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Ich habe eine Frage an die Spezialisten. Weil wir meistens noch ein Boot mit Elektromotor dabei haben - hab ich auch immer eine 90 Ah Gelbatterie zusätzlich dabei. Ich hab mir schon oft überlegt, dass man die ja auch ans Bordnetz (parallel zur Aufbaubatterie) anschließen könnte wenn sie nicht im Boot ist. Aus meinem würde da nicht zu viel Strom fließen beim anstecken - wenn die Ladestände unterschiedlich sind? Was meint ihr zu dieser Idee?
Warum sollte da nicht viel Strom fließen wenn die unterschiedlich "voll" sind? Und dann willst Du im Ernst den "Bleiklumpen" dauernd von "A" nach "B" schleppen und ihn im Womo, am Besten mit Starthilfekabeln, an die Aufbaubatterie anschließen? Da steht dann die zweite Batterie irgendwo im Weg rum, jemand tritt vor die Krokodilklemmen, ... die Fummelei an der Aufbaubatterie zum an- / abklemmen...? Also für MICH wär´ das nix! Wenn Du im Aufbau eine zweite Batterie brauchst / zu wenig Kapazität hast dann kauf´ Dir ´ne gleichgroße Lithium-Batterie als Ersatz für die vorhandene. Grüße Dirk Wenns rein um die Verbindung geht, könnte man über einen Anderson Stecker nachdenken. Die sind in der grauen Version bis 50A geeignet, es gibt aber auch welche die weit über 100A vertragen. Moin Genau so mache ich das auch und es klappt bestens. Das ganze mit passenden Steckverbindungen. [quote="Heimweh"... Ich hab mir schon oft überlegt, dass man die ja auch ans Bordnetz (parallel zur Aufbaubatterie) anschließen könnte ....[/quote] Mir fällt da nur ein : Für was soll das gut sein? Wer bekommt den Strom der 2. Batterie? Was willst du damit bezwecken? Wenn du das geklärt hast, sehen wir weiter- ( ist so ähnlich, als würdest du 4 mal 20 Liter Ersatzsprit mit in den Urlaub nehmen..... fallls? ) viele Grüße neyoo Sorry hatte ich nicht erwähnt, durch den Anschluss am Außenborder hab ich bereits 10 cm Kabel mit diesem erwähnten 50A Stecker dran. Ich musste nur noch an die Polklemme der Aufbaubatterie quasi das Gegenstück anschließen und Zack könnte ich die zusammen stecken. Stören würde die große Batterie in dem Moment auch nicht, die kann ich in den Beifahrer Fussraum stellen. Wäre ja nur wenn wir irgendwo stehen. Die würde mit dem verbauten Ladegerät ja auch mit geladen werden. Lithium haben wir keine - das wird erst Thema wenn unsere mal in die Knie geht. Ich habe nur Angst dass es beim zusammen stecken verschweißt - oder mir das Verbindungskabel abschmort Und wegen dem wieso - es gibt Campingplätze die 1 Euro pro kw/h verlangen - was ich schlicht unangemessen finde - da lebe ich lieber von der Batterie - und da ich die eh dabei habe, könnte ich die dich auch nutzen. Es wäre auch eine Überlegung die einfach fest dort anzuschließen wo ich sie verstaut habe. Geladen wird die dann über PV oder Lima während der Fahrt. Der Vergleich mit den Benzin Kanistern - die Batterie ist sowieso an Bord wegen dem Boot
Dann aber leer, wenn Du das Boot mal benutzen willst! :D Grüße Dirk Moin Dirk mach das so wie du willst, ich mach es so. Hab als BB 180 Ah-Winston und für das Schlauchboot 180 Ah-Calb LiFepo. Hatte beim verbinden keine Probleme. Schön wäre natürlich auch wenn man sich auf die Beantwortung der Frage konzentrieren könnte. es ist aber richtig, daß Dirk auf den Ladezustand hingewiesen hat. Außerdem hast du, Henri, eine bzw. zwei LiFePO-Akkus mit einer wesentlich höheren Kapazität als #Heimweh
Ich würde schon aufpassen dass beide Batterien den gleichen Ladestand haben - soweit möglich. Ich würde den Strom zwischen den Batterien nur gerne begrenzen. Ich könnte zumindest eine fette Sicherungen in die Leitung einbauen, dann fackelt schonmal nicht das Kabel. Hab in meiner Jugend mal eine wartungsfrei Batterie "explodieren" gesehen vom Druck, weil ein Kumpel einen Kurzschluss verursacht hat. Abgekriegt hat keiner was - aber der Respekt ist geblieben......
