Vagabund am 26 Feb 2008 09:44:03 Hallo!
Nachdem nun klar ist daß es nach Griechenland geht plagt mich das
Thema - Rampenauffahrt Fähre wie steil ?
Kann es da mit meinen WoMo Duc (6.8 mtr und 5 mtr Anhänger 1500 kg)
auf der Rampe zum Camperdeck Traktionsprobleme geben.
Man muß da ja sehr langsam anfahren wegen der Gefahr des Aufsitzen
(Heck)
Hat dazu jemand Erfahrung.
Fähre ist die EUROPE PALACE - Ancona-Igoumenitsa.
Für Antworten im voraus schon ein Dankeschön.
Vagabund
NaviGer am 26 Feb 2008 10:31:49 Hallo Vagabund,
ich bin jetzt schon ca. 10 mal mit der Fähre Hin-und Zurück gefahren und habe noch nie ein WoMo auf der Rampe festhängen sehen.
Vielleicht wichtig zu Wissen: Die Rampe erst befahren, wenn 'oben' alles frei ist und dann in einem Rutsch im ersten Gang mit gleichmäßiger Geschwindigkeit hoch.
Gast am 26 Feb 2008 11:16:06 Ich hatte in anderem Zusammenhang in einem anderen Forum mir mal die Mühe gemacht, eine Art Rechenformel zu erfinden, mit der man halbwegs was anfangen kann. Erfahrungen schöpfe ich aus inzwischen 7 verschiedenen Womos und meinem aktuellen Fahrzeug:
9 Grad "Steigungswinkel" am Überhang sind ausreichend. Wie komme ich dazu:
Es gibt eine Empfehlung, dass ein neu zuzulassendes Fahrzeug ein Hindernis von 800 mal 110 mm berührungslos überfahren können muss.
Hierbei handelt es sich um das VdTÜV Merkblatt 751, das vom TÜV, sowie den sachverständigen und beratenden Gremien des Bundesverkehrsministeriums als allgemeinverbindlich angesehen wird. In diesem Merkblatt steht im Anhang II, Absatz 5.1.9, dass ein mit einem Fahrer besetztes Fahrzeug ein Hindernis von 80 cm Breite und 11 cm Höhe berührungslos überfahren werden sollte.
Mit diesen Mindesanforderungen kommt man bei Wohnmobilen, die auch abseits der befestigten Straßen fahren müssen und große Überhänge haben, natürlich keinen Meter weiter, jedenfalls nicht ohne Schaden zu nehmen. Wahrscheinlich haben aber manche Hersteller diese TÜV-Empfehlung vor Augen, wenn sie Fahrzeuge konstruieren, mit den bekannten Folgen.
Der Mindestabstand zwischen Boden und Fahrzeugunterkante muss umso größer sein, je länger der Radstand oder der Überhang ist. Beim Geländewagen misst man das mit dem so genannten Böschungswinkel.
Mein Eura mit Tandemachse hat einen Überhang von 220 cm von mitte hinterer Achse gemessen und eine Bodenfreiheit von 34 cm in unbeladenem Zustand an der Unterkante der hinteren Kurbelstützen. Das ist der neuralgische tiefste Punkt, wo ich aufsetzen oder hängen bleiben kann.
220 cm zu 34 cm sind ausreichend, um auf bisher 14ooo KM alle Rampen, Auffahrten, Fährrampen und Bodenwellen ohne Kontakt befahren zu können.
Daraus ergibt sich ein Winkel von 9 Grad, der ausreichend ist.
Hat man also einen Überhang von 200 cm reichen auch 30 cm Bodenfreiheit, bei 180 cm sind es dann 27 cm und bei 160 cm nur noch 24 cm.
Liegt man deutlich darunter, wird man schnell Probleme mit dem Aufsetzen bekommen, denn auch mit meinem Fahrzeug ist es manchmal schon sehr knapp, insbesondere an der Zufahrt zu meinem Unterstellplatz.
