In Andalusien tritt am Montag offiziell der Wassernotstand in Kraft. Rationierungen wird es ab Ostern geben. Von der Misere sollen die Touristen jedoch nichts mitbekommen, so ist es geplant. Auch wenn nach Schätzungen des WWF jeder von ihnen üppig Wasser verbraucht, so tragen doch die zwölf Millionen Gäste in Spaniens südlichste Region nur zum kleineren Teil eine Verantwortung für die Misere.
Zwischen 70- und 80 Prozent der knappen Ressource werden für die Bewässerung der drittgrößten Anbaufläche von ganz Europa gebraucht. Kein Wunder, denn für ein einziges Kilo Erdbeeren benötigt man in Andalusien nach Aussage der Umweltorganisation WWF rund 300 Liter Wasser. In den letzten 25 Jahren sind die bewässerten Anbauflächen um fast 50 Prozent gestiegen.
Ende Januar kletterte das Thermometer in Andalusien auf 20 Grad, und für Februar sind keine nennenswerten Regenfälle vorgesehen. Während die Normalbürger Einschränkungen bei der Wasserversorgung hinnehmen müssen, hat die andalusische Landesregierung aber versprochen, dass sie alles tun werde, damit die Touristen von den Restriktionen nicht betroffen seien.

