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Gelcoaterneuerung bei Wingamm Ibis


Leunam am 14 Mär 2024 11:02:37

Hallo in die Runde.
Bei unserem Wingamm gehört das gesamte Gelcoat erneuert. Weiß bitte jemand wer in Österreich oder Nähe der Grenze zu Österreich so etwas macht und was mich das ca kosten würde? Danke schon im Voraus

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Inselmann am 14 Mär 2024 11:34:02

Gelcoat erneuern? Gelcoat und das darunterliegende Laminat sind fest miteinander verklebt.
Das zu "erneuern" wird nicht so einfach zu bewerkstelligen zu sein.

Warum muss das denn gemacht werden?

Tinduck am 14 Mär 2024 12:18:18

Im Bootsbereich liegen solche Arbeiten (bei kleineren Booten bis 6 m) im mittleren bis oberen 4-stelligen Bereich.

Da ist die Fläche allerdings deutlich geringer als bei einem Womo.

Grund für den Preis ist, dass das alte Gelcoat runter muss, wahrscheinlich bis aufs Laminat, wenn schon viele Risse vorhanden sind. Dann mehrere Lagen plan spachteln und wieder schleifen, neues Gelcoat (auch wieder mehrere Lagen)...

Bin mir nicht sicher, was dein Fahrzeug noch wert ist und ob sich das noch lohnt??

In Eigenarbeit natürlich billiger, aber will und kann auch nicht jeder - zumindest nicht so, dass es hinterher gut aussieht... meiner einer eingeschlossen.

bis denn,

Uwe

Anzeige vom Forum


DonCarlos1962 am 14 Mär 2024 12:56:31

Ich habe im Bootsreparaturbau schon einiges an Gelcoat erneuert. Z.B. aufgrund von Osmose- oder Ausbruchschäden.
Die Flächen dabei waren aber vergleichsweise klein.

Ja, man kann Gelcoat nachträglich dauerhaft aufbringen. Dafür sind aber umfangreiche Vorarbeiten notwendig um eine tragfähige Fläche zu erreichen.

Beim Neubau eines Bootes wird im Regelfall eine Negativform mit Trennmittel benetzt und dann mit Gelcoat als erste Schicht gefüllt. Anschließend kommen erst die Trägerschichten darauf.
Bei einer Reparatur geht das natürlich nicht mehr, oder nur noch bedingt Z.B. mit einer starren Folie.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke mit einem langsamen Härter könnte man Gelcoat auch mit der Rolle oder der Spritzpistole auftragen.
Gleichzeitig denke ich aber auch, dass es schon ein großes Maß an Nacharbeiten nötig macht, bis die Fläche wieder übergangslos glatt wird.

Eine gute Adresse wäre wohl ein Bootsbauer. Insbesondere in Polen soll es gute und preiswerte Werften geben, sagte man mir.
In der Nähe von Österreich ist mir da niemand bekannt.

LG Carsten

andwein am 15 Mär 2024 11:39:56

Leunam hat geschrieben:Hallo in die Runde.
Bei unserem Wingamm gehört das gesamte Gelcoat erneuert. Weiß bitte jemand wer in Österreich oder Nähe der Grenze zu Österreich so etwas macht und was mich das ca kosten würde? Danke schon im Voraus

Du meinst sicherlich das "Topcoat" oder?
Gruß Andreas

DonCarlos1962 am 15 Mär 2024 12:52:00

Topcoat nichts anderes als Gelcoat, dem Paraffin zugesetzt worden ist, damit es eine klebfreie Oberfläche ausbildet.

Topcoat wird oft auch unter dem Begriff Gelcoat vertrieben, da muss man eben schauen ob es als letzte Schicht vorgesehen ist.
Das steht manchmal nur auf dem Kleingedruckten auf der Dose.

So gibt es auch "Gelcoat-Farbe" als letzte Schicht, die strenggenommen auch Topcoat-Farbe heißen müsste: Amazon Link

Vielleicht gibt es diese Farbe auch im Eimer zum spritzen, dann könnte man das WoMo relativ gut bearbeiten.

LG Carsten

cbra am 15 Mär 2024 14:00:30

Klar kann man das mit gelcoat/topcoat machen, ist aber brutal viel arbeit

Realistischer is da mmn ein mehrlagiger lackaufbau.
Ordentlich schleifen, füllern, ggf barriereschichten dann decklack.

Hat jeder bootslacklieferant aufbauvorschläge und/ oder tutorials.

