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Ersttäter suchen Entscheidungshilfen 1, 2, 3


Gast am 27 Jun 2024 15:01:19

Hallo zusammen,

wie mein Benutzername schon vermuten lässt, sind wir (zwei Erwachsene, die das Teenager-Alter schon vor fast 50 Jahren verlassen haben) Neulinge und möchten uns gern unser erstes (und vermutlich letztes) Wohnmobil anschaffen.
Für meinen eigentlichen Namen kann ich nichts, dass mein Dad seinerzeit großer Fan einer Fussball-Legende war, der damals beim HSV gespielt hat :D, aber damit muss (und kann) ich leben.

Wir sind schon seit einigen Wochen unterwegs im Thema und haben auch hier im Forum schon vieles gelesen, aber jetzt war es doch an der Zeit sich zu registrieren, weil wir irgendwie nicht mehr weiter kommen.

Konkrete Vorstellungen haben wir bereits was wir wollen und (besonders) was wir nicht wollen. Ich liste das mal auf unten dann die von uns bereits ausgesuchten Modelle.
Wir hoffen, hier ein paar Hilfen zu bekommen. Die großen (und auch kleine) Händler in unserer weiteren Umgebung (<250 km) haben wir alle schon besucht um die Fahrzeuge vor Ort anschauen zu können. Bilder der Hersteller oder selbst in Anzeigen sind ja bekanntlich geduldig.

Unseren ersten Urlaub durch Deutschland hatten wir jetzt mit einem gemieteten Modell (Carado T447 auf Ford). Das hat unsere Entscheidung generell ein WoMo zu kaufen manifestiert.

Was wir wollen:
    kompaktes Fahrzeug, maximal 7 Meter Länge
    Gewicht maximal 3.5 Tonnen (wegen der diversen Einschränkungen und höheren Kosten)
    gehobene Ausstattung (der Carado war eher das Modell Möbelfundgrube)
    Face-to-Face Sitzgruppe oder L-Sitzgruppe (wahlweise mit oder ohne Sitz am Aufbau-Eingang)
    Rahmenfenster incl. Verdunkelung
    Verdunkelung der Fahrerkabine
    Aufbautür mit zwei Verschlüssen
    Großer Kühlschrank (mindestens 130 L)
    Einzelbetten im Heck mit mindestens 1,95 Länge (auch wenn man im Alter schrumpft, bin ich immer noch fast 1,90 groß)
    Truma 6 oder 6E Heizung
    Kombi-Bad oder Schwenkbad
    Licht- und Regensensor
    Rückfahrkamera (oder zumindest die Vorbereitung, damit man ein ein eigenes Navi verwenden kann)
    Heckgarage mit Türen mindestens 105 cm Höhe, da zwei e-Bikes rein sollen

Was wir nicht wollen oder brauchen:
    Ford Fahrgestell (hatten wir im Mietwagen, ging gar nicht für uns)
    Mercedes Fahrgestell (meine Frau gibt keine 30.000 Euro mehr aus, nur um ein Sternchen spazieren zu fahren)
    Hubbett (wenn wir mal Enkel haben sollten, sollen die sich gefälligst jemand anderen zum Mitfahren suchen)
    separate Dusche (würde bei uns maximal als Jackenablage dienen)
    Markise (gibt offenbar immer noch Neuwagen auf Halde, die keine haben)
    Lederausstattung auf den Sitzen (jeder mit kurzen Hosen weiß was ich meine)
    Fahrradträger extern hinten
    TV mit SAT-Anlage (wir schauen daheim kaum TV und unterwegs schonmal gar nicht. Wenn einer drin ist, ok)
    Unnützer Kram, was nur Gewicht bringt.

Nice-to-have:
    Klimaanlage oder MaxxFan auf dem Dach (ließe sich nachrüsten)
    Motor mit Automatik-Getriebe und/oder > 140 PS
    Panorama-Dach
    Fahrassistenzen (Notbremse, Verkehrszeichenerkennung, Spurhaltung) - ich kann zwar fahren, aber sie erleichtern doch einiges.
    Truma Crash Control Mono oder Duo (ließe sich auch nachrüsten)
    größerer Kraftstoff-Tank (90 L)

Fahrzeuge in der engeren Auswahl:
    Malibu T 430
    Laika Kosmo 319
    Knaus Sky TI 650 MEG Platinum
    Knaus Van TI 650 MEG Vansation
    Adria Compact SL (All-In oder Supreme
    Adria Coral 600 SL
    Hobby Optima T65E (grenzwertig, da Garagentüren nur 100 cm hoch)

Die preiswerten Modelle der einzelnen Hersteller (Weinsberg, Sunlight etc.) scheiden eher aus, da gefällt uns die Verarbeitung und Haptik der Aufbauten nicht.
Eigentlich sollte auch Eura mit einem Modell auf der Liste sein, aber da liegen die Preise schon fast auf Malibu-Niveau. Dethleffs und Bürstner scheiden auch aus, sind uns zu bieder und oft nur auf Ford zu bekommen.

So, ich denke, das war es erstmal. Wenn ich jetzt meine Frau frage, habe ich sicher wieder die Hälfte vergessen.
Wäre nett, wenn es zu den genannten Fahrzeugen mal den einen oder anderen Kommentar gibt, besonders bezüglich Qualität, möglicher Mängel, Garantieabwicklung etc.

Vielen Dank und ich hoffe, das viele Geschreibsel langweilt nicht :oops:

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

nasso am 27 Jun 2024 17:23:11

Tolle Listen, Uwe.

Damit dürfte es nicht allzuschwer sein.
Geht doch damit zu einem Händler, dessen Ästhetik Ihr mögt und dann sollte der wissen, was zu tun ist.

Viel Spaß und Sonne

Der Uwe

battman am 27 Jun 2024 17:24:36

Du hast schon ein entscheidendes Kriterium vergessen, dein Budget !

Anzeige vom Forum


huohler am 27 Jun 2024 18:09:31

Wenn du gehobene Ausstattung möchtest bist du auch schneller über 3,5t. Schau genau hin was dir noch an Zuladung übrig bleibt. Wir fahren schon immer mit >3,5t und haben das nie als Nachteil empfunden.
Und wenn ihr Kinder habt erübrigt sich durch den Führerschein die Frage ob ihr den mal verleiht.
Hubert

Hendrik74 am 27 Jun 2024 18:11:11

Ich solltet nur auf die sogenannte Fahrstellung bei den Frischwasser Tanks achten. Dann rechnen die Hersteller meist nur 10 l Wasser in das Leergewicht ein. Wenn ihr nicht jeden Abend auf dem Campingplatz stehen wollt, habt ihr fast 100 kg weniger Zuladung.

Konfiguriert euch ein Fahrzeug und schaut auf das Leergewicht…und unbedingt auf das Kleingedruckte achten.

Ich fahre auch 4,4 Tonnen…und genieße, das ich weder auf Achslasten noch auf Zuladung achten muss

polobilist am 27 Jun 2024 18:22:23

Servus Einsteiger,

erstmal willkommen und Glückwunsch zur Entscheidung für´s Womo!

Zu Deinen Modellvorschlägen kann ich nicht viel sagen, da ich die allermeisten nicht kenne (also auch nicht aus der Nähe gesehen habe). Aber einen Rat kann ich Dir geben: Auch wenn´s wirklich schwierig ist - mache unbedingt eine Probefahrt mit dem Mobil, dass Du kaufen möchtest. Und probier auch mal Modelle aus, die Du nicht auf der Liste hast.

Bei unserer letzten Anschaffung waren folgende Kriterien wichtig:
- KEIN Fiat / Citroën / Peugeot / Ford / VW Untergestell : All diese Hersteller hatten uns in der Vergangenheit massiv enttäuscht (Haltbarkeit, Service, Lärm...)
- Automatikgetriebe (super bequem, haben wir in unseren PKW auch)
- nicht über 6 m Länge
- nicht über 3,5 Tonnen

Da war die Luft dann ziemlich dünn, ein Mercedes Kastenwagen hätte gepasst, da war aber die Ergonomie beim Wohnen nicht gegeben.
Also mussten wir Abstriche machen. Das 3,5-Tonnen-Thema haben wir zumindest auf dem Papier durch eine Ablastung lösen können, nur die Länge war nicht realisierbar: Wir reden uns jetz ein, dass ein Kastenwagen zzgl. Fahrradträger auch fast sieben Meter lang wäre und somit unser Hymer MCT 550 ja fast ins Raster passt (7 Meter lang).