Ich hoffe, das sind Hinweise, mit denen man was anfangen kann!?
Gerhard-Heinz am 26 Feb 2008 11:52:09 Hallo Rantanplan,
tolle Erleuterung zu Deiner Berechnung einer Fährentauglichkeit entsprechend zum Überhang und hinterer Achsmitte. :top:
Das unter anderem war ein Grund warum ich nicht mit meinem Sailer (Überhang 2,25m und im leeren Zustand nur 0,33m Höhe vom Boden bis zum Leuchtenträger, Stoßstange darf man das ja bei vielen FZGen nicht mehr nennen), sondern mit einem anderem Womo die Toremar-Fähre nach Elba führ. Im Hafen von Piombino war das kein Problem, da ging fast gerade auf die Fähre, im Hafen vom Portofereio beim herunterfahren von der Fähre war das schon verdammt steil.
Lieber Rantanplan, bitte erweitere Deine tolle Berechnung auch auf Überhänge über 2,30m und stelle dann den Fred in die Rubrik Fahrzeugtechnik für alle User, welche bei Fährenbenutzung unsicher bezügl. ihres FZGs sind.
Gerd
PS. Wie sagt der RA so schön, "ich kann nicht klagen" :D
Tabbert_ffb am 26 Feb 2008 12:11:06 So sieht es übrigens aus, wenn nur ein WoMo auf eine kleine Fähre passt!
Da sind wir mit der Emsfähre von Ditzum nach Emden gefahren! Rückwärts rauf!! :roll: :roll:
, Olli
Gerhard-Heinz am 26 Feb 2008 12:22:22 Hallo Olli,
Du hast doch mit Deinem FFB 560 keine 2,30m Überhang. Bei den meisten kleinen Fähren ist auch das Niveau Straße zur Fährenbodenhöhe nicht so hoch. Denn das ist ja das Problem. Die verdammte Rampe. :D :D
Gerd
Hasse aber tolles Wetter in Ditzum gehabt.
Tabbert_ffb am 26 Feb 2008 12:39:42 Gerhard-Heinz hat geschrieben:Hallo Olli,
Hasse aber tolles Wetter in Ditzum gehabt.
Hallo Gerd,
ja da hatten wir einen von 10 sonnigen Tagen in Ostfriesland erwischt!! :D :D
Gerhard-Heinz am 26 Feb 2008 14:03:22 Moin, Moin Olli,
der Mensch muss doch auch mal Glück haben.
Kann doch nicht immer heißen: Es gibt Tage, da verlierse und es gibt Tage, da gewinnen die Andern. :D :D :D
Gerd
Klausimaus am 26 Feb 2008 18:20:17 Hallo Vagabund !
Die Frage ist schon wichtig. Wir sind bisher mit verschiedenen Womos auf Fährenrampen gefahren. Bei unserem vorletzten hatte ich auch ein ungutes Gefühl. Hab dem Einweiser zu verstehen gegeben, dass er genau das Heck beobachten soll, wenn ich rauffahre. Hat er auch gemacht.
Es hilft auf jeden Fall auch, wenn man die Rampe s c h r ä g anfährt, dadurch verringert man den Böschungswinkel.
Wenn du dann immer noch Bedenken hast:
Das Fährpersonal ist verpflichtet, zwischen Asphalt und Rampe ein dickes Seil oder einen Balken zu legen, damit der Auffahrtwinkel verringert wird. Und vor allem: Nicht durch künstliche Hektik eines Einweisers verrückt machen lassen. Es ist dein Fahrzeug und im Negativfall dein Schaden.
Klausimaus
PS.
Leute, die eine Luftfederung haben, sind da besser dran, sie können das Niveau des Hecks ich glaube um bis zu 8 cm anheben.
Vagabund am 26 Feb 2008 19:04:59 Hallo zusammen!
