land und Leute sowie Küche kennenlernen, sprich Vermeidung vom betreuten Campingurlaub mit deutschen Essen vor Ort :-) Würden uns auf Tipps sehr freuen (gerne auch per PM mit Möglichkeit unsere Routen sofern gewünscht als Gegenleistung zu tauschen). Liebe Grüße aus Andechs Elisabeth und Michael würde mir spontan Polen einfallen, Masuren oder Hohe Tatra/ Riesengebirge. Bulgarien beißt sich schon sehr mit dem Reisewunsch ,,keine Fähren und bis max1000 km". Da gibt es wohl nix mehr in Europa was so ursprünglich ist. Bei der max. Entfernung fällt mir Polen an der Ostseeküste und Masuren ein. An der polnischen Ostseeküste ist sehr viel mehr los als an der dt. Ostseeküsten. Für Feinschmecker gibt es viele Fischrestaurants mit viel größerer Auswahl, Preise wie in Ostdeutschland, aber doppelt so große Portionen. Für Sparfüchse: In Touristikregionen gibt es etliche kleine Kellergaststätten (oft Einmanngaststätten - in D würde man Ich-AG dazu sagen.) mit etwas wenig Auswahl (nicht mehr als 3 Speisen), einfache Gerichte, aber schmecken meist gut und Kosten pro Portion in etwa 4 ... 5 EURO. In mehreren Küstenorten fahren zu historischen Schiffen umgebaute Fischkutter Ausflüge, für Kinder gibt es Karussells, viele Verkaufsbuden usw.. Ein Vergleich zu dt. Ostseeküsten ist wie schwarz und weiß. Die Sandstrände sind nicht so überfüllt wie auf Malle, in Italien oder Spanien, nur die Wassertemperatur ist eben ostseetypisch. Die Masuren sind wald- und Gewässerreich und vor allem gut zum Wandern und Radfahren. Für Geschichtsfans ist die Marienburg empfehlenswert. Wir hatten noch nie Probleme in Polen, wenn man sich ordentlich benimmt und freundlich ist und nicht großkotzig auftritt. Die berüchtigten polnischen Kriminellen konzentrieren sich an der dt.-poln. Grenze und in Großstädten. Im Inland ist es easy. An Touristik-Hotspots wie der Marienburg würde ich das Womo sicher abschließen und nichts Werthaltiges offen herumliegen lassen. Im Landesinneren ist die Kriminalität sehr viel niedriger als z.B. an der Mittelmeerküste Frankreichs - also wie in D. In den letzten Jahrzehnten haben große Teile Polens eine beachtliche Entwicklung genommen. Es gab in Polen keine Wirtschaftskrise 2009-2011. Also wurden sehr viele Einfamilienhäuser neu gebaut oder modernisiert und meist wurden sehr schöne Vorgärten angelegt - sieht deutscher aus als Deutschland und nicht so heruntergekommen und schlampig wie vor 40 Jahren. Danke für die ersten Tipps! Bulgarien steht und stand immer schon auf dem Plan, aber wir würden dafür etwas mehr Zeit von ca. 3 Wochen einplanen. Anfahrt geht auch ohne Fähren so wie wir es in Rumänien gemacht haben (dort waren wir innerhalb eines Tages direkt über Österreich und Ungarn - allerdings noch lange nicht an der Schwarzmeerküste). Polen und Hohe Tatra hört sich gut an und wäre vom Zeitrahmen und Entfernung passend. Ist auch an den östlichen Ostseestränden so viel los, oder gibt es doch noch ruhige Plätze? Wie schaut es sonst mit schönen Freistehplätzen in Polen, gerne auch an Sees und Flüssen aus? Vielen Dank und liebe Grüße Elisabeth und Michael Ergänzung: polnische Autobahnen sind teilweise mautpflichtig. Das Mautsystem ist anders als im Rest Europas. Die Maut ist lächerlich niedrig, aber man braucht so ein kleines elektronisches Kästchen und muss eine Summe Mautkosten aufladen (prepaid). Wenn sich nichts geändert hat, kommt man selbst bei langen Fahrtstrecken mit ca. 30 ... 50 EURO gut hin im gesamten Urlaub. Die nicht verbrauchten Beträge werden bei Ausreise zurück erstattet. Unbedingt vorher im Internet erkundigen, wo man diese "Mautkästchen" erhält und wieder abgeben kann. Achtung: In Polen ist der Zloty das Geld. Es gibt diverse Wechselstuben mit sehr unterschiedlichen Umtauschkursen. Nicht bei Straßenhändlern und zwielichtigen Wechselstuben tauschen - z.T. Falschgeld. Recht teuer sind Wechselstuben an Flughäfen, in Hotels und in Touristik-Hotspots. Wir haben nur wenig Geld für kleine Ausgaben und für Verkaufsbuden getauscht und in Gaststätten und Kaufhallen mit Kreditkarte bezahlt. An der polnischen Ostseeküste in der Nähe Deutschlands konnte man oft auch in Euro bezahlen. Die Umtauschgebühren sind oft sehr hoch. Ein Rücktausch lohnt sich oft nicht.