Was ich sagen möchte: nicht alle Kriterien lassen sich immer in Übreinstimmung bringen, manchmal lohnt der Blick über den imaginären Tellerrand, den man sich ja selber im Vorfeld zurechtgebogen hat. Mein Tipp: Probier auch mal ein Mobil mit Mercedes-Untergestell aus. Gerade die Fronttriebler mit Alko-Rahmen hinten dran sind vom Fahren her einfach traumhaft, der Service der Marke mit Stern kostet sicher ein paar €uro mehr, dafür funktioniert er auch. Hierzu zwei Beispiele:

1. Eine Fiatwerkstatt im Ausland hat uns bei einem Getriebedefekt (Produktionsfehler, wie später klar wurde) einfach weiter geschickt: In vier Wochen wäre ein Termin frei...
2. Eine Mercedeswerkstatt am Wegesrand im Ausland hat uns bei einer Panne sofort (!) weitergeholfen.

Uns war das im Nachhinein einen Aufpreis wert, der übrigens gar nicht so groß ist, wie Deine Frau meint.

Viel Spaß und Erfolg bei der Suche wünscht
polobilist

Luppo am 27 Jun 2024 19:03:23

Ich glaube nicht, dass es bei den genannten Modellen großartige Qualitätsunterschiede gibt.
Letztendlich hängt das meiste vom Engagement des Händlers ab.
Suche dir den aus, der dir am meisten zusagt.
Jede Fraktion wird dich von Vorteilen überzeugen. Die LKW-Fahrer vom auflasten, die Sternfahrer vom ach so tollen Mercedes und der dritte von seinem optimalen Grundriss.
Es muss für euch passen.

Ruedi1952 am 27 Jun 2024 20:09:41

Wie schon gesagt wurde die 3,5 to sind nicht leicht zu halten.
Je neuer ein Womo mit den ganzen Assistenzsysteme macht sie schwerer.
Wir haben einen 6m Alkoven mit Stockbett hinten.
Eines rausgeworfen.
Markise, gekapselten Abwassertank sonnst nix.
Mit drei Personen, zwei Miezen, 120 ltr. Frischwasser, zwei 11 kg, drei E Bikes davon zwei in der Heckgarage, Stahlflaschen und mit allen notwendigen ausgerüstet ist die Hinterachse am Limit. Zum Gesamtgewicht auch fast am Ende.
Zum Service mit Stern: Fahrzeug von Schwester ausgeliehen, Lima defekt zu einer Sternwerkstatt die sagten keine Zeit für Reperatur. Lima gekauft, gefragt ob sie uns Werkzeug leihen kam ein Nein.
Gefragt ob es einen Baumarkt gibt nein.
Ein Kunde ging mit uns raus zeigte den Weg, direkt Rückseite der Werkstatt ein Baumarkt.
Werkzeug gekauft, auf dem Parkplatz Lima getauscht, wieder zur Werkstatt Altteil abgegeben, Pfand wiederbekomme und für die Freundlichkeit bedankt.

Joachim260 am 27 Jun 2024 20:14:39

Hallo

so wie ich das verstanden habe habt ihr bisher nur einmal ein Mobil gemietet und daraufhin beschlossen, daß es kein Ford wird. Schon mal einen Fiat Maxi/Light oder Mercedes gefahren damit du so eine Aussage treffen kannst. Ich habe schon alle gefahren und mir hat das Fahrgestell von Ford zusammen mit Mercedes am besten zugesagt, ich möchte dich nicht von deiner Entscheidung abbringen aber fahr erst mal andere Fahrgestelle zur Probe, damit du nicht enttäuscht wirst, ehe du dich entscheidest.

Darf man wissen was den Ausschlag gegen Ford gegeben hat?

Gruß
Joachim

huskimarc am 27 Jun 2024 20:40:06

Ich würde mich von den 3,5t verabschieden, außer ihr macht FK.K Urlaub und habt keine Hobbys
Wenn das Fahrzeug 7m und gut ausgestattet sein soll, dann am besten gleich etwas mit Maxifahrwerk,spart man sich das auflasten, hat gleich vernünftige bremsen etc

Sprinterklasi am 27 Jun 2024 20:52:35

Hallo,
das Hauptproblem bei der gewünschten "gehobenen Ausstattung" ist auch das gehobene Gewicht. Ein solider und damit schwerer Möbelbau mit einem leistungsstarken Automatikfahrgestell ist mit 3,5 to kaum zu machen.
Ein anderer kritischer Punkt ist die Höhe der Heckgarage. Ich habe damals in Düsseldorf - kein- Womo gefunden, in das unsere e-bikes gepaßt hätten. Ich bekam dann von den Verkäufern so gute Ratschläge wie Lenker abschrauben oder Vorderrad abbauen.
Ich wollte damals unbedingt einen MB-Sprinter, heute bin ich nicht direkt enttäuscht, aber doch ernüchtert. Es ärgert mich wahnsinnig, wenn ich als Kunde gleichzeitig als Bittsteller auftreten muß und dann noch horrende Preise vorgelegt bekomme. Ich werde wohl wegen Alter kein Womo mehr kaufen, aber wenn, dann kein MB mehr.
Alle oben genannten Punkte kann ich nicht ansprechen, aber etwas noch: Eine Sat-Anlage braucht man heute nicht mehr, fernsehen kann man prima über Internet und für den Preis der Sat-Anlage kann man sich auch einen dicken GB-Vertrag leisten.
Übrigens scheidet eine Klimaanlage für den Aufbau aus Gewichtsgründen auf jeden Fall aus.
Tempo 100 spielt keine Rolle, aber das LKW-Überholverbot ist doch eine arge Hürde, sonst wäre ein 4Tonner das Beste.
Bei mir ist es letztlich ein Eigenbau geworden, mit dem wir jetzt seit 12 Jahren glücklich sind.
Schöne Grüße, klasi

huohler am 27 Jun 2024 21:03:49

Hier mal ein Testbericht zum angedachten Malibu. Ist zwar die integrierte Version, aber die Leergewichte sind fasst identisch.
.3005 Kilogramm Leergewicht gibt Malibu an, 3,5 Tonnen darf der I 430 LE maximal wiegen. Die Anzeige bleibt bei 3470 Kilogramm stehen, allerdings ohne Fahrer und Beifahrerin. Also muss ein erheblicher Teil der Ausrüstung zu Hause bleiben und ein voller Frischwassertank (125 Liter) kommt auch nicht in Frage.

--> Link.

Gast am 27 Jun 2024 21:25:25

Ui, soviele Antworten,

vielen Dank erstmal für alle, die sich beteiligt haben.

Vielleicht zu den Fragen/Aussagen noch ein paar Worte.

Das Budget habe ich erstmal weggelassen, ich dachte, das würde sich automatisch aus meiner Vorauswahl ergeben. einigermaßen ausgestatte Malibu liegen dann zwischen 90.000 und 100.000 Euro.
Genau das ist aber unser Problem. Ist es tatsächlich soviel "Mehrwert" in der Qualität gegenüber einem Knaus oder Adria, die dann doch mal eben 15.000 bis 20.000 weniger kosten.

Das mit der Auflastung ist sicher ein guter Punkt und ich habe viele Konfiguratoren gewälzt, um es zu ermitteln, vor allem durch die gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Ausstattungslimits.
Wir bleiben zu zweit, das Fahrzeug wird auch nicht in der Familie verliehen. Es wären eh nur die beiden Kids. Davon macht einer eher Urlaub auf Balkonien und die andere jettet lieber durch die Welt.
Uns stören eben die zahlreichen Einschränkungen und Mehrkosten (z.B. Österreich) bei einer Auflastung. Lieber fahr ich dreimal auf die Waage, bevor es in Urlaub geht.