In jedem fall staub ordentlich handeln!

Bootsbauer, lackiere, spengler etc kontacktieren. Ggf in tschechien oder slowenien günstiger als bei uns

silver34 am 15 Mär 2024 14:45:29

Ihr habt schon gelesen das der TE das machen lassen will!

Ihr habt schon gesehen das dies sein 1. Beitrag ist!

Ihr habt schon mitbekommen das der TE bis jetzt sich nicht mehr gemeldet hat!

Ihr habt schon euch informiert das es hier um wahrschein lich 30 Jahre altes Schätzchen geht!

Ihr wißt schon das das den Restwert dieses Schätzchen übersteigt!

Das einzige war ich mir vorstellen kann ist selbst Folieren , bezahlbar und man muß das ganze GFK nicht von allem befreien... und bei ein bischen Geschick sieht das nichtmal schlecht aus.

stoppie am 15 Mär 2024 19:07:02

silver34 hat geschrieben:…..Ihr habt schon mitbekommen das der TE bis jetzt sich nicht mehr gemeldet hat! ……


Sein erster Post ist von gestern!
Trotzdem vielen Dank für deine aufklärenden Worte und ja, wir haben selbstverständlich alles mitbekommen. Das hast du gut erkannt.

At Leunam, ich kenne leider niemanden in und um Österreich, der solche Arbeiten ausführt. Ein Bekannter von mir hatte das selbe Ansinnen wie du, ist jedoch davon abgerückt als er die Angebotssumme von ca. 5.000,- las.

dietmardd am 15 Mär 2024 22:41:14

Ich hatte mal bei einer Firma des Schienenfahrzeugbaus die Technologie optimieren sollen.

Zuerst wird eine Negativform des herzustellenden Teiles hergestellt. Danach wird ein Trennmittel hinein gespritzt, damit das Teil am Ende ausgeformt werden kann. Ist das Trennmittel trocken, wird eine Polyesterfarbe hinein gespritzt. Diese lässt man antrocknen, aber nicht vollständig aushärten. Trocknen ist streng genommen nicht richtig, da kein Lösemittel die zentrale Rolle spielt. In Wirklichkeit ist es eine Polykondensationsreaktion. Im Gegensatz zu einer Polymerisation entsteht ein flüssiges Nebenprodukt.
Danach werden Glasfasermatten oder -gewebe eingelegt, die ebenfalls mit Polyesterharz getränkt sind oder die Form wird mit harzgetränkten Glasfaserschnipseln eingespritzt.
Da das Harz des Polyesterharzes des Gelcoats das gleiche Harz ist wie das zum Laminieren, werden Gelcoat und Laminat miteinander polykondensiert, also chemisch unlösbar miteinander verbunden.
Das Gelcoat ist also keine hergekömmliche Lackschicht, die nur durch Adhäsionskräfte mit dem Untergrund verbunden ist.

Vorteil:
- Gelcoat kann sich nicht lösen und ist härter als die meisten Lösemittellacke.
- Ausgehärteter Gelcoat lässt sich nicht mit herkömmlichen Lösemitteln anlösen, d.h. man kann mit einem Lösemittel z.B. Teer oder Graffiti entfernen, ohne den Gelcoat zu beschädigen, denn Gelcoat ist ein gefärbter Duroplast.

Nachteile:
- Polyesterharz ist recht UV-empfindlich. Man gibt dem Gelcoat zwar UV-Stabilisatoren zu, aber Wunder können diese nicht bewirken
- Bei der Fertigung kann einiges schiefgehen, z.B. Beschädigung beim Ausformen. Eine Reparatur ist kaum möglich. Das Bauteil wird entsorgt.