Die müssen nur die gleiche Spannung haben. Diese Trolley Batterien kommen nach Nutzung halt merklich leer zurück von Einsatz. Wenn du jetzt einfach die leere Batterie an die möglicherweise durch Landstrom oder Solar voll geladene Aufbaubatterie hängst, fließt zu Beginn ein sehr heftiger Ausgleichsstrom. Man könnte einen kleinen 20A Booster dazwischen hängen, hat aber den Nachteil dass der halt so lange lädt, bist die Bootsbatterie voll ist. Dann ist möglicherweise die Aufbaubatterie zu stark entleert. Aber man könnte zur Begrenzung des anfänglichen Stroms einen Anlaufwiderstand dazwischen hängen. Hier steigt der Strom erst allmählich an und im Anschluss erhöht sich auch rasch die Soannungslage der Bootsbatterie und der Strom bleibt moderat. Vorteil, so ein Bauteil kostet nur wenige Euro und man kann das Verhalten mal studieren, ob die Lösung für einen praktikabel ist. An einen Widerstand hab ich auch gedacht - aber das müsste ja dann ein riesiger sein oder? Wo bekomme ich denn sowas? Was meinst du mit Booster? Der von mir erwähnte Booster ist ein DC-DC Lader, der strikt seine Ladekennlinie abfährt. Vergleich: Du hast 2 Eimer. Einer voll, einer leer. Der Booster ist eine Pumpe, die den vollen Eimer in den leeren Pumpen kann. Das ist aber in dem Fall nicht erwünscht, denn die Aufbaubatterie könnte dann sehr leer gezogen werden und von der dann vollen Batterie kann nichts mehr in die leere zurückfließen. Vergleich Anlaufwiderstand: Ohne diesen stell dir eine Badewanne vor, die durch ein großes Schott in 2 Hälften geteilt ist. Die eine Hälfte ist randvoll. Ziehe ich das Schott zügig raus, ergießt sich nahezu schlagartig der Inhalt der einen Hälfte in die leere Hälfte. Das will ich aber nicht, denn das belastet die Leitungen und den Steckkontakt. Dennoch ist der Zustand am Ende so, dass sich die Füllmengen angeglichen haben. Fülle ich jetzt weiter Wasser nach, steigt der Füllstand gleichmäßig und langsam auf beiden Seiten des Schotts. Nehmen wir hingegen das Beispiel mit den Eimern und verbinden diese am Boden mit einem dünnen Rohr, ist der Durchfluss zunächst sehr hoch, weil die statische Druckdifferenz aufgrund der unterschiedlichen Füllstände ihr Maximum hat. Mit zunehmendem Angleich der Füllstände sinkt diese Druckdifferenz, die Flussrate nimmt ab und erreicht bei Gleichstand den Wert 0. Mit Anlaufwiderstand verhält es sich folgendermaßen: Bei stark unterschiedlichem Ladezustand fließt trotz der merklichen Spannungsdifferenz zwischen den beiden Batterien zuerst ein kleiner Strom, weil der Widerstand noch hoch ist. Der Widerstand erzeugt einen zusätzlichen Spannungsabfall und die damit einhergehende Verlustleistung heizt den Widerstand auf. Weil der Anlaufwiderstand aber einen negativen Temperaturkoeffizient (NTC) aufweist, sinkt der Widerstand während die Temperatur steigt. Somit nimmt der Strom langsam aber merklich zu. Dabei steigt aber auch die Spannungslage der leeren Batterie und die geringere Spannungsdifferenz begrenzt den Strom. Jetzt muss nur noch die (recht geringe) Heizleistung für den Widerstand aufrecht erhalten werden. Solche kleineren Anlaufwiderstände haben Leistungen von maximal 200 - 300 Watt, die sie durchleiten können. Das wären dann bei 12,5V 16-24 Ampere, die als Ausgleichsstrom fließen und keinen Schaden bei richtig dimensionierten Leitungen anrichten können. Es dürfen halt zu Beginn, nachdem der Anlaufwiderstand seine maximale Leitfähigkeit erreicht hat, nicht mehr als diese 16 oder 24 Ampere fließen, sonst brennt die interne Absicherung des Widerstands durch und man kann ihn entsorgen. Aber bei Bleibatterien in der genannten Größenordnung, sollte das im Rahmen bleiben. Einfach versuchen, im schlimmsten Fall sind 10 Euro futsch. :) Hallo cinzano01 :) Ich habe super wenig Ahnung vom Strom, habe sogar Angst davor. Finde aber deine Erklärungen selbst für mich verständlich und auch nachvollziehbar. es ist halt nicht jeder Elektriker oder Elektroniker. Dafür mal ein Dankeschön und natürlich auch einen Pluspunkt. Gruss von der schönen Mittelmosel Achim Ja auch ich danke Dir für die Erklärung! Dann mach ich mich mal auf die Suche nach so einem Wiederstand beim großen C....d Elektronik Ich bin verblüfft, mit welchem Aufwand man 2 Batterien koppelt. Mache einfach ein 5m langes 4 mm² Kabel zwischen die beiden Batterien und gut is...... Das Kabel ist die Strombegrenzung. Selbst wenn eine Batterie leer und die andere voll ist, wird das Kabel nicht durchbrennen. Bin mal gespannt, wie ihr das nächste mal Starthilfe geben wollt. Also erst mal einen Ladebooster zwischen die 2 Autos schalten, 4 Stunden warten und dann starten? Oder wie man es immer macht: Starthilfekaben nach Vorschrift anklemmen, starten und gut is ;) Hat von den Theoretikern, schon mal einer den Ausgleichsstrom zwischen 2 Batterien gemessen? Und Achim: Wie sind hier am Stammtisch - glaube (nicht)alles und überprüfe es. viele grüße neyoo
Sehe es genauso, aber etwas dicker dürfte es schon sein.
