Kopie der Badischen Zeitung online 31.10.07
Feinstaub: Ab März drohen Fahrverbote
Feinstaub: Ab März drohen Fahrverbote Freiburg erst 2009 betroffen: Von März 2008 an werden im Südwesten die ersten Städte für Autos mit veralteter Abgastechnik gesperrt. Um der Feinstaub-Belastung Herr zu werden, wurden acht Städte zu Umweltzonen erklärt.
Die Orte dürfen von Fahrzeugen ohne Umweltplakette nicht mehr befahren werden, gab Umweltministerin Tanja Gönner am Mittwoch in Stuttgart bekannt.
Neben den beiden größten Städten Stuttgart und Mannheim sind auch Ludwigsburg, Leonberg, Tübingen, Reutlingen, Schwäbisch Gmünd und Ilsfeld betroffen.
Von 2009 an sollen Fahrverbote auch in Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mühlacker, Pforzheim, Heilbronn, Herrenberg, Pfinztal und Ulm gelten.
Unter die Fahrverbote fallen alle Dieselfahrzeuge, die die Euro-Abgasnorm 2 nicht erfüllen, sowie Fahrzeuge mit Benzinmotor ohne geregelten Katalysator.
Laut Ministerin Gönner betrifft das 340.000 der 6,7 Millionen Autos und Laster im Land. Das entspricht etwa fünf Prozent des Fahrzeugbestandes. Auf die Fahrverbote hatten sich das Land und die kommunalen Spitzenverbände am Mittwoch geeinigt.
Einer EU-Studie zufolge sterben in der Europäischen Union pro Jahr 310.000 Menschen an Erkrankungen durch Feinstaub, davon etwa 65.000 in Deutschland. Besonders belastet sind den Gesundheitsbehörden zufolge Kleinkinder.
Nach einer EU-Richtlinie müssen für Orte mit hoher Feinstaub-Belastung Luftreinhaltepläne erstellt werden, wenn der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft an mehr als 35 Tagen im Jahr überschritten wird. (dpa)

