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Kroatien im Corona-Sommer 2020


dieNordlichter am 02 Feb 2024 16:26:23

Ich weiß, der Bericht ist schon etwas her. Vielleicht bereitet er dem einen oder anderen dennoch etwas Kurzweil und Freude. Viel Spaß!

Auslandsurlaub im ersten Corona-Sommer - wir haben lange überlegt, ob wir das wirklich machen sollen. Es wurden Risiken abgewägt, Einreisebeschränkungen gecheckt und relativ kurzfristig haben wir uns pro Auslandsreise entschieden. Ein Punkt war sicherlich, dass "alle" zu der Zeit Urlaub in Deutschland gemacht haben und bei uns in Schleswig-Holstein war es proppevoll. Allein die Autoschlangen an der dänischen Grenze, die Zugangsstopps an den Ostseestränden, irre!
Um nach Kroatien reisen zu können, musste zu der Zeit ein Einreiseformular mit Angaben zum gebuchten Ort mitgeführt werden. Da wir aber eigentlich sehr ungern buchen und unterwegs frei entscheiden, wo wir hinfahren haben wir uns einen Campingplatz in Istrien ausgeguckt und den als ersten Aufenthaltsort angegeben. Gebucht haben wir trotzdem nicht. Letztlich war die Sorge unbegründet - das Formular wurde kein einziges Mal auf der ganzen Reise kontrolliert.

Am 27. Juni 2020 ging es in aller Früh (gegen 4.30) los auf Richtung Süden, um das Schreckgespenst Elbtunnel möglichst ohne Verzögerungen schnell hinter uns zu lassen.

Unser erster Übernachtungsstopp sollte in Österreich und möglichst dicht beim Karawankentunnel sein, damit wir morgens früh da schnell durchrutschen können.

Wir entschieden uns für das Gasthaus Fruhmann in Wernberg, einem Metzgereibetrieb mit Gastronomie, bei dem man als Gast des Restaurants auf deren Hausparkplatz übernachten kann.

Ich muss sagen, wir haben das nicht bereut. Das Essen war lecker, das Bier auch und wir erlebten einen angenehmen Urlaubsauftakt bei schönem Wetter, übrigens ohne Maske.

Der Stellplatz war für eine Übernachtung gut. Wir hatten allerdings Zuschauer - am Gelände gab es hinter einem Zaun Ziegen, die uns neugierig beäugten.


Location: Gasthaus Fruhmann in Wernberg, Österreich

Stichworte: Desinfektionsmittel vergessen - Ziegen am Zaun - Stau an der Grenze

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28. Juni 2020

Am nächsten Morgen ging es relativ früh weiter Richtung Kroatien. Noch schnell getankt und dann....standen wir vor dem Karawankentunnel! Ach, du Sch...! Schon Stau?
Der Schreck war zum Glück nur kurz, es ging dann doch relativ zügig weiter. Alle Grenzkontrollen, auf die wir wegen der Coronalage unsicher zurollten, winkten uns problemlos durch. Am Grenzübergang von Slowenien nach Kroatien (ich glaube, es war Plovanija, das weiß ich nicht mehr genau, neben einem Flugplatz gelegen) mussten wir rund 2 Stunden warten und fragten uns im Stillen, wie es hier wohl im Juli / August ohne Corona sein mochte....
Danach ging es hügelig und kurvig weiter bis Rovinj, wo wir uns auf dem Camping Polari für ein paar Nächte einrichteten. Die Sorge, noch einen Stellplatz zu ergattern, war völlig unbegründet: Der Platz war geschätzt zu 10 / 15 % belegt - wir konnten in Ruhe aussuchen.

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Der Campingplatz selber gehört wohl zu den größeren und teureren Plätzen der Region. Wir stehen am Anfang unserer Reisen meist erst auf einem besser ausgestatteten Campingplatz; im Verlaufe der Fahrten werden wir dann meist immer spartanischer und anspruchsloser. Keine Ahnung, warum. Vielleicht ist das unsere Art, den Alltag loszulassen und im Urlaub anzukommen.