Mir ist schon mal ein 16 mm²-Starthilfe-Kabel durch gebrannt.
Ich, weil ich den BC vor der Nase hatte. Hängt von den Randbedingungen ab, deshalb hier das ungefähre Setup: LFP, nicht sehr gross (ca 50 Ah), leistungsstark (>100 A), ca 1 m Verbindungslänge 16 qmm. Der Augleichstrom war 50 A, schnell fallend - nach einer Minute noch 5 A. Das entspricht meiner Theoretikertheorie, nach der die Spannungsdifferenz zwischen den Batterien sehr klein wird. Ausgleichs- und Ladeströme können bei Blei deutlich höher sein. Gruss Manfred Das Problem ist auch nicht, dass der initiale kurzzeitige hohe Ausgleichsstrom die Leitungen überfordern könnte, aber die Steckkontakte verbrennen. Wir haben diese Andersonstecker auf der Bootsflotte von unserem Verein und ich gebe hier eine rein praktische Erfahrung wider. Die Ausgleichsströme bei Gel und AGM- Batterien sind nochmal deutlich geringer als bei LiFePo weil die Innenwiderstände höher sind. Ich hab das auch schon gemacht. Es fließt kurzzeitig ein höherer Strom der schnell zurückgeht. Ein Booster ist für deine Zwecke nicht brauchbar weil er dir die Aufbaubatterie leert. Außerdem viel zu teuer. Statt Geld in einen Hochlastwiderstand zu investieren würde ich mir ein Zangenampermeter zulegen und einfach mal messen was da wirklich fließt. Fang mit geringer Spannungsdifferenz an und teste mal. Du wirst staunen wie klein die Ausgleichsströme sind.
Ich würde erst einmal (wie bei Starthilfe) mit einem Starthilfekabel testen und du wirst deine eigene Bestätigung finden (zuerst + und dann - verbinden, beim Trennen umgekehrt).
2 Batterien mit ähnlicher Spannungslage am Reisebeginn parallel schalten und damit die Autarkie verlängern, weil beide Batterien zwischendurch durch LIMA und Solar nachgeladen werden, warum nicht, insbesondere wenn auh die Kabel mit geeigneten Steckern schon vorhanden sind. Die 2. Batterie sollte aber während der Fahrt ausreichend befestigt sein und nicht im Beifahrerfußraum herumkugeln. Wenn du mit dem Boot ausfahren möchtest, musst du natürlich schauen, dass die Bootsbatterie vor der Bootsausfahrt einen ausreichenden Ladezustand hat und nicht der "Saft" zugunsten der Autakrie bereits ausgegeben ist :cry: Wenn die Bootsbatterie nach der Ausfahrt ziemich leer sein sollte, muss sie aber vor der nächsten Parallelschaltung zuerst wieder mit dem Ladegerät nachgeladen werden, damit der Spannungsunterschied nicht zu groß ist, sonst blitzt es oder der Stecker könnte abrauchen! Ob die mögliche Autarkieverlängerung den Manipulationsaufwand wert ist, musst du selbst entscheiden, es kommt auch darauf an, wie oft und wie lange deine Bootausfahrten sind. Du kriegst aber heute schon eine billige 100Ah LiFe-Batterie unter € 200,-- , die du auch parallel schalten könntest - suche nach "Hybrid". Helmut |
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