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2x LIFEPO4 über Wechselrichter verbinden?


pett am 10 Okt 2024 23:04:05

Hallo!

Mein derzeitiger Aufbau vom Hersteller sieht so aus:
EBL Schaudt 208 S
Schaudt Ladebooster 25A
keine Solar
100Ah AGM verbunden mit 2x 16mm² (Kabellänge hin+retour 100cm) zum Wechselrichter 2000W (Ective) [Plus-Leitung mit 250A Mega-Sicherung]

Frage:
Ich werde die AGM austauschen gegen 2x 100Ah LIFEPO4 (jede mit 100A BMS) - die stehen am selben Platz wie die AGM direkt nebeneinander.
Variante A: Ich wechsle die Polklemmen der AGM direkt auf die 1.LIFEPO4 und verbinde die 2.LIFEPO4 mit 16mm²? oder 35mm² (Kabellänge 25cm) auf die 1.LIFEPO4 (Plus zu Plus und Minus zu Minus)

Über kreuz parallel schalten ist ja nicht notwendig oder?

Variante B:
Ich wechsle die Polklemmen der AGM direkt auf die 1.LIFEPO4 und nehme eine der beiden 16mm² Leitungen (die zum Wechselrichter führen) von der 1.LIFEPO weg und schraube sie auf die 2. LIFEPO.

Bei Wechselrichter-Betrieb bekommt er von jeder Batterie direkt seinen anteiligen Strom und wenn der WR ausgeschaltet ist, sind die beiden Batterien ja trotzdem verbunden, da die beiden 16mm² Kabel ja beim Wechselrichter zusammenkommen (bzw zum ersten mal eigentlich bei der Sicherung). Die Verbindung zwischen den Batterien ist dann zwar um einiges länger (hin+retour insgesamt 200cm) allerdings erwarte ich da auch keinen großen Ströme (der größte Strom wird vermutlich vom Ladebooster mit 25A kommen und da reichen 16mm² auf 2m länge doch sicherlich?

Oder habe ich da einen Denkfehler in Variante B???

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Stocki333 am 11 Okt 2024 08:56:07

Ich würde mit beiden Accus auf eine Verteilerschiene gehen. Und dort werden alle Ströme aufgeteilt.
Das selbe für die Minusleitung.
Wenn noch was dazukommt. Solar zum Beispiel. Oder kräftige USB Dosen Geht das Spiel von neuen los.
Und 2KW WR sind nun mal eine Hausnr. die gerne unterschätzt wird. Auch wenn du dann schreibst, er wird ja nicht ausgenutzt.
Franz

Hannus am 11 Okt 2024 09:24:34

Ich geh von beiden Batterien mit je einer 100A Sicherung und Kabel zum Hauptschalter (Natoknochen) und von da mit ca. 20cm direkt zum Wechselrichter. Vom Haupschalter geht es dann über einen Sicherungsverteiler an alle anderen Verbraucher/Ladegeräte.
Die beiden Minuskabel treffen sich am Meßshunt und werden danach weiter verteilt.

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fschuen am 11 Okt 2024 10:09:28

Wenn ich das richtig verstehe, ist deine Frage 2. Batterie an Kabeln parallel vs Kreuzverschaltung nur des Wechselrichters. Antwort: geht beides. Bei Kreuzverschaltung hast du minimal gleichmässigere BelStung der Batterien. Ist also vorzuziehen, wenn es ansonsten egal ist, aber längere Kabel würde ich dafür nicht einbauen

Gruss Manfred

pett am 12 Okt 2024 23:17:18

Stocki333 hat geschrieben:Ich würde mit beiden Accus auf eine Verteilerschiene gehen. Und dort werden alle Ströme aufgeteilt.
Das selbe für die Minusleitung.
...
Franz


Würdest du in der plus-leitung zwischen verteilerschiene und accuS noch eine sicherung einbauen oder ist das unnötig, weil nach der sammelschiene eh alle leitungen abgesichert sind?
Aber die accus untereinander nicht?

Stocki333 am 13 Okt 2024 10:56:00

pett hat geschrieben:Aber die accus untereinander nicht?

Ich bin ein Gegner dieser Verschaltung mit einer Sicherung zwischen den Accus.
Accus haben im BMS eine Kurzschlusserkennung. Wenn der BMS Hersteller seine Hausaufgaben gemacht hat.
Viel vernünftiger wäre es die Kabel Kurzschlussicher zu verlegen. Und dann lieber eine NR. grösser vom Kabeldurchmesser. Das du vom Durchmesser so dimensoniert bist, das die Max Leistung des BMS mit dem Kabeldurchmesser zusammen passt.
Auch wäre es eine Überlegung, bei Verwendung von 2 Accus, den Strom im BMS zu drosseln. Müßte man ausprobieren, ob der WR dann abschaltet. Wenn ein Accu fehlt im Verbund.
Ausserdem bekoms tdu je mehr Sicherungen im System verbaut sind, immer eine Summe von Spannungsabfällen. Und wenn dann kräftige Ladequellen vorhanden sind, immer das Problem der Spanungsabfälle.
Und damit die Accus nicht mehr in den oberen Spannungsbereich kommen. Also immer eine Frage:
Pest oder Cholera.
Franz

thomker am 13 Okt 2024 12:17:53

Stocki333 hat geschrieben:Ich bin ein Gegner dieser Verschaltung mit einer Sicherung zwischen den Accus.

