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Hallo Allerseits, ich plane in diesem Jahr eine längere Tour durch Spanien und Portugal. Meine Frage wäre jetzt, macht es Sinn das Fahrrad mitzunehmen. Wie sind eure Erfahrungen? Kommt drauf an was Du mit dem Rad machen willst, aber tendenziell lohnt es sich. In Spanien gibt es an vielen Stellen sogenannte "Vias Verdes", z.T. stillgelegte Bahntrassen, aber kein richtiges Radwegnetz für längere Touren. Anders als in Deutschland sind die stillgelegten Bahntrassen in Spanien oft landschaftlich interessant. Auf Landstraßen haben wir die spanischen Autofahrer als sehr rücksichtsvoll erlebt. In Portugal ist das leider anders, die Autofahrer sind rabiater und auch dedizierte Radstrecken gibt es deutlich weniger. Strecken von wenigen km vom Stellplatz zur nächsten Stadt oder zum Strand sind in beiden Ländern gut möglich.
Die Verallgemeinerung stimmt zumindest für große Teile des Niederrheins nicht. In Spanien findest du auch öde Trassen für Radler. Trotzdem nehmen wir jedes Jahr im Februar unsere Fahrräder auf der AHK mit auf die Reise. Nachbarorte sind oft über strandnahe Straßen gut zu erreichen und die 3km zu nächsten Mercadona dauern nur wenige Minuten. Neuerdings tragen wird jetzt Fahrradhelme auf unseren Touren. Ausser bei den reinen Angeltouren mit Angelbuddys habe ich immer Räder nach Spanien mitgenommen. Insbesondere beim Bahntrassenradeln --> Link habe ich schöne Touren gemacht. Auch für Besichtigungen von Städten oder zum Einkaufen kann ich Räder nur empfehlen. Ich finde ebenfalls das es sich lohnt ein Rad mitzuführen, jedoch sollte man auf Räder gut aufpassen. Sehr viele "verschwinden" plötzlich.... :? Wir sind jetzt 6 Wochen in Spanien unterwegs. Trotz des durchwachsenen und teilweise sogar schlechten Wetters möchten wir auf die Fahrräder nicht verzichten. Für den Winter stellt sich allenfalls noch die Frage, ob nicht kleine Klappräder auch reichen würden, für den Sommer bei uns sicher nicht.
Tolle Seite, danke fürs teilen Gruß Joachim
Aus meiner Sicht: Mitnehmen lohnt sich. Im Herbst 2023 bereisten wir Nordspanien, im Frühjahr 2025 Nord ind Mittelportugal. Es hätte viele Gelegenheiten gegeben mit dem Pedelec zu fahren, wenn wir nicht die Hunde (2023 einen, 2025 zwei) dabei gehabt hätten. So bin ich nur ein paar Strecken allein herumgefahren. Mir hat das gefallen. Enge Landstraßen, die als Hauptverkehrsweg genutzt werden sind überall gleich unangenehm. Gesonderte Radwege habe ich kaum gesehen, aber auch nicht gesucht. Beim Anschließen vor einem Supermarkt hatte ich kein ungutes Gefühl. Mein Rad ist ein etwa 8 Jahre altes Cannondale Tesoro Pedelec. Das Rad brauche ich vor allem für's Einkaufen. Der Standplatz ist selten nahe der Supermärkte. Da lohnt ein Fahrrad sehr. Bei den Radwegen immer mit Überraschungen rechnen. In Orten gehen sie oft auf der anderen Straßenseite weiter oder enden abrupt :) Also Ausserhalb und auf dem "Land" sind in Spanien, Portugal und auch Frankreich die Radwege recht wenig! Aber grad in größeren Städten (Porto, Barcelona,Valencia...) sind teilweise richtige Fahrradautobahnen. Wichtig ist finde ich das man ein Navi hat das auch gute Fahrradnavigation hat. Ich verwende oft Osmand und bin teilweise erstaunt wo da überall Fahrradwege sind (selbst bei mir Zuhause in der näheren Umgebung!) bzw. auch Straßen/Wege nutzt die nicht so befahren sind. Die Beschilderung der Wege ist oft recht dürftig und wenn man fremd ist findet da man oft nicht den "Anschluß" zum Nächsten Weg, deshalb das Navi hat oft den Durchblick ...
Dort ist da Radfahren auch für die Generation 65+ kein Problem. Leider (im Sinne der Radler) ist es in Spanien nicht überall so flach wie am Niederrhein. Da kann das Mitnehmen eines E-Bike Sinn machen. Ja, das möchte ich betonen: Spanien ist bergig. Gerade an den Küstenorten geht es immer irgendwo hoch :!:
Was hat jetzt Fahrradwege mit E-Bikes zu tun? Ich hab noch keinen mit 25% Steigung gesehen! Aber Mountenbikefahrer solche Straßen hochkrackseln!!!
Stimmt, ich vergaß: In Spanien wurden alle Sehenswürdigkeiten, Campingplätze und Bäcker praktischerweise direkt an der Küstenlinie auf Meereshöhe betoniert. Wer braucht schon Motor-Unterstützung, wenn man die 15 % Steigung zum Stellplatz auch einfach mit 20 kg Einkäufen im Wiegetritt auf dem Klappbike wegatmen kann. Für uns Normalsterbliche, die jenseits der 60 auch mal entspannt oben ankommen wollen, ohne danach drei Tage Sauerstoffzelt zu brauchen, ist das E-Bike in den spanischen 'Hügeln' tatsächlich ganz nett. Vielen Dank für die Info`s, ich werde mir dann wohl doch noch einmal intensivere Gedanken zum Thema Fahrradmitnahme machen müssen. Ich gehöre auch zur Generation 60+, habe aber bisher immer nur auf mein Bio-Bike gesetzt. |
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