Ich habs beim Mietwagen gesehen, als die LKW auf der Autobahn im Stau standen und wegen des Überholverbots auch dort bleiben mussten. Das blüht mir dann auch, so kann ich aber überholen.
Sicher, wenns erstmal auf dem Hof steht, kann man es nicht mehr korrigieren. Aber wie ich gelesen habe, kann zumindest eine Auflastung zu 3.65 to nachgerüstet werden, dann wären es 150 kg mehr.

Eigentlich ist der Adria als Compact unser Favorit, und der beginnt in der Ausstattung mit Face2Face bei "nur" 2.772 kg. Es muss dann auch nicht die Supreme Version die (aus welchen Gründen auch immer) mal eben 130 kg schwerer ist.
Das mit dem Wassertank ist in der Tat zu berücksichtigen. Da hat man ihn voll, es gefällt einem nicht, man möchte weiterfahren, geht aber nicht weil Wasser zu schwer. Dann lässt man ab oder fährt mit Risiko los.

Ford scheidet für mich aus, da er in der Fahrgastzelle weniger Platz bietet als ein Fiat. Allein das Umdrehen der Sitze war ein Drama in vier Akten. Und so wirklich bequem waren die beim Fahren auch nicht.
Fiat sind wir nicht gefahren, aber länger Probe gesessen inclusive aller Sitzfunktionen. Das war vergleichweise viel einfacher.

Der Aufpreis zum Mercedes ist hoch, jedenfalls bei all den vergleichbaren Modellen, die derzeit bei den Händlern stehen. Unter 10-15.000 Euro kommt man da nicht weg. Und das ist uns einfach zuviel. Man geht ja nicht davon aus, dass man ständig liegen bleibt.

So, wir überlegen weiter, dank Eurer Kommentare.....

bennykater am 27 Jun 2024 22:31:08

DerEinsteiger hat geschrieben:Der Aufpreis zum Mercedes ist hoch, jedenfalls bei all den vergleichbaren Modellen, die derzeit bei den Händlern stehen. Unter 10-15.000 Euro kommt man da nicht weg. Und das ist uns einfach zuviel. Man geht ja nicht davon aus, dass man ständig liegen bleibt.
.


Ich gebe gerne zu, der Marke mit dem Stern verbunden zu sein, aber das auch nicht ohne Grund, und schon garnicht mir rosaroter Brille. Es sei mir dennoch erlaubt, eine nicht unwichtige Erfahrung mit dir zu teilen:
Vor wenigen Jahren habe ich für meinen Sohn einen Umzug organisiert, und dazu einen LLKW mit Citroen-Fahrgestell (3,5t) gemietet. 200 km zu ihm hin, einladen, 350 km zur neuen Wohnung, 300 km zu uns zurück. Ich fand in keiner Minute eine geeignete und halbwegs komfortable Sitzposition, wegen fehlendem Tempomat musste ich - wie auf einem alten Küchenstuhl sitzend - den Gasfuß stundenlang halb hoch halten, bereits nach wenigen Stunden Fahrt tat mir alles weh, so etwas unergonomisches hatte ich noch nie erlebt, und ich bin "nur" 186cm groß, aber auch mit Tempomat wäre es nicht komfortabler geworden.
Ich hatte früher selbst auch immer gedacht, schön dass du Benz fahren kannst, aber andere Autos können auch nicht so viel schlechter sein. Auf dieser Fahrt, die ich nie vergessen werde, wurde ich gründlich eines Besseren belehrt.
Schon vor sehr vielen Jahren war unter Großgewachsenen klar, dass die Sitzschienen bei Mercedes am weitesten nach hinten gehen (auch wenn man oft die kleingewachsenen Männer aus diesen Wagen aussteigen sah, aber das hatte sicher andere Gründe:-)
Mein Tipp: Mach nach Möglichkeit eine längere Probefahrt mit dem Fahrgestell deiner Wahl und achte auf die für dich bequeme Sitzposition. Gerade mit dem Wohnmobil fährt man meist längere Strecken, und eine komfortable Sitzposition ist dabei garicht hoch genug zu bewerten! Wenn du schon nach 200 km anhältst, weil du nicht mehr sitzen kannst, und dann aussteigst, und du kaum noch laufen kannst, weil alles weh tut, dann gibt das keinen erholsamen Urlaub.
Und nicht alle, die "sich einen Benz leisten", tun dies, weil sie zu viel Geld haben.
Nur meine Meinung.

Gruß
Martin

Koblenzo am 27 Jun 2024 22:44:17

bennykater hat geschrieben:Ich gebe gerne zu, der Marke mit dem Stern verbunden zu sein

Ja, das war ich auch mal - von 1978 bis 2009.
Seit dem: "nie wieder etwas vom Rostlauben-Hersteller aus Sindelfingen"!

Gast am 28 Jun 2024 05:43:49

Ich hatte bis zum 50. Lebensjahr auch einen LKW-Führerschein, den habe ich dann aber nicht mehr erneuert, da ich ihn nicht benötigt habe.

Sicher mag ein Mercedes durchaus seine Qualitäten haben. Im Ford saß ich einfach schlecht.
Beim Probesitzen in den diversen Citroen, VW/MAN und Fiat ist es natürlich von essentieller Bedeutung, ob der Sitz diverse Komfort-Einstellungen hat oder nicht.
In einem billigen Modell fehlen z.b. die Höhenverstellung und man kann den Sitz nicht ganz nach hinten schieben, wegen des Tisches. Und jedesmal aushängen will man ihn auch nicht.

Aber es gab höherpreisige Modelle, in denen für mich eine absolut bequeme Sitzposition möglich war, nicht schlechter als in gleichen Modellen, allerdings mit MB-Fahrgestell.
Daher rührt meine Aussage, für einen ähnlich guten Sitzkomfort keinen Mehrpreis im fünfstelligen Bereich zahlen zu wollen.

Ruedi1952 am 28 Jun 2024 08:45:08

--> Link
Es gibt ja noch die Mäglichkeit andere Sitze nachzurüsten.
Hersteller gibts da einige.
Z.b. noch Recaro usw.
Das andere man muss schon kompromissbereit sein.
Wovon ihr euch verabschieden solltet bis 3,5 to dazu sind eure Anforderungen nicht mit kompatibel.
Ich würde nur Ford als Basisfahrzeug ausschließen. Googelt mal Ford Motorproblematik.
Inzwischen hat sich auch hetausgestellt das der im Öl laufende Zahnriemen nicht so der Hit ist. Ist Geld bei euch kein Problem dann ist das aber auch egal.

Tinduck am 28 Jun 2024 09:02:16

Bei einem 7-Meter-Mobil mit gehobener Ausstattung wird es schwer fallen, die 3,5 Tonnen einzuhalten.

Wenn ihr gewohnt seid, mit wenig Gepäck zu reisen und keine schweren Hobbies wie z. B. E-Bikes zu transportieren sind, mag es sich ausgehen, ist aber auf jeden Fall ein Ritt auf der Rasierklinge. Auf so einen Stress hätte ich keine Lust. Wir sind Personenanzahl- und Fahrzeug-bedingt weit über 3,5 Tonnen, aber ich würde zu zweit auch nichts anderes fahren.

Zum Überholverbot: das gilt ausschliesslich in Deutschland und einem anderen Land in Europa, ich glaube Tschechien. In allen anderen Ländern sind Womos keine LKW und nur für die gilt da das LKW-Überholverbot.

Letztendlich kann auch jeder für sich selber entscheiden, ob er jetzt Sonntag nachmittags bei wenig Verkehr das Überholverbot beachtet oder nicht... genauso, wie manche Leute sich entscheiden, überladen zu fahren.

Was die Kosten bei ü3,5T angeht - wenn das den Unterschied macht, besser kein Womo kaufen :) das ist nämlich der geringste Teil der Ausgaben, wenn man nicht gerade in Österreich wohnt oder da 4x die Woche durch muss.

bis denn,

Uwe

flo1979 am 28 Jun 2024 09:03:09

Also ich kann nur sagen, dass ich unseren Boxer mindestens genauso gerne fahre wie unseren T6.1 und tatsächlich zuvor bei der ersten Anmietung eines Ducato überrascht war, wie angenehm das Fahrzeug insgesamt fährt (Lenkung, Bremse, Fahrkomfort).