Der Platz hat einen eigenen (Stein-)Strand, Badeschuhe empfehlenswert. Ich fand den Strand und das Wasser dort nicht ganz so schön, wie ich es auf Bildern vorher gesehen hatte und war eine Spur enttäuscht. Aber dies war unsere erste Kroatienreise, und wir hatten noch einiges vor an Etappen!
Weiterhin gab es eine schöne Poolanlage, Brötchenservice usw. Sanitär sauber.

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Wir unternahmen viele kleine Ausflüge mit dem Fahrrad. Rovinj ist wunderschön, hat einen herrlich venezianischen Touch, kleine Gässchen (mit glänzendem spiegelglatten Pflaster), einen pittoresken kleinen Hafen und einfach ein schönes Flair.


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Oben über der Stadt thront die Kirche der heiligen Euphemia, zu der wir natürlich auch hinaufstiegen. Man kann sich in Rovinj herrlich in den Gassen verliere und findet an jeder Ecke stimmungsvolle Fotomotive.

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Nie vergessen werde ich die glatten Pflastersteine der Gassen und Wege, die glänzten wie poliert und auf denen ich ein paar Mal fast ausgerutscht wäre....

Radtouren die Küste entlang zeigten uns übrigens, dass es in der Umgebung doch schöne Strände und tolle Ecken gibt. Faszinierend fand und finde ich auch heute noch diese braune Erde, die aussieht, wie Kakaopulver.....

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Im Vorfeld unserer Reise hatten wir soviel über die kroatischen Konobas am Wegesrand gelesen und von den typischen Spanferkelbraten, die sich vor den Restaurants in großen Grills drehen, dass einem das Wasser im Munde zusammenläuft. Nun - die Konobas mit ihren Grills haben wir gesehen - leider ohne Braten. Da sich so wenig Touristen in den Orten befanden, war es anscheinend nicht lohnenswert, die Grills anzuwerfen. Aber was soll's - wir haben an zwei Abenden trotzdem sehr gut in zwei Lokalen in der Nähe des Campingplatzes gegessen und ein sehr nettes Ehepaar aus Österreich kennengelernt, mit denen wir dort bis in den späten Abend gesessen haben.

Nach einem mehrtägigen Aufenthalt auf dem Camping Polari sagten wir Rovinj Adieu und machten uns auf Richtung Krk.....

Location: Camping Polari in Rovinj

Stichworte: Grills ohne Spanferkel - rutschige Wege - Wein und gutes Essen

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dieNordlichter am 02 Feb 2024 16:44:55

Teil 2....


Als nächstes Etappenziel stand die Kvarner Bucht - Insel Krk auf unserer Wunschliste.

Die Anfahrt verlief problemfrei über eine hervorragend ausgebaute Autobahn (nagelneu, es wurde teilweise noch gebaut). Im Gegensatz zu manch deutscher Autobahnbaustelle konnte man hier sogar Arbeiter sehen und dazu noch reichlich! So geht das also......

Vorbei an Rijeka ging es über die große Brücke nach Krk. Die sonst übliche Brückenmaut, die, wie wir aus Reiseberichten erfahren hatten, immer nur bei der Fahrt ZUR Insel fällig wird, mussten wir laut Beschilderung an dem Tag nicht entrichten. Warum, weiß ich nicht mehr.
Wir fuhren eine Zeit lang über die Insel Richtung Krk Stadt. Ich empfand die Strecke etwas eintönig, da die Straße nicht viel zu sehen bot. Aber nun gut, wir wollten ja erstmal unseren nächsten Stellplatz anfahren. Camping Bor hatten wir uns laut einer Empfehlung ausgeguckt, nicht den Platzhirsch Camping Jezevac ( zu teuer, zu "gut"). Um zum Platz zu gelangen, musste man eine wirklich steile Steigung hochfahren und mir schwante Böses mit Blick auf die Fahrräder und kommende Ausflüge.
Auch hier war die Stellplatzbelegung mager, wir konnten uns die besten Plätze aussuchen und entschieden uns für einen mit Blick auf die Bucht und den Hafen, umringt von Feigenbäumen. Übrigens hätten wir Anfang Juli tatsächlich noch die ACSI-Card nutzen können, was wir niemals erwartet hatten, sonst hätten wir uns noch eine vor dem Urlaub besorgt. Egal, teuer war es trotzdem nicht.
Der Platz ist klein und fein, es gibt einen winzigen Pool, der es aber zur Erfrischung tut, wenn man abgekämpft von Ausflügen zurückkehrt. Das platzeigene Restaurant war wegen der niedrigen Besucherzahlen geschlossen.