Vielleicht habe ich mich ein bißchen schlecht ausgedrückt. Mir ging es in erster Linie NICHT um AUFSETZEN, sondern eventuell wegen meines
doch relativ schweren Anhänger ( 1500 bis 1600 Kg) um Propleme mit
durchdrehenden Rädern (Frontantrieb) Wenn es regnet und die Rampe
durch die Fahrzeuge vor mir naß geworden ist. Um das Aufsetzen denke
ich werd ich mich herummogeln :D dank meiner Luftfederung mit der ich das Heck so knappe 10 cm liften kann. Trotzdem denke ich kann man nicht
zuuu schnell anfahren um ein einfedern des Hecks zu verhindern. Zudem ich eine Auflegelast am Kupplungskopf von 70 kg habe.
Aber danke an alle für die Antworten.
Vagabund
Gast am 26 Feb 2008 22:16:52 Mach dir keinen Kopf, der Belag auf dem gesamten Deck und der Rampe ist auch nass super griffig. Da geht eher die Kupplung durch bevor die Räder rutschen. Unser Schneckenhaus wiegt 4t. Bis jetzt bin ich noch jedesmal auf der Rampe zum stehen gekommen und ohne Probleme wieder weg. Ich hab schon einfache Womo's mit einem Bootsanhänger (mt Boot) gesehen, die haben auch keine Probleme gehabt.
Die Rampe ist ewig lang und halb so steil wie man vermutet. Schließlich geht die Rampe über fast die halbe Schiffslänge.
Viel Spaß,
aus München
Berthold am 26 Feb 2008 23:22:23 Hallo
Deine Hinweise sind schon sehr interessant. Ob man damit was anfangen kann weiß iich nicht, muß meinen Schwiegersohn fragen, der promoviert in Mathematik und sucht noch nach einer neuen Formel :)
Berthold am 26 Feb 2008 23:29:37 Also ich habe bei meinen Touren nach Griechenland noch nie erlebt, dass jemand Traktionsprobleme auf der Rampe hatte. Auch die fischgrätigen Stege auf der Rampe, die das Rubbeln bewirken, sorgen dafür, das selbst das schwerste Gespann das Fahrzeugdeck erlimmen kann,
Vorausgesetzt Du hast Heckantrieb, sehe ich kein Problem
macagi am 17 Jan 2009 16:44:28 rantanplan hat geschrieben: 9 Grad "Steigungswinkel" am Überhang sind ausreichend. Wie komme ich dazu: (cut) Es gibt eine Empfehlung, dass ein neu zuzulassendes Fahrzeug ein Hindernis von 800 mal 110 mm berührungslos überfahren können muss.
(cut)
Mein Eura mit Tandemachse hat einen Überhang von 220 cm von mitte hinterer Achse gemessen und eine Bodenfreiheit von 34 cm in unbeladenem Zustand an der Unterkante der hinteren Kurbelstützen. Das ist der neuralgische tiefste Punkt, wo ich aufsetzen oder hängen bleiben kann.
220 cm zu 34 cm sind ausreichend, um auf bisher 14ooo KM alle Rampen, Auffahrten, Fährrampen und Bodenwellen ohne Kontakt befahren zu können.
Daraus ergibt sich ein Winkel von 9 Grad, der ausreichend ist.
Moin,
habe gerade bei der Suche nach 'Bodenfreiheit' dieses alte Thema gefunden.
Rein von der Geometrie her sollte man auch diese Betrachtung für den Radstand ausführen. Insbedonders bei längeren Fahrzeugen könnte es dort eher Probleme geben als hinten. Ich denke an die Einfahrt in einen Platz der eine steile Rampe nach unten hat.
Ich habe den Eindruck dass die heutigen Al-Ko Tiefrahmen eine sehr niedrige Bodenfreiheit haben im Verlgeich zu Iveco und Merc - muss mal bei der CMT nächste Woche mein Massband hernehmen.....
mfG
Manfred
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