:schlaumeier: Die Route geht von München aus .. :idea: Nach Nis sind es gute 1.000 km, keine Fähren. Die Masuren sind locker auch so weit .. Die hohe Tatra ist ein sehr kleines Hochgebirge und in 2 Tagen hat man alles wichtige gesehen. Man sollte mal mit der Seilbahn hochfahren. Ein Teil der Wälder im unteren Teil ist leider Waldbränden zum Opfer gefallen. Die hohe Tatra kann man sehr gut mit dem Slovenski Ray verbinden. Achtung: Holzleitern sind nicht für kleine Kinder geeignet. Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt. Alles gut ... zum "Schlaumeier Emoji" soviel; Nis liegt in Serbien und noch nicht in Bulgarien. Bis bspw. ins Rila Gebirge sind es auf dem Landweg schon knapp 1500 km... Moin, gerade erst gelesen. Fallen mir in Italien die Toscana und in Polen die schlesische Schweiz ein. Aber immer dran denken: Wege in entwickelten Gegenden sind oft nicht ohne Grund schwer zugänglich. Naturschutzgebiete. Gute Reise landmesser Tschechien? Eine Runde kreuz und quer, Prag, ...... clamat: Die Tour (Albanien +Co.) hatten wir letztes Jahr gemacht. Montenegro fanden wir fürchterlich (1 Hotel nach dem anderen und an der Küste alles komplett zubetoniert)- Da sind wir direkt durchgefahren. Albanien war klasse und Slovenien ist auch sehr schön. Es wird wohl Polen werden. Gestartet in Südpolen bei Projekt Riese, dann etwas Berge, die Seenplatte und evtl. noch hoch bis zur östlichen Ostseekünste. Wer noch Tipps hat, gerne zu Lost Places - bitte her damit. Viele Grüße recycler
In der Toskana kann man frei stehen? Ich bin gerade am Suchen gewesen in der Nähe von Florenz wenigstens einen Übernachtungsplatz zu finden - geschweige denn etwas zum Erholen und länger stehen - für einen Geschäftsreise - und hab extrem wenig gefunden. Gerne Tipps wo das geht und ist. Beste Gruesse Bernd :thema: :thema: Bitte eigenes Thema für Toskana aufmachen. Wir waren dieses Jahr tatsächlich in Süd/Ostpolen in der Ferienhauptsaison (Juli). Noch nirgendwo hatten wir weniger Probleme top Freistehplätze zu finden, egal ob an Seen, Flüssen oder in einem der vielen Parks (z.T. ganz allein, dort gibt es auch Grillstellen, kleine Hütten zum Untersitzen, z.T. auch mit Dixi-WC). Siehe Beispielbild - unser Bus steht hinten an der Hütte und kein Mensch weit und breit. Klar sind in den Ferienhochburgen WoMos freistehend nicht gern gesehen und es gibt so gut wie keine Plätze aber ausserhalb der Hotspots ist alles easy. Wir wünschen Euch eine schöne Saison 2024. LG Micha und Lissi Moin moin Polen kann eine wunderschöne Wahl sein. Es ist gut zu wissen, dass es drei Hotspots gibt, die bei den Polen seeeehr beliebt sind. Das ist zunächst die Ostseeküste. Da ist in den Monaten Juli und August die Hölle los und überall ist Disneyland. Zum Zweiten ist da Masuren. Hier wird die Infrastruktur im Juli und August über die Maßen beansprucht. Und dann noch Zakopane: Wer in ne Stunde am Lift anstehen möchte um dann in Zweierreihe den Berg runter zu laufen, ist hier richtig. Abseits dieser Hotspots kann man tolle Landschaften und Städte erleben. Selbst wenn man keinen Platz zum Freistehen findet, gibt es sehr viele kleine und sehr günstige Camping- oder Biwakplätze. Ich für meinen Teil genieße eine Reise in Polen sehr, allerdings reicht die Freizügigkeit und die Landschaft nicht ganz an die Eindrücke heran, die man in Rumänien bekommen kann. viel Grüße Pedder Kann ich nur bestätigen ! Polen Ostseeküste ist wundervoll, nur nicht in der Ferienzeit. Nur Menschenmassen und Kinderbelustigung. Dann lieber im Landesinneren schöne Plätze suchen und das ursprüngliche Polen erfahren.
Hallo, zur Ergänzung: Als Alternative zum "Kästchen" geht auch eine Handy-App, die bei der erstmaligen Anmeldung im Internet mit deinem Zugang verknüpft wird. Diese zeichnet deine Wegstrecke auf und über die eingestellten Fahrzeugdaten wird dann die Maut vom Prepaid-Konto abgezogen. |
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