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Wir unternahmen zahlreiche Ausflüge mit dem Rad, besuchten den Yachthafen, der neben einem kleinen Strand liegt und haben sogar im Hafenbecken (wie andere Leute auch) zwischen den geparkten Segelbooten geschwommen, was wirklich ein besonderes Erlebnis war. Gut fand ich auch, dass es am Wasser so kleine Umkleidekabinen gab, wenn man mal eben ins Wasser hüpfen wollte.

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Aber in Kroatien scheint man eine Vorliebe für Asphalt und Beton zu haben. Viele Strandabschnitte sind betoniert und zuplaniert, was die Menschen aber dennoch nicht von einem Sonnenbad abzuhalten scheint - auf Promenaden, auf Gehwegen und überall sitzen und liegen Leute.

Ein Besuch des Frankopan-Museums in der gleichnamigen Festung stand ebenfalls auf unserem Programm, ebenso wie Bummel durch Krk Stadt und an der Küste entlang.

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Auf dem Campingplatz lernten wir ein nettes Ehepaar aus Bremen kennen, die uns im Verlaufe einer netten Plauderei als alte Kraotienhasen ein paar Stellplatztipps für unsere weiteren Etappenziele gaben.

Den Tipps folgten wir dann 2 Tage später und machten uns auf den Weg in Richtung Sibenic.....

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Location: Camping Bor, Insel Krk

Stichworte: Feigenbäume - ein rotes U-Boot im Hafen - Schwimmen zwischen Yachten


04. Juli 2020

Nach einer stürmischen Abfahrt von der Insel Krk (die Wind hatte ordentlich aufgefrischt und WIR hatten die Brücke noch nutzen dürfen, Zweiradfahrer bereits nicht mehr), ging es die Panoramastraße die Küste entlang Richtung Sibenic / Krka Nationalpark. Der Wind war wirklich etwas heftiger geworden und mit unserer fahrenden Schrankwand wurde mir an manchen Streckenabschnitten etwas mulmig in der Magengrube.
Dennoch genossen wir die Fahrt die herrliche Küste entlang wirklich sehr.

Nachmittags erreichten wir das Camp Marina (Tipp der Bremer, vielen Dank noch einmal dafür!), das ich auf den ersten Blick etwas ernüchternd fand. Zwar sagt man ja, dass es für einen ersten Eindruck keine zweite Chance gibt, aber das stimmte hier nicht. Es lag vermutlich an der Hitze, die einen hier mit voller Wucht erwischte, denn Schattenplätze waren hier Mangelware. Zudem wirkte die ganze Umgebung verdorrt und hatte einen leicht trostlosen Wüstencharme. Die Aussicht auf eine "glühende" Nacht in unserem klimaanlagenlosen Opi wirkte nicht gerade verlockend....
Aber der Campingplatz hatte einen Pool, was meine Stimmung erheblich verbesserte. Auch essen konnte man auf dem Platz, einfach, aber einfach gut. Auch hier bekamen wir übrigens problemlos einen Platz und obwohl wir keine ACSI-Card hatten, berechnete uns die Besitzerin von sich aus nur den ACSI-Tarif, was wir im Hinblick auf die magere Buchungslage mehr als fair fanden.

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Wir hatten über die Rezeption einen Ausflug zum Krka-Nationalpark gebucht, den wir am nächsten Tag mit einem zweiten Paar und dem Guide / Fahrer in einem Geländewagen antraten. Wir wurden zunächst zum Parkeingang gefahren und dort für ein paar Stunden "freigelassen" zur freien Erkundung des Parkes und der Wasserfälle.
Der Park ist wunderschön, eine grüne, wasserdominierte Zauberwelt inmitten der kargen Umgebung. An dem Morgen waren das Paar und wir die einzigen Besucher auf den Wegen. Wie besonders das war, mit so wenig anderen Menschen dort zu sein, war uns zu dem Zeitpunkt noch nicht bewusst und wurde uns erst im Nachhinein klar, als wir uns Bilder im Web anschauten.