Probleme bei Reparatur:
- Das Trennmittel haftet auch nach dem Ausformen noch in einer dünnen Schicht auf dem Gelcoat. Das können spezielle Wachse oder PTFE sein. Dieses Trennmittel verhindert, dass irgendwelche Lacke auf dem Gelcoat haften können. Sind es Wachse, verwittern diese über viele Jahre. Die Verwitterung erkennt man daran, dass Wasser nicht mehr abperlt. Ist es PTFE gibt es keine Verwitterung, denn dieses ist UV-beständig und sehr chemisch beständig. Jeses GFK-Teil, egal mit welcher Technologie hat an der Oberfläche ein Trennmittel, egal ob "nass" oder durch Heißpressen hergestellt, weil dies zum Ausformen erforderlich ist. Das Trennmittel ist also nicht nur ein Problem beim Gelcoat.
- Eine Farbschicht kann man mit diversen Technologien entfernen. Ein Entlacken von Polyesterteilen mit Gelcoat ist grundsätzlich nicht möglich, da das Gelcoat mit dem GFK chemisch untrennbar verbunden ist. Es macht auch keinen Sinn, den Gelcoat zu entfernen, es sei denn, im Gelcoat befindet sich ein PTFE-Pigment. Letzteres soll z.B. das Anhaften von Schmutz oder Graffiti behindern bzw. deren Entfernung erleichtern.
- Was macht man im Schienenfahrzeugbau? In den letzten Jahrzehnten sind die Züge mit GFK verkleidet, damit diese leichter werden und der Schwerpunkt niedriger liegt. Bei Überholungen werden diese Züge oft mit einer farbigen Folie beklebt, weil man dabei kaum eine Lösemittelfreisetzung hat.
Einige Teile (z.B. Fensterrahmen) werden mit Heißpressen von GFK-Matten hergestellt. Diese haben kein Gelcoat durch die Herstellung und werden zur Farbgebung lackiert.
- Es macht keinen Sinn, bei Reparaturen Polyesterlacke zu verwenden, da diese nicht mit dem GFK polykondensieren können, da das GFK bereits seit langem ausgehärtet ist. Außerdem ist Polyester recht UV-empfindlich. Wenn Lackieren, dann mit UV-beständigen Lacken wie z.B. PUR und Acryl, auf keinen Fall mit anderen Lacken. Vor dem Lackieren sollte die alte GFK-Oberfläche vom Trennmittel befreit werden (1.Schritt, falls vorhanden) und die Fläche angeschliffen werden. Das Aufrauhen gilt für alle Untergründe aller Klebstoffe und Farben, denn alle Klebstoffe und Farben halten auf dem Untergrund nur durch Adhäsion und auf glatten Untergründen ist die Haftung schlechter.
- Zur Lackierung beim Bootsbauer: Grundsätzlich wäre das möglich, soweit es um Lacke für Aufbauten geht. Aber jeder KFZ-Lackierbetrieb wäre genau so gut, da der die gleichen Lacke verwenden dürfte.
- Zum Lack: Im Prinzip hat jeder Lack zwei Schwachpunkte bezüglich Lebensdauer und beide haben mit der UV-Empfindlichkeit zu tun.
1. UV-Empfindlichkeit der Lackbasis --> Acryl- oder PUR-Lacke verwenden, keine anderen!
2. UV-Empfindlichkeit der Farbpigmente: Regel: Alle natürlichen Pigmente sind sehr UV-beständig. Alle synthetischen Pigmente sind sehr UV-empfindlich. Die häufigsten Pigmente im Fahrzeugbau sind weiß (z.B. Titandioxid, Aliminiumoxid, Kalk) oder grau, schwarz, ein bestimmtes (nicht sehr attraktives) grün, ocker und rostrot (meist Eisenoxide und -andere Eisenverbindungen). Alle anderen Farben sind synthetisch, z.B. Blau, Rot, Grün, Gelb und deren Mischfarben. Man sollte sich nie ein Auto in diesen Farben kaufen oder lackieren.
Wenn das Womo weiß werden soll, ist die UV-Empfindlichkeit der Pigmente immer gegeben. Unser Womo ist silbergrau und diese Pigmente sind ebenfalls UV-fest.
- Falls es eine Hochglanzlackierung werden soll, gibt es ein weiteres Problem. Das Lackieren von allen Kunststoffteilen birgt ein großes Problem. Kunststoffteile sind elektrische Nichtleiter und laden sich elektrostatisch auf und das bedeutet, dass Kunststoffteile jedes Staubkorn aus der Luft elektrostatisch anziehen, quasi wie ein Magnet. Im Glanzlack ist wirklich jedes Staubkorn zu sehen. Wie kann man das Problem lösen? 1. Maximale Sauberkeit (Lackieren im Freien geht nicht, im Automobilbau quasi Cleanroombedingungen fast wie in der Mikroelektronik), 2. Teile mit ionisierter Luft abblasen und Frischluft ionisieren, 3. Absaugung der Luft durch Gitter im Boden oder durch eine senkrechte Wasserwand.
Bei der Auswahl des Lackierbetriebes sollte man auf diese 3 Kriterien unbedingt achten, wenn eine Hochglanzlackierung geplant ist.