Bei Deiner Größe soll es aber Zeitgenossen geben, denen die Sitzposition im Ducato/Jumper/Boxer zu hoch ist. Also in jedem Fall ausprobieren.

Mit dem Gewicht ist es natürlich so eine Sache. Wir kommen im 7m-Alkoven mit 4 Kindern mit den 3,5t klar, müssen dafür aber auch mit der Weinsberg-Holzklasse leben (die aber gut verarbeitet ist). Was das Gewicht in die Höhe treibt, ist die Autarkie (Solar, Batterien, Wasser) und Wintertauglichkeit (Doppelboden, zweite Gasflasche). Wir wüssten gar nicht, wie wir die Zuladung zu zweit ausschöpfen sollten.

Wie dringend ist Eure Entscheidung? Kann die bis zum Caravan-Salon warten?

Viele Grüße

Florian

polobilist am 28 Jun 2024 09:31:58

Servus DerEinsteiger
DerEinsteiger hat geschrieben:Aber es gab höherpreisige Modelle, in denen für mich eine absolut bequeme Sitzposition möglich war, nicht schlechter als in gleichen Modellen, allerdings mit MB-Fahrgestell.
Daher rührt meine Aussage, für einen ähnlich guten Sitzkomfort keinen Mehrpreis im fünfstelligen Bereich zahlen zu wollen.

Sitzen ist das Eine, das Fahren aber auch nicht ganz unwesentlich. Daher nochmal mein Tipp: Bemühe Dich um eine Probefahrt mit vergleichbaren Fahrzeugen, unbedingt auch mit einem Stück auf der Autobahn. Bei den Händlern stehen genügend Fahrzeuge rum, sei es als Mietfahrzeuge oder Vorführer. Klar, nicht jeder wird jubilieren, wenn er Dir einen rausrangieren muss und rote Schilder dranschrauben darf - wenn das aber nicht geht, ist es eh ein Grund, anderorts nach Alternativen zu suchen.

Ich kenne beide Untergestelle: Wir fahren wie gesagt ein Mobil auf MB-910 (Frontantrieb), im engsten Familienkreis gibt´s aber auch einen relativ neuen Ducato, mit dem ich schon öfters unterwegs war. Ich gebe zu, auch mit dem Ducato kann man wunderschöne Reisen machen. Wenn man aber länger unterwegs ist, schätzt man den wirklich PKW-ähnlichen Fahrkomfort des Mercedes sehr.
Wären wir "gezwungen" mit einem Ducato-Untergestell zu verreisen hätten wir sicher sehr viel Spaß damit, schöne Reisen gelängen uns damit ganz ohne Probleme. Wir freuen uns aber jedes mal, wenn wir mit unserem Hymer auf Mercedes / Alko-Gestell auf Reisen gehen: Der Komfortgewinn macht einfach große Freude.
Und ehrlich, wenn wir bei unserer langjährigen Mercedes-Vertragswerkstatt auflaufen, werden wir immer gut und zuvorkommend behandelt (auch wenn wir das Womo dort nicht gekauft haben). Beim Familien-Ducato im gleichen Ort ist das ganz anders. Nach zwei Jahren ist man dort wirklich nur noch Bittsteller. Das brauche ich nicht (mehr). Die Preise in der Werkstatt? Also weit um ist´s da nicht, verhandeln kann man auch immer (Filterwechsel, Öl...). Und spätestens beim ersten Zahnriemenwechsel (Ducato) ist man mit dem Mercedes wieder um Längen voraus.

Viel Erfolg und eine gute Wahl wünscht
polobilist

P.S.: "Laster fahren" (bis 7,5 Tonnen) darfst Du ja immer noch. Wir sind mit unserem abgelasteten 4,4-Tonner bisher problemlos unterwegs. Bei Fahrten in den Süden wird gnadenlos ausgepackt und mit trockenem Wassserttank durch die Alpenrepublik gefahren, dann passt das. Im Rest der Welt haben wir das sichere Gefühl, dass unser Womo deutlich mehr zuladen könnte, als wir im Urlaub brauchen.

rkopka am 28 Jun 2024 10:09:22

polobilist hat geschrieben:1. Eine Fiatwerkstatt im Ausland hat uns bei einem Getriebedefekt (Produktionsfehler, wie später klar wurde) einfach weiter geschickt: In vier Wochen wäre ein Termin frei...

Das ist aber wohl sehr individuell. In Kroatien zur Fiat Werkstatt gefahren (DPF Fehler mit folgendem Tausch, Freitag vor Pfingsten). Hat etwa 3h gedauert, aber nur weil der Chef unterwegs war und den Laptop zur Diagnose mit hatte. Bin dann gleich drangekommen und den Sensor hatten sie auch da. Er hat sich sogar entschuldigt, daß das Teil so teuer ist, aber sie sind eine FIAT Markenwerkstatt und müssen Originalteile verwenden. Hat mir sogar die Teileliste am Computer gezeigt.

bennykater hat geschrieben:LLKW mit Citroen-Fahrgestell (3,5t) gemietet. 200 km zu ihm hin, einladen, 350 km zur neuen Wohnung, 300 km zu uns zurück. Ich fand in keiner Minute eine geeignete und halbwegs komfortable Sitzposition, wegen fehlendem Tempomat musste ich - wie auf einem alten Küchenstuhl sitzend - den Gasfuß stundenlang halb hoch halten

Tempomat sollte heute eigentlich jedes Womo haben. Die Kriterien gehen ja eher Richtung Neufahrzeug (dann ist auch nicht zwingend eine Markise dran). Für mich ist das Womofahren sogar Therapie :-). Vor einem Frankreichurlaub hatte ich starke Probleme mit Rücken und Schulter, Physiotermine erst danach. Ich hatte sogar überlegt, die Fahrt zu streichen. Nach 2 Tagen Fahrt auf der Autobahn wurde die Schmerzen immer weniger und ab dem 4.Tag hatte ich nichts mehr davon.

Mein Tipp: Mach nach Möglichkeit eine längere Probefahrt mit dem Fahrgestell deiner Wahl und achte auf die für dich bequeme Sitzposition. Gerade mit dem Wohnmobil fährt man meist längere Strecken, und eine komfortable Sitzposition ist dabei garicht hoch genug zu bewerten!

Ist sicher klug. Ich hatte mein (Leih)Womo für ein Wochenende und 400km ausgeliehen vor dem Kauf. Zuhause habe ich alles unter dem Womo genau angeschaut und auch eine Nacht drin geschlafen. Die Sitzposition war weniger ein Thema, paßte aber (ich bin kleiner). Nur hätten alle Alternativen das gleiche Cockpit gehabt.

Ruedi1952 hat geschrieben:Ich würde nur Ford als Basisfahrzeug ausschließen. Googelt mal Ford Motorproblematik.
Inzwischen hat sich auch hetausgestellt das der im Öl laufende Zahnriemen nicht so der Hit ist. Ist Geld bei euch kein Problem dann ist das aber auch egal.

War das mit den Motoren nicht hauptsächlich bei älteren Modellen ?

RK

Ruedi1952 am 28 Jun 2024 10:40:49

Bei uns im Ort wohnt eine Dame die Reklamationen in Köln im Herstellerwerk bearbeitet.
Die sagte uns lasst die Finger von Ford.
Die hat mal in vertrauter Runde erzählt was alles bei welchen Motoren im argen liegt.
Eigene Erfahrungen haben dazu auch beigetragen die Finger von der Marke zu lassen, Privat wie Beruflich.

hampshire am 28 Jun 2024 11:14:36

DerEinsteiger hat geschrieben:Genau das ist aber unser Problem. Ist es tatsächlich soviel "Mehrwert" in der Qualität gegenüber einem Knaus oder Adria, die dann doch mal eben 15.000 bis 20.000 weniger kosten.

Die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen. Wir haben einen Kastenwagen und uns für eine gehobene Möbelqualität entschieden. Muss nicht "richtig" sein aber für uns passt das nach 8 Jahren immer noch ganz gut. Es gibt keine Fehlfunktion, es rappelt nichts Zusätzliches - Badezimmer Schiebetüre musste ab Tag 1 manuell "beruhigt" werden.