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Natürlich haben wir auch an dem großen Wasserfall, dem Skradinski Buk, gebadet und auch hier badeten sehr viel weniger Menschen als ich das auf Bildern vor Corona gesehen hatte. Ich glaube, wir waren maximal 10 oder 15 Personen.

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Weitere Ausflugsetappen waren der Roski Slap Wasserfall im Norden und ein Besuch des Klosters von Krka (Kistanje) sowie einige wunderschöne Aussichtspunkte, die über so schmale Pfade und Wege zu erreichen waren, dass wir die ohne unserer Fahrer niemals gefunden oder erreicht hätten.

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Der Ausflug war wirklich sehr schön und lohnenswert und die 50 Euro pro Nase gut angelegt.

Fahrradfahren in der direkten Umgebung des Campingplatzes ist übrigens nicht empfehlenswert! Es gibt weder Rad- noch Fußgängerwege. Wir sind soweit wie möglich am Fahrbahnrand gefahren und fürchteten um Leib und Leben, denn die vorbeirasenden Autos (In- wie Ausländer) fuhren zumeist halsbrecherisch nah an uns vorbei. Einmal half nur der Sprung vom Fahrrad neben die Straße.

Nach 2 Nächten ging es dann weiter südwärts.....

Location: Camping Marina bei Sibenic

Stichworte: Wasserfälle - ein Wald voller verzauberter Bäume - wunderschöne Schmetterlinge am Pool - Radfahren: ÜBERLEBT!!

dieNordlichter am 02 Feb 2024 16:55:55

ITeil 3...


06. Juli 2020

Wir verließen am Morgen das Camp Marina und fuhren weiter südwärts Richtung Dubrovnik, weiter die wunderbare Küstenstrecke entlang.

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Einem weiteren Tipp folgend steuerten wir nicht den teureren Campingplatz in Dubrovnik an, sondern ließen die Stadt ein Stück hinter uns auf einer Straße in schwindelerregenden Höhen, bei denen es selbst meinem Mann mulmig wurde, und steuerten unseren Opi auf den kleinen einfachen Campingplatz Kate in Mlini.
Der Platz erschien uns im Vergleich zu den anderen Plätzen unserer Reise bisher recht gut besucht. Dennoch bekamen wir ohne Probleme einen schattigen Platz umgeben von duftendem Lorbeer.
Camping Kate liegt direkt an der Küste oder sagen wir mal - indirekt, oben an einer Steilküste. Herrlicher Blick, keine Frage. Zugang zum Strand und Bademöglichkeit für Menschen ohne Bewegungseinschränkungen über ca. 170 Stufen. Einfaches, aber sauberes Sanitär, günstige Preise. Laut Reiseführer besteht die Möglichkeit, mit einem Boot nach Dubrovnik zu fahren, was aber 2020 wegen Corona nicht angeboten wurde. Wir sind mit dem Bus nach Dubrovnik gefahren, der ebenfalls die Straße in luftiger Höhe passierte. Ich werde das nie vergessen: Als der Bus die Straße endlich hinter sich gelassen hatte und wir uns wieder auf Meeresspiegelhöhe befanden, stiegen drei junge Frauen aus, die sich außerhalb des Busses erst einmal bekreuzigten. Fahrt überlebt.

Dubrovnik ist wunderwunderschön und die Reise wirklich wert! Wir verlebten einen wundervollen Tag in der historischen Altstadt, die zwar belebt, aber in 2020 auch nicht überlaufen war. Wir schlenderten über Plätze, tranken Cappuccino in Straßencafés, verloren uns in kleinen Gässchen und machten als Game of Thrones-Fans natürlich Bilder auf Cerseis Treppe.

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Mit der Seilbahn fuhren wir auf den "Hausberg" der Stadt und genossen den spektakulären Blick auf die Altstadt und die weitere Umgebung.