cbra am 16 Mär 2024 00:03:35

:runterdrueck: :runterdrueck:

Tinduck am 18 Mär 2024 09:28:36

Dass man Gelcoat abschleifen und neu auftragen (oder dann stattdessen lackieren) kann, scheint Dietmar völlig entgangen zu sein... macht man vielleicht bei Zügen nicht, aber z. B. bei Booten schon. Wie erwähnt. Aber wenn der TE sich nicht mehr meldet, ist das eh alles Makulatur.

bis denn,

Uwe

dietmardd am 18 Mär 2024 14:59:45

Dass man Gelcoat abschleifen und neu auftragen (oder dann stattdessen lackieren) kann, scheint Dietmar völlig entgangen zu sein


Genaueres Lesen meines Beitrages hilft.

1. Es macht keinen Sinn, Gelcoat abzuschleifen (außer bei Gelcoat mit PTFE), da Gelcoat keine Farbschicht ist, die man entlacken kann bzw. die nur durch Adhäsion mit dem Untergrund verbunden ist, da Gelcoat und GFK unlösbar chemisch miteinander verbunden sind.
2. Eine Erneuerung des Gelcoats ist prinzipiell unmöglich, da die Polykondensation des GFK abgeschlossen ist.
3. Man kann auf den alten Gelcoat mit UV-beständigen Lack lackieren, z.B. PUR oder Acryl, auf keinen Fall Polyesterlacke oder Alkydharzlacke, da diese nicht UV-beständig sind. Vor dem Lackieren sollte man die Gelcoatoberfläche durch Anschleifen aufrauhen, da jede Art von Lack nur durch Adhäsion auf dem Untergrund hält und die Haftung auf glatten Untergründen ist immer schlechter. Ein Abschleifen des Gelcoats macht keinen Sinn und treibt nur Aufwand und Kosten.

Das alles steht in meinem vorherigen Beitrag und dazu auch, nach welchen Kriterien man sich den Lackierbetrieb aussuchen sollte, da normale Lackierbetriebe keinen Kunststoff fachgerecht auftragen können, auch wenn die das behaupten. Lackierbetriebe für Kunststoffe brauchen eine Absaugung durch Gitter im Boden oder durch eine Wasserwand (nicht ganz so gut) und sollten unbedingt mit ionisierter Luft arbeiten, damit der zu lackierende Kunststoff nicht durch die Elektrostatik Unmassen von Staubteilchen anzieht. Das gilt insbesondere für Glanzlacke, denn in diesen sieht man jedes eingeschlossene Staubpartikel.

mv4 am 18 Mär 2024 15:27:48

...danke für deine Ausführungen...du musst aber nicht aus jeden Beitrag versuchen eine Doctor Arbeit daraus zu machen.

Olli2305 am 18 Mär 2024 15:35:43

dietmardd hat geschrieben:... man sich den Lackierbetrieb aussuchen sollte, da normale Lackierbetriebe keinen Kunststoff fachgerecht auftragen können, auch wenn die das behaupten. Lackierbetriebe für Kunststoffe brauchen eine Absaugung durch Gitter im Boden oder durch eine Wasserwand (nicht ganz so gut) und sollten unbedingt mit ionisierter Luft arbeiten, damit der zu lackierende Kunststoff nicht durch die Elektrostatik Unmassen von Staubteilchen anzieht...


Das lass aber nicht moderne Lackierbetriebe hören. Da heute bei KFZ viele Karosserieteile aus Kunststoff haben, ist die Lackierung dieser Alltag. Die Lackierkabinen mit Absaugung über den Boden ist auch Standard, habe bei uns zumindest schon lange keine mehr ohne gesehn. Problem wird eher die Grösse der Kabine sein.

cbra am 18 Mär 2024 17:29:51

mv4 hat geschrieben:...danke für deine Ausführungen...du musst aber nicht aus jeden Beitrag versuchen eine Doctor Arbeit daraus zu machen.


richtig

zumal es doch zumindest "grenzwertig" ist und jedenfalls nicht userorientiert

Gelcoatreparaturen sind im Bootsbereich stand der technik und tlw auch in regeln vorgeschrieben

die beschriebenen absaugungen sind ebenfalls weitgehend stand der technik.

das was der TE will ist technisch kein hexenwerk, bestenfalls ökonomisch zu hinterfragen und es gibt mehrere lösungsansätze

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