DerEinsteiger hat geschrieben:Uns stören eben die zahlreichen Einschränkungen und Mehrkosten (z.B. Österreich) bei einer Auflastung.

Wohnmobilreisen ist immer eine Sache der Einschränkung - in die eine oder andere Richtung. Ein Fahrzeug, welches innen größer ist als außen und in dem schwerer Dinge leicht werden gibt es leider nicht. Also entweder weniger Komfort bei mehr mögliche Strecken und <3,5t oder weniger verfügbare Strecken und mehr Komfort bei > 3,5t. Wir haben uns für die erste Variante entschieden und sind "Schönwetterreisende".
DerEinsteiger hat geschrieben:Ich habs beim Mietwagen gesehen, als die LKW auf der Autobahn im Stau standen und wegen des Überholverbots auch dort bleiben mussten. Das blüht mir dann auch, so kann ich aber überholen.

Beruflich unterwegs würde mich das auch nerven. Im Urlaub wäre mir das sowas von egal.

DerEinsteiger hat geschrieben:Eigentlich ist der Adria als Compact unser Favorit, und der beginnt in der Ausstattung mit Face2Face bei "nur" 2.772 kg. Es muss dann auch nicht die Supreme Version die (aus welchen Gründen auch immer) mal eben 130 kg schwerer ist.

Adria macht auf mich von den genannten Mobilen den solidesten Eindruck. Das ist ein "Urteil" ohne selbst genau verglichen zu haben - nur eine Tendenz.

DerEinsteiger hat geschrieben:Ford scheidet für mich aus, da er in der Fahrgastzelle weniger Platz bietet als ein Fiat. Allein das Umdrehen der Sitze war ein Drama in vier Akten. Und so wirklich bequem waren die beim Fahren auch nicht.
Fiat sind wir nicht gefahren, aber länger Probe gesessen inclusive aller Sitzfunktionen. Das war vergleichsweise viel einfacher.

Soviel ich weiß gibt es für Ford und Fiat in unterschiedlichen Fahrzeugen unterschiedliche Sitzvarianten.
Unser Sitz im Ducato ist langstreckentauglich und für meine Frau zu hoch- Sie hat ein Kissen im Fußraum und fährt das Fahrzeug nicht zuletzt deswegen sehr ungern. Beim Drehen mit angezogener Handbremse müssen wir beim Fahrersitz etwas mit "vor- und zurück" rangieren. Das geht sicher besser, versaut aber keine Stimmung. Den Beinraum im Fahrerraum rechts finde ich durch die Form der Mittelkonsole eingeschränkt. Es sind weder Langstrecken LKW, noch Reise-PKW, sondern umgebaute schnöde, laute aber robuste Transporter. Den Spaß mindert es nicht.

DerEinsteiger hat geschrieben:So, wir überlegen weiter, dank Eurer Kommentare.....

Dann gibt es von mir einen dazu:
Wichtiger als "Welches Fahrzeug" ist eigentlich das Reisegefühl welches ihr erleben wollt, die Art zu reisen, die euch vorschwebt und die Kenntnis darüber, was für Euch eine gelungene Reise ausmacht. Wer das einmal zusammenschmeißt, der kommt abseits der "männlich-pseudo-rationalen" technischen Abwägung zu einem recht guten Anforderungsprofil, welches die Anforderungen auf eine zielführende Art und Weise verschiebt.

Beispiele:
Ich wollte einen Heckantrieb (oder Allrad) - daher war ich Sprinter-fixiert. Der hatte aber als Kasten eine nach oben enger zulaufende Dachlinie. Das Raumgefühl fanden wir im La Strada Rondo dann erheblich schlechter als im ducatobasierten La Strada Avanti. Auf den fiel dann die Wahl. Fehlt mir was? Nö.
Ich wollte eine Automatik. Eigentlich wollte ich mich nur nicht ums Schalten kümmern. Die Comformatik im Ducato ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluß und einer Wandlerautomatik (die es zum Zeitpunkt unseres Kaufs im Ducato nicht gab) unterlegen. Finde ich das im Urlaub schlimm? Nicht die Bohne.
Ich mag Motorleistung und fand die 180PS bereits bescheiden, da unser Kleinwagen bereits mehr hat. Dazu gab es als wir kauften ohne enorme Lieferzeit nur 148 PS im Kasten unserer Wahl. Ich vermisse die mögliche Mehrleistung nicht wirklich. Im Wohnmobil habe ich ein anderes Gefühl für Raum und Zeit. Beim Kauf hat es mich noch etwas gewurmt, jetzt ist es mir nicht mehr wichtig.
Ich fand ein TV-Gerät im Fahrzeug eine schöne Ausstattung. In der Praxis läuft das Gerät nicht im Urlaub und Fußball gibt es auch im Streaming oder Kneipen. Könnte ich eigentlich wieder ausbauen.

flo1979 am 28 Jun 2024 11:17:57

rkopka hat geschrieben:War das mit den Motoren nicht hauptsächlich bei älteren Modellen ?

Der im Öl laufende Zahnriemen ist ein Problem der ecoboost-Benziner. Spart halt Sprit, ist aber anfällig für schlechtes Öl und oft ein wirtschaftlicher Totalschaden bei erreichen des Wechselintervalls.

Wir waren mit zwei Fords aus 2011 (Focus 3) und 2013 (Fiesta 7) sehr zufrieden, aber die stammen noch aus einer kurzen Phase, in der Europa sehr viel selbst entscheiden durfte.

Muss nicht alles auf den Transit übertragbar sein, aber insgesamt hat sich Ford nicht zum Guten entwickelt.

Konsul am 28 Jun 2024 11:26:26

Ich weiss nicht was hier immer mit der Sitzposition im Ducato so schlecht sein soll. Gibt es da so viele unterschiedliche Modelle dass da immer wieder gemeckert wird?
Meinereiner ist 194 cm gross und nicht gerade ein Spargel :wink: aber ich sitze in meinem Duc. sehr bequem und habe auch keinerlei Sichtprobleme. Der Sitz ist höhenverstellbar und ich sitze ganz unten. Auch von der Beinlänge her gibt es keine Probleme und das wo ich noch nichtmal ganz hinten bin mit dem Sitz.
Auf was ich allerdings bei einem Kauf immer bestehn würde ist der Tempomat. Es gibt nichts entspannteres als damit locker über die Bahn zu fahren. Nie mehr ein Auto / WoMo ohne Tempomat.
Die Überlegung mit den max. 3,5 t hatte ich auch mal. Aber wenn man aus dem Wohnwagen-Lager kommt sieht das vielleicht anders aus da man von dort die geringeren Geschwindigkeiten gewohnt ist. Ich vermisse das "über Tempo 100" absolut nicht. Klar habe ich auch schon höhere Geschwindigkeiten ausprobiert, aber mal ganz ehrlich, so richtig Spass macht es mit einem 7,5m Schiff mit Tempo 140 doch nicht mehr. Da musst Du an jeder Ecke sa*mässig aufpassen, jede Windböhe wird zur Falle, keiner denkt dass Du so schnell bist,...... Und der Spritverbauch :roll: Nein Danke, muss ich nicht haben in meiner Freizeit. Ich bin da eher der gemütlichere Typ der nicht gestresst durch die Gegend rasst um 10 Minuten früher anzukommen. Ihr versteht was ich meine :wink:
Was die evtl. Mautkosten betrifft, da empfinde ich es nur in Ö als unverschämt. Alles andere geht klar. Aber wie gesagt ich komme aus dem WoWa-Lager und da war es mautmässig auch schon hier und da teurer als mit dem solo PKW.
Betreffs Innenausstattung: Es kochen alle nur mit Wasser. Und wenn Du Dir die einzelnen Typen mal genauer anschaust sind es meistens nur optische Unterschiede. Die Griffe, die PushLocks, Kühlschrank, Heizung, etc...... Alles der selbe Hersteller nur teilweise anders verarbeitet.
Schlussendlich muss aber jeder selbst entscheiden. Ich sage immer das Bauchgefühl muss entscheiden. Ich muss reinkommen und sagen "ja - das ist es". Wenn ich mir da sagen würde "ok ein Kompromiss hier - ein Kompromiss da......" Sorry, dafür ist es mir dann zu teuer.