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Allerdings fiel auch hier wieder auf, dass Radfahren wohl nicht zu den beliebtesten Fortbewegungsmöglichkeiten in Kroatien zählt. Wir hatten uns einen Nachmittag vom Camping in Mlini auf den Weg zum Konzum gemacht, da wir einige Einkäufe tätigen mussten und wollten. Die Straße ging bergab und hatte nur sporadisch Gehwege, bzw hörten diese plötzlich auf und man musste immer wieder auf die andere Straßenseite wechseln von Bordsteinen, von denen man sich auch fast hätte abseilen können. Auf der Straße fahren war keine Option - die Autos sausten so schnell an uns vorbei, dass man von dem Fahrtwind eine Föhnfrisur verpasst bekam.

Letztlich haben wir den Aufenthalt hier sehr genossen und traten zwei Tage später und nach bis dahin 2000 gefahrenen Kilometern wieder den Rückweg nach Norden an. Die Hälfte der Reise war um.

Location: Camping Kate in Mlini

Stichworte: Heuschrecken an der Bushaltestelle - Cerseis Treppe: Schande! Schande!(für Insider) - once again: Radfahren: ÜBERLEBT - tolle Altstadt - Gewitter oder wie wir 170 Stufen im Laufschritt hochrannten....

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dieNordlichter am 02 Feb 2024 17:20:14

Iund weiter...


08. Juli 2020

Unseren letzten Aufenthalt in Kroatien haben wir in Razanac im Autocamp Puntica verbracht. Razanac liegt etwa auf der Höhe von Zadar, unterhalb der Insel Pag.

Das Autocamp ist einfach, klein aber sauber - genau wie wir es mögen. Es liegt nicht direkt am Strand, aber wirklich nur ein paar Schritte entfernt. Ich konnte den Strand von meinem Campingstuhl aus gut sehen.

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Unsere letzten Urlaubstage waren geprägt von Entspannung; größere Ausflüge haben wir nicht mehr gemacht. Den Ort haben wir mit dem Rad erkundet, beim örtlichen Fleischer eingekauft, was ein Erlebnis für sich war, und auf dem schön angelegten und überdachten Grillplatz des Camps ein kleines Barbecue veranstaltet.

Der Kieselsteinstrand war schön und stets gut besucht. Da wir aber keine Strandlieger sind, haben wir uns immer nur, wenn es uns zu heiß wurde, zwischendurch ins Wasser geworfen und sind wieder zurück zum Wohnmobil.

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Am Strand gab es ein kleines Strandcafé. Das war es aber auch schon mit der Gastronomie in Razanac. Es gab zwar noch eine Eisdiele und einen Imbiss (nicht empfehlenswert), aber ein nettes Restaurant fehlte (in 2020) völlig. Schade, denn eigentlich ist Razanac ein beschauliches kleines Örtchen in schöner Lage.

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Ein paar Tage später ging es weiter Richtung Deutschland.

Location: Autocamp Puntica in Razanac

Stichworte: Baden - Spaziergänge im Sonnenuntergang - die Bora kommt!!! - seltsame Nachbarn - Zikaden im Baum


13. Juli 2020

Unser vorletzter Zwischenstopp führte uns an den Chiemsee und zurück in die Corona-Realität.
Nach der schönen Zeit in Kroatien, die wir weitestgehendst maskenfrei (außer in den Öffis und der Seilbahn) verbracht hatten, wurden wir nun wieder mit kuriosen Auflagen und Einschränkungen konfrontiert.
Der Campingplatz, den wir nur für eine Nacht nutzten, war zwar sehr schön, aber hoffnungslos überfüllt. Aber wir waren froh, überhaupt einen Platz bekommen zu haben. Die WoMo-Stellplätze in der näheren Umgebung waren allesamt voll bis voller - in einer Ölsardinendose wäre mehr Platz gewesen.

Den Abend bei bestem Wetter nutzten wir für eine kleine Radtour das Seeufer entlang und ein Abendessen in einem griechischen Restaurant in Übersee. Dort mussten wir mit Maske im Freien an ein Stehpult treten, mit Maske im Freien zum Tisch gehen und erst im Sitzen, auch draußen, durfte sie abgenommen werden....hmmmm.....ich werds nie verstehen. Das Essen war aber gut!