Ausserdem bekommst du je mehr Sicherungen im System verbaut sind, immer eine Summe von Spannungsabfällen. Und wenn dann kräftige Ladequellen vorhanden sind, immer das Problem der Spanungsabfälle.

Moin,

sehe ich genau so. Hier gibt es 2 mMn extreme Positionen: 1. diejenigen, die die Sicherungen eher vernachlässigen, und 2. diejenigen, die alles und jedes mindestens doppelt mit Sicherungen bestücken.

Beispiele für die 2. Gruppe: Sicherung zwischen 2 Batterien: die wundern sich dann, dass die beiden Batterien unterschiedlich ent-und geladen werden. Habe ich im Herstelleraufbau, wenn eine 2. Batterie bestellt wurde, noch nie gesehen.

Zusätzliche Sicherung zwischen Batterie und WR: Alle mir bekannten WR haben intern schon Sicherungen auf der 12V Seite.

Also: Eine Sicherung ist immer auch ein Flaschenhals, selbst wenn die Kontaktstellen perfekt verarbeitet wurden. Bei mir gibt es genau eine 250A Sicherung am Pluspol, eine 60A Hauptsicherung hinter der Verteilerschiene zur weiteren Verteilung über EBL, dort entsprechend der Kreise die weiteren Kleinsicherungen, sonst nix... Der WR ist ohne weitere Sicherung direkt auf die Verteilerschiene angeschlossen, ohne Möglichkeit diese zu trennen. Der Stomverbrauch der Elko's im ausgeschalteten Zustand ist mit meinen bescheidenen Mitteln (Zangenamperemeter oder eingeschleift) nicht messbar.

Viel wichtiger als 200 zusätzliche Sicherungen ist die Dimensionierung der Kabel und die kurzschlusssichere Verlegung derer.

Gruß
Thomas

Hannus am 13 Okt 2024 17:20:38

Was gefällt euch an meiner Lösung nicht?

Die Batterien werden nicht direkt miteinander verbunden, sondern jedes Plusbatteriekabel geht mit einer eigenen 100A Sicherung auf die Verteilerschiene. Von da auf den Wechselrichter. Damit ist alles abgesichert. Die Batterien unter einander, der Wechselrichter sowieso und sollte eine Batterie ausfallen, ist die zweite durch die passend dimensionierte Sicherung gegen Überlastung geschützt.
Und über die Kontakte der Sicherungen geht immer nur der halbe Strom.

Übrigens, die in den Geräten verbauten Sicherungen dienen nur dem Schutz eben dieser Geräte.
Die Sicherungen um die es hier geht, dienen nur dem Schutz der Kabel und gehören darum immer so dicht wie möglich an die Stromquelle.

Pechvogel am 13 Okt 2024 18:04:03

Hannus hat geschrieben:…Übrigens, die in den Geräten verbauten Sicherungen dienen nur dem Schutz eben dieser Geräte.
Die Sicherungen um die es hier geht, dienen nur dem Schutz der Kabel und gehören darum immer so dicht wie möglich an die Stromquelle.

Die Sicherung die der Stromquelle am nächsten ist ist das BMS am Ein- / Ausgang der Batterie. Das soll / wird bei über 100A den Strom abschalten.
Du hast jetzt aber noch eine zweite Sicherung direkt an die Batterie ( oder halt ein paar Zentimeter weiter ) montiert.
D.h. Du hast eine 100A-Sicherung unmittelbar hinter einer 100A-Sicherung.
Wozu??


Grüße
Dirk

Gast am 13 Okt 2024 18:17:18

Pechvogel hat geschrieben:D.h. Du hast eine 100A-Sicherung unmittelbar hinter einer 100A-Sicherung.
Wozu??
Grüße
Dirk


Schalten alle BMS von LFP bei Kurzschluss ab?

Pechvogel am 13 Okt 2024 20:28:49

christiancastro hat geschrieben:Schalten alle BMS von LFP bei Kurzschluss ab?

Wie hatte Franz das beschrieben?
Stocki333 hat geschrieben:…Wenn der BMS Hersteller seine Hausaufgaben gemacht hat.


Und was soll das BMS machen wenn es NICHT den Strom abschaltet?
Ihn auf z.B. 100A begrenzen?
Oder gar nix und die Batterie ( und ggf. das Umfeld der Batterie ) überlebt das nicht?