BiggiK am 28 Jun 2024 16:04:12

Hallo,
Ich kann ein wenig zum Modell Knaus Vansation 650 MEG beitragen.
Wir fahren seit 2020 den Vorgänger, 7 m aber recht schmal (2,15 m?). Vom Gewicht kommen wir klar, trotz 2 Rädern in der Garage, vollen Tanks und mit 2 Personen nebst Gepäck. Markise, Duo-Control, sat und TV waren bereits in dem sondermodell inklusive.
Wir nutzen die Markise nicht oft, aber wenn’s mal wirklich warm ist, hilft sie enorm. Abbauen würde ich sie jedenfalls nicht. Automatik haben wir nicht, weil wir den Wagen damals vom Hof gekauft haben. Mein Mann hätte schon gerne einen gehabt, aber zu der Zeit war man froh überhaupt an ein neues Womo zu kommen.
Die Preise haben sich inzwischen enorm nach oben entwickelt, ich glaube nicht, dass ich heute bereit wäre für das mobil den aktuellen Preis zu zahlen.
Von Vorteil sehe ich bei dem mobil die leichte Bauweise, die tatsächlich mit 3,5 Tonnen fahrbar ist und die schmale Bauweise, die gerade auf engen Strecken und beim rangieren Vorteile hat. Nachteil ist der Platzverlust in der Breite. Wir beschränken uns beim packen auf das nötige, haben weder Toaster noch Kaffeemaschine an Bord. Würde ich jedoch zeitlich auch längere Urlaube machen können, würde ich wohl mehr Wert auf den Platz und Zuladung legen.
Knaus ist kein premiumhersteller, große Problem hatten wir bisher trotzdem nicht. Der Fiat fährt sich mit 140 PS ausreichend, wir sind ja nicht auf der Flucht.
Für uns ist der Knaus die richtige Wahl gewesen.
Gruß Birgit

Luppo am 28 Jun 2024 16:17:00

Was bei den Ratschlägen völlig außen vorgelassen wird ist das Nutzungsprofil.
Wer das halbe Jahr unterwegs ist, möglicherweise mit Skiurlaub im Winter, wird völlig andere Anforderungen haben, als der klassische Urlauber, der 2-3 mal im Jahr an einer Küste entlang donnert.
Mein Tipp wäre, leih dir nochmal ein anderes Gefährt, um einen Vergleich zum Carado zu bekommen.
Überlege dir, ob du nicht eher auf ein paar Dinge verzichtest, als die 3,5 to. zu reißen. Das Fahren mit PKW-Regeln in jeglicher Hinsicht ist viel entspannter, als ständig darauf zu achten, wo darf ich fahren, wie darf ich fahren und wo darf ich parken.

polobilist am 28 Jun 2024 16:32:07

Servus DerEinsteiger,

an anderer Stelle bin ich gerade auf ein k.o.-Ktiterium für mich gestoßen (hatte ich längst vergessen): Immer häufiger werden wieder Womo-Eigner von Undichtigkeiten geplagt (mich eingeschlossen). Ein absolutes Ausschlusskriterium solltest Du meiner Ansicht nach daher noch mit berücksichtigen: Holz in der Aufbauschale (also der Wohnkabine). Leider gibt´s das noch viel zu oft und bei Undichtigkeiten entstehen häufig immense Reparaturenkosten, die nach Ablauf der Dichtigkeitsgarantie oder bei Nichtbeachtung der Bedingungen dem Womo-Besitzer sehr großen finanziellen Schaden zufügen können. Als Neuling hat man das Thema oft nicht im Blick, gerade "günstige" und "leichte" Womos sind da aber regelmäßig betroffen.

An den erwähnten "Tempomat" hab ich schon gar nicht mehr gedacht, der sollte in der Tat selbstverständlich sein.

Zum Thema der "Reisegeschwindigkeit": Klar, 100 Km/h + "Riskozuschlag" reichen in aller Regel vollkommen. Man kommt günstiger und auch entspannter am Ziel an (in Schweden praktizieren wir das oft wochenlang). Manchmal pressiert´s halt doch und man möchte noch ankommen. Dabei dann ungestraft mal mit 130 Sachen über eine (z.B. nachts) freie Autobahn zu gleiten ist mit unserem Mobil keinerlei Problem, auch bei den erwähnten 150 km/h stellt sich keine Unsicherheit ein, ganz egal aus welcher Richtung der Wind bläst. Das Teil fährt wie auf Schienen. Die Fahrgeräusche bleiben immer in einem erträglichen Rahmen. Nur die Verbrauchsanzeige sollte man dabei besser ausblenden...

Viele Grüße,
polobilist

flo1979 am 28 Jun 2024 21:31:25

polobilist hat geschrieben:Servus DerEinsteiger,

an anderer Stelle bin ich gerade auf ein k.o.-Ktiterium für mich gestoßen (hatte ich längst vergessen): Immer häufiger werden wieder Womo-Eigner von Undichtigkeiten geplagt (mich eingeschlossen).

Ich sehe das entspannt. Bei uns ist der Kern des Boden aus XPS, da ist eine Reparatur sonst sicher ein Problem. Aber Feuchtigkeitsschäden aufgrund Produktionsmängeln sollten innerhalb der 10 Jahre Garantie auftreten. Nach 6 Jahren müssen alle Dachluken neu eingedichtet werden. Wenn man nach Ende der Garantie regelmäßig selbst auf Dichtigkeit prüft und die Werte notiert, fällt ein Wasserschaden auf, bevor die Behebung zum Problem wird.

Klappie am 28 Jun 2024 22:12:40

Mit meinen 1,93 habe ich mich im Kastenwagen und Teilintegrierten auf Ducato nicht wohl gefühlt.
Bei einem Vollintegrierten sehe das sicherlich anders aus.
Den Ford fand ich als Basis ganz ok, aber am Ende ist es der MAN TGE geworden, für mich perfekter Sitzkomfort, meiner Frau musste ich eine kleine Fußbank bauen.
Von den Aufbauten wäre aber der Malibu mein absoluter Favorit, allein der geräumige Doppelboden ist schon super. Habe damals den 410er in engerer Auswahl gehabt aber dann doch zum MAN gegriffen.

rkopka am 28 Jun 2024 22:59:30

flo1979 hat geschrieben:Nach 6 Jahren müssen alle Dachluken neu eingedichtet werden.

Sagt wer ? Mein altes Womo mit 20 Jahren hatte da nichts und das neue mit 12 Jahren auch nichts. Das Alkovenfenster mußte ich rausnehmen, da das "Glas" gebrochen war, und die Dichtung war immer noch flexibel und überall da.

RK

hampshire am 29 Jun 2024 09:40:53

Konsul hat geschrieben:Ich weiss nicht was hier immer mit der Sitzposition im Ducato so schlecht sein soll. Gibt es da so viele unterschiedliche Modelle dass da immer wieder gemeckert wird?

Nicht nur bei Sitzen gibt es nicht nur unterschiedliche Formen, bei Menschen auch. Dazu kommen unterschiedliche Sitzpräferenzen. Ich sitze gerne so, dass ich in einer brenzeligen Situation das Lenkrad auf "12:00 Uhr" noch führen kann ohne dass mein Rücken die Lehne verlässt. Das kann ich mit etwas über 1,80 zumindest in unserem Ducato vergessen. Meine Frau ist nicht sehr lang - für sie ist die niedrigste Sitzeinstellung immer noch zu hoch. Wenn sie eine waagerechte Sitzfläche haben will schnürt ihr der Sitz auf Dauer das Blut in den Beinen ab, wenn sie den Sitz nach vorne kippt geht es aber sie hat das Gefühl ständig etwas herunterzurutschen. Sitze sind was zum Ausprobieren.

Gast am 29 Jun 2024 11:12:05

Guten Morgen,

nochmal vielen Dank für die zahlreichen Reaktionen und Diskussionen aus denen wir viel für die Kaufentscheidung rausziehen.