Mein Chiemsee-Fazit: Nachdem die Verwandtschaft uns immer so vom Chiemsee vorgeschwärmt hat, haben wir uns dies nun auch angesehen. Sicher, eine schöne Gegend, keine Frage, aber nach 2 Wochen Kroatien, türkisblauem Wasser und der Fahrt durch die beeindruckenden Alpen hat es mich am Chiemsee nicht gerade vom Hocker gehauen. Vielleicht ein anderes Mal wieder......

Location: Strandcamping Chiemsee in Grabenstätt

Stichworte: Menschenmassen - Kuschelcamping, nein danke - Maskenpflicht überall

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15. Juli 2020

Das letzte Etappenziel ist erreicht.

Wir verbleiben ein paar Tage für Verwandtenbesuche in der hessischen Landeshaupstadt.

Den Reisemobilhafen kennen wir bereits von vorherigen Besuchen. Er liegt ein wenig abseits der City beim Kalle-Bad auf einer Anhöhe. Es gibt zwar eine Bushaltestelle, die fußläufig gut zu erreichen ist, aber die Busfahrt zu unseren Zielen ist langwierig und mit Umsteigerei verbunden. Einen Brötchenservice gab es nicht, Bäcker und Co. sind weit entfernt und im Hinblick auf die steile Anhöhe mit dem Rad morgens eine Herausforderung. Nachts ist es sehr unruhig, aber erträglich. Da es aber der einzige Stellplatz seiner Art dort ist, bleibt einem kaum eine andere Wahl. Während Corona und auch danach ist der Sanitärbereich des Platzes geschlossen.
Wichtig für WoMo-Fahrer mit älteren Geschossen: Wiesbaden ist ganzstädtig Umweltzone. Man kann den Stellplatz aber dennoch ohne grüne Plakette anfahren. Anweisungen auf der Website beachten!

Location: Wohnmobilhafen in Wiesbaden

Stichworte: die liebe Verwandtschaft - die Wehmut der letzten Urlaubstage


17. Juli 2020

Unser letzter Übernachtungsstopp bevor wir wieder zu Hause sind, führt uns immer wieder auf diese kostenlose Möglichkeit auf dem Parkplatz beim Schwimmbad, die wir mal über Park4night entdeckt haben.

Der Parkplatz ist groß, sodass auch Dickschiffe ohne Probleme einen Platz finden. Ein Schild an der Zufahrt weist den Parkplatz ausdrücklich als kostenlose Übernachtungsmöglichkeit für 24 Stunden aus. Wer länger bleiben will, möge bitte den Campingplatz aufsuchen. Liebe Gemeinden - so geht das!
Natürlich gibt es keinen Strom, Sanitär etc. - es ist ja nur ein Parkplatz. Dafür ist aber das Innenstädtchen mit Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie bequem fußläufig zu erreichen.

Wir lassen den Abend bei einem Bier gemütlich ausklingen und fahren am nächsten Morgen zurück in die Heimat....

Location: Parkplatz in Bispingen

Stichworte: Heimreise - aber das Fernweh bleibt

Reisefazit:

Unser erster Kroatientrip in einer ungewöhnlichen Zeit. Ich denke, nein, ich bin mir sicher, dass wir dieses Land nie wieder so erleben werden wie im Sommer 2020. Wir sind froh, dass wir uns entschlossen haben, im Coronasommer Landflucht zu begehen und die Fahrt ins Ausland zu wagen.
Wir haben viel gesehen und erlebt, bisweilen war es seltsam - immer den Blick auf den Infektionszahlen und auf der Seite vom Auswärtigen Amt, falls plötzliche Grenzschließungen zu befürchten waren.
Wir haben die Fahrt auch genossen, weil wir die Coronamaßnahmen dort nicht so streng empfunden haben wir zu Hause, fast, wie Urlaub von diese unsäglichen Pandemie.

Übrigens war dies unsere letzte Reise mit unserem Euramobil, unserem Opi!

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