Grüße
Dirk

Gast am 13 Okt 2024 21:14:13

Aber das jemand seine Hausaufgaben gemacht hat würde ich mich nicht verlassen, ich war als Schüler sehr faul. :lol:

Stocki333 am 14 Okt 2024 08:57:01

christiancastro hat geschrieben:Aber das jemand seine Hausaufgaben gemacht hat würde ich mich nicht verlassen, ich war als Schüler sehr faul. :lol:

Naja, dann sind wir schon 2 faule.
Kann doch jeder selber ausprobieren. Ein Kabel,am besten ein Starterkabel mit den Krallen, eine 120 A Sicherung dazwischen. Dann plus und minus verbinden. Falls ihr keinen Kegelpol am Accu habt. eine Schraube reindrehen.
Und Handschuhe dabei anziehen.
Wenns Kabel zu rauchen anfängt. Wirds warm und es wird der Accu nicht abgeschaltet. Wird nur der Strom begrenzt. Schaltet also BMS nicht ab. Dann gib den Accu zurück.
Und jetzt kommt das Argument. Bei Blei gabs das ja auch nicht.
Dann muß man sich fragen, warum jetzt mit Lithium.
Also alles ganz einfach, das zu überprüfen.

Hannus am 14 Okt 2024 09:20:19

Selbst wenn jedes BMS bei Kurzschluß abschaltet. Von 100A bis zum Kurzschluß ist es ein weites Feld, wo der Abschaltpunkt nicht immer klar definiert ist. Also geh ich lieber auf Nummer sicher.

rkopka am 14 Okt 2024 09:24:01

Stocki333 hat geschrieben:Wenns Kabel zu rauchen anfängt. Wirds warm und es wird der Accu nicht abgeschaltet. Wird nur der Strom begrenzt. Schaltet also BMS nicht ab. Dann gib den Accu zurück.

Ich glaube nicht, daß man (zumindest in dem Bereich) irgendein BMS finden wird, das den Strom begrenzt und nicht gleich abschaltet. Eine Strombegrenzung ist sehr viel aufwendiger. Linear wegen der Verlustleistung nicht möglich. Getaktet unklares Verhalten der Verbraucher. DCDC Wandler - möglich, aber viel zu aufwendig. Der kostet in den Leistungsbereichen ein mehrfaches eines guten BMS.
Für die Abschaltung hat man einfach ein paar Transistoren die bei Bedarf ausgeschaltet werden, was relativ günstig und einfach ist.

Hannus hat geschrieben:Selbst wenn jedes BMS bei Kurzschluß abschaltet. Von 100A bis zum Kurzschluß ist es ein weites Feld, wo der Abschaltpunkt nicht immer klar definiert ist. Also geh ich lieber auf Nummer sicher.

Das BMS mißt den Strom. Das sollte halbwegs genau sein (kommt ja dafür nicht auf wenige Prozent an). Dann hat man meist eine Zeitangabe, nach der abgeschaltet wird, wenn der Wert überschritten wird. Damit sollte die Abschaltung recht gut definiert sein. Und das auch mit verhältnismäßig günstigen Mitteln. Auf jeden Fall klarer definiert als mit einer Schmelzsicherung (falls man da überhaupt belastbare Daten findet).

RK

MountainBiker am 14 Okt 2024 09:55:23

Hallo,

ein Akku-BMS mit Schaltaktoren auf Basis von MOSFET ist keine Absicherung, denn im Falle eines Fehlers, wenn diese "durchlegieren" fließen permanent hohe Ströme. Ein Abschalten ist dann nicht möglich!
Deshalb ist ein Akku unabhängig vom BMS mit einer geeigneten Sicherung abzusichern. Übrigens es gibt keine "kurzschlußsichere" Leitungsverlegung im KFZ!

Der vom TE gedachte Ansatz mit jeden Akku über eine geeigneten Schmelzsicherung auf eine Verteilerschiene/Sammelschiene zu gehen und den Wechselrichter damit zu verbinden ist ein korrekter Ansatz. Ich habe dies bei mir auch so realisiert!

Hannus am 14 Okt 2024 14:26:25

Der vom TE gedachte Ansatz mit jeden Akku über eine geeigneten Schmelzsicherung auf eine Verteilerschiene/Sammelschiene zu gehen und den Wechselrichter damit zu verbinden ist ein korrekter Ansatz. Ich habe dies bei mir auch so realisiert!

Und wenn dann noch die Batterieanschlußkabel jeweils gleich lang sind, hat man den gleichen Efekt wie bei der allseits so beliebten Kreuzschaltung, nämlich die gleiche Belastung beider Batterien.

rioonline am 11 Nov 2024 21:34:45

20240127_133755~3-EDIT.jpg
Hallo,
Zu diesem Thema hätte ich eine Frage. Ich habe im letzten Jahr eine Lipo 100ah eingebaut, die über meinen schaudt ebl99 bzw. Solar geladen wird. Der Wechselrichter mach seitdem warmes Wasser. Das Ganze läuft gut und ich spiele mit dem Gedanken eine 2. unter den Beifahrersitz zu packen um etwas meh puffer zu haben. Aktuell kostet die Batterie 230€, wäre also kein grosses Ding. Kabel & Stromschienen, für die ich noch die geeignete Stelle suche und sie wäre eingebunden..
Was denkt ihr zu der Verkabelung?
Gruß
Volker

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