Da wir auf jeden Fall unter den 3.5 Tonnen bleiben wollen, haben wir das eine oder andere Modell nach genauer Sichtung der technischen Daten schon wieder rausgeworfen und dafür andere in Betracht gezogen. Auch wir nehmen das Thema sehr ernst und werden wahrscheinlich die eBikes abstoßen und normale Räder anschaffen, die dann weniger als die Hälfte wiegen. Dadurch spart man sich auch das Gewicht für einen Fahrradhalter, der für e-Bikes ausgelegt ist (und dadurch auch schwerer ist)
Wir können auch nicht nachvollziehen, wieso das so viele auf die leichte Schulter nehmen und wollen hier keine Kompromisse eingehen.

Ein zweiter Sparfaktor ist sicher das Trinkwasser. Wir werden hier sicher einen Wasserfilter verwenden statt schwere Kisten in der Garage spazieren zu fahren. Leitungswasser ist zwar in Deutschland gut, aber eben nicht perfekt. Wir haben zuhause eine Umkehr-Osmose und wollen das Wasser aus der Anlage nicht mehr missen.

Wir hatten gestern nochmal Gelegenheit bei zwei großen Händlern die Fahrzeuge bezüglich Sitzkomfort im Führerhaus zu beurteilen.
Am besten passt für uns beide der Fiat (bzw. Citroen) sofern beide die Höhenverstellung besitzen.
Ein großer Faktor ist auch für den Tisch im Aufbau zu berücksichtigen. Daran scheiterte ich auch im Carado 447 auf Ford Basis. Auch wenn der Sitz sich weiter zurückstellen ließe, bleibt er mit der Lehne am Tisch hängen. Das ist mehr als suboptimal und ich will nicht bei jeder Fahrt den Tisch abmontieren, auch wenn er nur eingehängt ist.

Manche Hersteller haben es gut gelöst, andere (obwohl vom gleichen Band) dann irgenwie wieder weniger. Man will sich wohl nicht selbst konkurrenz machen

Dieser Effekt ist nach unserer Beobachtung im Ford noch eklatanter als im vergleichbaren Modell mit Fiat-Plattform.
Mercedes ist einfach nicht unser Ding. Wir haben jetzt auch gesehen, was uns da am meisten stört. Die beiden Sitze stehen weiter auseinander und damit näher an den Türen.
Aber da ist nicht nur die Tür, sondern auch die Halterung für die Verdunkelung, genau diese ist es, was den Sitzkomfort zumindest für uns signifikant einschränkt. Und das Armaturenbrett ist (sorry) hässlich. Nennt mich altmodisch, aber mir gefallen klassische Dashboards eben viel besser. Ist wie so vieles natürlich immer eine Frage des persönlichen Geschmacks, hier gibt es kein falsch oder richtig.

Wir suchen weiter :-)

mithrandir am 29 Jun 2024 13:07:49

Mein Tipp:
Nimm diene Vorstellungen, geh auf die Suche und kauf das Teil, das dir am ehestens zusagt.
"Wer viel fragt, geht viel irr"
Mit jedem neuen Kriterium, das du hier reinbringst, startest du eine neue Diskussion zwischen den "Lagern", die dich meistens nur noch mehr verunsichert.
Jetzt bringst du auch noch das allseits beliebte Thema "Wasserfilter" :D ....
Ich liebe dieses Forum, mir wurde schon so oft geholfen, es hat mir viele unterhaltsame Stunden gegeben.
Aber.... ich bin heilfroh, dass ich hier erst nach dem Kauf meines ersten Wohnmobils gelandet bin, sonst hätte ich wahrscheinlich heute noch keins :lol:
Nix für ungut.

basste315 am 29 Jun 2024 13:14:10

Willkommen im Forum!
Das richtige Basisfahrzeug wird sich finden!
DerEinsteiger hat geschrieben:Was wir wollen:
Heckgarage mit Türen mindestens 105 cm Höhe, da zwei e-Bikes rein sollen
Nice-to-have:
Klimaanlage oder MaxxFan auf dem Dach (ließe sich nachrüsten):

Da sich CP eher außerhalb befinden, ist Mobilität für uns sehr wichtig. Ich würde daher nicht auf E-Bikes verzichten! E-Unterstützung wird im Alter zunehmend wichtiger und hilft bei Gegenwind und am Berg.
Spare lieber beim Gewicht und verwende als Aufbaubatterien jetzt schon sehr günstige LiFePo4-Akkus, 200 Ah Life = 20 kg statt 60 kg Blei !

Eine Klimaanlage hat Gewicht und ist eher nur am CP verwendbar, außer du hast sehr viel Akkukapazität.
Da ist ein Maxfan oft eine gute Alternative, den kannst du auch beim Freistehen gut nutzen.

Helmut

Ruedi1952 am 29 Jun 2024 14:06:03

Ihr Zäumt das Pferd von hinten auf.
Erstmal Basisfahrzeug festlegen.
Dann schauen Aufbau nackig der euch am besten zusagt.
Dann von dem Leergewicht ausgehen.
Dann Lastenheft mit dem allernötigsten machen und Gewicht berechnen.
Habe heute einen Etrusco TI gesehen etwa mit euren Wünschen ausgestattet bis auf Klimaanlage derlag bei 3240 kg leergewicht.
Käme mir nicht is Haus unser 6m Alkoven hat mehr Platz wie ein TI mit 7m.
Wir haben auch mit zwei Klappräder angefangen, nach zwei Jahren kamen die E Bikes.
Dafür inzwischen alles unnötige rausgeworfen, wie Sat, Fernseher, Kaffeemaschine, Kabeltrommel, Heizlüfter usw. Lief bei uns genau umgekehrt wie bei vielen hier.
Wir kaufen vor Ort ein uns reicht unser kleiner Kühschrank unter dem Herd. Wasser nehmen für alles aus dem 90 ltr. Tank, kochen , waschen usw.natürlich ohne Filtergelumpse.
Was uns nicht umbringt ....., wir haben bei der BW und den Pfadies Wasser aus dem Bach getrunken.
Überlegt nochmal geht tief in euch was muss unbedingt sein, was wäre schön aber nicht lebensnotwendig und was Luxus.
Viele CP nehmen Pauschalpreise bis 10 EUR, andere je kW/h da schon bis 1,50 EUR gesehen.
Die Bleibatterie schmeisst raus unsere beiden 130 AH Akkus wiegen 30 kg zusammen.

mithrandir am 29 Jun 2024 14:29:05

Ruedi1952 hat geschrieben:I....natürlich ohne Filtergelumpse.
Was uns nicht umbringt ....., wir haben bei der BW und den Pfadies Wasser aus dem Bach getrunken.
:top:

rkopka am 29 Jun 2024 14:30:40

Ruedi1952 hat geschrieben:Ihr Zäumt das Pferd von hinten auf.
Erstmal Basisfahrzeug festlegen.
Dann schauen Aufbau nackig der euch am besten zusagt.

Wenn man genug Geld hat oder gewillt ist, lang zu suchen und weit herumzufahren, mag das gehen.
Ich habs andersherum gemacht. Ich wußte, wie der Aufbau aussehen sollte und was mein Budget hergab (wenig). Das Basisfahrzeug war dann eben gegeben. In der Praxis hatten alle Kandidaten den Ducato250 mit 130PS.

RK

Gast am 29 Jun 2024 16:05:48

Jetzt bringst du auch noch das allseits beliebte Thema "Wasserfilter" :D ....

Ich weiß, das Thema wird überall ziemlich kontrovers behandelt, nicht nur in Wohnmobilen. Mag jeder für sich diskutieren, ich halte mich da lieber raus :D
Ruedi1952 hat geschrieben:Ihr Zäumt das Pferd von hinten auf.
Erstmal Basisfahrzeug festlegen.
Dann schauen Aufbau nackig der euch am besten zusagt.
Dann von dem Leergewicht ausgehen.

Über diese Punkte sind wir ja bereits hinaus. Wir haben nicht erst mit dem ersten Beitrag hier angefangen zu suchen, sondern sind schon seit zwei Monaten mit all den Überlegungen unterwegs.
Deswegen haben wir ja bereits zahlreiche Fahrzeuge und Ausstattungsmerkmale ausgeschlossen und wissen, was wir wollen. Und selbst wenn es nur Kleinigkeiten waren, die ein Ausschlußkriterium waren, wir wollen halt für uns das Optimum fürs Geld und so wenig wie möglich Kompromisse eingehen.

