Guten Morgen,
Ich möchte mir einen Camper kaufen da ich über den Winter ins Auslandssemester nach Lissabon starte und danach auch gerne noch 3 Monate durch Marokko, Portugal und Nordspanien reisen möchte.
Nun habe ich mir gestern einen Renault Master III DCI 100 von 2013 angeschaut. Das Auto ist schon 390 tkm gelaufen hat aber Januar 2024 neuen TÜV bekommen. Die Historie des Autos ist jedoch fast komplett bekannt. Der Besitzer hat das Auto mit 200 tkm von seinem Bruder gekauft und hat es auf Montage immer als Camper dabei gehabt. Er ist damit immer zwischen Berlin und Stuttgart gefahren. Also immer nur Langstrecke. Davor hat das Auto seinem Bruder gehört, der damit Lieferungen für Firmen transportiert hat (auch selbsttändig tätig) und somit auch nur Mittel bis Langstrecke gefahren ist.
Von der Ausstattung ist das Auto eher spärlich. Keine Klima etc. aber das brauche ich auch nicht das kann nur alles kaputt gehen. :)
Rechnungen sind vorhanden. 2022 wurden bei ca. 240tkm neue Bremsen und eine neue Kupplung bei ATU verbaut. Sonst gab es keine nennenswerten Reparaturen. Die Reifen wurden damals auch gewechselt (Allwetterreifen). Seitdem ist das Auto aber auch sehr viel gefahren. Für meine Reise reicht das Profil aber noch locker (der Ring vom Euro ist noch gut im Profil verschwunden ;) )
Ich selbst habe mich so gut es geht über den Autokauf informiert und bin auch handwerklich geschickt und habe als Maschinenbaustudent zumindest ein wenig Verständnis von der Technik (würde ich zumindest sagen), bin aber definitiv kein Experte. Ich habe mir schon bestimmt 10 andere Autos, meist Renault Master II oder Movano A Facelift, angeschaut und im Vergleich dazu steht das Auto viel besser da.
Das Auto hat keine Roststellen. Auch der Unterboden ist nicht befallen. Nur an der Abgasanlage und den Blattfedern ist ein bisschen was oberflächlich.
Der Motor sah gut aus und hat sich gut angehört. Der Zahnriemen wurde vor ca 60tkm gemacht. Der Motor ist auch komplett trocken und alle Füllstände etc haben gepasst. Service wurde auch vor einem Monat gemacht.
Der Verkäufer ist ein super Typ, handwerklich wirkt er auch sehr fit. Er war sehr ehrlich und hat mir wirklich jedes kleine Problem erklärt. Er verkauft das Auto da er in Rente geht und gibt mir auch noch neue Batterien, Campingstühle undso dazu.
Das Auto hat schon einen Campingausbau mit 400W Solar. Er gibt mir zwei neue 100 Ah AGM Batterien mit. Drehsitze vorne sind verbaut, Es ist ein Induktionskochfeld drin (was mir wahrscheinlich zu viel Strom zieht), zwei Camping-Seitenfenster, ein Dachfenster. Das Auto ist mit Steinwolle gedämmt (das werde ich wahrscheinlich neu machen). Ein Wechselrichter ist auch schon drin.
Der Preis für mich liegt bei 5800 Euro :).
Da das für mich als Studenten natürlich ein Haufen Geld ist würde ich mich über Einschätzungen von Leuten mit mehr Erfahrung sehr freuen! Ich habe auch noch Rücklagen auf dem Konto, kann also eine Reparatur verkraften, da das natürlich in dem Preissegment immer vorkommen kann. Natürlich werde ich aber versuchen alles was irgendwie möglich ist selber zu machen.
Mein Gedanke ist: Das Auto hat schon wirklich viel hinter sich. Dadurch, dass die Historie aber bekannt ist und er immer gut gepflegt wurde und Langstrecke gefahren ist, ist er aber sicher in einem besseren Zustand als die meisten Handwerkerautos.
Ich habe bei einem der ersten Autos die ich angeschaut habe, habe ich hier auch ein Beitrag geschrieben. Das war ein Renault Master II mit 430 tkm und TÜV bis 03/2025. Damals hatte ich mir dann doch zu viele Sorgen wegen dem Kilometerstand. Jetzt, nachdem ich viele Autos gesehen habe bereue ich dass ich den damals nicht gekauft habe, weil die meisten Autos mit weniger km in einem viel schlechteren Zustand waren.
Das Auto gefällt mir, das einzige was mit Sorgen macht ist, dass es vom Baujahr neuer ist und ich somit denke dass Reparaturen um einiges teurer sein könnten als bei den Modellen von 2004-2010. Ich höre die ganzen Autobastler immer über die Elektronik die jetzt überall drin ist lästern. :)
Vielleicht könnt ihr mir da ja eine Einschätzung geben.
Zu allerletzt noch die Mängel der TÜV Berichts im Januar:
- zwei Birnchen waren kaputt
- D8.2.2.2d - EM - Fehlerspeicher (Diesel) enthät abgasrelevante Fehler (da Frage ich nochmal kurz nach was das war und melde mich dann hier)
Hinweise vom TÜV:
101 - Betriebsbremsanlage: Bremswirkung ohne Beanstandung
117 - Bremsscheiben hinten: Rostbildung beachten
117 - Bremsscheiben hinten: Randbildung
Ich freue mich über jede Meinung! Sagt mit ruhig klar heraus was ihr denkt.
Vielen vielen Dank!
Beste Grüße
Luca
Ihr findet die Anzeige des Autos hier:
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