Alkoven kommt für uns nicht in Frage. Anfangs fanden wir die Idee ganz nett, aber erstens werden wir nicht jünger um ständig Leiter hoch/Leiter runter und zweitens ist die Fahrphysik einfach eine andere.
Gleiches ist auch der Grund, warum ich die Räder in die Garage und nicht hintendrauf (egal ob AHK oder Halter) haben möchte. Nochmal 60-100 kg weit hinter der Hinterachse kann für die Fahrphysik nur negativ sein.

Die von anderen genannten Batterien sind sicher ein sehr guter Punkt. Autarkie wird bei uns sehr klein geschrieben, und eine Nacht schafft man sicher mit nur einer Batterie ohne zusätzliche Unterstützung. Auch wenn die Lithium teurer sind, über die Zeit rechnet sich das ganz sicher. Daher wäre das auch unsere erste Option.

Mittlerweile sind wir zum Schluss gekommen, einfach vor der ersten Fahrt den Wagen so zu beladen als wenn wir fahren würden und dann beim Wertstoffhof um die Ecke auf die Waage fahren. Wenn man das öfter am Anfang macht, wird man sicher mal ein Gespür dafür bekommen. Dann bleiben halt die Räder zuhause und man kann sich nach Alternativen umschauen. Carbon-Rahmen gibts ja schon, aber die sind halt teuer.

Eigentlich wäre ein Carado T338 Pro+ das richtige Fahrzeug aber meine Frau findet die Inneneinrichtung... ich zitiere "Pottenhässlich".
Wir haben ernsthaft schon überlegt, die hässlichen grauen Fronten zu folieren oder zu streichen, falls wir es tatsächlich kaufen sollten. Mir wäre es wurscht, aber ich als Mann habs eh nicht so mit "Design".

Wir werden auch immer reichlich Lebensmittel dabei haben, da wir gesundheitsbedingt viel selbst zubereiten werden. Ich muss dank Herzinfarkt auf Fette und Salz verzichten, meine Frau dank Stoffwechselkrankheit Gluten, Laktose und was halt sonst dazu gehört.
Daher auch der große Kühlschrank. Funktioniert zuhause seit über einem Jahr und wir haben in den 10 Tagen unterwegs gemerkt, auch im Camper kaum Einschränkungen zu haben.

Wir sind in den letzten Wochen auch bestimmt schon 1.500 km gefahren, um uns die verschiedenen Modelle anzuschauen. Leider wohnen wir hier im Naheland in einem "Loch" in dem vieles kaum verfügbar ist. Der nächste größere Händler ist eben gleich mal 40-50 km weg. Das ist aber noch der nächste mit einer Auswahl, die wiederum nicht zu unserer passt.
Aber man gibt ja nicht mal eben einen hohen fünfstelligen Betrag aus wie man ein paar Schuhe kauft.

Danke für Eure Beiträge, vieles ist echt wertvoll.

basste315 am 29 Jun 2024 16:44:34

DerEinsteiger hat geschrieben:Leider wohnen wir hier im Naheland in einem "Loch" in dem vieles kaum verfügbar ist. Der nächste größere Händler ist eben gleich mal 40-50 km weg. Das ist aber noch der nächste mit einer Auswahl, die wiederum nicht zu unserer passt.

Insbesondere bei einem neuen Womo ist es von Vorteil, wenn der Händler nicht zu weit weg ist. Das ist kein Pkw vom Band und im ersten Jahr wird es einige Garantiereparaturen geben. Manche verbringen den 1. Urlaub in der Nähe des Händlers.
Auch das würde ich bei der Fahrzeugwahl berücksichtigen.

Helmut

Gast am 29 Jun 2024 17:12:13

basste315 hat geschrieben:Auch das würde ich bei der Fahrzeugwahl berücksichtigen.

Helmut
Genau das ist unser Problem. Wenn wir uns beispielsweise für einen Carado entscheiden würden, wäre der nächste Händler mindestens 2 Stunden weg. Das meinte ich mit "Versorgungsloch" Und dort muss auch erstmal ein Fahrzeug zum akzeptablen Preis vorhanden sein. Wäre ja auch blöd, wenn ausgerechnet der Händler dann mal eben ein paar Tausend Euro mehr fürs gleiche Fahrzeug verlangt.
Da kannst Du auch bei einem beliebigen Hersteller im Internet seine Händlerkarte aufrufen, Hier ist nichts, njente, nada...... :(

Und das mit den Garantie-Reparaturen in Werkstätten, in denen man nicht gekauft hat ist mir auch bewusst. Manche verweigern es, manche vergeben Termine erst in mehreren Monaten.....

Aber Umziehen in eine Gegend mit guter Händlerdichte ist halt derzeit (noch) nicht möglich, da spielt mein Arbeitgeber nicht mit.

Luppo am 29 Jun 2024 17:20:23

Fürs Wohnmobil umziehen.
Da habe ich noch nicht dran gedacht :-)
Unsere rollende Einzimmerwohnung haben wir im Ruhrgebiet privat gekauft, 4 Monate alt. Ich bin aus Bayern.
Der Händler bei mir vor Ort hat mich gerne als Kunden aufgenommen.

Gast am 29 Jun 2024 17:35:28

Luppo hat geschrieben:
Da habe ich noch nicht dran gedacht :-)
Wir werden ganz sicher umziehen, sobald ich in Rente bin (ca. 2 Jahre). Aber nicht wegen des Wohnmobils, sondern mit dem Wohnmobil :D
Hier in der Gegend ist nichts, was uns hier halten würde.

Dann kann ich natürlich immer noch in die Gegend ziehen, wo ich den Wagen letztendlich gekauft habe. Also zumindest in der Theorie. Ein wenig schön sollte es dort natürlich auch sein.
Es wäre schön, wenn ich dann hier in der Gegend auch einen Händler finden würde, der mein woanders gekauftes Gefährt aufnehmen würde. Scheint aber nicht bei allen so einfach möglich zu sein, vor allem nicht bei Garantiefällen.

Konsul am 29 Jun 2024 18:53:35

Mein nächster Kanckpunkt:
Was habt ihr immer alle mit den Garantieproblemen? Händler muss um die Ecke sein..... etc. Ich verstehe es nicht.
Gibt es wirklich so viele Garantiefälle oder sind das eher die Ausnahmen? Ich denke bei der Menge an WoMos die verkauft werden sind das eher die Ausnahmen sonst wäre das Netz voll damit und die Hersteller und Händler schon lange pleite. Ich würde mein "Traummobil" nicht davon abhängig machen ob der Händler "ums Eck" ist oder 300 Km weiter weg. Ich kaufe doch keinen Kompromiss nur weil der Händler 20 Km nebenan wohnt.
Ich habe mein WoMo in der Nähe von Kiel gekauft. Sind mal eben knappe 900 Km von zu Hause weg. Beim Kauf kurz mit dem Händler über Garantiefälle geredet. Er hat dann in meinem Beisein einen Händler ca. 40 Km von mir weg angerufen und nachgefragt ob er Garantiefälle in seinem Auftrag übernehmen würde. Antwort: Schriftliche Kostenübernahme von ihm oder vom Hersteller und dann ist das kein Problem. Somit für mich kein Problem. Habe es aber bis jetzt auch nicht gebraucht so wie wahrscheinlich 1000e von anderen Käufern auch.

BiggiK am 29 Jun 2024 19:05:26

Also wir haben vor der ersten großen Reise ein probewochenende mit dem neuen Wohnmobil gemacht. Da haben wir gemerkt, dass die Klimaanlage des Fiat nicht funktionierte und einige andere Kleinigkeiten auch. Das wurde dann repariert und in Norwegen regnete es dann durch die dachdurchführung für die Solaranlage herein. Und der Kühlschrank funktionierte nicht zuverlässig im gasbetrieb. Das erforderte dann noch einen werkstattaufenthalt.
Gruß Birgit

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